Mackenthun | Berichte an den Gutachter schreiben | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 228 Seiten

Mackenthun Berichte an den Gutachter schreiben

in tiefenpsychologischen und psychoanalytischen Verfahren einschließlich der genauen Erörterung der Psychodynamik und OPD-3
3., erweiterte Auflage 2026
ISBN: 978-3-946130-60-4
Verlag: VTA
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

in tiefenpsychologischen und psychoanalytischen Verfahren einschließlich der genauen Erörterung der Psychodynamik und OPD-3

E-Book, Deutsch, 228 Seiten

ISBN: 978-3-946130-60-4
Verlag: VTA
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Dieses Buch liefert, was vielen Psychotherapeuten im Alltag fehlt: eine präzise, praxistaugliche Anleitung zum Schreiben überzeugender Berichte an den Gutachter. Gerald Mackenthun verbindet langjährige klinische Erfahrung mit didaktischer Klarheit und zeigt, wie sich komplexe psychodynamische Zusammenhänge verständlich, knapp und fachlich korrekt formulieren lassen. Im Zentrum steht die Frage, wie aus biografischem Material eine stringente Psychodynamik entwickelt wird – ohne theoretischen Ballast, aber mit inhaltlicher Tiefe. Zahlreiche Formulierungsbeispiele, konkrete Schritt-für-Schritt-Anleitungen und typische Fehlerquellen machen das Buch zu einem verlässlichen Arbeitsinstrument für Ausbildungskandidaten und erfahrene Therapeuten gleichermaßen. Die erweiterte Ausgabe integriert zudem die Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik (OPD-3) und zeigt, wie sich dieses differenzierte Instrument in die Berichtspraxis einbinden lässt. Wer Berichte effizienter schreiben und zugleich inhaltlich verbessern will, findet hier eine fundierte und sofort umsetzbare Orientierung.

Mackenthun Berichte an den Gutachter schreiben jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Inhalt
1 VORWORT 11
2 DAS PROBLEM 13
3 ZIEL DES BERICHTS 16
3.1 Die Gutachter 16
3.2 Zweck des Berichts 17
4 GRUNDSÄTZLICHES ZUR PSYCHODYNAMIK 18
4.1 Es gibt keine goldene analytische Theorie 21
4.2 Was bedeutet das für den Antragsbericht? 22
5 AUFBAU DES BERICHTS 25
5.1 Punkt 1 – Relevante soziodemographische Daten 26
5.2 Punkt 2 – Symptomatik und psychischer Befund 27
5.2.1 Symptomatik 27
5.2.2 Erscheinungsweise und Erscheinungsbild 30
5.2.3 Psychischer Befund 32
5.2.4 Krankheitsverständnis 34
5.2.5 Ergebnisse psychodiagnostischer Testverfahren 34
5.3 Punkt 3 – Somatischer Befund 34
5.4 Punkt 4 – Angaben zur Lebensgeschichte und zur Psychodynamik 38
5.4.1 Lebensgeschichte 39
5.4.2 Einige der für eine Biografie relevanten Punkte 41
5.4.3 Psychodynamik 45
5.5 Punkt 5 – Diagnose 49
5.6 Punkt 6 – Behandlungsplan und Prognose 52
5.6.1 Therapieziel 53
5.6.2 Behandlungsplan 54
5.6.3 Setting 62
5.6.4 Kooperation 62
5.6.5 Prognose 63
5.7 Punkt 7 – Fortführungsantrag 70
5.7.1 Zusatzangaben in einem KJP-Antrag 70
5.8 Zehn Fragen, die der Bericht beantworten sollte 71
6 PSYCHODYNAMIK 73
6.1 Die Vorgaben 74
6.2 Aufbau der Psychodynamik nach Jungclaussen 74
6.3 Welche Fragen und Punkte sollten in der Psychodynamik beantwortet werden? 77
6.4 Schritt 1: Die frühe Biographie prägnant darstellen 77
6.5 Schritt 2: Den Grundkonflikt benennen 82
6.6 Schritt 3: Die Neurosenstruktur erfassen 83
6.6.1 Beziehung von Konflikt und Struktur 85
6.7 Schritt 4: Die Kompensation erläutern (Abwehrmechanismen) 86
6.8 Schritt 5: Den aktuellen Auslöser identifizieren 86
6.9 Schritt 6: Die Dynamik des aktuell wirksamen unbewussten Konflikts herausarbeiten 88
6.10 Schritt 7: Das aktuelle Symptom 90
6.11 Beispiel für eine neurotische Konfliktdynamik in 7 Schritten 91
6.12 Beispiel für eine Strukturstörung in 7 Schritten 92
6.13 Beispiel für eine neurotische Psychodynamik in 7 Schritten 94
6.14 Beispiel für eine Strukturstörung in 7 Schritten mit nur einem Behandlungsfokus 96
7 KONFLIKTTHEORIE UND KONFLIKTDYNAMIK 101
7.1 Der Ursprung: Konflikttheorie bei Freud 101
7.2 Neuere Entwicklungen des Konflikt-Modells 104
7.2.1 Selbstpsychologie 105
7.2.2 Objektbeziehungstheorie 106
7.2.3 Das OPD-Konfliktmodell 107
7.3 Ist die Konflikttheorie noch zeitgemäß? 115
8 ABWEHRMECHANISMEN 118
8.1 Musterbildung 124
9 TRAUMATA 126
10 THERAPEUTISCHE BEZIEHUNGSGESTALTUNG 129
10.1 Bindungstheorie 130
10.2 Übertragung 131
10.3 Gegenübertragung 133
10.4 Beispielformulierungen zu Übertragung und Gegenübertragung 135
11 WEITERE PERSPEKTIVEN UND PARADIGMEN 137
11.1 Strukturperspektive 138
11.1.1 Die Charakterstruktur 139
11.1.2 Unterschied Persönlichkeitsstil und Persönlichkeitsstörung 141
11.1.3 Die Ich-Struktur 145
11.1.4 Strukturbestandteile 147
11.1.5 Gestörte Strukturbestandteile 151
11.1.6 Unterschied strukturelle Störung – neurotische Störung 153
11.1.7 Strukturniveau 155
11.1.8 Unterscheidung Konflikt und Struktur 158
11.2 Ressourcenperspektive 160
11.3 Psychosomatische Perspektive 162
11.4 Neurobiologische Perspektive 164
11.5 „Modi“ nach Stavros Mentzos 165
11.6 Kognitiv-behaviorale Perspektive 166
11.7 Szenisches Verstehen nach Lorenzer 168
11.8 Bedürfnisperspektive 169
11.9 Genetische Perspektive 170
12 OPERATIONALISIERTE PSYCHODYNAMISCHE DIAGNOSTIK 172
12.1 Hintergrund 172
12.2 Anwendung 177
12.2.1 Was Sie konkret brauchen 177
12.2.2 Wie Sie konkret vorgehen 178
12.2.3 Variante: Arbeit mit dem OPD-Konfliktfragebogen 180
12.3 Welche Fragen stelle ich zu Achse I im OPD-Interview? 181
12.4 Welche Fragen stelle ich zu Achse II im OPD-Interview? 184
12.5 Welche Fragen stelle ich zu Achse III im OPD-Interview? 187
12.6 Welche Fragen stelle ich zu Achse IV im OPD-Interview? 190
12.7 Vorgehensweise im Bericht 192
12.8 Formulierungsbeispiele OPD im Bericht an den Gutachter 192
12.9 Prompt für einen OPD-3-Bericht anhand von Informationen über einen Patienten 194
12.10 Ergebnis: Formulierung eines OPD-3-Berichts mit KI-Hilfe 196
13 INTEGRATIVE PERSPEKTIVE 199
13.1 Perspektiven im Berichtsalltag: Wer hat Recht? 199
13.2 Theoretischer Eklektizismus und behandlungstechnischer

Pluralismus 201
14 BERICHTSBEISPIELE 205
14.1 Beispielformulierung 1 eines TP-Erstantrags 205
14.2 Beispielformulierung 2 eines TP-Erstantrags 210
15 ÜBUNGEN 215
15.1 Kleingruppenübung 1 215
15.2 Kleingruppenübung 2 220
15.3 Beispiel Obergutachterverfahren 220
16 LITERATUR 221
17 DATEIEN ZUM DOWNLOADEN 224


Es gibt gute Bücher zur Frage, wie Psychotherapeuten schnell und unkompliziert Berichte an den Gutachter schreiben können. Die meisten sind nicht unter 39,90 Euro zu haben, und sie sind groß und dick. Mit diesem bewusst schmal gehaltenen Buch versuche ich, eine kompakte und zugleich komplette Anleitung zum Schrei-ben von Berichten an den Gutachter vorzulegen.

Ich konzentriere mich auf die häufigste Antragsform, den Erstantrag für eine bis zu 60-stündige Psychotherapie im tiefenpsychologischen Verfahren für einen Er-wachsenen.

Auf speziellere Probleme wie beispielsweise die Kinder- und Jugendlichentherapie oder die Gruppentherapie gehe ich kaum ein, auch Verlängerungsanträge oder der Widerspruch im Obergutachterverfahren kommen kaum oder nicht vor. Wer hier Hilfe benötigt, möge in anderen Büchern nachschlagen oder erfahrene Therapeuten fragen. Doch wer den Bericht grundsätzlich verstanden hat, wird auch mit den anderen Formaten gut zurechtkommen.

Die gesetzlichen Grundlagen werden hier ebenfalls nicht behandelt oder doku-mentiert. Die entsprechenden Texte sind im Internet leicht zu finden.
Neu aufgenommen wurde die Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik in der Version OPD-3. Dieses Instrument ist ein weiterer Versuch, Ordnung in die menschliche Psyche zu bringen. Es handelt sich um eine eigenständige Form der Diagnostik und ist nur schwer in den „Bericht an den Gutachter“ unterzubringen. Trotzdem werde ich den Lesern einige Tipps geben können.
Das Buch beruht auf eigenen Erfahrungen mit dem Schreiben von Berichten in tiefenpsychologischen und analytischen Verfahren. Über sieben Jahre lang bot ich dazu an meinem Ausbildungsinstitut in Berlin Kurse an. Die Ablehnungsquote durch Gutachter beträgt bei mir zwischen zwei und drei Prozent, mit sinkender Tendenz. Aus diesen Kenntnissen heraus entstand dieses Buch, von dem ich hoffe, dass es vor allem den Ausbildungskandidaten von Nutzen ist.
Berlin, im Frühling 2026


Mackenthun, Gerald
Dr. phil. Gerald Mackenthun studierte zunächst Politische Wissenschaften an der Freien Universität Berlin. 25 Jahre lang arbeitete er als Korrespondent und Redakteur bei einer großen deutschen Nachrichtenagentur. Nach einem Studium der Psychologie und einer Ausbildung ließ er sich 2004 als Psychotherapeut in Berlin nieder. Er ist Autor psychologischer Grundlagenwerke und zahlreicher politischer Texte. Seit 2011 leitet er Kurse zum Erstellen von Berichten.



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.