Mackenzie | Rendezvous in der Stadt der Liebe | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Romana

Mackenzie Rendezvous in der Stadt der Liebe


1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7515-2961-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Romana

ISBN: 978-3-7515-2961-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Paris, wir kommen! Aufgeregt begleitet Meg ihren neuen Boss Etienne Gavard in die Stadt der Liebe. Als Dank für ihr Engagement har er ihr etwas unglaublich Verführerisches angeboten: Er will in ihre Garderobe etwas französischen Chic bringen - und in ihr Leben etwas l'amour?



Myrna Mackenzie wusste in ihrer Jugend zunächst nicht, was sie später einmal beruflich machen wollte. Aber sie wusste, dass sie Geschichten und Happy Ends liebte. Und so war der Schritt zur Liebesroman-Autorin nahezu unvermeidlich. Die inzwischen preisgekrönte Autorin von über 35 Romanen wurde in einer kleinen Stadt in Dunklin County im US-Bundesstaat Missouri geboren und wuchs in der Nähe von Chicago auf. Auch nach vielen Jahren der Nutzung kommt ihr das Internet immer noch wie eine magische Welt vor. Ihr Lieblingsbeschäftigung ist Kaffee, und sie strickt, kocht und wandert gerne. Außerdem versucht sie sich gern in Gartenarbeit, was ihr nach eigenen Angaben nicht so gut gelingt. Myrna Mackenzie freut sich über Besuche auf ihrer Internetseite www.angelfire.com.

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1. KAPITEL


„Oh, da machen Sie sich lieber keine allzu großen Hoffnungen, Mr. Gavard. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Meg sich dazu überreden lässt, wieder für Fieldman’s Furnishing zu arbeiten.“

An diese Worte einer ehemaligen Arbeitskollegin und alten Freundin von Meg Leigthon musste Etienne denken, als er seinen schwarzen Porsche vor dem großen Apartmenthaus einparkte, in dem Meg Leighton wohnte. Etienne war vor zwei Wochen aus Paris nach Chicago gekommen, um das Möbelhaus Fieldman’s Furnishing vor dem Konkurs zu retten. Im Zuge seiner umfangreichen Recherchen hatte er herausgefunden, dass Meg Leighton die engste Mitarbeiterin der damaligen Geschäftsführerin gewesen war und somit diejenige, die ihm bei dieser schwierigen Aufgabe am ehesten würde helfen können.

Etienne Gavard war ein erfolgreicher Geschäftsmann. Er kaufte Firmen auf, die vor der Pleite standen, um sie wieder in florierende Unternehmen zu verwandeln, und das war ihm bisher auch jedes Mal gelungen. Sein Privatleben hingegen war ein regelrechter Scherbenhaufen. Seit jenem Unglückstag im August vor drei Jahren, an dem seine Frau Louisa und ihr ungeborenes Kind bei einem Autounfall starben, hatte Etienne sich vollkommen seiner Firma verschrieben, um dieses Drama zu vergessen. Doch auch wenn er wie ein Besessener arbeitete, es gelang ihm einfach nicht, die Geister der Vergangenheit zu verbannen. Er gab sich nach wie vor die Schuld an diesem Unglück, und je näher Louisas Todestag rückte, desto schlechter fühlte er sich.

Etienne verdrängte die düsteren Gedanken und versuchte sich auf die schwierige Aufgabe zu konzentrieren, die er sich für die nächsten drei Monate vorgenommen hatte. Die Lage von Fieldman’s Furnishing war sehr ernst, doch mit unternehmerischem Geschick und seinem hervorragenden Gespür für Innovationen wollte Etienne es schaffen, die Firma vor der Pleite zu retten. Und je härter er dafür arbeitete, desto besser, denn harte Arbeit war für Etienne das einzig wirksame Mittel, um den Schmerz über Louisas Tod zu betäuben.

Aber er brauchte Hilfe, und zwar von Meg Leighton, denn sie kannte, laut ihrer Freundin Edie, Fieldman’s Furnishing am besten. Der einzige Haken an der Sache war, dass Meg seit über einem Jahr nicht mehr für Fieldman’s arbeitete, doch weshalb sie die Firma verlassen hatte, das hatte Edie ihm nicht sagen wollen.

Etienne ging auf das wenig einladende braune Backsteingebäude mit dem ungepflegten Vorgarten zu. Hier also wohnte die Frau, mit deren Unterstützung er sein Ziel erreichen wollte. Etienne war fest entschlossen, sie für seine Pläne zu gewinnen, denn die Existenz und Zukunft vieler Menschen standen auf dem Spiel, und er würde alles dafür tun, um diese vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes zu bewahren.

„Na, da kommt er ja“, sagte Meg zu ihrem Kater Blitz und trat vom Fenster zurück. „Und Edie hatte recht, er sieht verdammt gut aus.“ Blitz antwortete mit einem breiten Gähnen, das Meg zum Lachen brachte. „Was soll denn das schon wieder heißen, hm? Dass ein Mann wie er nichts Besonderes für uns ist, weil wir jeden Tag Besuch von gut aussehenden Franzosen bekommen?“ Sie ging in die Hocke und kraulte ihren Kater zärtlich hinterm Ohr. „Schön wär’s, nicht wahr? Na ja, mal sehen, was er von uns will.“

Was er von ihr wollte, wusste Meg im Grunde schon, denn gerade eben hatte ihre beste Freundin Edie angerufen und ihr erklärt, wer dieser Mann war: Etienne Gavard kam aus Paris und hatte Fieldman’s Furnishing gekauft, um das Unternehmen zu sanieren. Und nun hoffte er auf Megs Unterstützung, weil sie die Einzige war, die sich in der Unternehmensführung auskannte – oder zumindest ausgekannt hatte, als sie noch dort angestellt gewesen war. Zu Fieldman’s Furnishing zurückzukehren kam für Meg jedoch keinesfalls infrage, nach all dem, was sie dort erlebt hatte.

Meg dachte mit Wehmut an die Zeit zurück, in der sie mit ihrer Chefin Mary Fieldman zusammengearbeitet hatte. Mit sechzehn Jahren hatte Meg eine kaufmännische Lehre bei Fieldman’s begonnen und war im Lauf der Jahre zu Marys engster Mitarbeiterin und Vertrauter geworden. Meg hatte sich bei Fieldman’s Furnishing so wohlgefühlt, dass die Firma sozusagen zu ihrem zweiten Zuhause geworden war. Dann aber war der Moment gekommen, der alles verändert hatte, und an diesen schwarzen Tag in ihrem Leben wollte Meg nicht mehr erinnert werden.

Sie atmete tief durch und wappnete sich innerlich für das Gespräch mit Etienne Gavard. Was auch immer er von ihr wollte und ihr für ihre Hilfe bot, sie würde ihm eindeutig zu verstehen geben, dass sie keinerlei Interesse daran hatte, wieder für Fieldman’s zu arbeiten. Allein der Gedanke an die tiefe Demütigung, die sie durch Marys Sohn, Alan Fieldman, erfahren hatte, verursachte Meg regelrecht Bauchschmerzen. Nein, sie wollte nicht mehr daran denken, wie er ihr im Beisein mehrerer Kollegen den Laufpass gegeben und sie gleichzeitig fristlos entlassen hatte.

Das Läuten an der Tür brachte Meg in die Gegenwart zurück, und als sie Etienne Gavard schließlich gegenüberstand, begann ihr Herz sofort schneller zu schlagen. Er war sehr groß, hatte schwarzes Haar, ein markantes Gesicht mit strahlend blauen Augen und war in der Tat der attraktivste Mann, der ihr je begegnet war.

„Mr. Gavard?“, fragte sie nervös und versuchte dabei, sich nichts von ihrer Aufregung anmerken zu lassen.

„Ja, der bin ich.“ Etienne lächelte, und Meg hatte das Gefühl dahinzuschmelzen. „Sie sehen aus, als hätten Sie mich schon erwartet.“

„Ja, das stimmt“, gab sie zu und war froh, dass sie nicht zu den Frauen gehörte, die bei jeder Gelegenheit gleich rot wurden. „Meine Freundin Edie hat mich vorhin angerufen und mir gesagt, dass Sie auf dem Weg zu mir sind.“

„Dann hat sie Ihnen sicher auch erzählt, aus welchem Grund ich sie aufsuche, nicht wahr?“

Er lächelte erneut, und das Grübchen, das sich dabei auf seiner linken Wange bildete, war so sexy, dass Meg fast weiche Knie bekam. Ein Mann wie er wusste ganz genau, wie er auf Frauen wirkte, und machte sich dies sicher gern auch mal zunutze. Meg hingegen hatte keinen derartigen Trumpf auszuspielen. Sie gehörte leider nicht zu den Frauen, die beim männlichen Geschlecht allzu große Begeisterung hervorriefen. Meg hielt sich selbst für eine graue Maus, und immer wenn sie in den Spiegel sah, fühlte sie sich in ihrer Meinung bestätigt. Sie war nicht gerade schlank, und ihre rechte Wange zierte eine lange Narbe, die noch deutlicher zum Vorschein kam, wenn Meg lächelte. Früher hatte sie sehr unter diesem Makel gelitten, doch im Lauf der Jahre hatte sie gelernt, ihn zu akzeptieren und damit zu leben.

„Ja, das hat sie“, erwidert Meg und hob entschlossen ihr Kinn an. Sie würde sich nicht von diesem Mann um den Finger wickeln lassen, auch wenn er sich seiner Sache noch so sicher war. „Aber ich fürchte, ich werde Sie enttäuschen müssen. Ich arbeite schon seit über einem Jahr nicht mehr für Fieldman’s Furnishing und kann Ihnen deshalb auch nicht helfen.“

„Nun, der Meinung bin ich nicht, Miss Leighton. Ich glaube schon, dass Sie mir helfen können.“

Sein französischer Akzent und seine dunkle Stimme waren so erotisch, dass auch Meg sich dieser Wirkung kaum entziehen konnte. Und gerade deshalb musste sie ganz besonders auf der Hut sein, denn Etienne Gavard ließ seinen Charme sicher nur deshalb bei ihr spielen, weil er etwas von ihr wollte.

„Ich weiß, es ist schon etwas ungewöhnlich, einfach so bei Ihnen aufzukreuzen“, sagte er unvermittelt, als hätte er ihre innere Abwehr gespürt. „Aber ungewöhnliche Projekte erfordern ebensolche Maßnahmen.“ Wieder schenkte er ihr sein entwaffnendes Lächeln. „Aber darf ich Ihnen das vielleicht woanders als im kalten Treppenhaus erläutern?“

Aha, jetzt will er in meine Wohnung, weil er glaubt, mich so schneller rumzukriegen, dachte Meg leicht ärgerlich und ignorierte sein Bitte. „Es tut mir leid, aber da gibt es nicht viel zu erläutern“, erwiderte sie kühl. „So wie Edie sagte, suchen Sie einen Spezialisten, der sich in Fieldman’s Unternehmensführung auskennt. Und der bin ganz bestimmt nicht ich.“

„Sehen Sie, Miss Leighton, genau das ist der Punkt. Ich bin nämlich davon überzeugt, dass gerade Sie mir helfen können. Die Lage bei Fieldman’s sieht alles andere als rosig aus, mit anderen Worten, es herrscht totales Chaos. Zahlungen sind in Verzug, die Produktion steht weitgehend still, keinerlei Einkäufe werden getätigt, nichts geht mehr voran. Selbst die banalsten Dinge funktionieren nicht. In den Toiletten und Waschräumen beispielsweise ist die Seife ausgegangen, und keiner scheint zu wissen, wo man welche findet.“

„Im Lager, dritte Reihe rechts, viertes Regal von unten“, antwortete Meg wie aus der Pistole geschossen. „Oder zumindest war sie da zu finden, als ich noch dort war.“

Etienne lächelte triumphierend. „Sehen Sie, genau das habe ich gemeint. So gut wie Sie kennt sich kein anderer bei Fieldman’s aus, und deshalb sind Sie genau die Richtige für mich.“

Meg ärgerte sich nun noch mehr, denn mit ihrer voreiligen Antwort hatte sie sich wohl ein Eigentor geschossen. „Ich kannte mich gut aus, aber ich arbeite ja schon lange nicht mehr dort“, wies sie ihn zurecht. „Wie Edie mir erzählt hat, ist nichts mehr so wie früher, und davon abgesehen glaube ich kaum, dass ich Ihnen eine große Hilfe bin, nur weil ich vielleicht weiß, wo sich die Seife befindet.“

„Also, wenn wir unsere Hände waschen wollen, hilft es uns schon weiter“, versuchte Etienne zu scherzen, um die...



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