Madejsky | Entgiften mit Heilkräutern | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 352 Seiten, Format (B × H): 145 mm x 220 mm

Madejsky Entgiften mit Heilkräutern

Heilkräuterrezepte und Entgiftungskonzepte. Entgiftungsorgane stärken, Schadstoffe gezielt ausleiten, Praxiswissen für Therapeuten und Betroffene
2. Auflage 2025
ISBN: 978-3-03902-253-3
Verlag: AT Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Heilkräuterrezepte und Entgiftungskonzepte. Entgiftungsorgane stärken, Schadstoffe gezielt ausleiten, Praxiswissen für Therapeuten und Betroffene

E-Book, Deutsch, 352 Seiten, Format (B × H): 145 mm x 220 mm

ISBN: 978-3-03902-253-3
Verlag: AT Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Von Angelikawurz bis Zinnkraut - der pflanzliche Weg zur Entgiftung! Nahrungs-, Wohn- und Umweltgifte sind die Ursachen für viele Krankheiten. Eine individuelle und gezielte Entgiftung bekämpft sie direkt an der Wurzel. In diesem Buch erläutert Margret Madejsky die Grundregeln rund um Blutreinigung, Entgiftung und Ausleitung porträtiert die wichtigsten Heilpflanzen und Heilkräuter, die dabei unterstützten können, und ergänzt diese mit bewährten anderen Naturheilmitteln. Da Umweltproblemstoffe sich auf jeden Menschen unterschiedlich auswirken, ist es unentbehrlich, die krankmachenden Giftstoffe zu erkennen und einen individuellen Therapieansatz zu finden. Dafür erstellt Margret Madejsky ihr Wissen, das sie in mehr als dreissig Jahren Praxiserfahrung gesammelt hat, zur Verfügung, und präsentiert zahlreiche Heilkräuterrezepte, Praxistipps und Ausleitungskonzepte. Ein umfassender und informativer Praxisratgeber sowie ein unentbehrliches Nachschlagewerk für Therapeuten wie auch Betroffene, das zeigt, wie der Körper mit Hilfe von Heilpflanzen auf natürlichem Weg von krankmachenden Schadstoffen befreit werden kann.

Margret Madejsky ist Heilpraktikerin und Mitbegründerin von Natura Naturans, Arbeitsgemeinschaft für Traditionelle Abendländische Medizin. Schwerpunkte ihrer Praxis- und Seminartätigkeit sind die Naturheilkunde für Frauen, Phytotherapie, Komplexmittelhomöopathie und Paracelsusmedizin. Autorin mehrerer Standardwerke zur Kräuterheilkunde für Frauen.
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Vorwort


Von Paracelsus stammt der viel zitierte Spruch, auf den sich Toxikologen bis heute beziehen: »Allein die Dosis macht, ob ein Ding Gift oder Arznei ist.«

Auf der Annahme, dass kleine Giftmengen unschädlich sind, basieren bis heute die Grenzwerte, die meist mit Einzelsubstanzen im Tierversuch ermittelt und auf den menschlichen Organismus umgerechnet werden. Doch der Arzt und Medizinreformator Paracelsus (1493–1541) konnte nicht ahnen, dass wenige Jahrhunderte nach seinem Tod das Zeitalter der Chemie und der Industrialisierung anbrechen würde. Seither hat der Mensch unzählige neue Chemikalien geschaffen.

Daher stellt sich heute nicht mehr die Frage nach der Dosis des einzelnen Giftes, sondern vielmehr stellt sich die Frage, wie viele Schadstoffe gleichzeitig in einem Menschen interagieren. Der Synergismus, das Zusammenwirken verschiedener Chemikalien, ist aber nur schwer vorhersehbar. Ein ähnliches Phänomen ist aus der Astrophysik bekannt als das »Drei-Körper-Problem«. Die gegenseitige Beeinflussung der Laufbahnen von nur drei Himmelskörpern zu berechnen, stellt bereits eine große mathematische Herausforderung dar.

Man muss sich vor Augen führen, dass inzwischen eine Vielzahl an Umweltgiften in ein und derselben Person nachweisbar sind. Allein in der Muttermilch konnten bereits mehrere hundert Einzelstoffe nachgewiesen werden (BUND 2005)! Daher sollte uns klar sein, dass Grenzwertkontrollen für Einzelsubstanzen keine wirkliche Sicherheit bieten. Abgesehen davon hängt die Reaktion des Einzelnen auf Schadstoffe von vielen Faktoren ab: Alter, Geschlecht, Gewicht, Ernährung, Lebensweise, Vorerkrankungen und vieles mehr spielen eine Rolle. Manche Menschen leiden auch unter einer Detox-Blockade, weil vielleicht Leber und Nieren nicht optimal funktionieren oder ein genetischer Defekt vorliegt (z. B. Glutathiontransferase-Störung oder MTHFR-Mutation). Die individuelle Empfänglichkeit für Umweltgifte variiert also von Mensch zu Mensch. Was der eine locker wegsteckt, macht den anderen längst krank. Man darf daher die Rechnung keinesfalls ohne den Wirt machen.

Glücklicherweise ist unser Organismus kein geschlossenes System. Schadstoffe gelangen auf vielen Wegen in uns. Sofern aber Leber und Nieren ihre Entgiftungsfunktionen erfüllen und die Mitochondrien genug Energie für die zellulären Entgiftungsprozesse liefern, wenn außerdem der Abtransport und die Ausscheidung der Problemstoffe mit Lymphe, Harn, Schweiß, Galle und Stuhl gut läuft, werden viele der aufgenommenen Toxine den Körper auch wieder verlassen. Aber ebendie individuelle Entgiftungskapazität ist durch unsere toxische Lebensweise, also durch Stress, Fast Food und Elektrosmog im Zusammenspiel mit den anflutenden Umweltproblemstoffen, oftmals überlastet.

In meiner Praxis musste ich daher in den letzten drei Jahrzehnten beobachten, dass Allergien, Autoimmunerkrankungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Schilddrüsenleiden, aber auch Endometriose, Myome oder Zysten und nicht zuletzt die Unfruchtbarkeit beider Geschlechter drastisch zugenommen haben. Manche Ärzte sprechen davon, dass wir im Krebs- und Demenzzeitalter angekommen sind. Diese Erkrankungen sind jedoch keineswegs gottgegeben, sondern es liegt ihnen eine gemeinsame Ursache zugrunde: Sie werden durch Schadstoffe begünstigt.

  • Immunologische Erkrankungen wie auch hormonelle Dysbalancen werden von manchen Labormedizinern längst mit einer Schwermetallbelastung assoziiert (Martin 2014, S. 171) oder auf hormonaktive Chemikalien zurückgeführt.
  • Endometriose oder Myome kann man im Tierversuch seit Langem mit Dioxin oder auch mit Holzschutzmitteln wie DDT und Lindan erzeugen.
  • Schilddrüsenleiden werden mit endokrinen Disruptoren wie etwa Holzschutzmitteln oder Quecksilber in Verbindung gebracht. Aber auch der hohe Nitratgehalt des Trinkwassers in ländlichen Gegenden oder die Strahlenbelastung infolge von oberirdischen Atomtests und radioaktivem Fallout schädigen die Schilddrüse.
  • Weichmacher begünstigen die Entstehung von Brustzysten bis Brustkrebs und beeinträchtigen u. a. die Funktion männlicher Samenzellen.
  • Das Leaky-Gut-Syndrom, auch »durchlässiger Darm« genannt, nimmt aufgrund von Agrargiften wie Glyphosat oder Fosetyl sowie durch Schwermetalle stetig zu.
  • In Gehirnen von Alzheimerkranken fand man vermehrt Metalle wie Aluminium und Quecksilber. Aber auch bei anderen neurologischen Leiden wie Multiple Sklerose oder Parkinsonismus spielen chronische Metallvergiftungen eine Rolle. Leukämie wird mit Dioxinen aus der Müllverbrennung assoziiert …

Nicht nur die Liste der Erkrankungen, bei denen Umweltfaktoren eine Rolle spielen, ist endlos. Die Studien zu umweltmedizinischen Themen sind ebenso zahlreich, und die Warnhinweise vonseiten der Wissenschaft sind deutlich.

Trotzdem befassen sich nur sehr wenige Ärzte mit der Umweltmedizin. Das mag einerseits daran liegen, dass der Nachweis von Umweltgiften nicht so einfach ist, da viele Problemstoffe in Depots abgelagert und deswegen nicht immer im Blut messbar sind. Auch spielt es eine Rolle, mit welchem Labor die jeweilige Praxis zusammenarbeitet. Denn nur wenige Labore bieten beispielsweise ein Holzschutzmittel- oder ein Pestizid-Screening an (Adressen siehe Anhang). Verschiedenste Schadstoffe könnten längst in Blut, Urin oder Gewebeproben nachgewiesen werden. In der haus- oder fachärztlichen Praxis, wo die an der Schadstoffbelastung Erkrankten Hilfe suchen, erfolgen trotzdem nur in den seltensten Fällen entsprechende Untersuchungen. Dies ist in erster Linie eine Kostenfrage. Denn umweltmedizinische Untersuchungen sprengen die ärztlichen Budgets bei Weitem und zählen nur in bestimmten Verdachtsfällen wie etwa bei berufsbedingtem Toxinkontakt zu den Kassenleistungen.

Würde man aber den gesundheitlichen Schaden, den beispielsweise Pestizide verursachen, in die Rechnung mit einbeziehen und die Hersteller der jeweiligen Substanzen in die Haftung nehmen, dann würden sich die Herstellung wie auch der Einsatz von Agrargiften wohl kaum noch rechnen. Ein pestizidbelasteter Apfel müsste dann vermutlich das Fünf- bis Zehnfache kosten, um die Schäden, die er langfristig an Mensch und Natur verursacht, mit abzudecken. Ähnlich verhält es sich eigentlich mit allen modernen Luxusgütern und Produktionsmethoden vom Auto bis zur E-Zigarette.

Nicht zuletzt stellt sich die Frage, ob es politisch überhaupt erwünscht ist, das Umwelt-Fass aufzumachen. Die chemische Industrie und die Pharmaindustrie würden mit unvorstellbar hohen Schadensersatzforderungen konfrontiert, wenn unabhängige Studien zu dem Ergebnis kämen, dass bestimmte Substanzen chronische Krankheiten begünstigen, und in der sogenannten Schulmedizin müsste ein vollständiges Umdenken erfolgen, um die Erkrankungen an der Ursache und nicht nur an den Symptomen zu packen …

Volksmediziner schätzen den Bärlauch wegen seiner blutreinigenden Kräfte.

In jedem Fall kommt künftig nicht nur der Vermeidung und den Verboten von gesundheitsschädigenden Substanzen, sondern vor allem auch der Entgiftung eine große Bedeutung in der Heilkunst zu. Schon in den Werken der heilkundigen Äbtissin Hildegard von Bingen (1098–1179) und des Medizinreformators Paracelsus finden sich Hinweise darüber, dass endogene und exogene Gifte krank machen können. Doch beide pflegten eine große Liebe zur Natur, als deren ewige Studenten sie sich verstanden. Denn beide erkannten in der Natur jene große Alchimistin, die nicht nur Krankheit in Gesundheit zu verwandeln mag, sondern auch über erstaunliche Regenerationskräfte verfügt.

Während sich diese Weisen noch mit exogenen Giften wie Blei und mit endogenen Stoffwechselgiften sowie mit der Umweltbelastung durch den eigenen Unrat herumschlagen mussten, sind es heute vor allem Agrargifte wie Glyphosat oder Industriechemikalien wie Weichmacher oder Flammschutzmittel, die uns zunehmend Sorgen bereiten. Denn diese Problemstoffe sind nicht nur extrem langlebig, sie schädigen vor allem das werdende Leben im Mutterleib nachhaltig und gefährden insbesondere die Gesundheit unserer Kinder. Doch die allermeisten schädlichen Substanzen fliegen immer noch unter dem Radar des Alltagsbewusstseins der breiten Bevölkerung, sodass auf diesem Gebiet eine Bewusstseinserweiterung längst überfällig ist.

Aber zurück zur Allheilerin Natur: Sie beschenkt uns seit dem Anbeginn der Zeit mit Nahrung und mit Heilmitteln. Unter den Heilpflanzen sind es vor allem die Ruderalpflanzen – also jene Gewächse, die uns bis in die Großstädte hinein auf Schritt und Tritt folgen –, die uns den Weg in eine gesunde Zukunft weisen können. Unser Heilpraktikerkollege und Mitbegründer von Natura Naturans Dr. rer. nat. Max Amann (1932–2022) nannte diese Pflanzen »Bodenheiler«, denn sie regenerieren belastete Böden und entziehen ihnen Gifte. Sie wirken also wie grüne Krankenschwestern der Erde, und wir Menschen haben ein unglaubliches...


Margret Madejsky ist Heilpraktikerin und Mitbegründerin von Natura Naturans, Arbeitsgemeinschaft für Traditionelle Abendländische Medizin. Schwerpunkte ihrer Praxis- und Seminartätigkeit sind die Naturheilkunde für Frauen, Phytotherapie, Komplexmittelhomöopathie und Paracelsusmedizin. Autorin mehrerer Standardwerke zur Kräuterheilkunde für Frauen.



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