E-Book, Deutsch, 224 Seiten
Reihe: Fotografie al dente
Mänz / Dorn Naturfotografie
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-645-22209-9
Verlag: Franzis Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
mal ganz anders
E-Book, Deutsch, 224 Seiten
Reihe: Fotografie al dente
ISBN: 978-3-645-22209-9
Verlag: Franzis Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Die neue RICOH GR setzt in der Kameraklasse der Premium-Kompakten neue Maßstäbe. Fantastische Bildqualität, enorme Schnelligkeit und umfangreiche Bedienoptionen - alles verpackt in ein ultrakompaktes, robustes Gehäuse, machen die RICOH GR zu einem leistungsstarken Werkzeug für Ambitionierte, Könner und Profis der Fotografie.
Purismus pur und feinste Technik für Fotografen, die wissen, was sie wollen!
Das herausragende GR-Objektiv mit 28 mm Festbrennweite ist perfekt auf den großen APS-C-Sensor abgestimmt und die Offenblende besticht mit Lichtstärke 1:2,8. Das gibt den notwendigen Spielraum für Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen.
Ideale immer-dabei-kamera
Die RICOH GR gibt dem anspruchsvollen Fotografen die Freiräume, die er braucht: Die Schnelligkeit und Bildqualität einer Spiegelreflexkamera, verbunden mit der Handlichkeit und Flexibilität einer Kompaktkamera.
Motive bewusst gestalten
Bestsellerautor Christian Haasz entführt Sie in die Welt der RICOH GR und zeigt Ihnen am Beispiel ausgesuchter Fotoprojekte, wie Sie mit der Kamera Ihre Emotionen in beeindruckende Bilder umsetzen.
Christian Haasz, Jahrgang 1967, arbeitete nach dem Studium bis 1999 als Redakteur, Chef vom Dienst und stellvertretender Chefredakteur für ein Computermagazin in Augsburg.
Seit 1999 ist er selbstständiger Medienschaffender. Digitale Fotos macht Christian Haasz seit Ende der 90er und setzte dabei von Anfang an konsequent auf die Möglichkeiten, die der Computer dem Digitalfotografen bietet.
Der Autor hat mehrere erfolgreiche Fachbücher zu den Themen Digitalfotografie und Photoshop geschrieben und publiziert sein über Jahre erworbenes Wissen in verschiedenen Fachmagazinen.
Die Fotos von Christian Haasz werden regelmäßig in der Tagespresse veröffentlicht.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1 Purismus pur:
RICOH GR
Die Ricoh GR ist sicher keine Kamera für den Massenmarkt. Viel eher ist sie ein feinstes Stück Technik für Fotografen, die eine zuverlässige Taschenkamera immer dabeihaben wollen. Die GR ist eine Edelkompakte mit großem APS-C-Sensor und vielen professionellen Features. Puristisch – so kommt die Ricoh GR daher. Trotz Understatement ist die Kamera vollgepackt mit feinster Technik, die für fortgeschrittene Fotografen interessant ist. Die GR steht ganz in der Tradition bekannter Ricoh-Kameras wie der GRX- und der GRD-Modelle. Von Pentax stammt auf den ersten Blick das Belichtungsprogramm TAv – eine ISO-Automatik. BILDQUALITÄT AUF HÖCHSTEM NIVEAU
Retro ist in, Retro ist chic. Vor allem unter den Fotografen der älteren Semester mit etwas mehr Geld in der Tasche findet man immer mehr Fans von Kameras, die der Kategorie „Handarbeit” zuzuordnen sind. Handarbeit meint dabei zweierlei. Erstens vermitteln solche Old-School-Digicams den Eindruck, als hätte sie ein alter Mechaniker mit dem erfahrenen Blick für Funktion und Form in einer nach Schmieröl duftenden Werkstatt zusammengeschraubt. Zweitens bedeutet Handarbeit auch fotografische Handarbeit, bei der vom Fotografen verlangt wird, weit über die Vollautomatik hinaus mit den tausend Möglichkeiten der Fotografie zurechtzukommen. Die Ricoh GR – ein feines Stück Technik für fortgeschrittenere Fotografen. Die Ricoh GR steht in eben jener oben skizzierten Tradition. Sie wird zwar nicht vom alten Mechaniker irgendwo in Japan zusammengeschraubt. Was die fotografische Handarbeit angeht, ist sie aber meilenweit entfernt von einer digitalen Automatikknipse. Wer um die Zusammenhänge der oft bildentscheidenden technischen Aspekte eines Fotos weiß, darf sich glücklich schätzen, einen wahren Streetfoto-Schatz zu besitzen. Manuelles Fotografieren? Kein Problem! Bildqualität auf höchstem Niveau? Keine Frage! Erweiterbar um einen optischen Sucher? Aber sicher! Die GR ist mit ihrer lichtstarken Festbrennweite (28 mm, 1:2,8) natürlich keine Sportkamera, ebenso wenig braucht man mit ihr auf Safari zu gehen. Architektur, Streetlife-Fotografie, Landschaften – das sind die Domänen der taschentauglichen Ricoh. Insofern sollte man sie auf Safari durchaus dabeihaben, da sie beim Sonnenuntergang in Sachen Bildgestaltung und Qualität die dicke DSLR mal eben kurz in die Tasche steckt. Denn das Herz der Ricoh ist ein 16,2-Megapixel-APS-C-Sensor, der so auch in digitalen Spiegelreflexkameras zu finden ist – mit einer kleinen, aber entscheidenden Einschränkung: Der Sensor der GR hat keinen Tiefpassfilter. Dadurch ist sie zwar etwas anfälliger für Moirés, bringt aber in Kombination mit dem 28-mm-Objektiv eine sagenhafte Schärfe in die Motive. Die meisten Bedienelemente befinden sich auf der von hinten gesehen rechten Kameraseite und sind daher mit Daumen und Zeigefinger gut zu erreichen. Überblick – die wichtigsten Spezifikationen
•APS-C-Sensor mit 16,2 Megapixeln ohne Tiefpassfilter •28 mm/1:2,8 (Kleinbildäquivalent, tatsächliche Brennweite: 18,5 mm) •Empfindlichkeit zwischen ISO 100 und ISO 25600 •3-Zoll-Monitor mit 1,2 Mio. Pixeln •Videos bis max. 1080p, 24, 25 oder 30 fps (Bilder pro Sekunde) •RAW-Daten 12 Bit, DNG-Format •eingebauter ND-Filter, 2 Blenden Konzentrierte Technik aus zwei Welten Der traditionsreiche Hersteller Ricoh hat die ebenfalls bekannte Marke Pentax gekauft, die GR ist eins der ersten Ergebnisse, die aus diesem Zusammenschluss hervorgegangen sind. Man erkennt den neuen Einfluss auf den ersten Blick am Betriebsmodus/Aufnahmemodus TAv – ein Pentax-typisches Feature, bei dem man sowohl die Blende als auch die Verschlusszeit festlegen kann, die Kamera aber die ISO-Empfindlichkeit automatisch beisteuert. Die Benutzersteuerung jedoch weist deutlich auf die Ursprünge der Kamera hin, die im Hause Ricoh zu finden sind. Sowohl die GRD- als auch die GRX-Modelle funktionieren ganz ähnlich wie die GR. Interessante Features wie Intervallaufnahmen (z. B. für die automatische Aufnahme von Sternenspuren am Nachthimmel) und bestimmte Fokusmodi wurden von den bestehenden Ricoh-Modellen übernommen. Lichtstarke Linse mit einem feinen Bokeh Die GR ist mit einer lichtstarken 18,3-mm-Linse ausgestattet, die beim Einschalten der Kamera aus dem Gehäuse ausgefahren wird. In Verbindung mit dem APS-C-Sensor ergeben sich damit Blickwinkel wie mit einem 28-mm-Objektiv an einer Kleinbild-/Vollformatkamera. Der Aufbau des Objektivs besteht aus sieben Linsenelementen in fünf Gruppen, und es gibt zwei asphärische Linsenelemente, die für die weitgehende Korrektur von Aberrationsfehlern sorgen. Die Blende besteht aus neun Lamellen, wodurch das Bokeh, also unscharfe Lichter im Hintergrund, recht weich ausfällt. Fotografiert man im Makromodus bei offener Blende und hat man im entfernten Hintergrund Lichter, entstehen die typischen, sanften Bokeh-Scheiben. Das Objektiv der Ricoh GR erzeugt bei offener Blende sehr feines Bokeh mit sanften Übergängen zwischen den Lichtflecken und dem Rest des Bilds. Trotz des Weitwinkels ist es also durchaus möglich, den Vordergrund vom Hintergrund zu trennen. 18 mm | f/3,2 | 1/45 s | ISO 320 Eine Besonderheit ergibt sich aus dem kombinierten Aufbau aus Objektiv und Verschluss: Die Verschlusszeit ist abhängig von der eingestellten Blendenöffnung. Bei einer Öffnung von f/2,8 bis f/3,2 liegt die kürzeste Verschlusszeit bei 1/2000 Sekunde. Die minimale Verschlusszeit von 1/4000 Sekunde hat man nur mit Blenden jenseits von f/5,6 zur Verfügung. Die Blitzsynchronzeit liegt sagenhafterweise bei 1/2000 Sekunde. Filmclips mit der GR aufnehmen Die Videofunktion der GR ist ein wenig enttäuschend. Zwar lassen sich Filme in Full-HD mit bis zu 1080p bei 24, 25 oder 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen, eine Belichtungskontrolle ist jedoch nicht möglich. Weder lassen sich bei Videos die Werte für Blende, Verschlusszeit und Empfindlichkeit manuell korrigieren, noch ist eine einfache Belichtungskorrekturfunktion verfügbar. Für die Tonaufzeichnung sorgt ein internes Stereomikrofon, externe Mikrofone können nicht angeschlossen werden. Die einzige Möglichkeit, ein wenig Einfluss auf die Videoaufzeichnung zu nehmen, besteht in den Filmeffekten, die man ebenso auf Fotos anwenden kann. Sie können Ihre Filme beispielsweise monochromatisch, mit besonders gesättigten Farben oder in ein paar anderen Looks aufzeichnen. Alles in allem dürfte die GR für nicht mehr als ein paar Videoschnappschüsse gut sein, die Möglichkeiten, in den Belichtungsprozess und die Tonaussteuerung einzugreifen, sind einfach zu beschränkt für die ernsthafte Filmerei. Mit 1:2,8 ist das Objektiv der GR zwar nicht extrem lichtstark, in Kombination mit dem APS-C-Sensor und hohen ISO-Werten ist sie für Available-Light-Reportagen aber auf jeden Fall geeignet. Die Videofunktion der GR ist eher rudimentär ausgeprägt. Immerhin nimmt sie den Ton in Stereo auf, was man an den beiden kleinen Mikrofonöffnungen links und rechts vom Objektiv erkennt. Kamerablitz und externer Aufsteckblitz Natürlich besitzt die GR ein integriertes Blitzgerät. Es hat eine Leitzahl von 5,4 bei ISO 100 und ist damit für Motive geeignet, die nicht mehr als drei Meter entfernt sind. Da die GR einen Zubehörschuh besitzt, kann man sie mit einem externen Blitzgerät aufrüsten. Der für die GR empfohlene Blitz heißt GF-1. Das TTL-Blitzgerät mit einer Leitzahl von 20 (bei 24 mm, ISO 100) hat einen schwenkbaren Kopf für die indirekte Blitzführung. Der kleine Lichtspender wird manuell ausgeklappt und hat eine Leitzahl von 5,4. Das genügt für Blitzbelichtungen bis zu einem Abstand von drei Metern. Highlight: programmierbare Funktionstasten Ein echtes Highlight in Sachen Benutzerfreundlichkeit sind die programmierbaren Funktionstasten der GR. Die beiden Funktionstasten mit den Bezeichnungen Fn1 und Fn2, die ADJ.-Taste sowie die Effekttaste an der Kameraseite lassen sich über das Kameramenü mit Funktionen belegen, die dem persönlichen Handling am ehesten entsprechen. Brauchen Sie z. B. einen schnellen Zugriff auf die Fixfokus-Entfernung, können Sie die Effekttaste an der Seite mit dieser Funktion programmieren. Zu Beginn der Arbeit mit der GR mag die Möglichkeit der individuellen Tastenbelegung noch nicht wichtig erscheinen, mit zunehmender Erfahrung und der Entwicklung persönlicher Abläufe beim Fotografieren werden Sie die Programmierfunktion aber mit Sicherheit zu...




