Maguire | Ring frei für die Lust | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 128 Seiten

Reihe: Tiffany Hot & Sexy

Maguire Ring frei für die Lust


1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-7337-5232-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 128 Seiten

Reihe: Tiffany Hot & Sexy

ISBN: 978-3-7337-5232-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Breite Schultern, ein Werkzeuggürtel um die schmalen Hüften ... Von sündhaft heißen Typen wie Patrick hat Steph endgültig genug. Sie will einen kultivierten Businessman kennenlernen. Doch Patricks erotische Anziehungskraft ist leider stärker als jede Vernunft...



Bevor Meg Maguire Schriftstellerin wurde arbeitete sie in einem Plattenladen, als Barista in einem Coffee - Shop und als annehmbare Designerin. Heute liebt sie es sexy Geschichten über starke Charaktere zu schreiben. Meg Maguire lebt mit ihrem Ehemann im Norden von Boston. Wenn sie nicht gerade neue Geschichten erfindet oder schreibt, findet man sie in der Küche, dem Coffee - Shop um die Ecke oder joggend um den Ententeich.
Maguire Ring frei für die Lust jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1. KAPITEL

Am Fuß der Treppe blieb Steph stehen. Die Sporttasche in der Hand sah sie sich gründlich um. Wilinski’s Fight Academy.

So hatte sie den Sportclub nicht in Erinnerung. War sie nicht erst letzten November hier gewesen?

Es sah aus, als sei eine Bombe explodiert.

Die Ausrüstung fürs Kardiotraining, die Matten und Boxringe, alles war dicht gedrängt an eine Seite gerückt, während auf der anderen die Wände aufgerissen waren. Maurerwerkzeug lag dort neben gestapelten Betonsteinen.

Aus der Ecke der Kämpfer erklang über den lauten Bass von Hip-Hop-Musik das Klatschen der Boxhandschuhe und das Ächzen der Kämpfenden.

Die Handwerker auf der anderen Seite riefen sich Anweisungen zu, eine Säge kreischte, und in dem Bereich, in dem schon in ein paar Tagen eine zweite Umkleide fertig sein sollte, jaulte ein Bandschleifer. Die Türöffnung war zwar mit dicken Plastikplanen zugehängt, dennoch drang Staub und Schmutz in den Trainingsraum.

Schweiß und Zement – das war der Geruch von Männern bei der Arbeit.

Steph hatte von beidem schon genug gerochen, sodass es ihr fürs ganze Leben reichte. Hoffentlich duftete der nächste Kerl, dem sie näher kam, etwas mehr nach Gentleman. Wie immer ein Gentleman auch riechen mochte. Vielleicht nach Zedernholz, nach Citrus oder Leder oder nach dem teuren Parfüm, das sie ihrem älteren Bruder einmal zu Weihnachten geschenkt hatte. Robbie hatte nur einmal daran geschnuppert und das Gesicht verzogen. Deshalb hatte Steph das Geschenk zurückgenommen und ihm stattdessen Tickets für die „Boston Bruins“ besorgt. Eishockey statt Parfüm.

Die Flasche hatte Steph immer noch in ihrer Nachttischschublade. Manchmal spritzte sie etwas davon aufs Kopfkissen und tat, als gehöre der Duft zu ihrem schrecklich gebildeten Freund, der auf einer wichtigen Konferenz war. Sein Job war ihr egal, vorausgesetzt, sie bekam dadurch die Gelegenheit, ihn zu einer eleganten Weihnachtsfeier zu begleiten und dafür High Heels anzuziehen und sich das Haar zu Locken zu drehen.

Eines Tages …

Im Moment jedoch stand sie hier im Boxclub, auf einer Seite die Handwerker, auf der anderen die Kämpfer, allesamt Vertreter der Spezies Mann, mit der sie bisher immer ausgegangen war. Wahrscheinlich waren alle sehr nette und anständige Kerle, die hart arbeiteten, genau wie ihr Dad, ihre Brüder, ihre Freunde und ihre Ex-Freunde aus Worcester.

Hier in Boston sollte ein neues Kapitel ihres Lebens beginnen, und dazu gehörte ein Freund mit sanften, kräftigen Händen, einem Collegeabschluss und fundiertem Wissen über guten Whisky.

Ihr Zukünftiger durfte sich nicht schämen, wenn er Steph seinen Kollegen und Bekannten vorstellte: „Und das ist meine Freundin Steph, ehemaliger Profi im Cage Fighting.“

Träumen war ja nicht verboten.

Sie streifte sich die Schuhe ab und stellte sie in eines der Fächer neben der Tür. In weitem Bogen um das Chaos der Baustelle herum ging sie zum Trainingsbereich und suchte nach bekannten Gesichtern. Eines fand sie, es gehörte zum Trainer, der gerade einer Gruppe junger Männer die Grundzüge des Kickboxens beibrachte.

Rich Estrada. Das erste Mal hatte sie ihn in Vancouver gesehen, als er auf dem Weg zu einem Pressetermin war, und Steph hatte gedacht, dieser Mann im Anzug gehöre zum Jetset und sei frisch aus der Riviera eingeflogen.

Am nächsten Tag hatte er im Trainingsraum einen schweren Boxsack mit Hieben und Tritten traktiert. Und als er mit ihr gesprochen hatte, hatte der eleganteste Mann, den sie je gesehen hatte, sich als einfacher Kerl aus Boston entpuppt.

Im Moment gewährte er seinen Schützlingen eine Erholungspause, sah sich um und winkte Steph zu. „Penny! Hey!“

Innerlich zuckte sie zusammen. Den Spitznamen Penny verdankte sie ihrem kleinen Bruder, der als Kleinkind nicht „Stephanie“ hatte aussprechen können. Der Name war an ihr kleben geblieben, weil ihr Haar so rot war wie ein Kupfer-Penny. Schon als Kind war sie bei Karatekämpfen als Penny angekündigt worden, und ihre erste große Liebe hatte sie so genannt. Im Judo, im Jiu-Jitsu und schließlich auch bei den Mixed Martial Arts, einer Verbindung aus mehreren Kampfsportarten, überall war sie als Penny aufgetreten.

Jetzt war es an der Zeit, dem ein Ende zu setzen.

„Ich bevorzuge Steph.“

„Sorry, wusste ich doch, Steph. Willkommen.“

Sie blickte sich um und nickte. „Mein neues Zuhause?“

„Nicht resignieren. Mit deiner Hilfe wird aus dem Wilinski’s Bostons beste Adresse für alle, die sich für Mixed Martial Arts interessieren.“

Über Jahre hinweg hatte Steph an fast allen Frauenwettbewerben der Mixed Martial Arts, kurz MMA, teilgenommen, doch jetzt hatte sie ihre Profikarriere beendet. Der Stress des ewigen Reisens hatte für sie ein Ende, den Sport dagegen hatte sie nicht aufgegeben.

Eine heftige Niederlage in einem Kampf und eine Stressfraktur hatten sie ganz unvermittelt zu dem Entschluss gebracht. Mit Anfang zwanzig hatte sie nur unabhängig sein wollen, aber in nicht einmal drei Wochen wurde sie dreißig und anscheinend tickte auch in ihr eine biologische Uhr. Auf einmal sehnte sie sich nach einem Zuhause, einer festen Beziehung und einer eigenen Familie.

Mit einem Pfiff rief Rich seine Trainingsgruppe aus der kurzen Pause zurück. „Mach doch mit, wenn du magst“, sagte er zu Steph.

„Okay. Muss ich zum Umziehen immer noch in die Lounge?“

Er nickte. „Ich fürchte, ja. Dauert noch ein bisschen, bis die Frauenumkleide fertig ist.“

„Macht nichts.“ Sie ging in den Raum neben dem Büro des Sportclubs und schloss die Tür hinter sich, bevor sie die Winterjacke und die Jeans gegen Fitnessdress und Sport-BH tauschte. Kaum hatte sie den BH angelegt und beugte sich vor, um das Top aus der Tasche zu holen, passierte es. Bäng!

Die Tür wurde aufgestoßen und schlug Steph gegen die Nase.

„Au! Verdammt!“

Egal wie oft sie an der Nase getroffen wurde, dieser durchdringende Schmerz war jedes Mal unerträglich. Noch während sie sich aufrichtete, hielt sie sich die Hände ins Gesicht.

Vor ihr stand einer der Handwerker. Es dauerte ein Weilchen, bis er begriff, was passiert war. „Oh, tut mir leid. Habe ich Ihnen die Tür an den Kopf gerammt?“

„Ja.“ Sie zog die Finger weg, und als der Mann die blauen Augen aufriss, betrachtete sie ihre Hände. Sie waren blutverschmiert.

„Tut mir leid, ich … hier …“ Er zwängte sich durch die halb offene Tür, wobei er Stephs Sporttasche umstieß. Schnell zog er sich das Arbeitshemd aus Flanell über den Kopf und hielt es ihr hin.

Da sie ihre eigene Kleidung nicht mit Blut bekleckern wollte, drückte sie sich dankbar das Hemd an die Nase.

„Tut mir wirklich leid. Ich wusste nicht, dass hier überhaupt jemand drin ist. Ich soll den neuen Fernseher anschließen.“ Mit einem Nicken deutete er auf eine große Kiste an der Wand. Ein Flachbildschirm war auf den Karton gedruckt. „Ich bin der Elektriker.“

Da sie zu beschäftigt damit war, die Blutung zu stillen, antwortete Steph nicht.

„Soll ich weitermachen oder …?“

Jetzt ließ sie doch das blutbefleckte Hemd sinken und breitete die Arme aus, um ihm zu zeigen, dass sie nur einen BH trug. „Ich bin dabei mich umzuziehen.“

„Oh. Ja. Entschuldigung.“

„Schon gut.“ Steph war nicht verklemmt. Sie hatte sich schon in ganz anderer Umgebung umgezogen, und wenn sie nach dem Warm-Up die eisige Januarkälte nicht mehr spürte, würde sie ohnehin im BH weitertrainieren. „Schließen Sie einfach die Tür und fangen Sie mit der Arbeit an.“

Das tat er, wobei er über Stephs Kleidungsstapel stieg. „Ich seh auch nicht hin“, versicherte er ihr und hockte sich vor den Karton. „Tun Sie einfach so, als sei ich nicht da.“

Sie versicherte sich kurz, dass ihre Nase zu bluten aufgehört hatte, dann zog sie sich ein langärmeliges Kompressions-Top an. Ihrem unbeholfenen Angreifer warf sie nur einen wütenden Blick zu, während er in einer Ecke hockte und versuchte, die vor ihm auf dem Teppich ausgebreiteten Kabel zu sortieren.

Sein mittelbraunes Haar war zerzaust, obwohl es ganz kurz geschnitten war. Er trug khakifarbene Hosen, Arbeitsboots und ein dunkelgrünes T-Shirt. Steph wäre jede Wette eingegangen, dass vorn auf dem T-Shirt das Logo der Baufirma stand, für die er arbeitete. Über den breiten Schultern spannte sich das T-Shirt, aber so ein Anblick machte Steph schon lange nicht mehr heiß.

Diesen Typ Mann kannte sie nur zu gut. Bestimmt klebten an seinem Pick-up Sticker von den Sox und den Pats. Sicher konnte er perfekte Burger grillen, hatte einen großen glücklichen Hund, und am Wochenende spielte er bei jedem Wetter mit seinen Kumpels Football. Er hieß Ryan oder Mike oder Pat oder Brendan. Seine Hände fühlten sich rau wie Sandpapier an und seine Haut roch nach Deo oder Shampoo.

Das alles wusste Steph so genau, weil sie mit Kerlen wie ihm schon oft zusammen gewesen war. Solche Männer waren so unkompliziert und angenehm wie gut eingelaufene Schuhe. Aber Steph wollte von einem Mann überwältigt werden und nicht nachmittags auf dem Sofa Sportsendungen sehen, bei denen nur in den Werbepausen Zeit fürs Bier und Zärtlichkeiten blieb.

„Ich heiße übrigens Steph.“ Sie neigte den Kopf zur Seite und verharrte so, weil sie darauf wartete, dass der Mann sich ihr ebenfalls vorstellte.

Er konzentrierte sich weiterhin voll und ganz auf seine Arbeit. „Nochmal: Tut mir leid, das mit der...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.