Mahn | Keys of Zodan | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 200 Seiten

Reihe: Keys of Zodan Roman

Mahn Keys of Zodan

Final Hour
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-8192-1999-3
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Final Hour

E-Book, Deutsch, Band 3, 200 Seiten

Reihe: Keys of Zodan Roman

ISBN: 978-3-8192-1999-3
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Milan, Raxia und Emilio: drei Untote und Zodans Auserwählte stellen sich dem finsteren Drachen Malum und seinen Schatten. Die Menschheit steht am Abgrund, und die Zeit läuft gnadenlos gegen sie. Während der Kampf um Licht und Dunkelheit beginnt, wachsen Zweifel, alte Wunden brechen auf und nicht alles ist so, wie es scheint. Auch ohne Herz können sie fühlen. Auch ohne Atem kämpfen sie weiter. In diesem Band erzählen Milan und Emilio aus wechselnden Perspektiven von dem Kampf um die Freiheit der Menschheit.

Sandra Mahn wurde am 09.02.1989 in Freital geboren. Sie ist verheiratet und Mutter einer Tochter. Bereits während ihrer Schulzeit entdeckte sie das Interesse am Kreativen Schreiben und Zeichnen. Sie verfasste als Redakteurin Beiträge für die Schülerzeitung in Mittel- und Berufsschule und nahm an einem Schüler-Autoren-Schreibwettbewerb teil. Außerdem veröffentlichte sie mehrere Kurzgeschichten auf Online-Plattformen. Nach vollendetem Abitur absolvierte sie eine Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin, aber blieb ihrer Leidenschaft des Schreibens und Zeichnens stets treu. Im Februar 2021 gründete Sandra Mahn die Auftragsmalerei SanmahPicture, unter deren Namen sie unter anderem die Illustrationen der Charaktere ihrer Fantasy-Roman-Reihe "Keys of Zodan" und den Manga "Blue Eye Lie" veröffentlicht. Weitere Informationen auf www.sanmahpicture.de oder Instagram @SanmahPicture
Mahn Keys of Zodan jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


KAPITEL 1


Zusammen mit Neven, dem Grundschüler, und Mia, Mios Kumpeline aus der Schulzeit, sitze ich in der leeren Wohnung im obersten Geschoss eines Wohnblocks, der wohl bald abgerissen wird. Aufgrund der Abgelegenheit haben wir diesen Ort zur neuen Hauptzentrale auserkoren. Dummerweise ist Winter und hier drinnen ist es beinahe genauso kalt wie draußen. Die paar alten Decken, die vom Vormieter zurückgelassen worden sind, helfen da wenig. Es ist definitiv dämlich, dass wir als Tote zwar keinen Sauerstoff mehr brauchen, dafür aber frieren können. Das zehrt an unserer Energie, die niemals auf Null sinken darf. Wenn das passieren würde, verteilen sich unsere Seelenpartikel in der ganzen Welt und wir müssten von einem heiligen Samariter wieder zusammengepuzzelt werden. Kurzum: das wäre das Game Over. Umso besorgter bin ich, sehe ich mir Mia an.

Dass sie eine von uns geworden ist, war einer der dummen Zwischenfälle. Sie ist durch meinen Fehler hinter die Existenz von uns Energiewesen gekommen. Das stellte einen Regelverstoß dar, sodass Raxia gezwungen war, Mia zu töten und sie zu einer Reisenden zu machen. Blöd nur, dass ihre Seele nicht dafür geschaffen ist, in der Zeit als Zombie umherzuwandern. Ihr niedriger Energielevel macht es ihr schwer, in der Menschenwelt ihren irdischen Körper aufrechtzuerhalten.

„Hoffentlich kommen sie bald zurück“, sagt Neven und unterbricht meine Gedanken. Ich nicke ihm zu.

„Bestimmt. Die sind ja schon ewig weg“, antworte ich.

Als hätten Mio und Raxia die Unterhaltung gehört, tauchen sie in der Mitte vom Raum auf. Raxia beherrscht die Teleportation, sodass sie uns ohne lange Transportzeit überall hinbringen kann.

Erschöpft sinkt sie auf die Knie. Mio stützt sie.

„Und?“, frage ich neugierig. „Wie war die Hypnose?“

„Aufschlussreich“, lautet die Antwort, bevor Mios Aufmerksamkeit wieder Raxia gehört. „Geht’s wieder?“, fragt er.

„Wieso ist sie so fertig?“, will ich wissen. „Wenn die Hypnose so anstrengend ist, mache ich das besser nicht.“

„Neven“, keucht Raxia und schaut in seine Richtung.

Neven ist zwar klein, aber seine Intelligenz ist riesig. Mit seinem Super-Brain können wir gar nicht verlieren, habe ich im Gefühl.

„Ich sah Flammen“, berichtet Raxia. „Sie loderten wie in der Nacht, als ich zur Reisenden wurde.“

Neven bekommt große Augen. „Wirklich? Aber dann bedeutet das …“

„Die Prophezeiung“, führt Raxia seinen Satz fort.

Ich verstehe mal wieder nur Bahnhof.

„Erzählst du uns jetzt endlich, was es mit Zodans Prophezeiung und uns Keys genau aus sich hat?“, frage ich, denn bisher hat Raxia noch nicht allzu viel aus ihrer Vergangenheit verraten. Dass sie vor ihrem Tod Flammen gesehen hat, wusste ich zum Beispiel noch nicht.

Doch sie kommt nicht dazu, mir zu antworten.

Mia hat etwas Unschönes entdeckt. Sie deutet mit dem Finger zur einzigen Tür, die aus dem Zimmer führt, in dem wir versammelt stehen. „Seht mal!“

Schwarzer Rauch breitet sich auf dem Fußboden aus. Während ich grüble, was das darstellen soll, geht Neven in Angriffshaltung.

„Wir wurden entdeckt“, ruft er. „Verteidigt euch mit allen Mitteln. Milan – Emilio – ihr dürft nicht in Feindeshand geraten.“ Er beschwört einen Kampfstab aus seiner Energie. Kurz danach feuert er aus dessen Spitze eine Energiesalve in den Bodennebel. Ein unheimliches Lachen ertönt. Ich bekomme Gänsehaut.

‚Können die Schatten-Arschgeigen nicht normal wie jeder andere durch die Tür reinkommen? Meine Fresse!‘

Unser Gegner erscheint hinter der Stelle, in die Nevens Energie eingeschlagen ist. Ein Mann in schwarzer Kleidung wird sichtbar. Ich erkenne ihn vom Blutmondritual wieder, als Mio nach der Folter zu einem Reisenden wurde. Raxia und ich kämpften gegen diesen Schattentyp.

„Gestatten, Tarek vom Totensee.“ Grinsend verbeugt sich der Schwarzhaarige und sieht zu Mio. „Lange nicht gesehen.“

„Tarek!“, ruft Mio entsetzt.

„Ah, du erinnerst dich an deinen Schutzengel.“

Ich gehe in Angriffsstellung und starre den Typ provokant an.

„Du angeblicher Schutzengel hast belustigt zugesehen, als dein Schattenfreund Mio die Haut vom Körper schälte.“

Er grinst mich an.

„Deine lockere Zunge ist ja zum Verlieben.“ Er leckt sich begierig über die Lippen. Mir kommt's fast hoch. Wütend lasse ich eine Energiekugel aus meiner Hand auf ihn zurasen. Er weicht lachend aus und hüpft direkt vor mich. Ich springe zurück.

„Du kannst interessante Sachen. Ich stehe zwar eigentlich mehr auf unschuldige Typen, aber deine geballte maskuline Art gefällt mir auch sehr gut.“

„Verzieh dich!“ Ich gehe mit der Faust auf ihn los. Tarek weicht meinen Schlägen lachend aus. Raxia nutzt die Lücke und greift ihn mit zwei Energiedolchen an. Doch auch unserem Kombiangriff kann der ohne Schwierigkeiten ausweichen.

„Vorsicht! Tarek beherrscht die Totenseemagie. Sein Körper hat die Konsistenz von Wasser. Eure physischen Angriffe treffen ihn nicht“, ruft Neven.

Dass der Kerl stark ist, ist keine neue Information. Raxia und ich sahen bereits beim letzten Kampf keinen Stich.

„Der Kleine ist ein guter Beobachter“, bemerkt Tarek und schleudert uns mit Leichtigkeit von sich weg. Mio weicht aus, weil wir auf ihn zufliegen. Dummerweise taucht Tarek direkt hinter ihm auf und packt zu. „Endlich sind wir wieder vereint, Mioleinchen.“

Mio gerät in Panik. Seine Aura tritt hervor. Er ist zwar stark, aber nicht in der Lage, seine Energie im Kampf bewusst zu steuern. Eigentlich war die Hypnose dafür gedacht, ihm die Kontrolle über seine Macht, sowie die Erinnerungen, die er bei der Folter durch die Schatten vor seinem Tod verlor, zurückzugeben. Scheint nicht geklappt zu haben, denn Mios Energie ist immer noch ungezügelt. Der einzige Unterschied: sie fühlt sich viel stärker als früher an. Das ist schlecht, denn seine Energie kann auch uns schaden.

Erschrocken weichen wir alle zurück. Nur Tarek nicht. Zu unserem Entsetzen macht ihm Mios Energie nichts aus.

„Du leuchtest wie ein Glühwürmchen. Leider konnte ich die Viecher noch nie leiden“, sagt er und boxt Mio in den Bauch. Sein Schlag ist so kräftig, dass Mio Blut spuckt und zusammensinkt. Seine Aura zieht sich zurück. Er ist bewusstlos. Tarek fängt ihn auf.

„Lass ihn sofort los!“, schreie ich und stürme unüberlegt auf den Gegner zu. Er lacht. Wassersicheln fliegen mir um die Ohren. Neven zerschießt sie mit einer Energiesalve.

Tarek verabschiedet sich. „Hat mich gefreut euch kennenzulernen. Jetzt entschuldigt uns bitte. Wir haben ein Date beim Chef.“

„Lass ihn hier!“, schreie ich, nehme erneut Anlauf, doch es ist zu spät. Die beiden sind verschwunden.

Die Sonne geht unter, während wir krampfhaft nach einer Lösung suchen, Mio zurückzuholen. Ich laufe unruhig durch die leere Dachgeschosswohnung.

„Jetzt ist schon so viel Zeit vergangen.“ Ich bin wütend, weil ich meine Sorge um Mio nicht mehr aushalte. Ich trete vor Neven und Raxia, die beide hoffnungslos ihren Blick aus dem schmutzigen Fenster gerichtet haben. „Ich will sofort in die Schattenwelt“, fordere ich.

„Wir können nicht so einfach in die Schattenwelt“, erklärt Raxia. „Wir sind zu wenige. Unsere Energien würden neutralisiert werden, geraten wir in Kontakt mit zu vielen Schatten.“ – „Das ist mir egal!“ Ich donnere zornig meine Faust gegen die Wand. Raxia zuckt erschrocken zusammen. „Wir müssen Mio retten!“

„Beruhige dich, Milan“, sagt Neven. „Du hast Recht. Wir brauchen Mio. Ohne ihn sind wir spätestens in einem Tag am Ende mit unserer Energie. Zurück ins Nichts können wir auch nicht. Uns bleibt nur Malum.“

„Das ist absurd“, wehrt Raxia ab. „Wir sind Malums Feinde. Wir werden nicht mal in die Nähe seiner Residenz gelangen. Außerdem wissen wir gar nicht, wo er sich genau befindet.“

„Uns bleibt keine Zeit.“ Nevens Blick wandert zu Mia. Sie ist seit Mios Entführung still und sitzt zurückgezogen in der Ecke. „Sie hält maximal noch ein paar Stunden durch, bevor sie sich auflöst.“

Energisch packe ich Neven am Kragen.

„Wie komme ich in die Schattenwelt?“

„Du allein kommst da nicht hin. Aber du kennst jemanden, mit dem wir das Portal finden und Zugang zu Malum erhalten.“

„Wen?“

„Lilly“, knurrt Raxia und beantwortet meine Frage.

Ich lasse von Neven ab. Mein Blick huscht zu ihr. Sie hat die Arme vor der Brust über Kreuz. Ihre Mimik sieht missmutig aus.

„Lilly ist ein Schatten und kann uns zu Mio bringen. Ob sie es tun wird, ist jedoch fraglich.“

„Diese Frau ist unsere einzige Möglichkeit“, bekräftigt Neven.

Ich schlucke stark. Lilly...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.