Maier / Vogel | Übergänge in eine neue Arbeitswelt? | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 322 Seiten

Reihe: Humanities, Social Science (German Language)

Maier / Vogel Übergänge in eine neue Arbeitswelt?

Blinde Flecke der Debatte zum Übergangssystem Schule-Beruf
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-531-19345-8
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Blinde Flecke der Debatte zum Übergangssystem Schule-Beruf

E-Book, Deutsch, 322 Seiten

Reihe: Humanities, Social Science (German Language)

ISBN: 978-3-531-19345-8
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



?Aktuelle Problembeschreibungen zum Themenfeld 'Übergang Schule/Beruf' nehmen zum einen auf die in ungleichheitstheoretischen Untersuchungen identifizierten 'Risikofaktoren' beim Übergang von der Schule in den Ausbildungsmarkt Bezug; zum anderen werden unter der Perspektive mangelnder 'Ausbildungsreife' die Kompetenzdefizite von Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz beschrieben und darauf abgestimmte Maßnahmen entwickelt und dokumentiert. In den Blick genommen werden in beiden Fällen die Jugendlichen selbst, ihre schulischen Leistungen, ihre berufsbezogenen Kompetenzen, ihre sozialen Ressourcen etc. Mit diesem Fokus geht jedoch eine Verkürzung der Perspektive einher, bei der die Ursachen von Übergangsproblemen den Betroffenen selbst zugeschrieben werden und die strukturellen, bildungs- und arbeitspolitischen und ökonomischen Bedingungen, die die Problematik des Übergangs von der Schule in den Beruf (und den Übergang als solchen!) hervorgebracht haben und weiter hervorbringen, zugleich außen vor bleiben. Beim Lesen der Beiträge in diesem Band wird man feststellen, dass es in der Debatte zum Übergang von der Schule in den Beruf eine Vielzahl an unterschiedlichen blinden Flecken gibt. Jeder einzelne Beitrag deckt mit seiner spezifischen Perspektive eines oder mehrere Problemfelder auf, die in der Debatte bisher kaum beleuchtet wurden und der zukünftigen Auseinandersetzung und Forschung als Impulse dienen können.

Dr. Maja S. Maier ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Schul- und Bildungsforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Dr. habil. Thomas Vogel ist Professor für Schul- und Berufspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, Institut für Erziehungswissenschaften.

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Weitere Infos & Material


1;Inhalt;5
2;Blinde Flecke der Debatte zum Übergangssystem Schule-Beruf;8
2.1;1. Übergänge in eine sich wandelnde Arbeitsgesellschaft;9
2.2;2. Dominante Diskussionsfelder zum Übergang Schule/Beruf;12
2.3;3. Zu den einzelnen Beiträgen;18
2.4;Literatur;21
3;I Kontinuität und Wandel des Übergangs Schule/Beruf;23
3.1;Berufsschule und Jugendliche ohne Ausbildungsvertrag zwischen den 1920ern und 1970er Jahren – Die Gleichzeitigkeit von Kontinuität und Wandel als blinder Fleck berufsbildungswissenschaftlicher Diskussion;24
3.1.1;1. Einleitung;24
3.1.2;2. Vorlauf im 19. Jahrhundert: Bildungsprivilegien und die Fortbildungsschule als Abgrenzung nach unten;25
3.1.3;3. 1920er Jahre: Bildungspolitischer Aufbruch und Pazifizierungder Ungelernten;28
3.1.4;4. 1933 bis 1945: „Überwindung der Ungelernten“ und „Austrocknung der Berufsschule“;32
3.1.5;5. 1950er bis 1970er Jahre: Lösungskonzepte für die „Sorgenkinder der Berufsschule“ und Grenzen der Berechtigung;34
3.1.6;6. Fazit;40
3.1.7;Literatur;41
3.2;Deklassierende Dispositive. Zur kulturgeschichtlichen Dimension des zeitgenössischen Übergangsgeschehens;45
3.2.1;1. Das Prekariat – eine zeitlose Konstante?;46
3.2.1.1;1.1 Prekäre Sprachlosigkeiten;46
3.2.1.2;1.2 Deklassierende Initiationen im Übergangssektor;47
3.2.1.3;1.3 Zu unserem Beitrag;47
3.2.2;2. Forever bum? Eine historische Skizze beruflicher Deklassierung;48
3.2.2.1;2.1 Dichotome Hilfesysteme;48
3.2.2.2;2.2 Auf dem Weg zur „Vernichtung durch Arbeit“;49
3.2.2.3;2.3 Von der Nachkriegsprosperität zu struktureller Exklusion;50
3.2.2.4;2.4 Deklassierung thematisieren – aber wie?;52
3.2.3;3. Michel Foucault. Eine Lektüre in methodischer Absicht;53
3.2.3.1;3.1 Disziplinierungsgesellschaft;53
3.2.3.2;3.2 Die Rolle der Staatsapparate;54
3.2.3.3;3.3 Heuristik einer Analyse der Macht;55
3.2.3.4;3.4 Bio-Macht und Gouvernementalität;56
3.2.4;4. Deklassierende Dispositive: Erweiterung des theoretischen Instrumentariums;57
3.2.4.1;4.1 Foucault versus Poulantzas?;57
3.2.4.2;4.2 Bourdieu: Verhandlung zwischen Habitus und Feld;59
3.2.4.3;4.3 Deklassierung: Zwischen sozialem Sadismus und eigenständiger Verarbeitung;60
3.2.5;5. Ein provisorisches Besteck;62
3.2.6;Literatur;63
3.3;Die Reformdebatte zum Übergang Schule/Berufsausbildung im Spiegel divergierender Interessen;65
3.3.1;1. Einleitung;65
3.3.2;2. Interessenabhängigkeit von Standpunkten: theoretische Annahmen;67
3.3.2.1;2.1 Standpunkte zu den Ursachen von Problemlagen und zum Nutzen von Reformen;68
3.3.2.2;2.2 Standpunkte zu den Chancen von Reformen;69
3.3.3;3. Untersuchungsansatz;70
3.3.4;4. Ergebnisse;71
3.3.4.1;4.1 Standpunkte zum Übergangssystem;71
3.3.4.2;4.2 Standpunkte zu Reformvorschlägen;76
3.3.4.2.1;4.2.1 Einstellung gegenüber den Reformvorschlägen;77
3.3.4.2.2;4.2.2 Vermutete Umsetzungswahrscheinlichkeit der Reformvorschläge;79
3.3.5;5. Diskussion;83
3.3.6;Literatur;87
3.4;Komplexitätserfassung statt Komplexitätsreduktion? Ein governanceanalytisches Programm zur Analyse des „Übergangssystems“ als „regionales Übergangsregime“;90
3.4.1;1. Komplexitätserfassung oder Komplexitätsreduktion im Übergangssystem?;90
3.4.2;2. Komplexitätsreduktion? – Regionalisierung als aktueller Reformansatz im Übergangsbereich;91
3.4.3;3. Komplexitätserfassung? – Governanceforschung und Forschungen zur „Regional Governance“;93
3.4.4;4. Komplexitätserfassung durch Governance-Analysen des regionalen Übergangsmanagements;97
3.4.4.1;4.1 Akteure und Akteurskonstellationen im Übergangssystem;97
3.4.4.2;4.2 Handlungskoordination und Governance-Regime im Übergangssystem;98
3.4.4.3;4.3 Das Übergangssystem als Mehrebenensystem;100
3.4.5;5. Komplexitätserfassung und Komplexitätsreduktion! –Zum governanceanalytischen Programm der Rekonstruktion„regionaler Übergangsregime“;101
3.4.6;Literatur;103
4;II Übergänge zwischen Bewältigungsproblematik und Gestaltungschance;107
4.1;„Ihr seid nicht dumm, ihr seid nur faul.“ - Über die wunderliche Leistung, Ausgrenzung als selbstverschuldet erleben zu lassen;108
4.1.1;1. Fehlende Ausbildungsreife?;110
4.1.2;2. Demografie als Chance?;112
4.1.3;3. Stigmafolgen;114
4.1.4;4. Was wissen wir eigentlich über die „Berufswahl“?;118
4.1.5;Literatur;121
4.2;Übergangsprobleme benachteiligter Jugendlicher von der Schuleins Berufsleben unter Genderperspektive;124
4.2.1;1. Einleitung;124
4.2.2;2. Zur geschlechtsspezifischen Segregation des Arbeitsmarkts;125
4.2.3;3. Ergebnisse der PISA-Studien unter der Perspektive: soziale Herkunft, Migration und Geschlecht;127
4.2.3.1;3.1 Die Struktur des deutschen Bildungssystems – ‚institutionelle Diskriminierung‘ (?);128
4.2.3.2;3.2 Die Bildungsbeteiligung Jugendlicher unter der Perspektive Milieuzugehörigkeit, Gender und Migration;129
4.2.3.3;3.3 Die Bildungsbeteiligung Jugendlicher unter der Perspektive Gender und Schulform;130
4.2.3.4;3.4 Die Bildungsbeteiligung von Kindern und Jugendlichen unter der Perspektive Migration und soziale Schicht;131
4.2.3.5;3.5 Zum Problem männlicher Jugendlicher, insbesondere mit Migrationshintergrund;132
4.2.4;4. Übergangsprobleme von der Hauptschule in den Beruf;133
4.2.5;4.1 Die duale Berufsausbildung;135
4.2.6;4.2 Das Berufsvorbereitungsjahr, das Berufsgrundbildungsjahr und die Berufsfachschulen;135
4.2.7;5. Verarbeitungsmuster problematischer Übergänge in die Ausbildung und in den Erwerbssektor;137
4.2.8;Literatur;139
4.3;Habitus sozialer Unbestimmtheit. Lebensführungen und Positionierungen junger Erwachsener unter den Bedingungen der Prekarisierung;142
4.3.1;1. Problemaufriss Prekarisierung: Soziale Entsicherungen,Lebensführung und Handlungsfähigkeit;142
4.3.2;2. Das Ereignen von Prekarität – Praktiken der Instabilität als Motor sozialen Wandels;145
4.3.3;3. Frau Zollke – Den eigenen Stil finden;149
4.3.4;4. Herr Vieweg: Am eigenen Schopf hochziehen!;153
4.3.5;5. Habitus der sozialen Unbestimmtheit;156
4.3.6;Literatur;157
4.4;Lebensgestaltungen ohne Erwerbsarbeit;159
4.4.1;1. Ausgrenzungspraktiken;160
4.4.2;2. ‚Arbeitslosigkeit‘ als gesellschaftlicher Ausschluss;162
4.4.3;3. Vielfalt individueller Lebensgestaltung und sozialer Teilhabe;164
4.4.3.1;3.1 Erweiterter Arbeitsbegriff;166
4.4.3.2;3.2 Inklusion von Personen in Sozialsysteme;168
4.4.3.3;3.3 Situations- und Selbstdarstellungen von Lebensgestaltungen ohne Erwerbsarbeit;169
4.4.4;4. Gesellschaftliche Anerkennung und finanzielle Absicherung vonLebensgestaltungen ohne Erwerbsarbeit;170
4.4.5;Literatur;174
5;III Pädagogische Praktiken und die Rolle der Betriebe am Übergang;176
5.1;Lernen und Disziplinieren. Die Rolle des Lernorts Betrieb im Unterricht der dualisierten Berufsvorbereitung;177
5.1.1;1. Betriebe als Lernorte in der dualen Berufsvorbereitung;178
5.1.2;2. Ethnographie zu den pädagogischen Praktiken zur Herstellung von Ausbildungsfähigkeit;180
5.1.3;3. Funktionen des Lernorts Betrieb im schulischen Unterricht;182
5.1.3.1;3.1 „Ich möchte, dass ihr euch jetzt gedanklich in eure Betriebe versetzt“ – Der Lernort Betrieb zur Konkretisierung von Unterrichtsinhalten;183
5.1.3.2;3.2 „Stell dir mal vor, du wärst jetzt in einem Betrieb, da würde das auch nicht gehen!“ –Der Lernort Betrieb zur Legitimierung schulischer Regeln;184
5.1.3.3;3.3 „Ein Nichtfunktionieren in der Berufsschule bedeutet, geh in den Betrieb zurück und erklär das dort!“ – Der Lernort Betrieb zur Sanktionierung von Störungen;187
5.1.4;4. Fazit;189
5.1.5;Literatur;191
5.2;‚Schule ist Schrott‘ – Jugendliche Selbstbehauptung und pädagogische Praktiken im Spannungsfeld von Aktivierungspolitik und der Pädagogik am Übergang;193
5.2.1;1. Einleitung;193
5.2.2;2. Dimensionen der Selbstbehauptung: Gruppendiskussionen mit Jugendlichen in einer Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (BvB);194
5.2.3;3. Pädagogische Praktiken am Übergang;201
5.2.4;4. Übergangsmaßnahmen im Spannungsfeld von Aktivierungspolitik und Pädagogik;205
5.2.5;5. Problematisierung und Herausforderungen einer Pädagogik des Übergangs;208
5.2.6;Literatur;211
5.3;Gatekeepingprozesse: Wie Rekrutierungsprozesse und Einstellungsentscheidungen von Betrieben strukturiert sind;214
5.3.1;1. Einleitung;214
5.3.2;2. Betriebe als Gatekeeper: Warum Hauptschüler/innen bei betrieblichen Auswahlprozessen so selten berücksichtigt werden;217
5.3.3;3. Beschreibung des Datensatzes und methodisches Vorgehen;221
5.3.4;4. Betriebliche Rekrutierungsprozesse und die Konsequenzen für die Einstellung von Hauptschüler/inne/n;222
5.3.4.1;4.1 Deskriptive Beschreibung der Rekrutierungsprozesse;222
5.3.4.2;4.2 Einflüsse auf Einstellungsverhalten der Betriebe;228
5.3.5;5. Fazit;230
5.3.6;Literatur;232
5.4;Ethnisierung von ‚Ausbildungsfähigkeit‘ – ein Fall sozialer Schließung in der Migrationsgesellschaft;234
5.4.1;1. Soziale Ungleichheit in der Migrationsgesellschaft;235
5.4.2;2. Bildungsbenachteiligung und soziale Schließung;238
5.4.3;3. Bildungsbenachteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund – wissenschaftliche Beobachtungslogiken;241
5.4.4;4. ‚Mangelnde Ausbildungsreife‘: Die Institutionalisierung eines Klassifikationssystems;248
5.4.5;5. Ethnisierung von Ausbildungsfähigkeit und soziale Schließung;250
5.4.6;Literatur;253
6;IV Entwürfe einer Pädagogik des Übergangs;257
6.1;Von der Berufs- zur „Übergangspädagogik“? Gedanken zu einer Pädagogik in einer prekären Arbeitswelt;258
6.1.1;1. Übergangssystem – Symptom einer Krise beruflicher Bildung;258
6.1.2;2. Der Wandel der Arbeitsgesellschaft und seine Folgen;261
6.1.3;3. Kritik berufspädagogischer Leitideen;269
6.1.4;4. Von der Berufszur „Übergangspädagogik“;272
6.1.5;Literatur;279
6.2;Pädagogik des Übergangs;282
6.2.1;1. Anerkennung und elementare Solidarität;282
6.2.2;2. Hauptschule: versagte Anerkennung;286
6.2.3;3. Rechtliche Anerkennung und soziale Wertschätzung;289
6.2.4;4. Ein „Übergangssystem“?;291
6.2.5;Literatur;293
6.3;Inklusion, demographischer Wandel und Übergangssystem - Blinde Flecke in der Debatte zu veränderten Übergangschancen gering qualifizierter Jugendlicher;294
6.3.1;1. Das Übergangssystem als Teil des Berufsbildungssystems;294
6.3.2;2. Der demographische Wandel und seine Auswirkungen auf das Übergangssystem;296
6.3.3;3. Inklusion und Berufliche Bildung;299
6.3.3.1;3.1 Inklusion aus pädagogischer Perspektive;299
6.3.3.2;3.2 Inklusion aus soziologischer Perspektive;303
6.3.4;4. Fazit: Verbesserte Inklusionschancen gering Qualifizierter durchberufliche Bildung?;305
6.3.5;Literatur;306
6.4;Riskante Übergangsprozesse. Bildungs- und bewältigungstheoretische Überlegungen;309
6.4.1;1. Das Übergangssystem als Bildungsfalle;310
6.4.2;2. Lebensbewältigung bei prekären Übergangsprozessen;311
6.4.3;3. Fazit;316
6.4.4;Literatur;318
7;Angaben zu den Autorinnen und Autoren;319



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