Mallery | Finger weg vom Playboy-Boss! | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Mallery Finger weg vom Playboy-Boss!


1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7337-3512-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-7337-3512-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Sobald dir eine Frau verfallen ist, verlierst du das Interesse!' Sabrina hat längst durchschaut, wie ihr sexy Playboy-Boss Cal Langtry tickt. So ein Mann ist nichts für sie! Trotzdem ist sie machtlos gegen das erregende Prickeln, das sie in seiner Nähe verspürt ...



Die SPIEGEL-Bestsellerautorin Susan Mallery unterhält ein Millionenpublikum mit ihren herzerwärmenden Frauenromanen, die in 28 Sprachen übersetzt sind. Sie ist dafür bekannt, dass sie ihre Figuren in emotional herausfordernde, lebensnahe Situationen geraten lässt und ihre Leserinnen und Leser mit überraschenden Wendungen zum Lachen bringt. Mit ihrem Ehemann, zwei Katzen und einem kleinen Pudel lebt sie in Washington.

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1. KAPITEL

„Madam findet es sicher sehr schön, stimmt’s?“ Beifall heischend blickte sie der Verkäufer hinter der Vitrine an.

Sabrina Innis betrachtete das mit Diamanten besetzte Armband an ihrem Handgelenk. „Ja, der Madam gefällt es.“ Sie nickte dem jungen Verkäufer zu und sah dann zu ihrem Boss. „Sehr exklusiv. Und obendrein noch zehn Karat. Vielleicht doch lieber einen kleinen Sportwagen? Das wäre bestimmt billiger.“

Calhoun Jefferson Langtry richtete sich mit seinen eins neunzig auf und hob die Augenbrauen. „Der Preis spielt keine Rolle, das müsstest du mittlerweile von mir wissen. Es soll eine ernst gemeinte Geste sein, aber auch elegant.“

Sie öffnete das Armband und legte es neben die anderen Schmuckstücke der engeren Auswahl: einen goldenen Armreif mit eingearbeiteten Diamanten und Smaragden und eine Rolex. „Ich erkenne das Prinzip“, stellte sie fest. „Lauter Schmuckstücke fürs Handgelenk. Fast wie Handschellen. Ist das deine Art, Tiffany mitzuteilen, dass sie dich nicht so eng hätte an sich binden sollen?“

Für diese Bemerkung handelte sie sich von Cal ein Stirnrunzeln ein, das sie mit einem Lächeln erwiderte.

„Dies hier.“ Sie deutete auf den Armreifen mit den Smaragden und Diamanten.

Der Verkäufer wartete auf Cals Zustimmung.

„Sie haben die kleine Lady gehört. Packen Sie’s ein.“

„Ja, Sir.“

Sabrina richtete sich auf. Nach sechs Jahren in Texas war sie es gewohnt, kleine Lady genannt zu werden. Schon oft hatte sie Cal vorgeworfen, er benehme sich diesbezüglich wie in einem alten Western mit John Wayne.

Natürlich zeigte er sich auch gern als weltgewandter Großstädter, der über die Politik und die Finanzmärkte plaudern und zu jedem Essen den perfekten Wein auswählen konnte. Aber in ihrer Gegenwart war er einfach Cal Langtry, der reiche Öl-Tycoon und Playboy aus Texas.

Sie sah auf das Schmuckstück, das der Verkäufer gerade in eine Samtschachtel legte. Schon sehr bald würde dieser Playboy wieder Single sein. „Weiß Tiffany es schon?“

Cal unterschrieb gerade die Kreditkartenquittung, und Sabrina nahm dem Verkäufer das Geschenk ab. Sie war dafür verantwortlich, einen angemessenen Text zu verfassen und die Karte samt Geschenk an die Empfängerin zu schicken.

Cal ging zum Ausgang voraus und hielt ihr die Tür auf. „Eher nicht.“

Grelles Sonnenlicht und die Frühlingshitze schlugen Sabrina entgegen. Sie lebte hier zwar schon so lange, aber an die hohe Luftfeuchtigkeit hatte sie sich immer noch nicht gewöhnt. Fast meinte sie zu spüren, wie sich ihre Haare wieder lockten. Wieso erfand eigentlich niemand ein Haarspray, das auch dem Wetter in Houston standhielt?

Sie gingen zur parkenden Limousine. Wie immer wartete Cal höflich, bis Sabrina sich gesetzt hatte.

Sie stellte sich gern vor, dass er das nur tat, um zuzusehen, wie ihr der Rock an den Schenkeln nach oben rutschte. Doch Cal sah gar nicht hin.

Besser so, dachte sie. Wenn ich derart gut aussähe wie mein Boss, dann würden wir überall einen Menschenauflauf verursachen.

Sabrina war eher der Typ, der unbemerkt in der Menge untertauchen konnte.

Behutsam legte sie das Päckchen zwischen Cal und sich auf den Rücksitz. „Ein Geschenk von Tiffany für Tiffany. Ob das deiner zukünftigen Ex wohl auffällt?“

„Fang nicht so an.“ Cals Tonfall klang warnend. „Tiffany ist ein Prachtmädchen.“

„Da kann ich nur voll und ganz zustimmen.“

„Okay, sie ist nicht gerade die klügste Person auf unserem Planeten.“

„Die Untertreibung des Jahres.“

Cal runzelte die Stirn.

Sabrina spielte die Verängstigte und ließ sich in ihre Ecke der Rückbank sinken. „Oh, Mr. Langtry, bitte bestrafen Sie mich nicht für meine unbedachte Frechheit. Ich bin doch nur Ihre kleine Angestellte. Ich brauche diesen Job, um meine verwaisten Brüder und Schwestern zu versorgen. Ich werde alles tun, damit Sie mir wieder wohlgesonnen sind.“ Zur Bekräftigung schlug sie die Augen nieder.

Cal wandte sich ihr zu. „Verdammt, Sabrina, wieso kann ich dir nicht böse sein?“

„Weil ich immer recht habe, und weil du insgeheim weißt, dass ich klüger bin als du. Deshalb fühlst du dich von mir eingeschüchtert, aber das willst du dir nicht anmerken lassen.“

„Träum weiter.“ Er deutete auf das Geschenk. „Wieso diesen Armreifen und nicht das Armband oder die Rolex?“

Einen Moment lang sah sie ihn schweigend an. „Die Wahrheit?“

„Oh, ich ahne es schon. Die Gründe werden mir nicht gefallen. Aber nur zu: Sag mir die Wahrheit.“

Sie zuckte mit den Schultern. „Tiffany ist ein süßes Mädchen, aber noch sehr jung. Ihr Geschmack ist … sagen wir mal … noch nicht ganz entwickelt. Das Diamantarmband war schön, aber schlicht. Mit den Smaragden funkelt dieser Armreifen noch stärker, und das wird ihr sicher gefallen.“

„Einverstanden. Und wieso nicht die Armbanduhr?“

„Cal, wir sprechen hier von Tiffany. Die Rolex war keine Digitaluhr, und ich bin mir nicht sicher, ob Tiffany auch von einer Uhr mit Zeigern die Zeit ablesen kann.“

„Erinnere mich dran, dass ich dich entlasse, sobald wir wieder im Büro sind.“

„Du hast dich doch für Tiffany als Freundin entschieden. Und ich darf mich jetzt um die Abwicklung des Beziehungsendes kümmern. Was soll auf der Karte stehen?“

Er verlagerte sein Gewicht. „Irgendwas Nettes. Dass die Zeit mit ihr toll war, aber dass wir verschiedene Ziele im Leben haben. Das Übliche. Und wieso hast du ständig was an den Frauen auszusetzen, mit denen ich zusammen bin?“

„Frauen? Tiffany ist gerade mal zwanzig. Wenn du dir tatsächlich mal eine richtige Frau als Partnerin nimmst, hätte ich bestimmt nichts auszusetzen.“

„Colette war schon fast achtundzwanzig. Die zählt.“

Richtig. Vor Tiffany war Shanna gewesen, und davor Colette. „Okay, Colette zählt als richtige Frau.“ Sabrina seufzte. „Aber …“

„Aber? Worauf willst du hinaus?“

„Auf das Gleiche wie immer: Du bist einigermaßen gescheit …“ Seinen zornigen Blick ignorierte sie einfach. „Halbwegs gut aussehend.“

Die Zornesfalte auf seiner Stirn vertiefte sich.

Sabrina war klar, dass das nicht stimmte. Cal als „halbwegs gut aussehend“ zu bezeichnen, war so, als würde man New York City ein „großes Dorf“ nennen.

„Du kannst vollständige Sätze formulieren und bist ein sehr erfolgreicher Mann. Trotzdem hast du in den sechs Jahren, die ich dich jetzt kenne, nicht eine ernsthafte Beziehung gehabt. Du bist jetzt vierunddreißig. Wann willst du endlich sesshaft werden?“

„Ich hatte lange Beziehungen.“

„Es zählt nicht, wenn man die Anzüge jahrelang in dieselbe Reinigung bringt. Sieh’s ein, Chef, dich interessiert nur die Eroberung. Sobald dir eine Frau verfallen ist, verlierst du das Interesse. Sehnst du dich niemals nach mehr?“

Düster sah er sie aus seinen braunen Augen an. „Mein Privatleben geht dich nichts an.“

Sie hob das Päckchen mit Tiffanys Geschenk. „Es ist Teil meines Jobs.“ Ihre Worte klangen jetzt nicht mehr scherzhaft.

Unwillig stieß er die Luft aus.

Diesen Laut kannte Sabrina. Er wollte nicht mehr darüber sprechen. Manchmal ging sie darüber einfach hinweg, wenn ihr das Thema wichtig war, aber diesmal gab sie Ruhe. Abgesehen von diesen Abschiedsgeschenken hielt sie sich tatsächlich aus seinem Privatleben heraus. Sie bewunderte Cal in vieler Hinsicht, aber nicht wegen seiner Frauengeschichten.

Die Limousine hielt vor dem westlichen Gebäudekomplex im Galleria-District von Houston.

Sabrina stieg aus, trat in die Hitze und lächelte Cals Chauffeur zu. Dann folgte sie ihrem Chef in das Gebäude, in dem sich die Büros von „Langtry Oil and Gas“ befanden.

Die Geschäftsräume nahmen die obersten drei Stockwerke des Hochhauses ein. Während Cal direkt zu seinen Zimmern ging, blieb Sabrina noch bei ihrer Sekretärin Ada stehen, um sich die Post zu holen und einen kleinen Plausch zu halten.

„Was hast du ausgesucht?“ Lächelnd beugte Ada sich vor. Sie war Mitte fünfzig und arbeitete hier schon seit Jahren.

Als Sabrina ihre Stelle angetreten hatte, war ihr die Entscheidung über eine passende Assistentin sehr wichtig gewesen. Ada galt als eigenwillig und manchmal mürrisch, aber sie kannte sich bestens im Ölgeschäft aus, und ihr entging kein einziges Gerücht im gesamten Konzern.

Sabrina reichte ihr das Päckchen für Tiffany, und Ada zog die Augenbrauen hoch. „Tiffany für Tiffany? Diesen Scherz bekommt das Mädchen sicher gar nicht mit.“

„Dachte ich mir auch, aber ich fand’s trotzdem witzig.“

Während Ada die Schmuckschachtel öffnete und den Armreifen betrachtete, sah Sabrina ihre Post durch. „Was gibt’s Neues?“

„Nummer zehn stößt bestimmt noch heute Nacht auf Öl, spätestens morgen. Die Ingenieure sagen zwar, es dauert mindestens noch drei Tage, aber das glaube ich nicht.“ Ada probierte den Armreifen an, packte ihn wieder ein und seufzte. „Eine wirklich gute Wahl. Sie wird ihn lieben.“

„Das soll sie auch. Um ihr den Verlust etwas leichter zu machen. Mir persönlich wäre allerdings Bargeld lieber.“

„Mir auch. Sag Cal bitte, dass ich bereit bin. Unsere Affäre kann jederzeit beginnen. Oder wir überspringen die Affäre einfach und kommen gleich zum Abschiedsgeschenk. Ich möchte etwas mit Bon, das ich ohne...



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