Mallery | Julia Bestseller - Susan Mallery 1 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 399 Seiten

Reihe: Julia Bestseller - Susan Mallery

Mallery Julia Bestseller - Susan Mallery 1


1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-7337-6584-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1, 399 Seiten

Reihe: Julia Bestseller - Susan Mallery

ISBN: 978-3-7337-6584-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



CINDERELLAS HEIßE NACHT von MALLERY, SUSAN
Als Cinderella verkleidet, will Cynthia auf einem Ball ihren Traummann Jonathan erobern. Schon beim ersten Tanz liegt sie in seinen Armen - stürmisch erwidert sie seine Küsse. Wie im siebten Himmel erlebt sie diese Nacht, aber ist es auch für Jonathan wirklich Liebe?
LIEB MICH DOCH EINFACH von MALLERY, SUSAN
Elf Jahre sind wie ein Tag - wenn die Liebe nur heiß genug brennt. Das erkennt der Bauunternehmer Chase Jackson, als er Jenny Davidson wiedersieht. Wird sie ihm verzeihen, dass er ihr nicht vertraut hat? Alles würde er tun, um ihr Herz für immer zu gewinnen!
SÜß, SÜßER - REBECCA! von MALLERY, SUSAN
Rebecca ist verzweifelt: Das Waisenhaus, das sie leitet, ist abgebrannt. Wohin mit den Kindern? Da fällt ihr der reiche Austin Lucas ein - mutig bittet sie ihn, sie alle in seiner großen Villa aufzunehmen. Wie wird der Mann, den sie schon lange heimlich liebt, reagieren?



Die SPIEGEL-Bestsellerautorin Susan Mallery unterhält ein Millionenpublikum mit ihren herzerwärmenden Frauenromanen, die in 28 Sprachen übersetzt sind. Sie ist dafür bekannt, dass sie ihre Figuren in emotional herausfordernde, lebensnahe Situationen geraten lässt und ihre Leserinnen und Leser mit überraschenden Wendungen zum Lachen bringt. Mit ihrem Ehemann, zwei Katzen und einem kleinen Pudel lebt sie in Washington.

Mallery Julia Bestseller - Susan Mallery 1 jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


1. KAPITEL

Rebecca Chambers hatte sich vor dem Gewitter in die Garage geflüchtet. Wasser tropfte aus ihrem Haar. Das bunt geblümte Seidenkleid war klatschnass und die neuen schwarzen Ballerinas waren völlig ruiniert. Dabei hatte sie sich heute besondere Mühe mit ihrem Aussehen gegeben – mit dem Ergebnis, dass sie wie eine durchs Wasser gezogene Katze aussah.

Sie seufzte leise und strich sich das triefende Haar aus dem Gesicht. Jedes Mal, wenn sie auch nur in die Nähe von Austin Lucas kam, machte sie sich unweigerlich zur Närrin. Aber gegen die unpassenden Gedanken, die sie in seiner Gegenwart regelrecht überfielen und in ein stotterndes, hirnloses Geschöpf verwandelten, war sie einfach machtlos. Seit zwei Jahren ging das jetzt schon. So kann es einfach nicht weitergehen, dachte sie resigniert.

Sie sah zu dem Mann hinüber, der sich im Hintergrund der Garage über seinen Wagen beugte. In Jeans sah er einfach umwerfend aus. In den beiden letzten Jahren hatte sie sich genau elfmal mit Austin Lucas im selben Raum aufgehalten und sich genauso oft lächerlich gemacht, indem sie Blumenvasen umwarf oder bei ihren Fluchtversuchen über ihre Füße stolperte oder gegen alle im Weg befindlichen Möbelstücke stieß.

Ihre Wangen glühten, obwohl sie in ihren nassen Sachen zu frösteln begonnen hatte, und sie drückte die Hände ans Gesicht. Wenn sie doch nur eine Wahl hätte. Aber Austin war ihre einzige Hoffnung.

Rebecca sah sich verzweifelt um, als könnte der Anblick der Garage ihr wunderbarerweise Mut verleihen. Warum musste es ausgerechnet er sein? Als gäbe es nicht genug Männer!

Sie widerstand der Versuchung, sich zurückzuziehen, und räusperte sich. „Mr. Lucas?“

Augerechnet in diesem Augenblick ließ er einen schweren Schraubenschlüssel fallen und stieß eine Verwünschung aus. Rebecca blieben die Worte im Hals stecken. Sie schluckte und setzte erneut zum Sprechen an, aber da bückte er sich, um das Werkzeug aufzuheben, und dabei spannten seine Jeans sich äußerst attraktiv über seiner Kehrseite.

Als sie jetzt wie ein hypnotisiertes Kaninchen auf deren Besitzer starrte, fühlte sie sich wie ein Teenager bei seiner ersten schwärmerischen Liebe. Es half ihr nicht, dass er sich für Frauen wie sie ohnehin nicht interessierte. Sie fand ihn einfach unwiderstehlich. Außerdem war er ihre einzige Hoffnung.

Rebecca straffte die Schultern. Sie musste etwas unternehmen, wenn sie nicht zur Eissäule erstarren wollte. Aber bevor sie noch den Mund aufmachen konnte, hatte er schon die Initiative ergriffen. „Wie lange wollen Sie noch so tropfnass hier herumstehen?“

„Nicht mehr lange“, brachte sie mit zittriger Stimme heraus. „Höchstens noch zehn Minuten.“ Sie schlug verlegen die Hand vor den Mund und schloss die Augen. Wie unendlich peinlich!

„Sie dürfen die Augen wieder aufmachen“, erlaubte er ihr milde, und aus seiner tiefen Stimme klang unverhohlene Ironie.

Rebecca gehorchte. Austin stand vor ihr und wischte sich die Hände an einem öligen Lappen ab. So besonders gut sieht er eigentlich gar nicht aus, dachte sie in einem Anfall von Selbsterhaltungstrieb. Aber wem wollte sie etwas vormachen?

Er trug ein ausgebleichtes Jeanshemd. Die Ärmel waren aufgerollt und die drei obersten Knöpfe standen auf – gerade weit genug, um ihren Puls rasen zu lassen.

Langsam ließ sie den Blick höher wandern. Austin Lucas hatte ein ausgeprägtes Kinn und einen festen Mund, dazu hohe Wangenknochen und eine klassisch gerade Nase. Seine Augen waren grau, die dunklen Haare hatte er aus dem Gesicht gestrichen.

Die kleine goldene Kreole, die er an einem Ohr trug, beschwor das Bild von Piraten, die Frauen raubten und verführten, in ihr herauf. Es musste himmlisch sein, in seinen Armen zu liegen. Wahrscheinlich würde sie vor lauter Lust und Glück auf der Stelle sterben.

Rebecca straffte entschlossen die Schultern und befahl sich, sich zusammenzunehmen. Er war ein ganz normaler Mann mit einem ganz normalen Ohrring, auch wenn im konservativen Glenwood Männer, die Ohrringe trugen, unbekannt waren.

Aber Austin stellte seine eigenen Regeln auf. Das war vermutlich ein Teil seiner Anziehungskraft. Er galt als „verrucht“, als eine Art Wolf, der sich hinter der Schafsmaske versteckte. Wie hätte eine Frau wie sie da widerstehen sollen?

„Rebecca?“, sagte er jetzt, und sie fuhr zusammen.

Allein der Klang ihres Namens aus seinem Mund ließ ihre Knie weich werden. „W-was?“

„Warum sind Sie hier?“

Sie öffnete den Mund, aber kein Ton kam heraus. Nach reiflichem Nachdenken nahm sie einen neuen Anlauf. „Mein Wagen ist stecken geblieben.“

„Wo?“

Er sah sie an, als wäre sie ein zurückgebliebenes Kind. Dabei war sie normalerweise durchaus in der Lage, eine vernünftige Unterhaltung zu bestreiten. Nur in seiner Gegenwart brachte sie kaum einen Satz heraus, bevor eine Katastrophe passierte.

„In Ihrer Auffahrt“, erklärte sie und trat ins Freie. Aus dem Wolkenbruch hatte sich ein beständiger, gleichmäßiger Regen entwickelt.

Er zögerte ein wenig, bevor er ihr folgte. „Brauchen Sie einen Schirm?“, fragte er.

Sie sah an ihrem Kleid hinunter. Es hing wie ein nasser Sack an ihr. „Ich glaube, der hilft jetzt auch nicht mehr“, stellte sie traurig fest.

Austin Lucas ließ den Blick über ihren Körper wandern. Dann lächelte er. „Da haben Sie wohl Recht.“ Damit setzte er sich in Bewegung.

Rebecca stand wie festgewurzelt. Dieses Lächeln hatte sie regelrecht gelähmt und bewegungsunfähig gemacht. Wenn er lächelte, sah er noch hinreißender, noch umwerfender aus – und es machte ihr schmerzlich bewusst, dass sie sich in Sphären bewegte, die nicht ihre waren. Er strahlte etwas Verwegenes aus, war interessant, weltläufig, gewandt, einfach überwältigend. Dagegen kam sie sich wie ein Trampel vor. Vermutlich fand er sie so anziehend wie abgestandenes Bier.

Sie folgte ihm und verlor dabei fast einen Schuh in der aufgeweichten Erde. An ihrem alten Kombi blätterte bereits die falsche Holzverkleidung ab, und die Karosserie war an vielen Stellen in verschiedenen Farben geflickt. Die Reifen hätten dringend erneuert werden müssen.

„Damit machen Sie die Gegend unsicher?“, fragte Austin und betrachtete den Wagen, als hätte er noch nie einen so mitleiderregenden Anblick genossen.

„Er gehört dem Heim und ist einfach praktisch. Auf der Rückbank können wir fünf oder sechs Kinder unterbringen“, gab sie zurück. „Ich habe kein eigenes Auto.“

Er sah sie an und zog dabei auf unnachahmliche Weise eine Augenbraue hoch. Sie hätte ihn gern gebeten, es ihr noch einmal vorzuführen, unterließ es aber lieber. Er fand sie vermutlich schon mitleiderregend genug. Jetzt ging er um den Wagen herum und bei jedem Schritt versanken seine schwarzen Cowboystiefel mit einem blubbernden Geräusch im Schlamm.

Sein Besitz lag am Rande von Glenwood und umfasste vier Hektar Land. Dazu gehörten eine Garage für drei Autos, eine riesige zweistöckige Scheune, die er zu einem Loft umgebaut hatte, und ein riesiges leerstehendes Herrenhaus. Und dieses Haus war der Grund dafür, warum sie in strömendem Regen zu ihm gefahren war.

Es ging das Gerücht, dass er unendlich reich war, unverheiratet und entschlossen, sein Privatleben streng unter Verschluss zu halten. Aber Glenwood war klein, und seine Frauengeschichten blieben nicht unbemerkt. Alle zwei Wochen, fast sechs Monate lang, war eine Frau mit auffallend roten Haaren in einem weißen Sportwagen durch den Ort gerauscht und hatte bei ihm das Wochenende verbracht.

Rebecca hatte sie selbst öfter gesehen, und ihr Anblick hatte ihr jedes Mal einen Stich versetzt. Austins Auswahl an Frauen erfüllte die Männer mit Neid und ließ Frauen träumen – auch Rebecca. Aber sie gab sich keinen Illusionen hin. Denn Austins Freundinnen hatten zwei Dinge gemeinsam: Kurven und selbstbewusstes Auftreten. Ihr fehlte beides.

Er schaukelte den Wagen ein wenig, und dabei traten die Muskeln an seinen Armen deutlich hervor. Sein Hemd war bereits durchweicht, und Regen lief ihm übers Gesicht und tropfte von seiner Nase. In der Ferne war ein erstes Donnergrollen zu hören.

Jetzt zog er die Tür auf und glitt hinters Lenkrad. Nur Sekunden später sprang der Motor an.

Zuverlässig wie immer, dachte Rebecca. Genau wie ich. Nicht aufregend, aber zuverlässig.

Austin legte den Gang ein und gab Gas. Die Räder drehten im weichen Untergrund durch. Rebecca machte einen Satz zurück und dabei blieb ein Schuh im Schlamm stecken. Sie ruderte wild mit den Armen und stützte sich mit dem bestrumpften Fuß ab, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Dabei versank sie bis zum Knöchel im kalten Schlamm.

„Na, wunderbar“, murmelte sie resigniert.

Austin fasste sie am Arm. „Alles in Ordnung?“, fragte er.

Sie wischte sich die dunklen, nassen Haarsträhnen aus dem Gesicht und sah stumm zu ihm auf.

Wasser lief ihm übers Gesicht und in den offenen Hemdausschnitt auf die sonnengebräunte Haut. Rebecca schluckte. Ihr Arm schien zu brennen, wo seine Finger sie berührten, und sie atmete ein bisschen schneller.

„Rebecca?“

„Was? Oh! Nichts passiert“, erwiderte sie schnell. „Ich glaube, ich habe meinen Schuh verloren.“ Sie zeigte betrübt auf einen undefinierbaren Erdklumpen.

Ein Blitz zuckte über den Horizont. „Das Gewitter kommt näher“, stellte Austin fest. „Ich kriege Ihren Wagen leider nicht frei. Am besten kommen Sie mit mir ins Haus, dann rufen wir einen Abschleppwagen.“

„Ich will keine Umstände machen.“

Er lächelte, und ihr Herz...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.