Mammay | Schlacht um Cappa | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2

Reihe: Planetside-Reihe

Mammay Schlacht um Cappa


1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-98637-602-4
Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, Band 2

Reihe: Planetside-Reihe

ISBN: 978-3-98637-602-4
Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Butlers Einsatz auf Cappa hat zahllose Leben gefordert … und es ist noch nicht vorbei
Die fesselnde Science Fiction-Reihe kehrt zurück

Colonel Carl Butler versucht sein Bestes, um mit der Last seiner Taten auf Cappa umzugehen. Für die einen ist er ein Kriegsheld, doch für die Hälfte der Galaxis ist er ein Massenmörder. Vom Militär in den Zwangsruhestand versetzt, arbeitet er nun auf dem Planeten Talca 4 für eine Hightech-Firma in der Sicherheit. Sein neuer Job wird augenblicklich spannender, als er herausfinden soll, wer das größte Militärunternehmen der Galaxis gehackt hat. Doch sobald Butler beginnt, nachzuforschen, wird sein Kontaktmann tot aufgefunden und Butler zum Hauptverdächtigen. Er ist entschlossen, die Wahrheit aufzudecken und beginnt beim Militärunternehmen nachzuforschen. Als er auf ein geheimes Projekt stößt, das ihn wieder mit den Cappanern zusammenführt, glaubt Butler nicht an einen Zufall. Wird er den größten Fehler seines Laufbahn wiederholen … oder ist er dafür nicht einmal mehr lang genug am Leben?

Weitere Titel dieser Reihe
(ISBN: 9783986374037)

Erste Leser:innenstimmen
„Endlich geht diese superspannende Science-Fiction-Reihe weiter. Ich habe den zweiten Band verschlungen!“

„Dieses Mal ermittelt Butler auf dem Planeten Talca Four – interessanter, nervenaufreibender und fesselnder Sci-Fi-Thriller“
„Der fesselnde Schreibstil, das spannende Weltraumsetting und die authentischen Charaktere machen diesen Thriller zum reinen Lesevergnügen“
„Perfekt für Fans von packenden Militär-Weltall-Geschichten



Michael Mammay ist der Autor der Planetside-Reihe, die bei dp DIGITAL PUBLISHERS erscheint. Er ist ein pensionierter Armeeoffizier und Absolvent der Militärakademie der Vereinigten Staaten. Sein nächstes Buch THE MISFIT SOLDIER erscheint im Februar 2022. Er lebt mit seiner Frau in Georgia.
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Autoren/Hrsg.


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Kapitel zwei


„Sie sind also erstarrt? Was bedeutet das?“ Dr. Baqri holte ihren Stuhl hinter dem Schreibtisch hervor und stellte ihn neben mich. Grundkurs Psychiatrie. Irgendwie repräsentierte der Schreibtisch etwas, das zwischen uns stand, also nahm sie ihn aus dem Weg.

„Sie sind die Ärztin. Sollten Sie mir nicht sagen, was das bedeutet? Ich habe dichtgemacht. Konnte nicht abdrücken. Ich weiß nicht, wieso.“

„Was ließ Sie glauben, es wäre eine gute Idee, sich in eine Militärsimulation zu begeben?“

Ich lehnte mich auf dem teuren Bürostuhl zurück. Die Lehne war aus Mesh-Stoff und der Stuhl hatte eine exzellente Lendenwirbelstütze. Alles erstklassig. „Ich weiß es nicht. Es schien mir keine große Sache zu sein, und auf eine Art ist es Teil meines Jobs.“

„Ich glaube, Ihr Boss hätte es verstanden, wenn Sie nicht an dem Event teilgenommen hätten“, sagte sie.

„Ich bin mir sicher, dass er das verstanden hätte. Aber ich wollte es nicht zur Sprache bringen, verstehen Sie? Die Leute wollen nicht wissen, dass sie mit Verrückten zusammenarbeiten.“

Sie schüttelte den Kopf und notierte etwas in ihrem Notizbuch. „Wir haben doch über dieses Wort gesprochen.“

„Ja. Sorry“, sagte ich.

„Davon abgesehen ist es nicht so, als wüssten sie nicht, was Sie durchgemacht haben. Es ist sehr gut dokumentiert und für alle öffentlich zugänglich.“

Ich schnaubte leicht. „Ja, ich weiß.“ Wir hatten bereits darüber gesprochen. Über die Unfähigkeit, dem Scheinwerferlicht zu entkommen, über die Tatsache, dass die Leute mich kannten – oder glaubten, mich zu kennen –, egal, wo ich hinging.

„Wollen Sie darüber reden? Dass Leute zu wissen glauben, was Sie durchgemacht haben?“

„Eigentlich nicht.“

Sie seufzte. „Carl, das hier funktioniert nur, wenn Sie bereit sind, mit mir zu reden.“

Ich zwang mich, einen fröhlichen Gesichtsausdruck aufzusetzen. „Was gibt es zu sagen, was ich noch nicht gesagt habe? Ich habe einen Arsch voll Leute getötet. Damit muss ich leben.“

„Es gibt eine Menge Leute, die Sie wegen ihrer Taten für einen Helden halten.“ Sie hatte recht. Die halbe Galaxis hielt mich für eine Art militärischen Heiland.

„Sicher. Und eine Menge Leute sind Arschlöcher“, sagte ich. „Die anderen glauben, ich sei ein Monster.“

„Und was glauben Sie?“

Ich zögerte einen Augenblick, dann lachte ich. „Sie sind echt gut, Doc. Sie bringen das Gespräch immer wieder zurück zu mir.“

Sie lächelte und es wirkte aufrichtig. „Nun, das ist irgendwie mein Job, oder nicht? Aber da Sie nicht drüber reden wollen, gehen wir in eine andere Richtung. Wie schlafen Sie?“

„Gut“, sagte ich.

Sie schüttelte den Kopf. „Ich glaube, Sie lügen, Carl.“ Kluge Frau. Ich konnte sie nur selten täuschen.

„Okay. Es ist wie immer. Ich schlafe nicht viel, und wenn, habe ich die Träume.“

„Sind die irgendwie besser geworden?“, fragte sie.

„Nein.“

„Sie wissen, dass es Medikamente gibt, die wir–“

„Wir hatten das doch schon, Doc. Keine Drogen.“

„Alkohol ist eine Droge“, sagte sie.

„Ist er. Er ist aber eine, die ich kenne. Ich hatte viel Übung. Mit dem chemischen Zeug will ich mich nicht einlassen. Ich weiß nie, wie es mich beeinflusst.“

Sie seufzte erneut. Eine Menge unserer Sitzungen endeten damit, dass sie seufzte. Ich machte das nicht absichtlich. Ich schätze, ich war nicht bereit dazu, mich zu bessern.

Ich verließ meinen Termin und machte mich verspätet auf den Weg zur Arbeit, was niemandem auffiel. Und wenn doch, sagte niemand etwas, was genauso gut war. Ich holte mir Kaffee, setzte mich an mein Computerterminal und tat so, als würde ich E-Mails lesen. Hauptsächlich checkte ich Sportergebnisse. Ich war mir ziemlich sicher, dass die IT-Leute das überwachten, aber auch hier sagte niemand etwas, also kümmerte es mich nicht.

Mein Büro hatte durchsichtige Wände, was mir an einem guten Tag ein bisschen Privatsphäre bescherte, weil der Großteil des Gebäudes offene Arbeitsflächen hatte. An einem schlechten Tag erinnerte es mich an ein Goldfischglas, in dem Leute aus sicherer Entfernung den Massenmörder beobachten konnten. Auf dem Schild an meiner Tür stand . Technisch gesehen wurde dieser Titel von einer Reihe von Pflichten begleitet, die darin bestanden, die Varitech Production Company auf dem Schlachtfeld des Kapitalismus vor allen Gefahren zu beschützen. Praktisch gesehen tauchte ich auf Firmenevents wie dem Kriegsspiel auf und nutzte die paar Kontakte, die mir beim Militär geblieben waren, um Meetings mit Vertretern zu vereinbaren oder ein neues Projekt anzuschieben. Der Job war gut bezahlt und niemand schoss auf mich.

Das Klopfen an meiner Tür hallte auf diese seltsame Weise nach, die durch das Klopfen auf künstliches Glas entsteht. Ohne aufzusehen bedeutete ich der Person vor der Tür, einzutreten. Meine Freundin Sheila hätte nicht angeklopft und wenn sie es nicht war, kümmerte es mich nicht. Vermutlich wollte jemand aus meinem Team von etwa fünfzehn Untergebenen eine Unterschrift für irgendetwas.

„Colonel Butler?“

„Carl“, sagte ich. Egal wie oft ich es meinen Leuten sagte, sie bestanden auf meinen Rang. Ich Hob den Blick und nahm Augenkontakt auf. Ich erkannte die Frau in der Tür nicht. Sie hatte eine Business-Uniform an – einen dunkelgrauen Anzug – und trug ihr kastanienbraunes Haar in einem Dutt. Ich war mir ziemlich sicher, dass sie nicht für mich arbeitete, war aber nicht überzeugt genug, um das zu betonen und zu riskieren, in Verlegenheit zu geraten.

„Sir, es hat eine Sicherheitsverletzung gegeben und Mr. Sanchez würde gerne mit Ihnen darüber reden.“

„Mr. Sanchez will mit darüber reden? Das erscheint mir unwahrscheinlich. Sind Sie sich sicher, dass er nicht mit meinem Chef sprechen wollte?“ Javier Sanchez und ich hatten uns oft unterhalten, aber in keinem dieser Gespräche war es um meinen tatsächlichen Job gegangen.

„Er hat es recht deutlich gemacht, Sir.“

„Hm.“ Ich stand auf. „Er hätte seiner Sekretärin auftragen können, mir eine Benachrichtigung zu schicken, damit ich zu einem Meeting komme.“

„Ich habe Ihnen eine geschickt, Sir.“

Ich warf einen Blick auf meinen Bildschirm. „Oh. Das tut mir leid.“ Sie setzte ein falsches Lächeln auf, das sagte, dass ich mich beeilen soll. Ich musterte mein Hemd und wünschte, ich hätte heute früh etwas mehr Zeit mit dem Bügeleisen verbracht, dann folgte ich ihr zum Fahrstuhl, der in den obersten Stock fuhr.

Ich war bereits im obersten Stock des VPC-Gebäudes gewesen, als sie mich angestellt hatten, aber das meiste hatte ich vergessen. Er hatte die gleiche offene Arbeitsfläche wie jedes andere Stockwerk des Gebäudes, abgesehen von den vier Ecken, in denen sich Büros mit blickdichten Wänden befanden. Effiziente Arbeiter saßen an effizienten Schreibtischen, sprachen leise in Kommunikatoren oder tippten sich durch Daten auf Bildschirmen. Die Luft schien die Geräusche abzudämpfen. Ich folgte meiner Führerin zum größten der Eckbüros. Sie hielt an einem Schreibtisch davor inne und sagte etwas, das ich nicht hören konnte, in ein Device. Einen Moment später öffnete sich die Bürotür zischend und ein sehr fit aussehender Sanchez kam lächelnd heraus. Er war fast sechzig, dem Kalender nach also etwa in meinem Alter, aber über zehn Jahre älter wegen all meiner Zeit im Kälteschlaf. Wäre ich ein eitler Mann, hätte es vielleicht meine Gefühle verletzt, dass er locker zehn Jahre jünger aussah als ich. Sein pechschwarzes Haar zeigte nicht eine Spur von Grau, und um die Augen entstellten nur ganz leichte Falten sein braunes Gesicht. Okay, ein bisschen verletzte es meine Gefühle.

„Carl. Schön, Sie zu sehen.“ Er schritt auf mich zu, ich traf ihn auf halbem Weg und schüttelte ihm die Hand.

„Kein Problem, Javier. Entschuldigen Sie bitte, dass ich spät dran bin.“ Er bestand darauf, dass ich ihn beim Vornamen ansprach, obwohl er das nicht mit allen so handhabte. Ich glaube, er wollte Leuten den Eindruck vermitteln, dass wir enger waren, als es tatsächlich der Fall war. Aber der Chef ist der Chef, und es machte mir nichts aus, solange die Firma meinen Lohn überwies.

Er machte eine übertriebene, wegwerfende Geste. „Sie sind nicht spät dran. Kommen Sie rein.“

Sein riesiges Büro hatte zwei Wände aus Glas. Anders als meine, waren sie gigantisch und boten einen wundervollen Ausblick auf den East Park und die Stadt. Er schritt über den blauen Teppich zu einer verzierten Holzkiste. „Drink?“

Ich schaute auf meinem Device nach der Uhrzeit. Elf Uhr morgens. „Es ist immer noch Arbeitszeit.“

Er winkte ab. „Sie sind nicht länger bei der Army, Carl. Abgesehen davon bin ich der Boss und ich bestehe darauf. Es ist Ferra 3. Der zwanzig Jahre alte.“

Ich betrachtete die Flasche, die er hochhielt, und die rund dreihundert Einheiten kostete. „Nun, dazu kann ich nicht nein sagen.“

„Kluger Mann.“ Er goss eine großzügige Menge in zwei Kristallgläser, gab einen Spritzer Wasser dazu und reichte mir eins. Ich atmete ein, dann nahm ich einen Schluck und ließ ihn mir auf der Zunge zergehen. Wir standen einen Moment lang schweigend da. Der Ferra 3 hatte zwanzig Jahre gewartet, also verdiente er etwas Respekt.

„Ich schätze, Sie haben mich nicht wegen des wundervollen Whiskys hier heraufgerufen“, sagte ich.

Er lächelte. „Ist das so offensichtlich?“

Ich zuckte mit den Schultern. „Es passiert nicht jeden Tag, dass jemand eine Flasche Schnaps öffnet, die...



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