Mann | Es begann im Grand Hotel ... | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1541, 160 Seiten

Reihe: Baccara

Mann Es begann im Grand Hotel ...


1. Auflage 2008
ISBN: 978-3-86295-525-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1541, 160 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-86295-525-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Heißer Flirt an der Bar des Grand Hotels: Zwischen Brooke Garrison und Jordan Jefferies, dem Feind der Familie, knistert es heftig. Ehe Brooke sich versieht, küsst sie ihn und führt ihn in eine Suite. In dieser Nacht lieben sie sich leidenschaftlich - dieser Mann ist so aufregend sexy, und seine Berührungen ... wundervoll. Als Brooke ihm fünf Monate später beichten muss, dass sie schwanger ist, macht Jordan ihr sofort einen Heiratsantrag. Doch sie sagt Nein. Wie soll sie mit einem Mann zusammenleben, der ihr kein einziges Mal die drei magischen Worte ins Ohr geflüstert hat?



Bestsellerautorin Catherine Mann schreibt zeitgenössische Liebesromane, die im militärischen Milieu spielen. Ihr Mann, der bei der US Air Force arbeitet, versorgt sie mit allen nötigen Informationen, sodass sie keine Recherche betreiben muss. In der Zeit vor ihren Romanveröffentlichungen machte sie ihren Bachelor in Bildender Kunst auf dem College von Charleston und ihren Master in Theaterwissenschaften an der Universität von Queensboro. Heute kann sie sich in die Liste von namhaften Gewinnern des RITA Awards einreihen. Ihrem Ehemann, einem Piloten, folgt sie durch die ganze Welt, im Schlepptau ihre vier Kinder, einen Hund und eine Katze. Die Erlebnisse an ihren unterschiedlichen Wohnorten bieten ihr endlosen Stoff für weitere Romane.

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PROLOG

Juli, vor fünf Monaten

Brooke Garrison bestellte sich zum ersten Mal in ihren achtundzwanzig Jahren einen hochprozentigen Cocktail.

Sie griff nach dem großen bunten Glas, das ihr der ältliche Barkeeper im Foyer des „Garrison Grand“ reichte. Erschrocken sah sie, wie ihre Hand zitterte. Hinter ihr lag allerdings auch ein schrecklicher Tag, Brooke fühlte sich immer noch völlig durcheinander. Das Testament ihres Vaters war verlesen worden – und sie hatte gerade von dem Doppelleben erfahren, das er geführt hatte.

„Danke“, sagte sie und sah verstohlen auf das Namensschild des Mannes. „Donald.“

„Gern geschehen, Miss Garrison.“ Er schob ihr so elegant eine weitere Serviette zu, wie der Pianist zum nächsten Lied überging. „Und bitte nehmen Sie mein herzliches Beileid für Ihren Vater entgegen. Er wird uns allen sehr fehlen.“

Das sagten mehr Menschen zu ihr, als sie sich vorgestellt hätte. „Sie sind sehr freundlich, Donald. Noch einmal vielen Dank.“

„Keine Ursache. Lassen Sie es mich wissen, falls Sie noch etwas brauchen.“

Was sie brauchte, konnte er ihr nicht geben. Brooke wünschte, sie könnte diesen fürchterlichen Tag ein für alle Mal auslöschen und von vorn beginnen. Oder dass sie wenigstens aufhören könnte, ständig daran zu denken – geschweige denn darüber zu reden. Die Empfangsdame ihres Bruders hatte ihr schon vier Mal auf die Mailbox gesprochen. Aber Brooke weigerte sich, darauf zu reagieren.

Zögernd nippte sie an dem Cocktail und verzog das Gesicht zu einer Grimasse. Geistesabwesend betrachtete sie den Schein der Kerzenflamme, der sich in der bernsteinfarbenen Flüssigkeit brach. Vielleicht lagen irgendwo auf dem Grund dieses Glases die Antworten auf ihre Fragen. Was hatte ihr die Mutter geraubt? Und warum hatte ihr Vater seit so vielen Jahren die Hälfte seiner Zeit mit einer anderen Frau verbracht?

Die verbitterten Worte ihrer Mutter gingen Brooke einfach nicht aus dem Sinn. Nach der Testamentseröffnung an diesem Morgen hatte Bonita gesagt: „Der hinterhältige Mistkerl. Ich bin froh, dass er tot ist.“

Eine wirklich großartige Art zu erfahren, dass John Garrison nicht nur fünf Kinder gezeugt hatte, sondern sechs. Abgesehen von ihren drei Brüdern und der eineiigen Zwillingsschwester hatte Brooke eine Halbschwester, von deren Existenz sie gerade erst erfahren hatte. Von dieser Schwester hatte er ihnen nie ein Wort erzählt, solange er noch am Leben gewesen war. Stattdessen hatte er es vorgezogen, ihnen diese Neuigkeit in seinem Testament mitzuteilen, in dem er Cassie Sinclair – dieser neu entdeckten Schwester – einen nicht zu verachtenden Anteil am Garrison-Vermögen vermachte.

Nicht dass es Brooke um das Geld ging. Doch der Verrat ihres Vaters tat weh.

Stimmengemurmel und das unverkennbare Klirren von Gläsern, die aneinanderstießen, erinnerten Brooke an die Menschen um sie herum – Menschen, die definitiv glücklicher waren als sie. Im Augenblick war ihr nicht nach fröhlichen Leuten zumute. Brooke wich den Blicken einiger Männer aus, die versuchten, ihre Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Seufzend setzte sie das langstielige Glas wieder an die Lippen. Wie alles in diesem Hotel, angefangen bei den frischen Blumen und bis zu den Tischdecken aus feinstem Damast, war auch der Cocktail von allererster Güte. Trotzdem schmeckte er für Brooke nach nichts. Sie fühlte nichts außer ihrem Kummer.

Bisher hatte sie insgeheim immer ihre Mutter dafür verantwortlich gemacht, dass ihr Vater so häufig geschäftlich verreist war. Brooke hatte geglaubt, dass Bonita ihren Dad vertrieben hatte. Jetzt fragte sie sich, ob es vielleicht genau andersherum gewesen war. Womöglich hatte das Verhalten ihres Vaters Bonita in die Verzweiflung getrieben?

Wie sollte sie klar denken, wenn die Trauer um einen ihr so wichtigen Menschen sie innerlich geradezu verzehrte? Das Hotel war angefüllt mit Erinnerungen an ihren Dad. Jeden einzelnen Einrichtungsgegenstand hatte er nach seinen persönlichen Wünschen gestalten lassen – vom eindrucksvollen Kristallleuchter in der Bar bis zu den vielen hoch aufragenden Säulen.

Gedankenverloren berührte Brooke mit der Fingerspitze den Rand ihres Glases. Bisher hatte sie noch nie einen hochprozentigen Cocktail getrunken.

Aber heute war kein gewöhnlicher Tag.

Einen Moment lang betrachtete sie die Säulen in der Hotelhalle vor der Bar. Plötzlich spürte sie, dass sich etwas veränderte. Der Abend war so ungewöhnlich, wie sie es niemals für möglich gehalten hätte.

Ein Mann betrat das Hotel. Obwohl die Halle nur schwach beleuchtet war, erkannte Brooke ihn sofort. Er war wirklich der Letzte, den sie hier je erwartet hätte. Denn ihre Familien konkurrierten seit Jahren geschäftlich miteinander. Und die Rivalität hatte sich nur noch verstärkt, seit Jordan an die Stelle seines Vater getreten und die Firmenleitung übernommen hatte.

Warum war Jordan heute also hier?

Vehement unterdrückte sie den Impuls, Jordan gute Absichten zu unterstellen. Brooke zwang sich, wie ihre Geschwister zu denken und misstrauisch zu sein. Die Antwort auf ihre Frage lag auf der Hand. Offenbar war Jordan ins Hotel ihres Bruders Stephen gekommen, um zu sehen, mit welchen Neuerungen die Konkurrenz die Hotelgäste begeisterte. Und damit verschaffte er Brooke ungewollt eine gute Gelegenheit, ihn genauer unter die Lupe zu nehmen.

Mit der trägen Geschmeidigkeit eines Löwen durchquerte Jordan den Raum. Nein, „träge“ war nicht das richtige Wort.

Wenn sie endlich die Haltung ihrer Geschwister annahm, musste sie es anders sehen: Dann würde ein Jefferies eine träge Haltung vortäuschen, um seine Beobachter abzulenken. Brooke musste zugeben, dass es ihm in jedem Fall ausgezeichnet gelang. Fasziniert ließ sie den Blick über sein attraktives Gesicht und seinen muskulösen Körper schweifen.

Natürlich fiel ihr nicht zum ersten Mal auf, wie umwerfend gut Jordan aussah. Er war zwar der Feind der Familie, aber deshalb war Brooke nicht gleich blind. Bis jetzt hatte sie ihn lediglich als einen Mann wahrgenommen, der absolut tabu für sie war.

Brooke hätte nicht sagen können, wie oft sie ihren ältesten Bruder Parker nach einem konfliktreichen Geschäftstreffen mit Jordan schon hatte toben hören vor Wut. Jedes Mal hatte Brooke versucht, Parker zu besänftigen und eine friedliche Lösung vorzuschlagen. Darin war sie jedoch allzu oft gescheitert.

Heute hatte die Verlesung des Testaments die ganze Familie erschüttert. Brooke erinnerte sich mit Schaudern an die abfälligen Worte ihrer Mutter.

Der hinterhältige Mistkerl. Ich bin froh, dass er tot ist.

Wieder kam der Barkeeper zu ihr und riss sie aus ihren Gedanken. „Kann ich noch etwas für Sie tun, Miss Garrison?“

Garrison. Sie konnte ihrer Familie nicht entfliehen. Genauso wenig wie sie Frieden schaffen konnte. Warum gab sie sich also überhaupt noch so viel Mühe damit?

Plötzlich kam ihr eine Idee, und ihr Herz klopfte schneller.

Nach einem derart furchtbaren Tag verspürte sie das dringende Bedürfnis, etwas zu unternehmen. Bestimmt würde Parker sich aufregen, das war ihr in diesem Moment allerdings gleichgültig.

„Ja, Donald, Sie können wirklich etwas tun. Bitte sagen Sie dem Gentleman dort drüben …“ Sie wies unauffällig in Jordans Richtung. „… dass seine Drinks heute Abend aufs Haus gehen.“

„Gern, Miss Garrison.“ Der Barkeeper lächelte diskret und ging zum anderen Ende der schimmernden Theke. Nachdem er die Nachricht weitergegeben hatte, hielt Brooke erwartungsvoll den Atem an.

Was würde Jordan Jefferies davon halten, dass sie einfach seine Drinks bezahlte? Wahrscheinlich schloss er daraus nichts weiter, als dass eine Garrison seine Gegenwart zur Kenntnis genommen hatte.

Würde er sich überhaupt an sie erinnern? Doch, das sicher schon, dachte sie. Er war ein kluger Geschäftsmann, natürlich kannte er alle Garrisons. Die Frage war wohl eher, ob er sie von ihrer Zwillingsschwester Brittany unterscheiden konnte.

In diesem Moment sah er zu ihr herüber, und ihre Blicke begegneten sich. Trotz der schummrigen Beleuchtung erkannte sie deutlich, wie intensiv seine blauen Augen glänzten. Und sein angedeutetes Lächeln zeigte einen Hauch von Interesse.

Jordan nahm sein Glas und bahnte sich einen Weg an den anderen Gästen vorbei, um seelenruhig und ohne zu zögern auf Brooke zuzugehen. Schließlich stellte er seinen Drink auf die Theke, direkt neben ihren. „Ich hätte von einer Garrison keine so nette Begrüßung erwartet. Sind Sie sicher, dass Sie den Barkeeper nicht gebeten haben, meinen Drink zu vergiften, Brooke?“

Er hatte sie erkannt. Oder war es nur ein Zufallstreffer?

„Woher wollen Sie wissen, dass ich nicht Brittany bin?“

Lächelnd streckte er die Hand aus und wies, ohne sie zu berühren, auf eine Locke, die ihr in die Stirn gefallen war. „Deswegen. Eine solche eigensinnige Haarsträhne ist charakteristisch für Brooke.“

Sosehr es sie auch verblüffte, er hatte sie tatsächlich erkannt. Dabei war es sogar ihrem Vater oft schwergefallen, seine Töchter auseinanderzuhalten.

In diesem Augenblick wurde ihr bewusst, dass sie doch über die große Portion Entschlossenheit verfügte, die die Garrisons auszeichnete. Brooke war genauso mutig, auch wenn sie es bis jetzt nicht geglaubt hatte. Sie hob ihr Glas, toastete Jordan stumm zu und sah ihm in die Augen.

Sie war ihm so oft begegnet, und sie hatte ihn schon immer begehrt. Heute Abend würde sie – der...



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