Mann | Heiße Versuchung in Alaska | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2110, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Mann Heiße Versuchung in Alaska


1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7337-2550-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2110, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-7337-2550-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Liebe? Auf keinen Fall. Große Gefühle kommen für den überzeugten Junggesellen Marshall Steele nicht infrage. Doch dann bricht sich der Ölbaron den Arm - ausgerechnet kurz vor einer weihnachtlichen Benefizgala, die auf seinem Anwesen in Alaska stattfinden soll. Seine Familie schickt ihm die schöne Tally Benson als Haushaltshilfe. Ein Riesenfehler - sein Verlangen brennt plötzlich lichterloh. Er will sie spüren, will sie lieben! Aber Marshall ahnt nichts von dem wahren Grund, warum Tally den Job angenommen hat ...



Bestsellerautorin Catherine Mann schreibt zeitgenössische Liebesromane, die im militärischen Milieu spielen. Ihr Mann, der bei der US Air Force arbeitet, versorgt sie mit allen nötigen Informationen, sodass sie keine Recherche betreiben muss. In der Zeit vor ihren Romanveröffentlichungen machte sie ihren Bachelor in Bildender Kunst auf dem College von Charleston und ihren Master in Theaterwissenschaften an der Universität von Queensboro. Heute kann sie sich in die Liste von namhaften Gewinnern des RITA Awards einreihen. Ihrem Ehemann, einem Piloten, folgt sie durch die ganze Welt, im Schlepptau ihre vier Kinder, einen Hund und eine Katze. Die Erlebnisse an ihren unterschiedlichen Wohnorten bieten ihr endlosen Stoff für weitere Romane.

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1. KAPITEL

Tallulah Benson wusste, dass die Eltern ihr einen aufregenden Namen gegeben hatten, der eine märchenhafte Zukunft verhieß. Sie wünschte nur, ihr Leben wäre nicht in einer fürchterlichen Version von Aschenputtel stecken geblieben.

Sie stieg die eisigen Stufen zur Veranda des weitläufigen Ranchhauses hinauf. Es als Blockhütte zu bezeichnen wäre untertrieben gewesen. Die beiden Stockwerke boten eine Wohnfläche von fast siebenhundertfünfzig Quadratmetern. So stand es zumindest in der Stellenbeschreibung.

Kurz und gut, Tallulah – Tally – war dankbar für eine feste Stelle als Haushaltshilfe, damit sie ihre Rechnungen bezahlen konnte. Wenn dieser Job für ein Mitglied der Öldynastie Steele gut laufen würde, wäre das ein Plus in ihrem Lebenslauf und würde ihr noch mehr Aufträge bei den Reichen und Schönen sichern. Dann konnte sie mit einem beträchtlich höheren Stundenlohn rechnen. Sie brauchte die Arbeit. Ihre Eltern waren beide vor Tallys achtzehntem Geburtstag gestorben. Sie hatte kein dickes Sparkonto und auch keine Familie, auf die sie sich im Notfall verlassen konnte.

Mit neunzehn hatte sie erfahren, wie grausam das Leben sein konnte, wenn niemand hinter einem stand. Seit zehn Jahren litt sie darunter, dass sie damals ihr Baby zur Adoption freigegeben hatte, obwohl sie wusste, dass sie die richtige Entscheidung für ihren neugeborenen Sohn gefällt hatte.

Tally klingelte. Das glockenhelle Läuten drang durch die Wände des Hauses, das dem Rancher Marshall Steele gehörte.

Marshall hatte bisher zweimal die Woche einen Putzservice kommen lassen. Aber neulich hatte er sich bei einem Rodeounfall den Arm gebrochen – und das ausgerechnet kurz vor Weihnachten. Also war Tally auf Rat seines Arztes für sechs Wochen in Vollzeit engagiert worden. Auf solch eine Gelegenheit hatte sie gewartet.

Sie und seine Familie hatten eine gemeinsame Vergangenheit.

Sie klingelte noch einmal, aber niemand kam. Sie klopfte an die dicke Eichentür und …

Ein derber Fluch ertönte, gefolgt von noch einem Kraftausdruck und einem lauten Klatschen. Tally hielt sich am Holzgeländer der Veranda fest und sah sich um. Der zugefrorene Teich vor dem Haus war leer. Niemand war ins Eis eingebrochen. Gott sei Dank. Winter in Alaska konnten tückisch sein.

Der Wind des frühen Nachmittags trug noch mehr Flüche zu ihr. Als der erste Schock nachließ, erkannte sie, dass das Geschrei von hinter dem Haus kam.

Sie hielt ihre schwere Handtasche gut fest und tastete sich die Stufen hinunter und den rutschigen Weg entlang. Ihre Füße sanken knirschend in den festen Schnee ein. Bäume bildeten einen eisigen Laubengang über ihr. Sie folgte der Stimme zur Rückseite des Ranchhauses.

Dort lag unter einer Glaskuppel ein Pool.

Sie spähte durch die frostüberzogenen Scheiben und konnte nicht fassen, was sie sah: Ein hünenhafter Mann mit pechschwarzem Haar watete bis zur Brust im Wasser und hielt einen Arm hochgereckt, damit sein Gips nicht nass wurde.

Das konnte nur ihr Boss Marshall Steele sein. Er riskierte seinen Gips – oder schlimmer noch, riskierte es auszurutschen und im tiefen Wasser zu versinken –, um einen Hund zu retten.

Marshall schob sich Stück für Stück näher an einen zotteligen kleinen Mischling heran, der panisch im Kreis paddelte. Tallys Herz zog sich vor Mitgefühl zusammen. Der unwahrscheinliche Retter des Hunds zog ihre Blicke magisch an. Aber es wurde Zeit, nicht länger zu gaffen, sondern etwas zu unternehmen.

Sie betete, dass die Seitentür des Glashauses nicht abgeschlossen war. Als sie daran zog, glitt die Schiebetür zum Glück beiseite. „Hallo? Kann ich Ihnen helfen?“

Ein Windstoß fuhr durch die offene Tür und ließ die abgelegte Jacke des Mannes neben dem Pool Wellen schlagen. Der Stetson, der darauf lag, wackelte leicht.

Der Mann antwortete nicht, sondern konzentrierte sich weiter ganz auf den Hund. Vielleicht hatte er sie nicht gehört?

Tally beeilte sich, näher zum Pool zu kommen. Sie musste ihm helfen, bevor der Gips nass wurde. Und der arme Hund schluckte jetzt schon Wasser und wurde mit jeder Sekunde aufgeregter.

Tally zog die Stiefel aus und schlüpfte aus dem Mantel, bevor sie die Stufen hinunterwatete. „Hallo? Lassen Sie lieber mich den Hund holen, bevor Sie noch ausrutschen oder Ihr Gips nass wird …“

Er warf einen Blick über die Schulter.

Das zog ihr fast den Boden unter den Füßen weg. Seine schwarzen Augen verscheuchten sofort die Kälte und lösten ein Prickeln in ihr aus. Magische Anziehungskraft. Wie geheimnisvoll!

Und was für ein ungeschliffener Sex-Appeal.

Es war nicht fair, dass ein Mann gleichzeitig so gut aussehend und so reich war. Sein dichtes schwarzes Haar lockte sich aufgrund der Feuchtigkeit. Er hatte unglaublich lange Wimpern und seine Augen strahlten Exotik aus. Die festen Umrisse seines Körpers zeugten von Muskeln, die er auf altmodische Art und nicht im Fitnessstudio aufgebaut hatte.

Das ist also mein Boss? Gott steh mir bei.

Das Leben war manchmal nicht fair. Wenn man bedachte, welche Geheimnisse sie hatte, war seine sinnliche Anziehungskraft ein echtes Risiko. Aber sie wollte unbedingt Frieden mit der Vergangenheit schließen und brauchte diesen Job.

Sie schüttelte das ungewollte Begehren ab und konzentrierte sich darauf, weiter in den Pool zu waten und dann an Marshall vorbeizuschwimmen. Das warme Wasser zog an ihren Kleidern.

„Seien Sie vorsichtig“, rief er. Das Wasser in ihren Ohren dämpfte seine tiefe Stimme. „Sonst werden Sie noch gebissen.“

Sie antwortete nicht. Sie hatte gar nicht daran gedacht, dass der verängstigte Hund eine Fremde vielleicht beißen würde. Aber die Gefahr hielt sie nicht auf. Der Hund brauchte Hilfe, und ihr Boss musste seinen Gips trocken halten. Noch etwas, das nicht zu einem märchenhaften Leben passte. Sie musste selbst die Retterin sein.

Sie schwang einen Arm nach vorn und verfehlte den Mischling nur knapp. Hinter sich hörte sie es platschen, als Marshall näher kam.

Der Kopf des Hunds versank. Panik wallte in Tally auf, gefolgt von Entschlossenheit. Sie tauchte unter Wasser und schwamm schnell auf den versinkenden Hund zu. Sie griff mit beiden Händen nach ihm, bekam sein Fell zu fassen und zog das kleine Kerlchen eng an ihre Brust.

Mit kräftigen Beinbewegungen schwamm sie an die Oberfläche und reckte die Arme hoch. Der triefnasse Hund wand sich in ihrem Griff und schnappte nach Luft. Sie bekam wieder Boden unter die Füße und watete zum flachen Ende.

Und knallte direkt gegen eine Stahlwand von nassem Mann.

Ihr Boss war so heiß, dass sie fast schon damit rechnete, dass sein muskulöser Körper das Wasser, das von ihm tropfte, verdampfen lassen würde.

„Entschuldigung“, stotterte sie.

„Da gibt es nichts zu entschuldigen. Sie sind die Heldin des Tages.“ Seine leise Stimme war so sexy wie seine Muskeln.

„Wohl kaum.“ Sie schob sich an ihm vorbei. Sie hatte zu sehr um diese Stelle gekämpft, um sich von einer unberechenbaren Anziehung einen Strich durch die Rechnung machen zu lassen.

Sie ließen sich nebeneinander auf die Poolstufen fallen. Sein Oberschenkel berührte ihren.

„Danke, dass Sie Nugget gerettet haben“, sagte er rau und nahm ihr mit einer Hand das zappelnde Tier ab. Es war kein Welpe, sondern ein ausgewachsener kleiner Hund. „Geht es Ihnen gut?“

„Alles in Ordnung“, sagte sie atemlos und fragte sich, warum sie nicht von ihm abrückte. „Was ist mit Ihrem Gips?“

„Keine Sorge.“ Sein verletzter Arm ruhte auf der Kante des Pools. Den triefnassen Hund hatte er sich unter den anderen Arm geklemmt. „Ich weiß Ihre Hilfe sehr zu schätzen. Nugget ist ausgerutscht und in den Pool gefallen, als wir von einem Spaziergang zurückgekommen sind. Er hat die Orientierung verloren und konnte die Stufen nicht finden.“

Dieser zottelige kleine braune Hund gehörte ihm? Sie hätte damit gerechnet, dass ein Mann wie er sich eine große Rasse hielt, vielleicht einen Jagdhund.

Was für Überraschungen hatte dieser alaskische Ölbaron noch auf Lager?

„Freut mich, dass ich Ihnen helfen konnte“, sagte sie.

„Und Sie sind?“ Er zog eine Augenbraue hoch. Sein Blick huschte kurz über ihr nasses Shirt, was zwar nicht anstößig war, aber sein Interesse verriet.

Und er wusste nicht, wer sie war.

Wie peinlich.

„Ich bin Ihre neue Haushaltshilfe Tallulah Benson. Alle nennen mich Tally.“

Sein Lächeln verflog. Er stieg aus dem Pool. Als er aufstand, tropfte Wasser aus seiner durchnässten Jeans. Der Denimstoff betonte einen der schönsten Pos, die sie je gesehen hatte.

„Ach ja. Sie sind die Frau, die mein Arzt und meine Stiefmutter hinter meinem Rücken angeheuert haben.“

Hinter seinem Rücken? Seine Stiefmutter Jeannie Steele hatte es so klingen lassen, als würde sie ihm nur helfen, die Bewerbungsgespräche zu führen. Tally stand auf. Jetzt, wo sie nass war, kam ihr das Schwimmbad nicht mehr so warm vor. „Ich dachte, Ihr Arm schränkt ihre Bewegungsfreiheit bei manchen Tätigkeiten ein?“ Sie warf einen betonten Blick auf das schimmernde Wasser. „Zum Beispiel beim Schwimmen.“

„Ich wäre schon klargekommen“, behauptete er und ging zu einem Regal, in dem sich gefaltete Handtücher stapelten. „Schlimmstenfalls hätte ich einen neuen Gips gebraucht.“

„Sie hätten es...



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