E-Book, Deutsch, Band 2, 244 Seiten
Reihe: Sinful-Royalty-Reihe
March Sinful Princess
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7363-1033-9
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 2, 244 Seiten
Reihe: Sinful-Royalty-Reihe
ISBN: 978-3-7363-1033-9
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Sie beugt sich nur einem Mann, der stark genug ist, um ihrer würdig zu sein
Temperance Ransom weiß nicht viel über den faszinierenden Mann, der sich Kane nennt und der sie Dinge fühlen und begehren lässt, die sie sich in ihren wildesten Träumen nicht ausmalen konnte. Doch das, was sie weiß, sollte eigentlich genug sein, um sich von Kane fernzuhalten: Er ist geheimnisvoll, undurchschaubar und absolut gefährlich. Für seinen Job hat er seine wahre Identität aufgegeben und führt ein Leben im Schatten. Doch trotz allem kann Temperance der Anziehung, die dieser Mann auf sie ausübt, einfach nicht widerstehen. Denn das, was sie verbindet, ist jede Gefahr wert ...
'Es gibt kaum einen faszinierenderen Mann als diesen Helden. Er ist fordernd, beschützend, gefährlich, tödlich und unberechenbar!' DIRTY GIRL ROMANCE
Band 2 der SINFUL-ROYALTY-Reihe
Meghan March ist eine USA-Today-Bestseller-Autorin von über 15 Liebesromanen. Sie ist spontan, leicht zu beeindrucken und schämt sich kein bisschen dafür, dass sie schmutzige Liebesromane liebt und schreibt. In der Vergangenheit arbeitete sie als Verkäuferin, designte Schmuck und unterrichtete Gesellschaftsrecht. Aber Bücher über mächtige Alphahelden und starke Frauen, die sie in die Knie zwingen, ist vermutlich der beste Job, den sie jemals hatte.
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Weitere Infos & Material
2
Kane
Fünfzehn Jahre zuvor
Der Bus vom Flughafen brauchte verdammt noch mal ewig, aber da ich wollte, dass meine Ankunft eine Überraschung blieb, hatte ich nicht anrufen und mich abholen lassen können. Ich musste praktisch meinen letzten Dollar ausgegeben, um diesen Flug zu erwischen, und meinen Gehaltsscheck von Uncle Sam würde ich erst in ein paar Tagen bekommen. Nicht dass es ein besonders fetter Gehaltsscheck gewesen wäre, wenn man bedachte, was wir durchgemacht hatten.
Deswegen bin ich zur Armee gegangen. Ehre. Vaterland. Pflicht. Das sind Dinge, an die ein Mann glauben kann. Und er kann seine Mutter mit seinem unerwarteten Besuch überraschen.
Der Bus hielt am Bahnhof, und ich wartete, bis zwei alte Damen und ein Kerl ausgestiegen waren. Dann warf ich mir meinen Seesack über die Schulter und stieg die Stufen hinunter. Der Weg bis zum Haus betrug fast zwei Kilometer, aber das war es wert. Ma würde eine Riesenüberraschung erleben.
Ich erwartete nur nicht, dass es mir genauso gehen würde.
Gute zwanzig Minuten später öffnete ich die Hintertür und steckte den Kopf in die Küche. Mas alter Hund Rudy bellte nicht, um meine Ankunft anzukündigen.
Ich schlich ins Haus und schloss die Tür hinter mir. Schließlich hörte ich ein Rascheln aus der Waschküche. Ich bewegte mich mit lautlosen Schritten über den gewienerten Holzfußboden in Richtung des hinteren Flurs, als ihr blonder Kopf aus dem Raum ragte.
»Überraschung!«, rief ich, und sie ließ den vollen Wäschekorb in ihren Händen fallen und schrie. Dann schlug sie sich eine Hand auf den Mund, um den Schrei zu ersticken, und starrte mich an.
»Ma! Was zum Teufel ist passiert? Geht es dir gut?«
Ich trat den Wäschekorb aus dem Weg und ging auf meine Mutter zu. Ihre Lippe war aufgeplatzt, und auf ihrer rechten Wange prangte ein Bluterguss, der deutlich zu sehen war, obwohl sie offenbar versucht hatte, ihn mit Make-up zu überdecken.
»Hattest du einen Unfall? Was ist passiert?«
»Kane, du hast mir nicht gesagt, dass du nach Hause kommst.« Anders als erwartet klang ihre Stimme nicht begeistert.
Ich trat einen Schritt vor und streckte beide Hände aus, um ihr Gesicht zu umfassen. »Ma, was zum Teufel ist passiert?«
Sie wandte ihre hellblauen Augen, die meinen sehr ähnelten, ab. »Nichts. Ich war nur ungeschickt.«
Schauer jagten mir den Rücken hinunter, und die Härchen in meinem Nacken stellten sich auf wie die eines wütenden Hunds. Es gab nur eine mögliche Erklärung, und ich wollte sie auf keinen Fall hören.
Ich schaute ihr für eine Sekunde in die Augen. »Sag mir, dass nicht er das getan hat.«
Sie senkte den Blick zu meiner Brust. »Kane, zieh keine voreiligen Schlüsse. Das nützt niemandem. Du kennst mich. Ich bin inzwischen eine ungeschickte alte Frau.«
»Du bist nicht ungeschickt, und du bist nicht alt. Ich werde diesen Mistkerl verdammt noch mal dafür umbringen, dass er dich geschlagen hat.« Ich ließ ihr Gesicht los, das ich sanft gehalten hatte, um mich umzudrehen. »Ist er bei der Arbeit?«
Sie sah mich an und riss panisch die blauen Augen auf. »Bitte, Kane, das darfst du nicht tun. Denk nicht mal daran.«
»Warum nicht?« Meine Hände zitterten vor Wut, und mein Blut kochte. »Weil das zu einer Gerichtsverhandlung führen würde? Gut. Dann können alle zusehen, wie ich den Richter zu Brei schlage.«
Ich machte einen Schritt, doch sie packte mich am Arm. Ihre perfekt manikürten Nägel bohrten sich in meine Haut.
»Und was wird deiner Meinung nach passieren, wenn du wieder fortgehst? Denkst du, dass es für mich irgendwie besser wird, wenn du ihn verärgerst?«
Ich drehte mich um und spannte den Kiefer an. »Dann werde ich nicht fortgehen.«
Sie zerrte erneut an meinem Arm. »Das musst du. Du wirst dir ein eigenes Leben aufbauen. Und wenn du nicht gehst, wirst du im Gefängnis landen. Ich werde meinen Sohn nicht im Gefängnis besuchen. Hast du mich verstanden?«
»Sag mir, dass es das erste Mal war, dass er dich angerührt hat.« Ich wusste, dass ich ihr nicht glauben würde, egal was sie sagen würde, selbst wenn ich es gewollt hätte. Ich hoffte nur, dass es den Sturm, der in mir tobte, beruhigen würde.
Die feinen Falten um ihren Mund wurden zu tiefen Furchen, als sie die Lippen fest zusammenpresste. Ihre Stimme zitterte, als sie sagte: »Es war meine eigene Schuld. Ich habe seinen Lieblingswhiskey fallen gelassen, und die Flasche ist zerbrochen. Er hatte gerade erst eine schreckliche Gerichtsverhandlung hinter sich. Ich hätte vorsichtiger sein sollen.«
Während ich meiner Mutter zuhörte, wie sie versuchte, die Grobheit meines Stiefvaters zu rechtfertigen, hatte ich das Gefühl, jemand würde mir ein Messer in den Bauch rammen.
»Verlasse ihn, Ma. Sofort. Noch heute.«
Ihre Lippen zitterten. Dann presste sie sie wieder fest zusammen. »Das hat nichts zu bedeuten, Kane. Das schwöre ich. Und ich werde wegen so einer Belanglosigkeit nicht die Scheidung einreichen.«
Belanglosigkeit?
Ich schüttelte den Kopf. »Wie kannst du das nur eine Belanglosigkeit nennen? Er hat dich verdammt noch mal geschlagen. Kein Mann darf aus lauter Wut die Hand gegen eine Frau erheben und sich danach immer noch als Mann bezeichnen. Man muss ihm eine Lektion erteilen, und ich bin zweifellos in der Lage, das zu übernehmen.«
Ihr Griff wurde fester. »Bist du hierher zurückgekommen, um Ärger anzuzetteln und mein Leben noch schwerer zu machen? Denn das wirst du tun, wenn du so weitermachst. Wenn du auch nur einen Funken an mich denkst und willst, dass ich möglichst friedlich weiterleben kann, wirst du so tun, als hättest du nichts gesehen. Ich werde mein Make-up auffrischen, sobald ich dein Zimmer hergerichtet habe.«
Abscheu rauschte durch meinen Körper und vermischte sich mit der Wut. Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Ich würde als Mann nichts mehr gelten, wenn ich das hier einfach so ungestraft zuließ. Aber was für ein Sohn wäre ich, wenn ich gegen ihren Willen handelte?
Ich befreite mich aus ihrem Griff. »Mach dir nicht die Mühe, mein Zimmer herzurichten. Ich werde nicht hierbleiben und diesem armseligen Exemplar von Mann gegenübertreten, ohne ihm die Arme auszureißen und ihn damit zu Tode zu prügeln.«
Sie wurde schlagartig blass. »Kane, bitte. Vergiss das alles einfach. Du darfst ihm gegenüber nichts davon erwähnen. Er steht wegen dieser Gerichtsverhandlung unter großem Stress.«
»Keine Sorge. Ich werde gar nichts zu ihm sagen, weil er mich nicht sehen wird, solange ich hier bin. Dieser Mann ist für mich gestorben.«
»Er ist dein Stiefvater.«
»Er ist ein verdammter Mistkerl. Das ist er schon seit dem Tag, an dem du ihn geheiratet hast.«
»Er hat sich um uns gekümmert, als wir es nötig hatten.«
»Red dir ein, was immer du willst. Ich werde dich hier rausholen, dich in der Nähe der Basis unterbringen, dir jeden Penny von meinem Gehalt geben und dafür sorgen, dass es dir an nichts fehlt. Sag mir einfach, dass du gehen willst, dann packen wir jetzt sofort das Auto voll. Du wirst weg sein, bevor er zum Abendessen nach Hause kommt.«
»Du weißt, dass ich deine Großmutter nicht zurücklassen werde. Sie mag meinen Namen nicht mehr kennen, aber ich bin alles, was sie noch hat.«
»Dann werden wir sie auch mitnehmen.«
Mas Blick wurde hart und verriet mir, dass meine Worte vergeblich waren. »Du solltest dich jetzt waschen, bevor wir zu Abend essen.«
Ich kniff die Augen zu und schüttelte den Kopf. »Ich werde mir eine andere Unterkunft suchen.«
»Kane, warte …«
Ich drehte mich um und marschierte durch den Flur davon.
Mit meinem Seesack über der Schulter ging ich knapp fünf Kilometer zu dem einzigen anderen Ort, der mir einfiel. Als ich die Tür aufschob, kündigte ein Glockenspiel aus abgenutztem Messing mein Eintreten an.
»Bin gleich da!«, rief eine vertraute ruppige Stimme aus dem hinteren Bereich des Ladens.
Ich atmete den Geruch von Schießpulver und Schimmel ein und fühlte mich plötzlich mehr zu Hause als in dem großen, perfekten Haus des Richters, für das Ma ihre ganze Zeit aufwendete, um es in Ordnung zu halten.
Ich durchquerte den Raum, um zu der Vitrine mit den glänzenden Revolvern und mattschwarzen Pistolen zu gelangen. Ich ließ die Finger über die Glasscheibe wandern, starrte auf die Waffen hinunter und wünschte mir, ich hätte eine, um den Richter zur Strecke zu bringen und damit Ma die Entscheidung abzunehmen.
Andererseits hatte sie gesagt, dass sie mich nicht im Gefängnis besuchen würde.
»Was kann ich für Sie tun, mein Junge?« Die vom Rauchen raue Stimme kam von der anderen Seite der Vitrine, und ich schaute auf. »Heilige Scheiße. Kane Savage. Ich hatte keine Ahnung, dass du nach Hause gekommen bist, Soldat.«
Jeremiah Prather, der Inhaber des Bulletproof, salutierte vor mir, und ich erwiderte die Geste.
»Es ist ein Überraschungsbesuch«, sagte ich. Das gezwungene Lächeln, das kurz an meinen Lippen zupfte, erlosch ebenso schnell wieder.
Er ließ den Blick zu der Stelle wandern, an der ich den Seesack auf meiner Schulter so fest umklammert hielt, dass meine Knöchel weiß hervortraten. »Eine Überraschung für deine Ma oder für dich?«
Etwas in seinem Tonfall machte mich nervös. »Weiß etwa die ganze Stadt, dass er sie verprügelt?«
Jeremiah setzte eine reumütige Miene auf....




