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aufgrund unseres Sommerfestes sind wir am 03. September 2026 bis 14 Uhr erreichbar. Am 04. September 2026 sind wir wieder wie gewohnt für Sie da. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Ihr Team von Sack Fachmedien
E-Book, Deutsch, Band 112025, 144 Seiten
Reihe: Julia
Marinelli Die heimliche Sehnsucht des Wüstenprinzen
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7515-3485-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 112025, 144 Seiten
Reihe: Julia
ISBN: 978-3-7515-3485-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Der Scheich muss immer aus Pflicht heiraten, niemals aus Emotionen. So lautet ein altes Gesetz im Wüstenstaat Janana. Denn Liebe macht jeden Herrscher verletzlich. Aber seit Kronprinz Sahir mit der wunderschönen Violet eine sinnliche Nacht verbracht hat, zweifelt er. Jede ihrer Berührungen, jeder heiße Kuss treffen ihn mitten ins Herz. Wagemutig beschließt er, sie zu seiner Königin zu machen. Doch da wird Violet wegen eines schweren Diebstahls verhaftet! Hat er sich so entsetzlich in ihr getäuscht - oder steckt eine Palastintrige dahinter?
Carol Marinelli wurde in England geboren. Gemeinsam mit ihren schottischen Eltern und den beiden Schwestern verbrachte sie viele glückliche Sommermonate in den Highlands. Nach der Schule besuchte Carol einen Sekretärinnenkurs und lernte dabei vor allem eines: Dass sie nie im Leben Sekretärin werden wollte! Also machte sie eine Ausbildung zur Krankenschwester und arbeitete fünf Jahre lang in der Notaufnahme. Doch obwohl Carol ihren Job liebte, zog es sie irgendwann unwiderstehlich in die Ferne. Gemeinsam mit ihrer Schwester reiste sie ein Jahr lang quer durch Australien - und traf dort sechs Wochen vor dem Heimflug auf den Mann ihres Lebens ... Eine sehr kostspielige Verlobungszeit folgte: Lange Briefe, lange Telefonanrufe und noch längere Flüge von England nach Australien. Bis Carol endlich den heiß ersehnten Heiratsantrag bekam und gemeinsam mit ihrem Mann nach Melbourne in Australien zog. Beflügelt von ihrer eigenen Liebesgeschichte, beschloss Carol, mit dem Schreiben romantischer Romane zu beginnen. Doch das erwies sich als gar nicht so einfach. Nacht für Nacht saß sie an ihrer Schreibmaschine und tippte eine Version nach der nächsten, wenn sie sich nicht gerade um ihr neugeborenes Baby kümmern musste. Tagsüber arbeitete sie weiterhin als Krankenschwester, kümmerte sich um den Haushalt und verschickte ihr Manuskript an verschiedene Verlage. Doch niemand schien sich für Carols romantische Geschichten zu interessieren. Bis sich eines Tages eine Lektorin von Harlequin bei ihr meldete: Ihr Roman war akzeptiert worden! Inzwischen ist Carol glückliche Mutter von drei wundervollen Kindern. Ihre Tätigkeit als Krankenschwester hat sie aufgegeben, um sich ganz dem Schreiben widmen zu können. Dafür arbeiten ihre weltweit sehr beliebten ihre Heldinnen häufig im Krankenhaus. Und immer wieder findet sich unter Carols Helden ein höchst anziehender Australier, der eine junge Engländerin mitnimmt - in das Land der Liebe ...
Weitere Infos & Material
PROLOG
„Nicht so schnell, Sahir“, rief Königin Anousheh von Janana ihrem Sohn zu. Die uralten, in den Felsen gehauenen Stufen waren zu schmal, um nebeneinander zu gehen.
Sahir blieb stehen und wartete. Natürlich trug seine herrlich exzentrische Mutter auch für diese strapaziöse Wanderung ein elegantes Gewand und mit Juwelen besetzte Schuhe. Eigentlich fühlte er sich mit seinen dreizehn Jahren zu erwachsen für das jährliche Picknick, auf dem seine Mutter bestand. Außerdem hatte er Angst vor dem unangenehmen Gespräch, das er mit ihr führen musste, wenn sie ihr Ziel erreicht hatten.
Genau wie seine jüngeren Geschwister war Sahir mit dem vagen Wissen aufgewachsen, dass ihre Mutter einen „engen Vertrauten“ hatte – was immer das bedeutete. Als Thronerbe bekam Sahir in den Sommerferien Unterricht, was das königliche Protokoll und die komplizierten Gesetze von Janana betraf. Vor ein paar Jahren hatte er entdeckt, dass ihre Mutter einen Geliebten hatte, sein Wissen aber für sich behalten. Doch wegen des indiskreten Verhaltens ihrer Mutter waren seine jüngeren Geschwister in diesem Sommer von selbst darauf gekommen. Jemand musste ihr etwas sagen!
„Du musst das tun“, hatte Ibrahim verlangt. „Schließlich wirst du einmal König.“
„Mama wird Papa verlassen!“, hatte Jasmine geschluchzt. „Der arme Papa!“
„Nein, wird sie nicht“, hatte Sahir seine Schwester beruhigt. „Laut Gesetz darf die Königin einen Vertrauten haben. Außerdem könnte unser Vater …“ Er verstummte. Wenn er Jasmine sagte, dass ihr Vater eine Haziyya – eine Zweitfrau – haben durfte, würde sie sich nur noch mehr aufregen. Außerdem konnte er sich nicht vorstellen, dass der strenge König dieses Gesetz nutzte.
„Papa sollte freundlicher zu ihr sein“, schimpfte Ibrahim.
„Er hat eine Menge zu tun“, erinnerte Sahir ihn scharf. „Der König muss den Frieden für unser Land sichern.“
Als Kinder hatten sie ihre Mutter oft sticheln gehört, wenn sie sich ignoriert fühlte. Ihr Vertrauter würde ihr wenigstens zuhören und bemerken, was sie trug. In diesem Sommer hatte sich die Situation zugespitzt. Eines Nachts hatte Ibrahim sie gesehen, geschminkt und mit Juwelen geschmückt. Und als Jasmine nach einem Alptraum ins Schlafzimmer ihrer Mutter hatte flüchten wollen, war die Tür verschlossen gewesen.
„Es hat ewig gedauert, bis sie an die Tür kam“, hatte Jasmine hinterher weinend erzählt. „Und dann hat sie mich nicht einmal hineingelassen, sondern mich zurück ins Bett geschickt.“
Was Sahir größere Sorgen bereitete, war der säuerliche Ausdruck auf dem Gesicht seines Leibwächters Aadil, als eine großzügige Lieferung für die Königin eintraf. Aadils Vater war Chefberater des Königs. Wenn der König davon erfuhr … Sahir wusste, dass es erlaubt war, einen Vertrauten zu haben. Aber alle Parteien mussten dabei äußerst diskret vorgehen. Und das tat Königin Anousheh leider nicht mehr.
„Oh, Sahir …“ Seine Mutter war außer Atem, als sie oben ankamen. Doch sie erholte sich, während Sahir den Teppich und die Decken ausbreitete, die er schon früher hinaufgetragen hatte. „Das sieht wunderbar aus“, lobte sie ihn. „Es ist gut, wenn du lernst, das ohne Diener zu tun.“
„In der Schule mache ich mein Bett selbst.“ Er öffnete den Picknickkorb, den er die Treppe hinaufgeschleppt hatte, und schenkte seiner Mutter einen Eistee ein. „Hier.“
„Danke.“ Durstig trank sie. „Ich meinte, es ist gut, wenn du diese besonderen Orte kennst.“
Sahir verdrehte die Augen. Letztes Jahr hatten sie eine staubige Palasttreppe erklommen, das Jahr davor einige Höhlen erforscht. „Die Orte, die du mir zeigst, sind nahezu unerreichbar.“
„Genau.“ Seine Mutter lächelte. „Dort kannst du Dinge tun, ohne dass andere davon wissen. Vielleicht möchtest du eines Tages etwas Privatsphäre genießen.“
Ausgerechnet unsere Mutter spricht von Privatsphäre, dachte Sahir, als sie sich setzten, Eistee tranken und die Leckereien aßen, die er besorgt hatte. Dabei versuchte seine Mutter, mit ihrem schweigsamen Sohn über sein Leben in London, die Schule und seine Freunde zu reden.
„Schade, dass Carter dieses Jahr nicht kommen konnte.“
„Er verbringt den Sommer auf Borneo bei seinem Großvater.“
„Armer Carter. Die ganze Familie auf so tragische Weise zu verlieren.“ Sie seufzte. „Spricht er manchmal von ihnen?“
„Nein. Nie.“ Sahir schüttelte den Kopf. Vor einigen Jahren waren die Mutter und der kleine Bruder seines Freundes von einem Krokodil getötet worden. Der Vater war bei dem Versuch, beide zu retten, ebenfalls umgekommen. Sahir wusste nur, was in der Presse berichtet worden war. Carter hatte nie darüber gesprochen. „Manchmal scheint es, als hätte er sie vergessen.“
„Das hat er nicht“, erklärte seine Mutter bestimmt. „Sei für ihn da, Sahir. Lade ihn in den Ferien und zu Festen zu uns ein. Sprich ihre Namen aus …“
„Das habe ich versucht.“
„Du wirst wissen, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist.“
Hinter dem Palast glühte die Wüste in einem feurigen Orange. Die Wellen des Ozeans brachen sich an den Felsen unter ihnen. Sahir schaute auf die Stadt. Janana war ein Land der Kontraste – wunderschön und gnadenlos, mächtig und zerbrechlich. Er kannte die Geschichte seines Landes. Sein Vater war distanziert und unnahbar. Dennoch war Sahir sehr stolz auf ihn. König Babek von Janana hatte lange und hart gekämpft und eine florierende Hauptstadt mit einem zentralen Geschäftsviertel, modernen Krankenhäusern, Hotels und Designerläden aufgebaut, obwohl die Älteren und der Rat strikt dagegen gewesen waren. Königin Anoushehs Leidenschaft galt der alten Stadt und der Wüste.
Sie schauten auf den Palast mit der prachtvollen antiken Zitadelle. Von diesem Aussichtspunkt aus war die Setarah – die sternförmige Struktur – deutlich zu erkennen. Die versteckten Gänge und Treppen, die zu dem nicht überdachten zentralen Turm mit seinem wunderbaren Blick auf den Nachthimmel führten, blieben jedoch im Verborgenen.
Vor einigen Jahrhunderten hatte ein gewaltiges Erdbeben Janana verwüstet. Ganze Dörfer wurden dem Erdboden gleichgemacht. Auch der Palast war betroffen. Ein Flügel stürzte ein und begrub die Königin und viele ihrer Diener unter sich. Kurz nach dem Erdbeben nahm der damalige König sich das Leben und stürzte das ohnehin schon angeschlagene Land damit in noch größeres Chaos. Um derartige Tragödien fortan zu verhindern, wurden die Ehegesetze geändert. Alle zukünftigen Könige oder Königinnen durften nur eine Leidenschaft haben – das Königreich Janana. Liebe war etwas für das gemeine Volk, nicht für Herrscher.
„Das ist so ein Schandfleck“, sagte seine Mutter mit Blick auf den zerstörten Flügel.
„Er dient als Mahnmal.“ Sahir wiederholte, was er gelernt hatte. „Das Herz des Herrschers darf nur seinem Land gehören.“
„Sobald dein Vater den Frieden ausgehandelt hat, werde ich dafür kämpfen, dass der Flügel restauriert wird und in seinem alten Glanz wiedererstrahlt.“ Seine Mutter hatte immer große Pläne. „Ich weiß, dass es dem Monarchen verboten ist zu lieben, Sahir. Aber ich glaube, dass ein Herz zum Teilen da ist.“
„Ja. Das Herz eines Königs muss all seinen Untertanen gleichermaßen gehören.“
„Ich will, dass du mir zuhörst.“ Seine Mutter stellte ihren Eistee ab. „Nur weil du einmal König sein wirst, heißt das nicht, dass du allem zustimmen musst, was die Älteren …“
„Ich stimme ihnen auch nicht immer zu“, fiel Sahir ihr ins Wort. Ihm war bewusst, dass seine Mutter einsam war. Aber er verstand auch die Anforderungen an seinen Vater. „Ich lerne. Noch bin ich nicht König, und bis dahin halte ich mich an die Regeln. Das tust du doch auch! Besonders an die, die dir gefallen.“
„Wie bitte?“
„Deine Diskretion lässt zu wünschen übrig.“
„Sahir?“ Sie legte den Kopf schief und sah ihn mit ihren haselnussbraunen Augen an. „Was willst du damit sagen?“
Sahir hielt ihrem Blick stand. Er wollte seinen Schmerz über dieses Gespräch nicht offenbaren. „Im Palast ist kein Platz für einen unvorsichtigen Vertrauten.“
Zu seiner Überraschung lachte sie. So sehr, dass ihr die Tränen kamen. „Oh, Sahir. Manchmal bist du so bieder – genau wie dein Vater.“
„Er ist der König!“
„Jaja.“ Sie wurde wieder ernst. „Du hast recht.“
„Mutter, bitte sei vorsichtiger.“ Seine Stimme brach. Er hatte alles getan, um Jasmine zu beruhigen, aber insgeheim fürchtete auch er sich vor dem, was geschehen könnte.
„Es war richtig, mit mir darüber zu reden, Sahir.“ Sie umfasste sein Kinn. „Ich kümmere mich darum. Und nun lass uns unser Picknick genießen. Morgen fliegst du nach London zurück, und bald beginnt die Schule wieder.“
Sahir nickte, dann runzelte er die Stirn. Seine Mutter hatte plötzlich Nasenbluten. „Mutter, du blutest.“
„Sicher von dem steilen Anstieg.“ Sie nahm eine Serviette. „Haben wir noch Eis?“
„Natürlich.“ Er fühlte sich schrecklich. „Ich hätte nichts sagen sollen.“
„Mir geht es gut, Sahir.“ Sie legte einen Arm um seine Schultern. „Ich...




