Marks | IT Service Continuity Management | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 592 Seiten

Marks IT Service Continuity Management

Prävention, IT-Notfallvorsorge, Resilienz
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-367-11685-0
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Prävention, IT-Notfallvorsorge, Resilienz

E-Book, Deutsch, 592 Seiten

ISBN: 978-3-367-11685-0
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Sicherheit und Zuverlässigkeit in der IT

Bei der Arbeit mit modernen IT-Infrastrukturen sind Sicherheit und Zuverlässigkeit die größten Tugenden. Gutes IT Service Continuity Management (ITSCM) sorgt dafür, dass Sie vor Ausfällen und Störungen gewappnet sind und Ihre geschäftskritischen IT-Services immer im Griff haben. In diesem Leitfaden zeigt Ihnen IT-Experte Frank M. Marks, wie Sie ein effektives ITSCM planen , implementieren und betreiben. Sie erfahren, wie Sie kritische Services identifizieren und absichern, IT-Risiken systematisch bewerten und minimieren, IT-Notfallpläne entwickeln und praktisch testen, Wiederanlaufzeiten optimieren und Compliance-Anforderungen erfüllen – und zwar ohne verkopfte Theorie, sondern mit vielen praktischen Beispielen , Templates und bewährten Tipps für die Umsetzung.

  • Gut vorbereitet auf IT-Ausfälle und Service-Unterbrechungen
  • Gap-Analyse, IT-Risikomanagement, Organisation, Rollen und Prozesse, Übungen
  • Mit Vorlagen zum Download und Tipps aus der Praxis

Aus dem Inhalt:

  • Prävention und Resilienz
  • Policy und Ziele
  • Schnittstellen: BCM, ISM, SLM, Risikomanagement und mehr
  • Prozesse definieren
  • Awareness herstellen
  • Gap-Analyse durchführen
  • Maßnahmen zur IT-Notfallvorsorge
  • Den Worst Case planen
  • Übungen und Tests
  • Dokumentation und Handbuch
  • Outsourcing und Tools
  • Qualitätsmessung und Controlling
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


  Materialien zum Buch ... 19

  1.  Einführung: Ihr Weg durch dieses Buch ... 21


       1.1 ... Besonderheiten dieses Ratgebers ... 24

       1.2 ... Ich möchte mich kurz vorstellen: Wer schreibt dieses Buch? ... 25

       1.3 ... Was Sie schon wissen sollten und was Sie lernen werden ... 27

  2.  Motivation, Vorgaben und Anforderungen an ein ITSCM ... 29


       2.1 ... Was ist ITSCM? ... 32

       2.2 ... Ziele und Zweck eines ITSCM: Der Nutzen ... 34

       2.3 ... Was ist kein ITSCM? ... 40

       2.4 ... ITSCM und ITSCMS ... 44

       2.5 ... Der Zeitfaktor für die Umsetzung eines ITSCM ... 45

       2.6 ... Anforderungen und Erwartungen an ein ITSCM ... 45

       2.7 ... Regularien und Vorgaben aus Normen und Gesetzen ... 46

       2.8 ... Meldepflichten ... 53

       2.9 ... Zertifizierung im ITSCM ... 54

       2.10 ... Woran können Sie sich grundsätzlich orientieren? ... 55

       2.11 ... Weitere Vorgehensweise und Übungen ... 56

  3.  Auf in die Praxis: Wie wird das ITSCM umgesetzt? ... 57


       3.1 ... Offizielle Benennung einer verantwortlichen Person ... 57

       3.2 ... Aufbau und Schulung des verantwortlichen Mitarbeiters ... 59

       3.3 ... Wo sollte das ITSCM organisatorisch verortet werden? ... 71

       3.4 ... Weitere Vorgehensweise und Übungen ... 77

  4.  Die Policy schreiben: Der Arbeitsauftrag ... 79


       4.1 ... Den Zweck und die Ziele eines ITSCM definieren ... 80

       4.2 ... Den Geltungsbereich bestimmen ... 81

       4.3 ... Allgemeine Definitionen ... 82

       4.4 ... Prozesse beschreiben ... 91

       4.5 ... Die Organisation für den Normal- und den Notbetrieb beschreiben ... 91

       4.6 ... Die wichtigsten Schnittstellen im Tagesgeschäft in Kurzform vorstellen ... 92

       4.7 ... Die fünf Standard-Worst-Case-Szenarien kurz benennen ... 93

       4.8 ... Scoping: den Umfang eines ITSCM definieren ... 94

       4.9 ... Awareness-Maßnahmen und -Ziele kurz beschreiben ... 95

       4.10 ... Die Ressourcenfrage klären: Personal, Schulungen, Budget ... 96

       4.11 ... Die Sicherheit der Dokumentationen beschreiben ... 98

       4.12 ... Unterschrift und Commitment ... 99

       4.13 ... Mitgeltende Dokumente aufführen ... 101

       4.14 ... Weitere Vorgehensweise und Übungsaufgaben ... 101

  5.  Das ITSCM in Ihrer Organisation: Die Ist-Aufnahme ... 103


       5.1 ... Die Bestandsaufnahme: Der Ist-Stand ... 104

       5.2 ... Ist ein Business Continuity Management (BCM) vorhanden? ... 105

       5.3 ... Ist ein Informationssicherheitsmanagement (ISM) vorhanden? ... 113

       5.4 ... Ist ein Change-Management (CM oder ChM) vorhanden? ... 115

       5.5 ... Ist ein Service-Level-Management (SLM) vorhanden? ... 116

       5.6 ... Gab es schon mal ein ITSCM? ... 116

       5.7 ... Ist ein Risikomanagement (RM) vorhanden? ... 118

       5.8 ... Ist ein Resilienz-Management (ReM) vorhanden? ... 119

       5.9 ... Ist ein Lieferanten- bzw. Dienstleistermanagement vorhanden? ... 119

       5.10 ... Ist eine Configuration Management Database (CMDB) vorhanden? ... 120

       5.11 ... Ist ein Skill- und Kapazitätsmanagement vorhanden? ... 120

       5.12 ... Ist ein IT-Architektur-Management (IT-AM) vorhanden? ... 120

       5.13 ... Vorhandene IT-Infrastrukturpläne sammeln und sichten ... 121

       5.14 ... Technikbereiche zu wichtigen IT-Services und IT-Infrastrukturen befragen ... 124

       5.15 ... Service-Desk (SD), Help-Desk (HD) und Hotline befragen ... 125

       5.16 ... Weitere Informationsquellen (Presse, Fachzeitschriften, Newsletter) ... 125

       5.17 ... Konsolidierung der Informationen ... 125

       5.18 ... Weitere Vorgehensweise und Übungen ... 126

  6.  Das ITSCM planen: Der Soll-Zustand ... 127


       6.1 ... Der Ist/Soll-Abgleich ... 128

       6.2 ... Erste Vorsorgemaßnahmen dokumentieren ... 129

       6.3 ... ITSCM in der Kultur Ihrer Organisation etablieren ... 131

       6.4 ... Weitere Vorgehensweise und Übungen ... 131

  7.  Die ITSCM-Organisation aufbauen ... 133


       7.1 ... Der Zeitfaktor für den Aufbau ... 133

       7.2 ... Kosten und Ressourcen ... 135

       7.3 ... Stellen besetzen (aber wen zuerst?) ... 136

       7.4 ... Mitarbeiter schulen ... 138

       7.5 ... Rollen definieren und detailliert beschreiben (Langfassung) ... 138

       7.6 ... Dokumente für den Normalbetrieb ... 153

       7.7 ... Dokumente für den Notbetrieb ... 165

       7.8 ... Wie organisiert man sich als ITSCM-Team? ... 173

       7.9 ... Weitere Vorgehensweise und Übungen ... 181

  8.  Awareness (Bewusstsein) organisationsweit aufbauen ... 183


       8.1 ... Awareness herstellen ... 185

       8.2 ... Werbung ... 187

       8.3 ... Infoveranstaltungen: Vorträge, Schulungen, Workshops, Onboarding etc. ... 191

       8.4 ... Sprechstunden oder offener Austausch ... 194

       8.5 ... Awareness adressatengerecht und auf unterschiedlichen Ebenen vermitteln ... 195

       8.6 ... Fazit ... 197

       8.7 ... Weitere Vorgehensweise und Übungen ... 198

  9.  Den ITSCM-Prozess definieren ... 199


       9.1 ... Den ITSCM-Prozess oder -Teilprozess beschreiben ... 200

       9.2 ... Der ITSCM-Lifecycle ... 203

       9.3 ... Der PDCA-Zyklus ... 209

       9.4 ... Den Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) beschreiben ... 210

       9.5 ... Reifegradmodell aufbauen ... 214

       9.6 ... Weitere Vorgehensweise und Übungen ... 216

10.  Vernetzungen und Schnittstellen (intern und extern) ... 219


       10.1 ... Interne Vernetzung ... 219

       10.2 ... Externe Vernetzung ... 255

       10.3 ... Weitere Vorgehensweise und Übungen ... 259

11.  Die Gap-Analyse (Lücken- oder Differenzanalyse) ... 261


       11.1 ... Sinn und Zweck einer Gap-Analyse ... 263

       11.2 ... Mit Soll-Vorgaben eine Gap-Analyse durchführen ... 264

       11.3 ... Ohne Soll-Vorgaben eine Gap-Analyse durchführen ... 274

       11.4 ... Vorbereitung der Gap-Analyse ... 284

       11.5 ... Durchführung einer Gap-Analyse ... 288

       11.6 ... Auswertung einer Gap-Analyse ... 293

       11.7 ... Reporting an den Prozess-Owner (Sponsor, BCM etc.) ... 295

       11.8 ... Weitere Vorgehensweise und Übungen ... 297

12.  IT-Notfallvorsorgemaßnahmen (inklusive Tracking) ... 299


       12.1 ... Allgemeines Vorgehen ... 299

       12.2 ... IT-Notfallvorsorgemaßnahmenverfolgung aufbauen ... 301

       12.3 ... Weitere Vorgehensweise und Übungen ... 306

13.  IT-Risikomanagement (RA, BA) ... 307


       13.1 ... Auf BCM- oder ISM-Ergebnisse verweisen ... 308

       13.2 ... Als ITSCM eine Bedrohungsanalyse (BA) durchführen? ... 309

       13.3 ... Was macht man nun mit den ganzen Ergebnissen? ... 311

       13.4 ... Allgemeines Risikomanagement (RM) ... 311

       13.5 ... Praxisbeispiel: Eine Risikomeldung ... 313

       13.6 ... Weitere Vorgehensweise und Übungen ... 314

14.  Worst-Case-Szenarien (WCS) ... 315


       14.1 ... Was sind Worst-Case-Szenarien? ... 316

       14.2 ... Beispiele für Worst-Case-Szenarien ... 317

       14.3 ... Alternativen zu Worst-Case-Szenarien (Ansatz und Ideen) ... 333

       14.4 ... Weitere Vorgehensweise und Übungen ... 335

15.  Übungen und Tests ... 337


       15.1 ... Strategie, Konzept und Plan: Was wird wann wie getestet? ... 339

       15.2 ... Psychologische Aspekte und Soft-Skills beachten ... 342

       15.3 ... Anforderungen an Übungen und Tests ... 343

       15.4 ... Test-Arten definieren ... 349

       15.5 ... Erhöhung der Resilienz durch Übungen und Tests ... 354

       15.6 ... Weitere Vorgehensweise und Übungen ... 355

16.  Meldetechniken und Alarmierungsverfahren (Wege und Kanäle) ... 357


       16.1 ... Welche Alarmierungsverfahren gibt es? ... 358

       16.2 ... Welche zusätzlichen Alarmierungsverfahren sollte es geben? ... 359

       16.3 ... Wer muss wie wann und worüber informiert werden? ... 359

       16.4 ... Weitere Vorgehensweise und Übungen ... 359

17.  Notfallvorsorge durch Resilienz ... 361


       17.1 ... Technische Resilienz herstellen -- aber wie? ... 363

       17.2 ... Nicht technische Resilienz ... 385

       17.3 ... Weitere Vorgehensweise und Übungen ... 391

18.  Interne und externe (Notfall-)Kommunikation ... 393


       18.1 ... Wer soll kommunizieren? ... 393

       18.2 ... Strategien für die Kommunikation ... 394

       18.3 ... Kommunikationsrollen beschreiben ... 396

       18.4 ... Kollaborationstools und Kommunikationstools (inklusive Ausweichtools) festlegen ... 396

       18.5 ... Kommunikationswege und Kanäle beschreiben (inklusive Ausweichmöglichkeiten) ... 400

       18.6 ... Notfallkommunikation ... 401

       18.7 ... Notfallalarmierungstools ... 403

       18.8 ... Weitere Vorgehensweise und Übungen ... 405

19.  Das ITSCM-Handbuch erstellen ... 407


       19.1 ... Die Vor- und Nachteile eines ITSCM-Handbuches ... 409

       19.2 ... Inhalte und Aufbau eines ITSCM-Handbuchs ... 411

       19.3 ... Notfallbackup des ITSCM-Handbuches ... 428

       19.4 ... Weitere Vorgehensweise ... 428

20.  Das Tool ... 431


       20.1 ... Das Tool den Prozessen anpassen oder die Prozesse dem Tool? ... 431

       20.2 ... Warum brauchen Sie ein Tool? ... 433

       20.3 ... SaaS oder On Prem? ... 436

       20.4 ... Einführung eines Tools ... 438

       20.5 ... Betrieb eines Tools ... 442

       20.6 ... Exit-Strategie festlegen ... 443

       20.7 ... Einige Anbieter ... 443

       20.8 ... Weitere Vorgehensweise und Übungen ... 446

21.  Dokumentationen ... 449


       21.1 ... Notfallbackup der wichtigsten ITSCM-Dokumente ... 452

       21.2 ... Dokument-Arten ... 454

       21.3 ... Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) für die Dokumentation ... 459

       21.4 ... Abhängigkeit der Dokumente (Dokumentenpyramide) ... 459

       21.5 ... Die Dokumentenablage (Wo?, Wer?, Aktualität?) ... 461

       21.6 ... Reporting an Prozess-Owner, Prozess-Sponsor, BCM und ISM ... 463

       21.7 ... Weitere Vorgehensweise und Übungen ... 464

22.  Datenschutz und Datensicherheit ... 465


       22.1 ... Das Sicherheitskonzept ... 465

       22.2 ... Archivierung und Aufbewahrungsfristen ... 466

       22.3 ... Weitere Vorgehensweise und Übungen ... 467

23.  Outsourcing eines ITSCM ... 469


       23.1 ... Vorteile ... 470

       23.2 ... Nachteile ... 471

       23.3 ... Ist Outsourcing eine Alternative? ... 473

       23.4 ... Weitere Vorgehensweise und Übungen ... 474

24.  Stolpersteine bei Einführung und Betrieb eines ITSCM ... 475


       24.1 ... Falsche Erwartungshaltungen ... 475

       24.2 ... Zu viele parallele Aufgaben ... 476

       24.3 ... Unklarer Auftrag bzw. unklare Aufgaben ... 476

       24.4 ... Doppelrollen ... 477

       24.5 ... Nebenbei arbeiten ... 478

       24.6 ... Fehlendes Commitment ... 478

       24.7 ... Die häufigsten Probleme im ITSCM ... 479

       24.8 ... Weitere Vorgehensweise und Übungen ... 481

25.  Qualitätsmessung und Controlling ... 483


       25.1 ... Self-Assessment ... 483

       25.2 ... Kennzahlen-Erhebung (KPIs) ... 484

       25.3 ... Metriken ... 486

       25.4 ... Reifegradmodell ... 487

       25.5 ... Audit ... 488

       25.6 ... Finaler Check-up ... 491

       25.7 ... Weitere Vorgehensweise und Übungen ... 496

26.  Cloud-Systeme im ITSCM ... 499


       26.1 ... Resilienz durch die Cloud ... 500

       26.2 ... Die Aufgaben des ITSCM ... 503

       26.3 ... Cloud-Systeme überwachen ... 505

       26.4 ... Weitere Vorgehensweise und Übungen ... 508

27.  Ausblick: To the future ... ... 509


       27.1 ... Trends ... 510

       27.2 ... Megatrends ... 514

       27.3 ... ITSCM und KI ... 518

       27.4 ... Weitere Vorgehensweise und Übungen ... 527

28.  Schlussworte: Danke, und bis bald! ... 529


       28.1 ... Danksagungen ... 529

       28.2 ... Feedback ... 531

       28.3 ... Fazit ... 531

       28.4 ... Bis bald! ... 534

Anhang A.  Wichtige Links ... 537

Anhang B.  Glossar ... 539

Anhang C.  Lösungen zu den Übungsaufgaben ... 581

  Index ... 583


1    Einführung: Ihr Weg durch dieses Buch


Sie werden sich bestimmt fragen, warum jemand ein Buch über das Thema IT Service Continuity Management (ITSCM) schreibt? Die Antwort ist einfach:

Die Zuverlässigkeit von Diensten, die von IT-Systemen bereitgestellt werden, ist heute wichtiger denn je. Die Zeiten sind vorbei, in denen man es einfach schulterzuckend hinnehmen konnte, wenn irgendein System nicht wie gewünscht funktionierte. Wenn heute IT-Services nicht zuverlässig arbeiten, fällt die Bahn aus und es leeren sich die Regale im Supermarkt.

Hinzu kommt, dass es im deutschsprachigen Raum noch kein Buch über das ITSCM und seine Anwendung in der Praxis gibt! Meist wird das ITSCM nur in einem Nebensatz im Umfeld des Business Continuity Managements (BCM), im Informationssicherheitsmanagement (ISM) oder im deutschen BSI-Standard 200-4 angesprochen. Auch der ISO-Standard 27031, aus dem das ITSCM maßgeblich entstanden ist, ist für Unerfahrene[ 1 ] recht kryptisch und sehr offen formuliert.

Wenn Sie ein ITSCM in Ihrer Organisation einführen wollen oder müssen, waren Sie bis jetzt auf der Suche nach detaillierteren Informationen, an denen Sie sich entlanghangeln können, auf sich allein gestellt. Genau diese Informationen, mit praktischen Beispielen verknüpft und durch Tipps und Tricks ergänzt, möchte ich Ihnen mit auf Ihren interessanten Weg geben.

[»]  Hinweis


Betrachten Sie diesen Ratgeber als eine Art »Kaufhaus«: Es gibt viele Regale, aus denen Sie sehr interessante oder aktuell notwendige Artikel nehmen können. Vielleicht wollen Sie auch einfach mal kurz die Produktbeschreibung durchlesen.

Es wird aber auch Artikel geben, die Sie aktuell nicht brauchen, die Sie schon kennen oder die jetzt nicht interessant für Sie sind. In dem Fall lassen Sie diese Sachen einfach im Regal liegen. Aber eines kann ich Ihnen versprechen: Bei jedem Besuch dieses »Kaufhauses«, werden Sie weitere interessante Artikel aus den Regalen nehmen oder auch mal etwas Neues ausprobieren. Sie werden sehen, es wird sich lohnen.

Aber was ist überhaupt ein ITSCM? Welchen Nutzen hat eine Organisation davon, es einzuführen und dauerhaft zu betreiben? Was ist sein Mehrwert? Wo ist es organisatorisch optimal anzusiedeln bzw. anzugliedern? Was sind die Kernaufgaben eines ITSCM? Welche Schnittstellen hat es? Was muss schon alles vorhanden sein? Welche Ressourcen werden überhaupt dafür benötigt? Was kostet das eine Organisation?

Fragen über Fragen! Die sollten Sie aber nicht abschrecken, dieses neue und hochkomplexe, aber immer wichtiger werdende Thema anzugehen.

Denn all das (und vieles mehr) werde ich Ihnen in diesem praxisorientierten Ratgeber anhand von vielen Beispielen erklären.

An dieser Stelle möchte ich noch kurz erklären, warum ich kein reines Fachbuch geschrieben habe, sondern die Form eines Ratgebers gewählt habe: In vielen Fachbüchern werden die Themen sehr sachlich, nüchtern, ja geradezu staubtrocken analytisch, akademisch und auf pures Fachwissen hin fokussiert vermittelt. Oft finden Sie dort eine qualitativ hochwertige und logische Aneinanderreihung von reinen Fakten – das ist auch gut so. Ich habe in meiner fast 40-jährigen beruflichen Laufbahn weit über 300 Fachbücher gelesen. Einige ihrer Autoren haben sich aber wie in einem Wettbewerb darin überboten, den kompliziertesten Text mit den »fancysten« Buzzwords zu schreiben, um damit das Publikum und die Mitbewerber zu beeindrucken. Das entspricht absolut nicht meiner Art.

Zudem müssen die meisten Fachbücher eine ganze Reihe an Fachbegriffen und auch Basiswissen voraussetzen, um den Stoff in einer angemessenen Dichte zu behandeln. Viel zu selten wird auf Anfänger oder interessierte Menschen eingegangen, die sich einem Thema ohne Vorwissen nähern wollen. In meinem Erstlingswerk (und das ist es nun mal) möchte ich mich »meinem« Thema aber ohne »gedankliches Korsett« nähern und es von Beginn an beschreiben. Das führt (hoffentlich) dazu, dass es Ihnen Spaß macht, mein Buch zu lesen – es hat mir auch beim Schreiben Spaß gemacht. Mein Ziel ist es also, dass nichts vorausgesetzt wird und dass alles sehr lesefreundlich und verständlich erklärt wird.

[»]  Hinweis


Ich habe das Buch so konzipiert, das es als Nachschlagewerk, als eine Art Kompendium funktioniert. Mein primäres Ziel war es aber, in ihm ergänzende und praktische Informationen zu vorangegangenen Schulungen, Fort- und Weiterbildungen anzubieten. Diese Schulungen haben einen engen zeitlichen Rahmen, in dem viele Themen besprochen werden, und natürlich können dann nicht alle Themen vollumfänglich erläutert werden. Das ist auch nicht das Ziel solcher Schulungen, denn in ihnen geht es mehr um eine theoretische (Grund-)Wissensvermittlung.

Nach der Vermittlung der Grundlagen möchte ich in diesem Ratgeber da weitermachen, wo Schulungen meistens enden. Das Buch soll also eine optimale Ergänzung zu Schulungen sein oder Ihnen als Vorbereitung auf sie dienen. Diese Art der Vermittlung kann und möchte ich aber nicht durch dieses Buch ersetzen.

Besonders wichtig ist mir, dass Sie dieses Buch in Ihrem Berufsalltag nutzen können und es Ihnen bei der Arbeit weiterhilft. Dazu finden Sie einige Templates (also Vorlagen) zum Download, die Sie für Ihre Organisation anpassen und frei nutzen können.

Ich werde dort, wo es passt, Grafiken einfügen, um die Informationen visuell zu unterstützen. Denn manchmal sagt ein Bild doch mehr als 1000 Worte.

Ab und zu nutze ich die Form des Storytellings, um einige Inhalte in Beispielgeschichten zu verpacken. Oft lässt sich so etwas noch besser im Gedächtnis abspeichern. Das Storytelling (auf Deutsch »Geschichten erzählen«) ist eine anerkannte Methode, bei der durch den Einsatz von kurzen Geschichten Informationen vermittelt werden. Sie wird vor allem im Wissensmanagement verwendet.

Sie müssen diesen Ratgeber nicht stur von vorn bis hinten komplett durchlesen, obwohl ich das allen empfehlen möchte, die sich neu mit dem Thema ITSCM beschäftigen. Für sie habe ich einen roten Faden erarbeitet. Dieser gibt eine (für mich) optimale Reihenfolge der Tätigkeiten vor, wenn Sie wirklich bei null anfangen müssen. Somit können Sie sich langsam und Ihren Ressourcen (Zeit, Personal, Budget etc.) entsprechend zu einem praxisorientierten und funktionierenden ITSCM entwickeln.

Falls Sie jedoch schon Erfahrungen im ITSCM gesammelt haben oder dort aktiv arbeiten, können Sie diesen Ratgeber natürlich gerne als Nachschlagwerk nutzen, um diejenigen Kapitel zu lesen, die Sie aktuell interessieren.

[ ! ]  Viele Wege führen nach Rom!


Der hier beschriebene Weg ist eine Möglichkeit, ein ITSCM zu planen, aufzubauen, zu betreiben und zu optimieren. Es gibt aber noch zig andere Variationen. Zu unterschiedlich sind die Organisationen, ihre Einsatzzwecke, ihre Erwartungshaltungen, ihr Budget, ihr Umfeld, ihre Kritikalität, ihre Anforderungen, ihre Ziele und natürlich die Menschen, die dort arbeiten. Das bedeutet, es kann nicht den einen wahren Weg geben. Es wäre unseriös, diesen Eindruck zu vermitteln. Stattdessen müssen Sie einen Ansatz finden, der für Sie und Ihre Organisation funktioniert. Ich bin mir ganz sicher, dass das klappt.


Marks, Frank M.
Frank M. Marks ist seit fast 40 Jahren in der IT tätig. Nachdem er als Netzwerktechniker in einem RZ angefangen hat, ging seine berufliche Reise als Projektmanager und Senior Consultant (bei IBM und Siemens) bis hin zur aktuellen Position weiter. Nun ist er verantwortlicher Referent für das IT Service Continuity Management bei einem großen und zentralen IT-Dienstleister in NRW. Er ist zertifizierter ITSC-Manager, zertifizierter Business Continuity Manager, zertifizierter Krisenmanager und zertifizierter Resilienz Manager. Nebenbei studierte er Psychologie.



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