Martin | Star Trek - Titan 7: Gefallene Götter | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 7, 360 Seiten

Reihe: Star Trek - Titan

Martin Star Trek - Titan 7: Gefallene Götter


1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-86425-330-0
Verlag: Cross Cult Entertainment
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 7, 360 Seiten

Reihe: Star Trek - Titan

ISBN: 978-3-86425-330-0
Verlag: Cross Cult Entertainment
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Das Raumschiff Titan setzt seine Entdeckungsreise fort! In den unbekannten Weiten des Beta-Quadranten wird die Suche nach der lange verlorenen Terraforming-Technologie einer uralten Zivilisation fortgesetzt. Sie wäre ein Segen für viele von den Borg verwüstete Welten innerhalb und außerhalb der Föderation. Die wissenschaftlichen Experten der Titan stoßen auf den Planeten Ta'ith, wo Überbleibsel einer ehemals großen Zivilisation beheimatet sind. Doch der Besuch des Planeten bringt die Titan auch gefährlich nahe an den tödlichen Vela-Pulsar heran, die stärkste Quelle todbringender Strahlung in der gesamten Galaxis, und riskiert damit sowohl die Titan und was von der ta'ithianischen Zivilisation noch existiert. In der Zwischenzeit sieht sich Riker auf Konfrontationskurs mit dem Föderationsrat und der andorianischen Regierung, die beide vorhaben, die andorianischen Besatzungsmitglieder der Titan abzuberufen. Und eine dieser Andorianer, Lieutenant Pava Ek'Noor sh'Aqabaa, deckt eine furchtbare Gefahr auf, die seit zweihundert Jahren von allen unbemerkt geblieben war.

Michael A. Martin Michael A. Martins eigene Kurzgeschichten erschienen in 'The Magazine of Fantasy & Science Fiction'. Er hat zusammen mit Co-Autor Andy Mangels mehrere 'Star Trek'-Comics für Marvel und Wildstorm geschrieben, sowie zahlreiche Star Trek-Romane und eBooks, darunter 'Star Trek - Titan: Eine neue Ära', 'Star Trek - Titan: Der rote König', 'Star Trek - The Next Generation: Sektion 31 - Die Verschwörung', zuletzt 'Star Trek - Excelsior: Forged in Fire' und diverse 'Enterprise'-Romane. Darüber hinaus haben sie Geschichten in den Anthologien 'Prophecy and Change', 'Tales of the Dominion War' und 'Tales from the Captain's Table' veröffentlicht sowie drei Romane zu der TV-Serie 'Roswell'. Seine Arbeiten wurden außerdem veröffentlicht in 'Star Trek Monthly' und 'Dreamwatch', von Atlas Editions, Grolier Books, Visible Ink Press und Gareth Stevens Inc., für die er mehrere Sachbücher für junge Leser verfasst hat. Er lebt mit seiner Frau Jenny und seinen zwei Söhnen in Portland, Oregon.
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PROLOG


TA’ITH


Während die Tausend in ehrfurchtsvollem Schweigen hinter ihm/ihr standen, beobachtete Eid’dyl, wie das Herz des Kosmos am violetten Himmel immer tiefer sank. Sein unheilvolles Leuchten warf lange Schatten über die zerstörten Minarette und Turmspitzen der Heiligen Stadt.

Wie jedes körperlich gesunde Stammesmitglied hatte sich Eid’dyl aus der relativen Sicherheit der unterirdischen Präservationistischen Arkologien gewagt, um im Laufe mehrerer vergangener Pilgerzeiten die gleiche beschwerliche Reise anzutreten, hauptsächlich in seiner/ihrer Jugend. Damals wie heute standen die Ruinen der von den Whetu’irawaru-Ahnen zurückgelassenen architektonischen Wunder in gebrochenen Reihen inmitten zusammengetragenen Schutts und wiederholten ein Muster sich unausweichlich ausdehnenden Chaos, das sich über den Rand der schon lange verwaisten Totenstadt und Eid’dyls Blickfeld hinaus erstreckte.

Aber das Bild, das sich Eid’dyl jetzt bot, spiegelte nicht mehr die Stille wider, die bei diesen früheren Besuchen geherrscht hatte. Heute waren die breiten Straßen der Heiligen Stadt mit dem Gemurmel und dem Lärm von Leben und Hoffnung erfüllt. Die Menge, die sich hier versammelt hatte, bestand ausschließlich aus Arava’whetu und nicht aus den ausgelöschten Whetu’irawaru, die sie in derselben nebligen Vorzeit gezeugt hatte, die die Gründung der Heiligen Stadt umhüllte. Dennoch konnte sich Eid’dyl fast einreden, dass die herannahenden Personen dem früheren Volk und nicht dem späteren angehörten.

»Die Dekonstrukteure kommen, Sachem Eid’dyl«, sagte Garym unnötigerweise und unterstrich seine/ihre Worte, indem er/sie mit seinen/ihren knüppelartigen Vordergliedmaßen gestikulierte. Garym diente seit vielen Herzschlägen als Eid’dyls Untersachem, sein/ihr beständiges Hintergliedmaß in der Organisation des Präservationistischen Rats, der Körper, der unaufhörlich dafür arbeitete, das entmutigend lückenhafte Wissen der ausgelöschten Whetu’irawaru zu bewahren. Trotz seiner/ihrer langen Erfahrung hatte Garym niemals seine/ihre Vorliebe dafür verloren, das Offensichtliche auszusprechen.

, dachte Eid’dyl voller Abscheu. Er/Sie verdrehte seine/ihre Mittelgliedmaße in einer Geste, die sowohl Bestätigung als auch Ungeduld anzeigte. .

»Ich sehe sie, Garym«, sagte der Anführer der Präservationisten. »Hoffen wir, dass ihr neuer Sachem den Vorteil zu schätzen weiß, seine/ihre Leute auf einen neuen Pfad zu führen.« Eid’dyl hatte guten Grund, diese Hoffnung aufrechtzuerhalten. Der alte Anführer der Dekonstrukteure war viel zu sehr von abergläubischer Angst erfüllt gewesen, um an einem Treffen der verschiedenen Stämme teilzunehmen, wie sie es heute hier abhalten würden.

Plötzlich hellte sich der spätnachmittägliche Himmel auf und erinnerte Eid’dyl auf drastische Weise daran, warum eine solch fundamentale Veränderung so wichtig für das Überleben derjenigen war, die unter dem Herzen des Kosmos lebten, dem leidenschaftslosen Spender von Leben und Tod. Die plötzliche Helligkeit ließ ihn/sie unwillkürlich zusammenzucken, und die Tausend, die hinter ihm/ihr standen, sowie die Reihen der herannahenden Dekonstrukteure stießen alle gleichzeitig ein bestürztes Ächzen aus. In dem kurzen Herzschlag, bevor er/sie instinktiv alle vier vorderen Sinnesantennen unter seine/ihre runzlige Hauthaube zurückzog – und damit die empfindlichen Sichtorgane an der Spitze jeder Antenne –, bemerkte Eid’dyl, dass sich die Lichtgeysire, die das obere und untere Ende des Herzens des Kosmos anzeigten, gewaltig erhellt hatten, und sowohl dicker als auch länger geworden waren. Diese Veränderung war schon dramatisch genug, doch nun schwollen auch noch die Seiten des Herzens an, und die Pole verflachten sich, als ob die große Kugel nicht mehr als ein Klumpen feuchter Ton auf einer sich schnell drehenden Töpferscheibe wäre. Vollkommen unbewusst hob Eid’dyl ein Paar Vordergliedmaßen und breitete die beweglichen Petalen schützend über sein/ihr Blickfeld, auch wenn sich seine/ihre Sensorantennen bereits mehr als zehn Mal so breit ausgedehnt hatten. Dennoch drang schwaches orangefarbenes Licht ein.

»Das Herz wird immer unruhiger«, hörte Eid’dyl Garym sagen. Wie ungeheuerlich.

Eid’dyl wusste so gut wie alle auf Ta’ith, dass das Herz des Kosmos alles wusste und alles umfasste. Aber die genauen Beweggründe und innersten Gedanken des Herzens zu interpretieren war etwas vollkommen anderes. Eid’dyl gab nicht vor, das zu verstehen, was für immer außerhalb des Verständnisses der Bewohner von Ta’ith lag.

Aber auch wenn Garyms Worte anmaßend gewesen waren, konnte Eid’dyl sie nicht ganz von der Hand weisen. Könnte es sein, dass die umfassende Geduld des Herzens schließlich doch erschöpft war? Ungeachtet der Gefahr, ein Sakrileg zu begehen, fragte sich Eid’dyl, ob die mächtige Feuerkugel beschlossen hatte, über die Arava’whetu zu richten, da sie niemals die Errungenschaften ihrer Whetu’irawaru-Ahnen erreicht hatten.

Aber wie seine/ihre Eltern und deren Ahnen hatte Eid’dyl stets daran geglaubt, dass das Urteil des Herzens, wenn es schließlich kam, unausweichlich und dauerhaft sein und dabei ein wenig den Nachbildern ähneln würde, die gerade über seine/ihre überanstrengte Netzhaut rasten. Auch wenn Eyd’dil nur kurz in den Ausbruch des Herzens geblickt hatte, wurde seine/ihre Sehrinde mit den langsam nachlassenden Bildern dunkler pyroklastischer Formen und Flecken in leuchtenden Feuerfarben bestürmt.

»Das Herz wird immer wilder«, sagte Garym schaudernd. »Vielleicht weil es im Laufe der Zeit immer kleiner geworden ist.«

Eid’dyl vibrierte bestätigend mit seiner/ihrer metallreichen Schale, bis seine/ihre Hülle in mehreren hellen Tönen sang. Dank der Alten Aufnahmen wusste Eid’dyl nur zu gut, dass das Herz inzwischen nur noch ein schwaches Echo des großen Tagsterns war, der einst während der Epoche der Whetu’irawaru den Himmel beleuchtet hatte. Laut den uralten Aufzeichnungen war das Herz einst viel größer und eine weitaus stabilere Quelle lebenserhaltender Illumination gewesen.

»Du sprichst wahr, Garym«, sagte Eid’dyl leise. »Leider ist diese Wahrheit in der letzten Viertelrunde nur noch intensiver geworden. Alle Arava’whetu, die jetzt noch auf Ta’ith leben, müssen das Herz nicht nur für ihr Leben verantwortlich machen – sondern auch für die bedauerliche Kürze dieses Lebens.«

, dachte Eid’dyl und überkreuzte seine/ihre Gliedmaßen – eine Geste der Entschlossenheit, in der gleichzeitig Verzweiflung lag. ohne .

Auch wenn Garyms tertiäre Bruststridulatoren mit hörbarer Traurigkeit zitterten, waren Tonfall und Klangfarbe seiner/ihrer Stimme – hörbar durch ihre primären und sekundären Klangbeine – frei von Angst. »Und nun stehen wir inmitten der Wut des Herzens, ohne den Schutz der Dächer und Mauern der Arkologien. Ob das bedeutet, dass wir uns schon bald unseren Ahnen hinter dem Vorhang anschließen werden?«

Versuchsweise entspannte Eid’dyl die Hauthaube über einer seiner/ihrer Sinnesantennen und richtete ein Sichtfeld zögerlich auf den westlichen Horizont. Das Herz des Kosmos schien seinen Zorn zumindest für den Moment vergessen zu haben. Obwohl die rötliche Kugel immer noch flach und verzogen wirkte, während sie weiter sank, handelte es sich nun um eine viel nüchternere Gefahr. Da das sinkende Herz so nah am Horizont stand, durchdrang seine Strahlung Ta’ith’ Atmosphäre viel stärker, als es noch vor einer Vierteltagdrehung der Fall gewesen war.

»Auf Gedeih oder Verderb, Untersachem«, sagte Eid’dyl und bemühte sich, seine/ihre Sprachstridulatoren ruhig zu halten, »ich nehme an, dass deine Neugier gleich befriedigt werden wird.«

Eid’dyl sah stumm zu, wie die Anführer der Dekonstrukteure nur ein paar Körperlängen entfernt stehen blieben. Ihre Sensorantennen und Vorderglieder neigten sich aggressiv nach vorn. Eid’dyl konnte die stille Angst und Anspannung der Tausend spüren, die entschlossen hinter ihm/ihr standen. Nachdem er/sie seine/ihre eigenen Sensorantennen so wenig provozierend wie möglich positioniert hatte, zählte Eid’dyl die vor ihm/ihr stehenden Gegner schnell durch und kam zu dem Schluss, dass die Abreißer seinen/ihren eigenen Tausend etwa ebenbürtig waren, zumindest was ihre Anzahl anging.

»Wo sind die neuen Anführer der Dekonstrukteure?«, fragte Garym leise – leise genug, hoffte Eid’dyl, um die Abreißer nicht zu provozieren.

Eid’dyl sah schweigend...


Michael A. Martin
Michael A. Martins eigene Kurzgeschichten erschienen in "The Magazine of Fantasy & Science Fiction". Er hat zusammen mit Co-Autor Andy Mangels mehrere "Star Trek"-Comics für Marvel und Wildstorm geschrieben, sowie zahlreiche Star Trek-Romane und eBooks, darunter "Star Trek - Titan: Eine neue Ära", "Star Trek - Titan: Der rote König", "Star Trek - The Next Generation: Sektion 31 - Die Verschwörung", zuletzt "Star Trek - Excelsior: Forged in Fire" und diverse "Enterprise"-Romane. Darüber hinaus haben sie Geschichten in den Anthologien "Prophecy and Change", "Tales of the Dominion War" und "Tales from the Captain's Table" veröffentlicht sowie drei Romane zu der TV-Serie "Roswell". Seine Arbeiten wurden außerdem veröffentlicht in "Star Trek Monthly" und "Dreamwatch", von Atlas Editions, Grolier Books, Visible Ink Press und Gareth Stevens Inc., für die er mehrere Sachbücher für junge Leser verfasst hat. Er lebt mit seiner Frau Jenny und seinen zwei Söhnen in Portland, Oregon.



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