Marton | Nächte an der Côte DAzur | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 0007, 160 Seiten

Reihe: Romana

Marton Nächte an der Côte DAzur


1. Auflage 2008
ISBN: 978-3-86349-969-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0007, 160 Seiten

Reihe: Romana

ISBN: 978-3-86349-969-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Will er etwa mit mir flirten? Vorsichtig weist Danielle den attraktiven Fremden am Flughafen von New York zurück. Doch nach der Landung in Frankreich (nach der Landung in Frankreikann sie ihm nicht länger ausweichen. Denn während sie bei DreharbeitenFilmarbeiten an der Côte d'Azur dolmetschen wird, berät der Rennfahrer Julian Bradford das FilmtTeam bei Actionaufnahmen- und scheint dabei entschlossen, Danielle zu erobern! Ihr fällt es schwer, an eine gemeinsame Zukunft mit diesem rasanten Playboy zu glauben. Bis nach einem ersten Rendezvous am Mittelmeer etwas passiert, das für sie und Julian auf einen Schlag alles ändert



Sandra Marton träumte schon immer davon, Autorin zu werden. Als junges Mädchen schrieb sie Gedichte, während ihres Literaturstudiums verfasste sie erste Kurzgeschichten. 'Doch dann kam mir das Leben dazwischen', erzählt sie. 'Ich lernte diesen wundervollen Mann kennen. Wir heirateten, gründeten eine Familie und zogen aufs Land. Irgendwann begann ich, mich mehr und mehr für die Gemeinde zu engagieren. Bis mir eines Tages klar wurde, dass mein großer Traum gerade verloren ging. Also beschloss ich, etwas dagegen zu unternehmen.' Sandra Marton setzte sich an ihren Schreibtisch und schrieb eine Geschichte, die von Liebe, Leidenschaft und dem Traum vom großen Glück handelte. 'Als ich hörte, dass ein Verlag den Roman veröffentlichen wollte, konnte ich es selbst kaum fassen', erinnert sie sich. Seitdem ist Sandra Marton ihrem Traum treu geblieben. Inzwischen hat sie über 80 Romane geschrieben, deren leidenschaftliche Helden die Leserinnen in aller Welt begeistern. Mit ihrem eigenen Helden lebt die Autorin weiterhin glücklich auf einer Farm in Connecticut.

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1. KAPITEL

Danielle hatte das Gefühl, dass der Mann sie beobachtete, seit er die VIP-Lounge des Flughafens betreten hatte. Da sie bis dahin im Wartesaal der ersten Klasse allein gewesen war, hatte sie bei seinem Eintreten natürlich aufgeblickt. Die Aussicht auf etwas Gesellschaft schien verlockend.

Jemand wie ihn hatte Danielle jedoch nicht erwartet. Der Mann war groß und breitschultrig und besaß das markant attraktive Gesicht eines Filmstars. Auf keinen Fall wirkte er wie einer jener langweiligen älteren Geschäftsreisenden, die laut Danielles Freundin Virginia normalerweise als Einzige die VIP-Lounges der Fluggesellschaften benutzten.

„Schau“, hatte Virginia auf sie eingeredet. „Ein Freund von mir ist Flugbegleiter. Er kann dir Zutritt zur VIP-Lounge verschaffen.“

Danielle hatte protestiert, ihr verbilligtes Air-France-Ticket würde sie wohl kaum zu derartigen Eskapaden ermächtigen. Nein, sie würde sich ganz bestimmt fehl am Platz fühlen, aber ihre Freundin war hartnäckig geblieben.

„Höchstwahrscheinlich wirst du in der Lounge sowieso allein sein und dich nach einer Weile nach Gesellschaft sehnen.“

Virginia hatte recht gehabt. Die Lounge war groß, elegant eingerichtet und so unpersönlich wie das Wartezimmer eines Zahnarztes. Danielle trank mehr Kaffee, als gut war, blätterte in versnobten Modemagazinen und schaute immer wieder auf die Uhr, als könne sie damit erzwingen, dass die Zeit schneller verging. Dabei hatte sie nie das Gefühl verloren, fehl am Platz zu sein.

Genau deshalb fühlte sie sich jetzt so unwohl. Ihr erster Gedanke beim Anblick des Mannes war gewesen, dass er in die VIP-Lounge gehörte und sie nicht. Dann war etwas geschehen, was sie immer noch nicht ganz begriff.

Der Fremde hatte sie angesehen, und der Blick aus seinen intensiv blauen Augen hatte sie wie ein Blitz getroffen. Urplötzlich lag eine knisternde Spannung im Raum. Danielle hörte das Pochen ihres Herzens. Der Mann lächelte ihr so vertraulich zu, dass ihr das Blut in die Wangen schoss. Sofort wandte sie sich ab und blickte angestrengt zum Fenster hinaus. Sie hörte, wie der Neuankömmling den Raum durchquerte und sich in einem der Ledersessel niederließ.

Seitdem herrschte angespannte Stille, während sich die Zeit mühsam dahinschleppte. Danielle überlegte, was sie tun sollte. Ihrem ersten Impuls folgend, wäre sie am liebsten zur Tür hinaus in den öffentlichen Wartesaal gelaufen. Das wäre natürlich dumm gewesen. Es gab keinen Grund, davonzulaufen, außer dass es ihr alle paar Minuten im Nacken kribbelte, weil sie den Blick des Fremden auf sich spürte. Gleichzeitig pochte ihr Herz so laut, dass sie sicher war, er könne es hören.

Das alles war selbstverständlich lächerlich und existierte nur in ihrer Einbildung. Warum sollte der Mann sie anstarren? Sicher las er in einer Zeitung oder döste vor sich hin.

„Verzeihung?“ Danielle schaute verblüfft hoch. Der Fremde stand plötzlich neben ihr, eine Zeitung in der Hand, und lächelte. „Haben Sie vielleicht die genaue Uhrzeit? Meine Uhr scheint stehen geblieben zu sein.“

„Es ist fünf nach sieben“, antwortete Danielle mit einem bezeichnenden Blick auf die große Wanduhr.

Der Mann war ihrem Blick gefolgt, und sein Lächeln vertiefte sich. „So etwas, wie konnte ich das nur übersehen?“ Als Danielle schwieg, deutete er auf den Sessel neben ihr. „Darf ich?“

„Wenn Sie wünschen.“

Der Fremde setzte sich, und Danielle beugte den Kopf tief über das Buch in ihrem Schoß. Aber die Buchstaben verschwammen ihr vor den Augen. Sie hörte das Rascheln von Papier und sah aus dem Augenwinkel, dass der Mann sich in eine Zeitung vertiefte.

Danielle versuchte noch einmal, sich wieder auf ihr Buch zu konzentrieren, vergeblich. Was war nur mit ihr los?

„Nehmen Sie den Non-Stop-Flug nach Nizza?“

Danielle blickte auf. Es war eine harmlose Frage, aber in den tiefblauen Augen des Fremden lag ein Leuchten, das ihr den Atem raubte. Sie benetzte sich mit der Zungenspitze die Lippen. „Ja.“

Er nickte. „Ich auch. Machen Sie Urlaub?“

„Ja.“ Liebe Güte, brachte sie nur dieses eine Wort heraus?

„Sind Sie schon einmal an der Riviera gewesen?“ Er lächelte, als sie den Kopf schüttelte. „Es wird Ihnen gefallen. Um diese Jahreszeit ist es zwar sehr voll, aber es gibt ein paar abgelegene Flecken, die noch nicht von den Touristen entdeckt worden sind. Wo haben Sie gebucht? Vielleicht könnten wir …“

„Nein“, sagte sie schnell. Ihr Nachbar hob spöttisch die Brauen, und Danielle errötete zu ihrem Entsetzen schon wieder. „Ich meine, eigentlich sind es für mich keine richtigen Ferien. Ich habe versprochen, zu arbeiten.“ Verdammt, er lachte über sie! War es ein Wunder? Sie machte sich ja auch zum Narren! Oder er sie? Ja, er wusste ganz genau, dass er sie verunsicherte, und amüsierte sich königlich darüber. Genug ist genug, dacht Danielle, und holte tief Luft. „Verzeihen Sie“, sagte sie höflich, aber kühl. „Ich würde jetzt gern mein Buch zu Ende lesen.“

Entschlossen schaute sie in ihr Buch. Natürlich las sie kein einziges Wort, dazu war sie viel zu aufgewühlt, aber wenigstens hatte sie ihn zu Schweigen gebracht!

Er lachte leise. „Schaffen Sie das wirklich, bevor der Flug aufgerufen wird?“

Danielle zuckte zusammen und blickte auf das Buch in ihrem Schoß. Sie hatte gerade mit dem ersten Kapitel begonnen, und das Buch hatte weit über dreihundert Seiten. Also schön, dachte sie, jetzt reicht’s! Es war noch eine halbe Stunde bis zum Aufruf des Flugs, und sie hatte nicht die Absicht, so lange irgendeinem gelangweilten Schickimicki zur Belustigung zu dienen.

Bewusst seinem spöttischen Blick ausweichend, verstaute sie das Buch sorgfältig in ihrer Bordtasche, nahm ihre Handtasche und stand auf. Gemessenen Schritts ging sie zum Ausgang der Lounge.

„Miss?“

Sie fuhr erschrocken zusammen, als sie seine Hand auf ihrer Schulter fühlte. Wie aus dem Nichts war der Fremde neben ihr aufgetaucht. Ein wissendes, sinnliches Lächeln umspielte seine Lippen.

„Ich wollte Sie nicht erschrecken, aber ich dachte, Sie …“

„Da haben Sie falsch gedacht“, unterbrach sie ihn kühl, obwohl ihr das Herz bis zum Hals klopfte. „Würden Sie mich jetzt bitte vorbeilassen?“

Er schmunzelte. „Selbstverständlich. Ich fürchte nur, Sie werden Probleme haben, ohne das hier an Bord gelassen zu werden.“

„Was ist das?“ Danielle blickte auf seine ausgestreckte Hand.

„Mir scheint, es ist Ihre Bordkarte.“ Er lachte über ihr verblüfftes Gesicht. „Schauen Sie selbst nach.“

Zögernd nahm sie den Umschlag und warf einen Blick hinein. Tatsächlich, es war ihre Bordkarte. Wie war das möglich?

„Sie ist Ihnen beim Aufstehen heruntergefallen“, erklärte der Fremde, als habe er ihre Gedanken gelesen.

Danielle begegnete seinem belustigten Blick und schluckte. „Danke.“

„Danke? Ist das alles, nach dem, was ich für Sie getan habe? Ich erwarte, dass Sie wenigstens einen Drink mit mir nehmen.“

„Nein“, wehrte sie ab. „Ich kann nicht. Mein Flug wird bald aufgerufen.“

„Das dauert mindestens noch eine halbe Stunde. Wir haben noch viel Zeit.“

Sie schüttelte den Kopf. „Trotzdem, vielen Dank.“

„Vielleicht lieber Kaffee oder Tee?“

„Nein, danke, aber ich möchte wirklich nicht.“ Dieses Hin und Her wurde allmählich lächerlich. „Auf Wiedersehen“, schnitt Danielle die Diskussion ab und war an dem Fremden vorbei und zur Tür hinaus, bevor er etwas erwidern konnte.

Sobald die Tür hinter ihr zuschlug, atmete Danielle erleichtert auf. Mit weichen Knien lehnte sie sich gegen die Wand. Was war nur in sie gefahren? Sie hatte sich wie ein dummes Schulmädchen benommen. Nein, schlimmer! Die kichernden Teenager aus ihrem Oberstufen-Französischkurs hätten die Situation besser gemeistert.

Nachdenklich machte sie sich auf den Weg durch die Abfertigungshalle in den öffentlichen Wartesaal. Sie hatte sich in der VIP-Lounge von vornherein fehl am Platz gefühlt, das war das Problem. Der Fremde hatte dort hingehört, sie nicht.

Ganz am Ende des Wartesaals war noch ein Platz frei. Danielle sank auf den Sitz, stellte ihre Bordtasche neben sich und seufzte. Wie war sie nur auf die Idee mit dieser Reise verfallen? Ihr Schicksal war bereits bei Valeries erstem Anruf besiegelt gewesen. Ihre Cousine hatte ihr ein zu verlockendes Angebot gemacht.

Mitten in der Nacht hatte das Telefon geklingelt und Danielle aus dem tiefsten Schlaf gerissen. Verschlafen hatte sie nach dem Telefonhörer getastet und dabei die Französischklausuren, die sie vor dem Schlafengehen korrigiert hatte, vom Nachttisch gefegt.

„Hallo? Wer ist da?“

„Danielle?“ Die Verbindung war sehr schlecht und die Stimme am anderen Ende der Leitung kaum zu erkennen. „Ich bin’s. Valerie. Kannst du mich verstehen?“

Mit einem Schlag war Danielle hellwach und setzte sich im Bett auf. Sie knipste die Nachttischlampe an und schaute auf den Radiowecker. Fünf Uhr morgens!

„Was ist passiert, Valerie?“, fragte sie besorgt. „Hatte Tante Helen wieder einen Herzinfarkt? Hat Onkel John angerufen?“

„Sei um Gottes willen nicht so melodramatisch, Danielle“, erwiderte ihre Cousine ungeduldig. „Mom geht es gut. Muss denn unbedingt etwas passiert sein, nur weil ich dich anrufe?“

...



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