Matthews | Die Jasmininsel | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 395 Seiten

Matthews Die Jasmininsel

Roman
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-96655-611-8
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Roman

E-Book, Deutsch, 395 Seiten

ISBN: 978-3-96655-611-8
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Ihrer Schönheit kann niemand widerstehen ... Der historische Liebesroman »Die Jasmininsel« von Patricia Matthews jetzt als eBook bei dotbooks. South Carolina im Sommer 1817. Als die schöne Rebecca zum ersten Mal einen Fuß auf Pirate's Bank setzt, fühlt sie sich wie im Traum: Die prächtige Idylle der abgelegenen Insel und des edlen Herrenhauses zieht sie magisch an. Ebenso fasziniert ist Rebecca von den beiden Brüdern Jaques und Armand Molyneux, deren glühende Blicke sie schon bald verfolgen. Rebecca ist hin- und hergerissen zwischen den zarten Gefühlen, die sich zwischen ihr und Jaques entspinnen und ihrer unbändigen Leidenschaft für Armand, dem sie kaum zu widerstehen vermag. Doch beide Männer scheint ein dunkles Geheimnis zu verbinden, das tief in ihrer Familie verwurzelt ist - und der Schlüssel dazu liegt hier verborgen, auf der Insel der Jasminblüten ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: Das romantische Lese-Highlight »Die Jasmininsel« von Patricia Matthews. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Patricia Matthews (1927-2006) wurde in San Francisco geboren, studierte in Los Angeles und lebte später viele Jahre in Prescott, Arizona. Nach dem Scheitern ihrer ersten Ehe begann sie, sich intensiv dem Schreiben zu widmen - so lernte sie nicht nur ihren zweiten Ehemann, den Schriftsteller Clayton Matthews kennen, sondern legte auch den Grundstein zu einer internationalen Karriere. Patricia Matthews, die unter zahlreichen Pseudonymen veröffentlichte, schrieb zwischen 1959 und 2004 über 50 Bücher, vom Liebesroman bis zum Krimi. Für ihr Werk wurde sie mit dem »Reviewers Choice Award« und dem »Affaire de Coeur Silver Pen Readers Award« ausgezeichnet. Bei dotbooks erschienen Patricia Matthews Romane »Das Lied des roten Landes«, »Wenn die Magnolien blühen«, »Der Wind in den Zypressen«, »Der Traum des wilden, weiten Landes«, »Der Stern von Mexiko«, »Das Lied der Mandelblüten«, »Der Himmel über Alaska«, »Die Brandung von Cape Cod«, »Der Duft von Hibiskusblüten«, »Die Jasmininsel«, »Wo die Anemonen blühen« und die »Virginia Love«-Saga mit den Einzelbänden »Der Traum von Malvern Hall« und »Das Vermächtnis von Malvern Hall«. Die Virginia-Love-Saga ist auch in dem Sammelband »Malvern Hall« erhältlich.
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Kapitel 1


Sommer, 1817

Der Mann war ein affektierter Typ in mittleren Jahren, keineswegs die Sorte, auf die Rebecca Trenton normalerweise eingegangen wäre. Doch schien er sich recht gut in der Geschichte der Gegend auszukennen wie auch im gesellschaftlichen Klatsch, und offensichtlich hatte er großes Interesse daran, sein Wissen mit zwei attraktiven jungen Damen zu teilen.

Rebecca ignorierte die mißfälligen Blicke ihrer Cousine Margaret Downing und schenkte Joshua Sterlin ihr süßestes Lächeln, während sie alle drei an der Reling des kleinen Küstenbootes lehnten, das langsam seine Bahn entlang der sommerlichen Küste von South Carolina zog.

»Also wirklich, das finde ich überaus faszinierend«, sagte Rebecca überschwenglich; sie wußte, daß Sterling viel zu einfältig war, um ihre Scheinheiligkeit zu bemerken, und außerdem war sie sich sehr wohl bewußt, wie sehr sie Margaret damit ärgerte.

Sterling strahlte bei den Worten Rebeccas, die er für anerkennend hielt. »Nun, ich muß sagen, daß ich wirklich entzückt bin, zwei junge Engländerinnen kennengelernt zu haben, die sich so sehr für unsere Geschichte interessieren. Die meisten jungen Frauen von heute scheinen nicht viel für die Vergangenheit übrig zu haben.«

Rebecca bedachte ihn mit einem weiteren strahlenden Lächeln. »Oh, uns interessiert sie sehr. Besonders was Pirate’s Bank betrifft. Edouard Molyneux ist nur ein entfernter Cousin von uns, und wir wissen sehr wenig über ihn und seine Heimat. Und ich bin der Meinung, man sollte soviel wie möglich über eine Gegend, die man besucht, erfahren. Meinen Sie nicht, Sir?«

Sterling antwortete mit einem breiten Lächeln, bei dem er große, ziemlich gelbe Zähne zeigte. Er ähnelt sehr einem alternden Pferd, dachte Rebecca und bemühte sich, ein Lächeln zu unterdrücken. Sie durfte ihn nicht merken lassen, daß sie sich über ihn lustig machte, jedenfalls nicht, bevor er ihnen alles erzählt hatte, was er über Pirate’s Bank und die allem Anschein nach recht extravagante Familie Molyneux wußte.

»Sie sagten, daß Pirate’s Bank in früheren Zeiten ein Anlegeplatz für Piraten war?«

Sterling nickte. »Ja, in der Tat. Daran gibt es keinen Zweifel. Die Überlieferung behauptet sogar, daß dort noch ein Schatz vergraben sei, obwohl ich zugeben muß, daß bis jetzt noch niemand etwas davon gefunden hat.«

»Und die Molyneux, wann sind sie auf die Insel gekommen?«

»Das genaue Datum ist mir nicht bekannt, aber es ist ungefähr fünfzig Jahre her, daß Jean Molyneux das Haus der Tollheiten für seine Braut Mignon bauen ließ.«

»Sie sagten ›Haus der Tollheiten‹? Hat er sein Heim so genannt? Das scheint mir sehr ungewöhnlich.«

Sterling lachte und zog ein großes, spitzenbesetztes Taschentuch aus der Tasche, um sich die Stirn abzuwischen. Er schätzte sich überaus glücklich über den Zufall, der ihn mit zwei so charmanten Reisebegleiterinnen zusammengeführt hatte, auch wenn sie Engländerinnen waren.

Die kleinere der beiden, Rebecca, war eine echte Schönheit; jung, doch an den richtigen Stellen gut gebaut, und ihre dunklen blauen Augen waren wirklich aufregend, vor allem im Gegensatz zu ihrer vornehmen blassen Haut und dem silberblonden Haar. Er hatte noch nie eine Frau mit einer so hellen Haut gesehen, wie vermutlich die meisten Südstaatler nicht. Sie würde bald die Aufmerksamkeit der Männer auf sich ziehen, das war sicher, und er wollte sich gerne rühmen, der erste zu sein, der sie kennengelernt hatte. Die andere junge Frau, Margaret, war es sicher ebenfalls wert, daß man ein zweites Mal hinsah, besonders wenn man sie allein betrachtete. Doch ihr weiches braunes Haar, die haselnußbraunen Augen und die ruhigen Züge erschienen eher nichtssagend und durchschnittlich, verglichen mit der strahlenden Schönheit ihrer Cousine.

»Sir, Sie wollten uns erklären, warum Cousin Edouards Heim das ›Haus der Tollheiten‹ genannt wurde.«

Sterling, dem zu spät bewußt wurde, daß seine abschweifenden Gedanken die Unterhaltung ins Stocken gebracht hatten, war etwas verwirrt. Diese Frau, diese Rebecca Trenton, war ohne Zweifel eine aufregende Person.

»Ja, natürlich. Ich bitte ergebenst um Verzeihung, Ma’am. Ich versuchte gerade, mir alle Einzelheiten ins Gedächtnis zu rufen. Es war selbstverständlich nicht der Vater Ihres Cousins, der dem Haus diesen Namen gab, sondern einige seiner Freunde und Leute aus der Gegend. Der Name, den Molyneux diesem Ort gab, war – und ist immer noch – sehr schön: Maison de Rêverie, Haus der Träume. Doch die Architektur des Hauses war für die damalige Zeit etwas extrem, wissen Sie. Viele Leute halten sie auch heute noch für außergewöhnlich.«

»Maison de Rêverie. Was für ein hübscher Name! Klingt das nicht schön, Margaret?«

Rebecca stieß Margaret nicht allzu sanft gegen den Arm, und ihr eindringlicher Blick forderte die andere junge Frau auf, sich endlich an der Unterhaltung zu beteiligen, wenn sie sich nicht den Zorn ihrer Cousine zuziehen wollte.

Margaret seufzte schwer. Immer mußte sie Rebecca in irgendeiner Weise nachgeben; seit sie sich erinnern konnte, war das so gewesen. Sie bewunderte ihre Cousine wegen ihrer Schönheit und ihrer Fähigkeit, sich das Leben nach ihren Bedürfnissen einzurichten, doch oft wünschte sie sich, Rebecca wäre etwas weniger herrschsüchtig und den Wünschen anderer Menschen gegenüber etwas toleranter. Was Mr. Sterling zu erzählen hatte, war alles sehr interessant, ohne Zweifel, und bei einer anderen Gelegenheit hätte sie es sicher genossen, ihm zuzuhören. Aber zur Zeit war sie nach einer strapaziösen Reise aus Indien gesundheitlich sehr mitgenommen, und die drei Tage, die sie in Charleston zum Ausruhen verbracht hatten, hatten keineswegs ausgereicht, um im vollen Besitz ihrer Kräfte wieder zu sein.

Und jetzt befanden sie sich bereits auf einem Schiff, auf dem Weg zu einer Insel, die sie noch nie gesehen hatten, und zu Verwandten, die sie nicht kannten. Nach allem, was Margaret über die Vereinigten Staaten gelesen hatte, war sie zu dem Schluß gekommen, daß dieser Teil des Landes möglicherweise noch nicht einmal zivilisiert sei. Wie konnte Rebecca nur so vergnügt sein? Woher nahm sie ihre Energie und Stärke?

Nun ja. Es wäre immer noch einfacher, Rebeccas Wünschen nachzugeben, als ihr Mißfallen zu erregen.

Margaret sagte: »Ja, wirklich, das hört sich sehr hübsch an, Mr. Sterling. Ist die Insel selbst schön? Viele Inseln, an denen wir vorbeigekommen sind, schienen sehr stark bewaldet zu sein.«

Sterling lächelte und nickte sehr zufrieden darüber, daß beide Frauen seinen Worten lauschten.

»O ja, sie ist schön, obwohl sie, soviel ich weiß, nicht mehr mit dem zu vergleichen ist, was sie früher einmal war. Edouard hält das Haus in einem sehr guten Zustand, und auch das anschließende Land ist sehr gepflegt, aber ich befürchte, den Rest der Insel hat er etwas vernachlässigt, so daß sie sich mehr oder weniger wieder in ihrem Urzustand befindet.«

Margarets Interesse war unwillkürlich erwacht, und sie beugte sich vor. »Was wollen Sie damit sagen, Sir? War sie nicht immer in ihrem ›Urzustand‹?«

Sterling kicherte in sich hinein. »O nein. Ich habe sie zwar in früheren Zeiten nicht gesehen, da ich nicht ganz so alt bin, aber ich weiß, was man sich darüber erzählt, und außerdem gibt es Bilder und Skizzen des Malers Polydoro, der sehr berühmt war und ein enger Freund der Familie Molyneux.

Früher war die ganze Insel eine gestaltete Landschaft, mit verschlungenen Pfaden, kleinen Tempeln, versteckten Gärten und seltenen Pflanzen und Bäumen. Jean Molyneux nannte sie sein verzaubertes Königreich, und nach allem, was ich gehört habe, traf das genau zu. Man sagt, daß er seine kleine Insel tatsächlich wie ein König regierte, umgeben von einem Hofstaat von Freunden und Bekannten, von denen die meisten auf ihre Weise sehr berühmt waren. Ja, Berühmtheiten und Halbberühmtheiten mischten sich dort mit der Halbwelt. Es ging das Gerücht …« Er warf Rebecca einen listigen Blick zu. »Aber vielleicht sollte ich Ihnen das nicht erzählen. Vielleicht ist das für die Ohren von zwei wohlerzogenen jungen Damen eine Beleidigung.«

Rebecca, die wußte, daß er darauf brannte, sich mit seiner Erzählung in etwas schlüpfrigere Bereiche vorzuwagen, lächelte ihn an und warf ihm einen koketten Blick zu. »Oh, Sie sind gemein. Sie müssen fortfahren. Sie können uns doch nicht so auf die Folter spannen.«

Sterling nahm die Gelegenheit wahr, um etwas näher an Rebecca heranzurücken und ihr einen eindeutigen Blick zuzuwerfen. Sterling verstand etwas von weiblicher Mode, und er erkannte, daß sie sehr modisch und vorteilhaft gekleidet war. Ihr Kleid aus blauem Batist brachte ihre Figur bestens zur Geltung. Und die Kleine hatte einen wundervollen Busen!

In diesem Moment schlingerte das Boot, und Sterling streckte die Arme aus, um sie zu halten, aber Rebecca entzog sich geschickt seinem Griff. Um von der peinlichen Situation abzulenken, fing Sterling schnell wieder an zu sprechen. »Wie unangenehm. Es scheint, wir müssen mit schlechtem Wetter rechnen, vielleicht einem Gewitter. Aber ich nehme an, Sie beide werden noch rechtzeitig vorher an Land gehen. Ich werde wohl weniger Glück haben. Nun, wo war ich stehengeblieben?«

»Sie waren im Begriff, uns etwas über das mysteriöse Treiben des ›Hofstaates‹ von Jean Molyneux zu erzählen.« Rebeccas Augen blickten kühl, und Sterling, der möglichst rasch ihr Wohlgefallen zurückerlangen wollte, beeilte sich fortzufahren.

»Ja, genau. Nun, wie Sie sicher schon gemerkt haben, war Jean Molyneux seiner Zeit weit voraus. Er war selbst künstlerisch veranlagt, ein begabter Maler und...



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