May | Der sterbende Kaiser | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 55, 415 Seiten

Reihe: Karl Mays Gesammelte Werke

May Der sterbende Kaiser

Roman, Band 55 der Gesammelten Werke
veränderte Aufl
ISBN: 978-3-7802-1755-4
Verlag: Karl-May-Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Roman, Band 55 der Gesammelten Werke

E-Book, Deutsch, Band 55, 415 Seiten

Reihe: Karl Mays Gesammelte Werke

ISBN: 978-3-7802-1755-4
Verlag: Karl-May-Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



"Kaiser Maximilian muss die bitteren Konsequenzen seiner Politik erdulden. Daneben lösen sich alle Handlungsfäden, die in ""Schloss Rodriganda"" geknüpft wurden. Dies ist der fünfte Teil eines sechsbändigen Romans. Bearbeitung aus dem Kolportageroman ""Das Waldröschen"". Teil 1 ""Schloss Rodriganda"", Teil 2 ""Die Pyramide des Sonnengottes"" (Band 52), Teil 3 ""Benito Juarez"" (Band 53), Teil 4 ""Trapper Geierschnabel"" (Band 54), Teil 5 ""Der sterbende Kaiser"" (Band 55), Teil 6 ""Die Kinder des Herzogs"" (Band 77)."

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Weitere Infos & Material


1;INHALT;4
2;1. Von Barcelona nach Vera Cruz;6
3;2. In Verkleidung;25
4;3. Der leere Sarg;50
5;4. Ein grausiges Erlebnis;71
6;5. Ein Trapperstreich;90
7;6. Im Kloster della Barbara;114
8;7. Französische Willkür;152
9;8. Pirnero am Ziel;171
10;9. Auf der Suche;192
11;10. Dem Kerker entronnen;207
12;11. In Zacatecas;239
13;12. Der verhängnisvolle Entschluss;251
14;13. Ein gescheiterter Anschlag;274
15;14. An der ‚Teufelsquelle‘;294
16;15. Die Belagerung von Queretaro;341
17;16. Gerichtet;360
18;17. Der neunzehnte Juni;379
19;18. Ausklang;398

Von Barcelona nach Vera Cruz
In Verkleidung
Der leere Sarg
Ein grausiges Erlebnis
Ein Trapperstreich
Im Kloster della Barbara
Französische Willkür
Pirnero am Ziel
Auf der Suche
Dem Kerker entronnen
In Zacatecas
Der verhängnisvolle Entschluss
Ein gescheiterter Anschlag
An der 'Teufelsquelle'
Die Belagerung von Queretaro
Gerichtet
Der neunzehnte Juni
Ausklang


"10. Dem Kerker entronnen (S. 206-207)

Hilario sonnte sich in der Überzeugung, dass sein mörderischer Anschlag geglückt sei. Er ahnte nicht, dass er einen gefährlichen Verfolger hinter sich hatte, und stieg, von dem Ergebnis seines weiten Rittes befriedigt, vor dem Klostertor ab, als das Abenddunkel hereinbrach. Dass er sich eines fremden Pferdes bemächtigt hatte, machte ihm keine Sorge.

Es gab hundert Ausreden dafür. Da er einige Tage länger geblieben war, als er vorher bestimmt hatte, so war er von seinem Neffen mit Ungeduld erwartet worden. „Endlich!“, rief dieser, als er zu ihm ins Zimmer trat. „So sag mir doch um aller Welt willen, wo du so lange bleibst!“ „Hm, ich konnte nicht wissen, dass ich drei Nächte um die Hacienda schleichen musste, bevor ich etwas erreichte.“ „Wie ging es?“ Hilario erzählte, was er getan hatte. Der Neffe war an Mord gewöhnt, aber er schüttelte sich doch. „Brrr!“, sagte er. „Das ist fürchterlich!“ „Warum?“, warf der Alte gleichmütig hin. „Jeder Mensch muss sterben! Diese Leute haben den schönsten Tod, den es geben kann. Sie legen sich hin und schlafen schmerzlos ein.“ „Bist du auch sicher, dass keiner übrig bleibt?“

„Von der Familie keiner!“ „Und die anderen, die um das Geheimnis wissen, haben wir ja unten in den Kellern.“ „Einige noch nicht. Wir bekommen sie aber auch. Die Gelegenheit dazu wird sich mir in Mexico bieten.“ „Wann wirst du abreisen?“ „Sogleich, nachdem ich gegessen habe.“ Der Neffe zog ein erstauntes Gesicht. „Sogleich? Bist du denn nicht müde?“ „Außerordentlich. Aber ich habe drei Tage verloren. Ich muss fort. Reiten kann ich nicht. Ich würde vor Müdigkeit vom Pferd fallen.“

„So nimmst du wohl die alte Klosterkutsche?“ „Ja. Mach sie bereit und spanne vor dem hinteren Tor an! Es braucht nicht jeder zu wissen, dass ich sofort wieder verreise.“ Hilario aß, kleidete sich um und gab dann dem Neffen die Verhaltensmaßregeln, die er für nötig hielt. Darüber vergingen doch noch einige Stunden und dann fuhr er heimlich ab. Sein Neffe horchte dem Wagen nach, solange er seine Räder knarren hören konnte. Hierauf begab er sich in die Stube des Onkels zurück, um sich die Schlüssel zu holen, da er die geheimnisvollen Gefangenen bedienen musste. Auf dem Weg zum Studierzimmer des Alten musste er durch den vorderen Hof.

Das Tor stand noch offen. Soeben trat ein Mann herein, der auf ihn zukam. Es war der kleine, dicke Verschwörer, der mit verschmitztem Lächeln herbeischlich. „Ist Doktor Hilario zu Haus?“, fragte er. „Nein. Ah, Señor Arrastro, Ihr seid es?“ „Ja, Manfredo. Dein Oheim ist fort? Wann?“ „Soeben.“ „Caramba! Warum so spät?“ „Er konnte nicht eher, doch meinte er, dass er noch zur rechten Zeit kommen werde“, entgegnete der Vertraute Hilarios beschwichtigend. „Das mag sein. Kannst du in seine Zimmer?“ „Ja, ich wohne ja dort, wenn er verreist ist.“ „Lass uns hingehen, aber so, dass uns niemand sieht! Ich habe Wichtiges mit dir zu reden.“ –"


Karl May (1842-1912) ist mit einer Auflage von 100 Mio. Exemplaren - davon allein 80 Mio. aus dem Karl-May-Verlag (inkl. Lizenzen) - der meistgelesene Schriftsteller deutscher Sprache! Seine Werke wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Die fremdsprachige Auflage weltweit wird auf weitere 100 Mio. Bände geschätzt.



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