May Zobeljäger und Kosak
veränderte Aufl
ISBN: 978-3-7802-1763-9
Verlag: Karl-May-Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Roman, Band 63 der Gesammelten Werke
E-Book, Deutsch, Band 63, 491 Seiten
Reihe: Karl Mays Gesammelte Werke
ISBN: 978-3-7802-1763-9
Verlag: Karl-May-Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
"Ein Mitglied der Familie aus ""Im Tal des Todes"" ist weiterhin verschollen. Die Spuren weisen nach Rußland, und so macht sich das ""Kleeblatt"" auf den Weg dorthin. Unter den Verbannten in Sibirien endet die lange Suche. Doch noch sind viele erregende und obendrein humorvolle Abenteuer zu bestehen."
Weitere Infos & Material
1;INHALT;3
2;1. Auf dem Jahrmarkt in Werchne-Udinsk;5
3;2. Die Tochter des Burjatenfürsten;19
4;3. Wildwest in Sibirien;35
5;4. Beim Abendtanz in der Schänke;64
6;5. Der Geisterfrosch;78
7;6. Kosak Nummer Zehn;88
8;7. Der Teufel und seine Großmutter;114
9;8. Unter Ehrenmännern;130
10;9. Wodka und Knute;162
11;10. Ein Engel, ein Wegelagerer und ein Schlaukopf;180
12;11. ...und der Zar ist weit;203
13;12. Die Balalaika klingt;239
14;13. Nachbar Sergius auf der Brautschau;259
15;14. Im Versteck der Verbannten;281
16;15. Ein Bauer verteidigt seinen Hof;311
17;16. Zwei Gauner unter sich;325
18;17. Die ‚armen Leute‘;345
19;18. Wenn die Maus schlauer ist als die Katze;372
20;19. Mit unumschränkten Vollmachten;414
21;20. Ibrahim Bei und sein Kismet;439
22;21. Schurken büßen ihre Schuld;473
Auf dem Jahrmarkt in Werchne-Udinsk
Die Tochter des Burjatenfürsten
Wildwest in Sibirien
Beim Abendtanz in der Schänke
Der Geisterfrosch
Kosak Nummer Zehn
Der Teufel und seine Großmutter
Unter Ehrenmännern
Wodka und Knute
Ein Engel, ein Wegelagerer und ein Schlaukopf
...und der Zar ist weit
Die Balalaika klingt
Nachbar Sergius auf der Brautschau
Im Versteck der Verbannten
Ein Bauer verteidigt seinen Hof
Zwei Gauner unter sich
Die 'armen Leute'
Wenn die Maus schlauer ist als die Katze
Mit unumschränkten Vollmachten
Ibrahim Bei und sein Kismet
Schurken büßen ihre Schuld
8. Unter Ehrenmännern (S. 130-131)
Sam Hawkens schaute sich im Regierungsgebäude um. Zur Rechten fand er eine Tür, woran das Wort ‚Keller‘ zu lesen war. In diesem Augenblick erhob sich draußen ein fürchterliches Geschrei. „Ah!“, schmunzelte er. „Sie kommen schon. Ich habe keine Zeit, mich nach einem anderen Versteck umzusehen. Also hinein in den Keller!“
Der Schlüssel steckte im Schloss. Rasch öffnete er, huschte hinein und blieb auf der ersten Stufe stehen, um das Schloss zu untersuchen. Es bestand nur in einem eisernen Riegel, der durch den Schlüssel hin und her bewegt wurde, sodass man also auch von innen aufmachen konnte. Sam schob den Riegel vor und lauschte.
Der Lärm schien sich zu nähern. Zugleich aber hörte er eilige Schritte, die Haustür wurde aufgerissen und dann vernahm er eine keuchende Stimme: „Schließ gut zu! Es darf keiner herein!“ Darauf knarrte ein Riegel und eine andere Stimme antwortete: „Aber in die Stube können wir in diesem Aufzug doch auch nicht! Das Gesinde darf uns nicht sehen.“ Etwas wie ein unterdrückter Fluch erklang. „Hast Recht. Wir müssen die Mutter rufen.“
Gleich darauf dröhnte es durchs ganze Haus: „Natalia, Natalia!“ Eine weibliche Stimme antwortete: „Was gibt’s?“ „Mach schnell! – Ich bin’s. Aber keiner sonst darf kommen!“ „Gleich, gleich!“ Trotz des Lärms, der immer noch auf der Straße tobte, hörte Sam Hawkens hastige Schritte. Dann gellte ein Schreckensschrei. „Alle heiligen Nothelfer! – Der Teufel!“ „Unsinn! Wir sind’s. Iwan und ich!“ „Himmel! – Ihr? Was ist denn mit euch geschehen?“ „Wirst es nachher erfahren. Wir können uns so nicht blicken lassen und müssen in den Keller!“
„Kommt in die Wohnung!“ „Den Teer bringen wir nur mit Petroleum oder Kienöl ab und beides ist unten. Schaffe zwei andere Anzüge herbei und Wasser und Licht! Unsere alten Sachen sind schmutzig. Wir werfen die Röcke gleich hier in den Winkel. – Aber lass keinen Menschen ins Haus!“ „Auch den Grafen Polikeff nicht? Er hat sich bei uns eingenistet und sucht euch.“ „Der Satan soll ihn holen!“ „Was habt ihr nur mit ihm?“ „Nichts. Aber weißt du, es ist besser, du bist höflich gegen ihn und lässt ihn herein. Doch ja nicht zu uns in den Keller! – Also Licht, Wasser, und Anzüge! Schnell! Wir warten hier!“
„Ich komme sofort!“ Die Kreishauptmännin eilte wieder davon. Sam Hawkens wurde es warm unter der Perücke. „Alle Wetter!“, dachte er. „Da sitze ich schön in der Patsche! Was tue ich? Na, vielleicht ist’s gerade gut. Ich muss weiter hinunter. Ein Glück nur, dass sie oben warten wollen, bis die Lady zurückkehrt.“ Er tappte leise die Stufen des Kellers hinab und brannte unten einige Hölzchen an, um sich umzusehen. Der Keller war nur klein.




