Maynard / Rose / Mckay | Baccara Exklusiv Band 190 | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 190, 384 Seiten

Reihe: Baccara Exklusiv

Maynard / Rose / Mckay Baccara Exklusiv Band 190


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7337-2674-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 190, 384 Seiten

Reihe: Baccara Exklusiv

ISBN: 978-3-7337-2674-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



SIEBEN JAHRE UND EINE NACHT von EMILIE ROSE
Tausendmal hat Flynn Maddox sich gesagt, dass seine Ex-Frau Renee ihm nichts mehr bedeutet. Doch als er sie nun nach sieben Jahren zum ersten Mal wiedersieht, will er sie noch immer! Wie gut, dass er einen verführerischen Vorschlag hat, den sie einfach nicht ablehnen kann ...
EIN STAR ZUM VERLIEBEN? von EMILY MCKAY
Ana verspürt ein angenehmes Kribbeln, wenn er sie nur ansieht - dabei ist Ward Miller genauso selbstverliebt wie alle Stars! Und von Hollywood hat Ana genug, deshalb setzt sie sich jetzt lieber für wohltätige Zwecke ein. Zu dumm, dass ausgerechnet Ward sie dabei unterstützen soll ...
EIN SEHR PRIVATER VERFÜHRER von JANICE MAYNARD
Gareth Wolff will nichts mehr mit der Welt zu tun haben. Lieber errichtet er Mauern - um sein Anwesen und um sein Herz. Bis eines Tages eine zarte rotblonde Schönheit vor seiner Tür verunglück - und den einsamen Wolf mit ihrem Sex-Appeal ins Chaos der Gefühle stürzt ...



Janice Maynard wuchs in Chattanooga, Tennessee auf. Sie heiratete ihre High-School-Liebe während beide das College gemeinsam in Virginia abschlossen. Später machte sie ihren Master in Literaturwissenschaften an der East Tennessee State University. 15 Jahre lang lehrte sie in einem Kindergarten und einer zweiten Klasse in Knoxville an den Ausläufern der schönen Great Smoky Mountains. Im Herbst 2002 verließ sie die Schule um in Vollzeit zu schreiben.

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1. KAPITEL

1. Februar

Flynn trommelte mit dem Kugelschreiber auf den Schreibtisch. Dann klemmte er das Telefon zwischen Schulter und Kinn und erhob sich aus seinem Bürosessel, um die Tür zu schließen.

Schließlich brauchte niemand im fünften Stock von Maddox Communications zu hören, was die Dame am anderen Ende der Leitung sagte – und Flynns Antwort darauf ebenfalls nicht.

„Wie bitte? Könnten Sie das bitte wiederholen?“

„Gerne. Hier ist die New Horizons Fertility Clinic, Luisa am Apparat. Ihre Frau hat gebeten, mit Ihrem Sperma eine künstliche Befruchtung vornehmen zu lassen“, sagte eine freundliche Stimme mit deutlicher Betonung, als wäre Flynn etwas schwer von Begriff. Im Augenblick allerdings fühlte er sich auch so …

Seine Frau? Er war nicht verheiratet. Nicht mehr. Ein allzu bekanntes Gefühl der Leere ergriff ihn.

„Meinen Sie Renee?“

„Ja genau, Mr. Maddox.“

Verwirrt bemühte er sich, seine Gedanken zu ordnen. Erstens, warum sollte sich Renee als seine Frau ausgeben, obwohl sie schon vor sieben Jahren ausgezogen war? Als das vorgeschriebene Trennungsjahr vorbei gewesen war, hatte sie ohne Zögern sofort die Scheidung eingereicht. Und zweitens war diese Samenspende nicht viel mehr als eine Jugendsünde, von der er sich längst distanziert hatte.

Wie nur gehörten diese beiden Punkte zusammen?

„Hören Sie, das Ganze ist vierzehn Jahre her. Ich dachte, Sie hätten das Sperma inzwischen längst vernichtet!“

„Nein, durchaus nicht. Unter geeigneten Bedingungen lassen sich derartige Proben bis zu fünfzig Jahre aufbewahren. Damals haben Sie angekreuzt, dass eine Verwendung nur mit Ihrer ausdrücklichen schriftlichen Zustimmung erfolgen darf. Ansonsten darf Ihre Frau nicht darüber verfügen.“

Sie ist nicht meine Frau, dachte Flynn, sprach es aber nicht aus. Die Werbeagentur Maddox Communications hatte eine ganze Reihe sehr konservativer Kunden, die beim leisesten Verdacht eines Skandals abspringen würden. Und das konnte sich MC in diesen schwierigen wirtschaftlichen Zeiten einfach nicht leisten.

Flynn sah sich in seinem Büro um. Die ansprechende Einrichtung ging noch auf glückliche Zeiten mit Renee zurück.

Als er seinen vorherigen Job aufgegeben und in das Familienunternehmen Madd Comm eingetreten war, hatten sie beide gemeinsam den Schreibtisch, die cremefarbenen Ledersofas und das üppige Grün ausgesucht.

Den Pflanzen ging es nach wie vor gut – Flynns Ehe leider nicht mehr. Dabei hatten Renee und er ein gutes Team abgegeben – wobei die Betonung auf hatten lag.

Über einen Punkt jedenfalls war Flynn sich völlig im Klaren. „Vernichten Sie bitte das Sperma.“

„Auch das brauche ich schriftlich von Ihnen“, sagte die freundliche Lady.

„Okay, schicken Sie mir das Formular per Fax. Dann unterschreibe ich und faxe es Ihnen zurück.“

Während Flynn gedankenverloren seine Faxnummer durchgab, dachte er an die schlimme Zeit, als Renee ihn verlassen hatte. Diese Monate schienen ihm wie im Nebel zu liegen.

Schlag auf Schlag hatte er damals alles verloren, was ihm wichtig gewesen war: seinen Vater, die Karriere als Architekt – und schließlich Renee.

Als er ein Jahr später die Scheidungspapiere erhalten hatte, war sein Schmerz noch heftiger geworden.

Warum hatte sich Renee so ohne Weiteres von ihm abgewandt? Und wieso hatte er es so weit kommen lassen? Ein Fehler, und Flynn hasste Fehler. Am meisten seine eigenen.

In diesem Augenblick ertönte ein Piepton, und das Formular kam an. Flynn nahm es aus dem Faxgerät und sah auf den Briefkopf. „Ja, es ist schon da“, sagte er ins Telefon. „Sie bekommen es sofort zurück.“

Er legte auf, las kurz, unterschrieb und faxte zurück.

Wie war das noch mit den Scheidungspapieren gewesen? Das Letzte, woran er sich in diesem Zusammenhang erinnerte, war, dass sein Bruder versprochen hatte, sie zur Post zu bringen. Zuvor hatten die Unterlagen lange auf Flynns Schreibtisch gelegen …

Wie war es weitergegangen, nachdem Brock sie an sich genommen hatte?

Plötzlich wurde Flynn bewusst, dass er nie eine Ausfertigung des Scheidungsurteils erhalten hatte. Hatten ihm nicht Freunde, die ebenfalls geschieden waren, erzählt, dass man eine Kopie zugeschickt bekamm?

Er war doch geschieden? Aber warum sollte sich Renee in der Klinik als seine Frau ausgeben?

Renee log nicht, das passte einfach nicht zu ihr.

Flynn griff zum Telefon, um seinen Anwalt anzurufen. Andrew würde der ganzen Sache nachgehen und ihn dann zurückrufen. Aber untätiges Herumsitzen und Warten lag Flynn ganz und gar nicht.

Brock musste es wissen!

Flynn stand auf und verließ so eilig sein Büro, dass seine Sekretärin erschrak. „Cammie, ich bin bei meinem Bruder.“

„Soll ich bei ihm anläuten, ob er frei ist?“

„Nein danke, nicht nötig. Dafür muss er sich Zeit nehmen.“

Über den dunklen Holzfußboden ging er zur westlichen Seite des Flures. Als er zum Schreibtisch von Elle kam, nickte er der Assistentin seines Bruders kurz zu und ging geradewegs in dessen Büro.

Brock, der gerade telefonierte, sah überrascht auf. Mit einer Geste bedeutete Flynn ihm, das Gespräch zu beenden.

„Was gibt es denn?“, fragte Brock.

„Was hast du mit den Scheidungspapieren gemacht?“

Brock kniff die Augen zusammen.

„Du hast sie nicht zur Post gebracht, stimmt’s?“

Brock erhob sich und atmete langsam aus. Dann ging er zum Aktenschrank, schloss ihn auf und nahm nach einigem Suchen einen Stapel Unterlagen heraus.

Er fluchte leise. „Nein. So wie es aussieht, nicht.“

„Wie bitte?“, fragte Flynn erschrocken.

„Ich habe es vergessen.“

„Du hast was?“

„Ursprünglich habe ich die Dokumente zurückgehalten, weil ich hoffte, dass ihr euch wieder versöhnt. Schließlich hat dich die Trennung sehr mitgenommen. Außerdem fühlte ich mich mitverantwortlich am Scheitern eurer Ehe. Immerhin war ich es, der dich gedrängt hat, deine vielversprechende Karriere aufzugeben und bei MC zweiter Geschäftsführer zu werden.“

Brock strich sich durch das Haar. „Na ja. Und dann habe ich nicht mehr daran gedacht. Du weißt ja selbst, welch schwierige Zeit wir nach Dads Tod durchgemacht haben.“

Flynn musste sich setzen. Er stützte den Kopf in die Hände. Noch immer verheiratet. Mit Renee.

In seinem Kopf wirbelten die Gedanken durcheinander, doch er zwang sich, ruhig nachzudenken.

Wenn Renee als seine Frau aufgetreten war, hatte sie vermutlich gewusst, dass die Ehe noch bestand. Hatte sie es erst jetzt erfahren? Und warum hatte sie ihn nicht angerufen und wegen der nicht weitergeleiteten Unterlagen zurechtgewiesen? Oder ihren Anwalt anrufen lassen?

„Alles in Ordnung, Flynn?“

Ganz und gar nicht!

„Klar“, antwortete Flynn, der es nicht gewohnt war, seine Probleme mit anderen zu besprechen.

Als er sich von dem ersten Schrecken erholt hatte, spürte er … Hoffnung! Nein, mehr als das, es war eine Art Hochgefühl.

Er war nicht von Renee geschieden!

Und nach Jahren ohne Kontakt bot sich ihm nun die Gelegenheit, sich bei ihr zu melden. Natürlich fragte sich Flynn, warum sie sich ohne sein Wissen an die New Horizons Fertility Clinic gewandt hatte. Aber weitaus am wichtigsten war ihm im Moment, dass ihre Ehe noch bestand. Und dass sich Renee offensichtlich ein Kind von ihm wünschte.

„Ich rufe meinen Anwalt an, damit er mich in dieser ungewöhnlichen Situation berät. Außerdem nehme ich ein paar Tage frei.“

„Du? Du nimmst doch sonst nie frei. Und so ungern ich es sage: Im Moment passt das leider gar nicht.“

„Das ist mir egal. Wichtiger ist, dass die Dinge so schnell wie möglich wieder ins Reine kommen.“

„Da magst du recht haben. Also, hiermit entschuldige ich mich ausdrücklich bei dir. Weißt du, wenn du dich je für eine andere Frau interessiert hättest, hätte das meinem Gedächtnis vielleicht auf die Sprünge geholfen. Ich weiß selbst, dass das keine gute Entschuldigung ist … Wie bist du eigentlich auf das Thema Scheidung gekommen? Will Renee einen anderen heiraten?“

Flynn zuckte zusammen. Sicher war Renee in der Zwischenzeit ab und zu mit Männern ausgegangen, so wie er mit Frauen. Aber allein die Vorstellung erfüllte ihn mit einem Besitzanspruch, der ihn überraschte.

Er stand auf und nahm die Dokumente, die seine Ehe hätten beenden sollen. Renees Anfrage bei der New Horizons Fertility Clinic ließ er unerwähnt.

„Ich habe Renee seit Jahren nicht gesehen.“ So hatte sie es gewollt. Aber nun würde er Kontakt zu ihr aufnehmen. Flynns Herz schlug schneller. „Keine Ahnung, was sie vorhat.“

„Du weißt ja hoffentlich selbst, dass nichts davon an die Öffentlichkeit dringen darf. Ich will auf keinen Fall, dass wir Kunden an die Konkurrenz verlieren, vor allem nicht an Golden Gate Promotions. Diesen Triumph gönne ich Athos Koteas nicht.“

Flynn nickte. „Schon klar.“

Zurück in seinem Büro, ging er als Erstes zum Aktenvernichter. Während die Blätter durchliefen, sah Flynn aus dem Fenster. Die Sonne schien herrlich, als wollte sie einen Neuanfang verkünden.

Nie hatte er etwas mehr bedauert als die Trennung von Renee. Aber durch die Nachlässigkeit seines älteren Bruders bot sich ihm unerwartet...



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