Mcallister / Kendrick / Hart | Julia Extra Band 301 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 301, 448 Seiten

Reihe: Julia Extra

Mcallister / Kendrick / Hart Julia Extra Band 301

Habe alles - suche Frau! / Verführt in aller Unschuld / Hochzeitsnacht auf Hawaii / Lehre mich zu lieben Tara! /
1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-86295-502-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Habe alles - suche Frau! / Verführt in aller Unschuld / Hochzeitsnacht auf Hawaii / Lehre mich zu lieben Tara! /

E-Book, Deutsch, Band 301, 448 Seiten

Reihe: Julia Extra

ISBN: 978-3-86295-502-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



HABE ALLES - SUCHE FRAU! von HART, JESSICA
Ungläubig hört Mary, was Tyler Watts verlangt: Sie soll dem nüchternen New Yorker Geschäftsmann die Kunst des Flirtens beibringen. Lektionen in Küssen inklusive! Und alles nur, weil er endlich heiraten und eine Familie möchte. Begreift er nicht, wie nah das Glück schon ist?
VERFÜHRT IN ALLER UNSCHULD von KENDRICK, SHARON
Der milliardenschwere Unternehmer Gianluca Palladio findet Eileen als Geschäftsfrau großartig. Aber sonst? Nein. Zu kühl, zu streng. Bis er sie zu einer Party auf sein Weingut in Umbrien einlädt: sexy Jeans, das lange Haar offen! Er entführt sie in sein Bett - mit Folgen ...
HOCHZEITSNACHT AUF HAWAII von MCALLISTER, ANNE
Eine einzige Nacht hat Peter Antonides auf Hawaii mit Ally verbracht - die Hochzeitsnacht voller Leidenschaft! Danach gingen sie getrennte Wege. Jetzt verlangt Ally die Scheidung. Aber der feurige Grieche hat einen anderen Plan ...
LEHRE MICH ZU LIEBEN TARA! von STEPHENS, SUSAN
Graf Lucien Maxime hat entschieden: Tara wird sein Schloss nicht verlassen, bis er von ihr bekommen hat, was er will! Doch damit besiegelt der stolze Aristokrat sein eigenes Schicksal: Rettungslos verfällt er der sanften Schönen mit dem großen Herzen ...



Anne Mcallister, Preisträgerin des begehrten RITA Award, wurde in Kalifornien geboren und verbrachte ihre Ferien entweder an kalifornischen Stränden, auf der Ranch ihrer Großeltern in Colorado oder bei Verwandten in Montana. Genug Gelegenheiten also, um die muskulösen Surfer, die braungebrannten Beach-Volleyballer und die raubeinigen Cowboys zu beobachten! Am Besten gefielen ihr dabei durchtrainierte dunkelhaarige Männer, die etwas Geheimnisvolles ausstrahlten. Und genau so sieht ihr Ehemann aus, dem sie während ihrer Arbeit in der Unibibliothek begegnete. Mittlerweile sind sie seit 32 Jahren verheiratet und haben vier Kinder. Bevor Anne Romance-Autorin wurde, lehrte sie Spanisch, studierte Theologie und schrieb Nachrufe. Das alles dient ihr jetzt als Anregungen für die Handlungen in ihren Liebesromanen! In letzter Zeit hat sie auch viel über ihre eigene Familie erfahren und spielt mit dem Gedanken, eine historische Romance zu schreiben. Doch bekannt geworden ist Anne McAllister mit ihren zeitgenössischen Liebesromanen, die häufig in Montana spielen und denen eins gemeinsam ist: Die Helden sind stets aufregend männliche Cowboys - Annes sorgfältige Beobachtungen als junges Mädchen haben sich ausgezahlt!
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1. KAPITEL

Himmel, hoffentlich war dieser Abend bald vorbei! Die beiden Männer in der Bar des exklusiven Londoner Hotels, die sie und ihre Schwester erst vor einer Stunde kennengelernt hatten, hatten gerade lachend beschlossen, dass Tara mehr ausgehen sollte. Und dennoch: Der attraktivere von den beiden, ein großer, muskulös gebauter Mann namens Lucien mit dichtem braunem Haar, diskutierte jetzt mit Taras älterer Schwester Freya darüber, dass es so etwas wie „zu still“ nicht gab. Wenn Tara nicht gern wilde Partys feierte, warum sollte sie dann? Es gab ja auch andere Möglichkeiten, Leute kennenzulernen …

Tara warf ihm einen dankbaren Blick zu und zog sich erleichtert tiefer in den Schatten der Nische zurück.

Nähe zu ihrer älteren Schwester war alles, was sich die achtzehnjährige Tara je gewünscht hatte. Doch inzwischen fragte sie sich, ob es nicht gefährlich war, der Flamme zu nahe zu kommen, wenn jemand so hell brannte wie Freya.

Aber vielleicht ist es ja doch der richtige Weg, überlegte Tara, als sie sich jetzt in die viel zu engen Sachen ihrer Schwester zwängte. Die beiden Mädchen waren in ihre Unterkunft zurückgekehrt, um sich umzuziehen. Ihre neuen Bekannten hatten den Vorschlag gemacht, gemeinsam Abend zu essen: eine Idee, die von Freya begeistert angenommen worden war. Ihre Schwester ermunterte Tara ohnehin immer wieder, mehr in Gesellschaft auszugehen, also würde Tara heute so ziemlich alles tun, um Freyas Anerkennung zu gewinnen.

Alles. Aber das eine nicht, dachte Tara, als das Gesicht des Mannes, der vorhin Partei für sie ergriffen hatte, vor ihrem geistigen Augen auftauchte. Luciens tiefe samtene Stimme und sein amüsierter Blick hatten sie nervös gemacht. Er gehörte eindeutig zu jener anderen, viel aufregenderen Welt, in der Freya so unbedingt leben wollte. Es war eine Welt, von der Tara wusste, dass sie nie dazugehören würde.

Freya hatte keine Probleme, sich auf ein Gespräch mit unbekannten Männern einzulassen, doch für Tara war es die reinste Qual. Sie hatte während der gesamten Zeit vor Verlegenheit kaum den Blick gehoben. Neben ihrer glamourösen Schwester, die überall, wohin sie auch ging, die Aufmerksamkeit auf sich zog, war sie sich linkisch, unscheinbar und pummelig vorgekommen. Am liebsten hätte sie sich in ein Mauseloch verkrochen. Nur einmal hatte sie Lucien direkt angeschaut, als er sich mit der Frage an sie richtete: „Sollten Sie nicht in der Ausbildung sein?“

Anstatt Männer in einer Bar aufzureißen, hatte er wohl damit gemeint.

Bevor Tara antworten konnte, hatte Freya das Gespräch sofort wieder an sich gerissen. Nichts sollte von dem flirtenden Ton der Unterhaltung ablenken. Als Tara diese Szene später Freya gegenüber erwähnte, lachte diese nur unbeschwert und sagte, Tara solle sich das nicht so zu Herzen nehmen. Sie habe ja noch ihr ganzes Leben, um etwas zu lernen, ihre Jugend solle sie aber erst einmal dazu nutzen, um sich einen Mann zu angeln.

Wenn Tara jetzt daran dachte, brannten ihre Wangen vor Scham. Fairerweise musste man Freya wohl zugestehen, dass sie in gewisser Weise recht hatte. Denn was immer Lucien über ihre Ausbildung dachte – Lucien mit dem französischen Akzent und dem wissenden Blick, der Tara das Blut in den Adern aufheizte –, er hatte Freya gebeten, auf jeden Fall ihre kleine Schwester mit zum Essen zu bringen.

Wieso hatte er das getan? Tara wurde abwechselnd heiß und kalt, wenn sie darüber nachdachte. Sie kam sich schon jetzt unmöglich vor, wie sie hier saß, in dem zugigen kleinen Apartment, eingehüllt in einer Wolke von Freyas billigem Parfüm und dem Figur formenden Body. Freya hatte gemeint, es ginge vor allem um den ersten richtigen Eindruck, um den zweiten brauche man sich dann keine Gedanken mehr zu machen. Und aus diesem Top würde man sie wohl herausschneiden müssen.

„Hör auf, daran herumzuzupfen.“ Freya unterbrach das Anbringen der falschen Wimpern, um Tara einen strengen Blick zuzuwerfen. „Das hat ein Vermögen gekostet.“

„Entschuldige …“ Freya hatte darauf bestanden, dass Tara auf jeden Fall etwas Schickes tragen müsse, und ihr das Paillettenoberteil in die Hand gedrückt.

Jetzt nahm sie es ihr wieder ab. „Ich trage das heute Abend. Du nimmst das hier …“

„Danke.“ Tara war froh, die glitzernden Pailletten gegen ein unauffälligeres Top mit einem wesentlich unaufdringlicheren Ausschnitt zu tauschen.

„Dir ist klar, dass dein Typ ein echter Comte, also ein Graf, ist, oder?“ Freya trug sorgfältig Lippenstift auf.

„Ein Graf?“ Taras Puls beschleunigte sich. Kein Wunder, dass Lucien so dominant und selbstsicher wirkte. Aber seit wann war er ihr Typ? Und wenn er ihr Typ war, was sollte sie dann mit ihm machen, mal ganz abgesehen davon, dass er ein Adeliger war? Was sollte sie denn mit ihm reden?

„Du hast wirklich Glück. Jetzt liegt es bei dir, das Beste herauszuholen.“

Das Beste? Was hieß das? Tara zwängte sich in das enge Lycra-Top ihrer Schwester und lächelte Freya unsicher an. Davon verstand sie auf jeden Fall nicht viel, obwohl ihre Entschlossenheit, das Beste aus sich zu machen, der ihrer Schwester in nichts nachstand. In dem kleinen Zimmerchen war kein Platz für einen Schreibtisch, aber ihre Bücher lagen ordentlich gestapelt unter ihrem Bett.

„Hier, zieh das über.“ Freya warf ihr eine weiße Pelzstola zu.

„Lieber nicht …“ Tara wich regelrecht zurück. Für sie trug der weiße Pelz den Duft von Freiheit und Sorglosigkeit. „Sonst mache ich sie noch schmutzig.“

„Oh, na schön.“ Ungeduldig wühlte Freya in dem Berg von Kleidungsstücken auf ihrem Bett. „Dann nimm diesen Schal hier.“

Tara gefiel der hellblaue Schal viel besser als die Pelzstola. Ihr fiel Freyas Erklärung für diese Auswahl an teurer Garderobe wieder ein, als sie mit den Fingern über den edlen Stoff strich. „Männer machen mir eben gern teure Geschenke“, hatte Freya gesagt, „was sollte daran verkehrt sein?“ Nichts, dachte Tara jetzt und sah bewundernd zu ihrer schönen Schwester. Wer würde dieser schönen Frau keine Geschenke machen wollen? Wenn man so aussah wie sie und dann so leben musste, war es kein Wunder, dass Freya sich etwas Besseres wünschte.

„Was sollte dieser Seufzer?“, fragte Freya misstrauisch, als Tara begann, die herumliegenden Sachen wieder in den Schrank zu sortieren.

„Nichts …“ Tara wurde klar, dass ihre Schwester den Seufzer für Kritik gehalten haben musste.

„Diesen Rock habe ich extra für dich draußen gelassen“, fuhr Freya jetzt gereizt fort, als Tara das viel zu enge Kleidungsstück zweifelnd begutachtete. „Du musst dich beeilen, Tara … sonst kommen wir zu spät. Und hör endlich mit dem Aufräumen auf, sonst bist du wieder völlig verschwitzt, und das wollen wir doch auf gar keinen Fall.“

Was Freya von dem heutigen Abend wollte, war eindeutig und machte Tara nervös. Für sie würde es auf jeden Fall ein Misserfolg werden, denn Lucien war nicht an ihr interessiert. Er war nur nett zu ihr. Dennoch konnte sie nicht umhin, sich in romantischen Träumereien zu verlieren. Träumereien von süßen, lockenden Küssen …

Sie verschwendete wertvolle Zeit mit dem Reißverschluss der Rocks, der ihr zwei Nummern zu klein war. Letztendlich gab sie auf, ließ ihn ein Stück weit offen stehen und zog sorgfältig das Top über den Bund.

„Fertig?“, wollte Freya wissen und nahm ihre schicke neue Handtasche.

Ja, fertig und bereit, um ihre Schwester nicht zu enttäuschen. Freya war heute so angespannt. Scheinbar bedeutete ihr das heutige Treffen sehr viel.

Freya bestätigte diese Überlegung sofort. „Keine Sorge, Schwesterchen, ich habe nicht vor, noch lange hier in dieser kalten Bruchbude zu leben.“

„Was meinst du damit?“, fragte Tara entsetzt.

„Da draußen gibt es eine große Welt voll reicher Männer. Männer, die genau so eine Frau suchen wie mich.“

„Oh …“ Tara kaute bedrückt an ihrer Lippe. Natürlich hatte Freya ein besseres Leben verdient, doch wenn sie an die eigene Zukunft dachte, lag diese wie ein schemenhafter Umriss vor ihr. Sie konnte sich auch nicht vorstellen, von ihrer Schwester getrennt zu sein. Sie waren als Waisen groß geworden, und Freya war alles an Familie, was sie hatte.

„Du kannst hierbleiben, ich werde den Mietvertrag auf dich umschreiben lassen.“ Freya fuhr sich durch die hellen Locken. „Das ist wenigstens ein Anfang für dich. Ich werde wahrscheinlich in Südfrankreich leben …“

Es war das Leben, das ihre schöne Schwester verdient hatte, auch wenn Tara bei der Vorstellung eine schreckliche Leere in sich verspürte. Sie verdrängte diese egoistischen Gedanken und wollte Freya lächelnd umarmen. „Du denkst immer an mich.“

„Vorsicht, mein Make-up!“ Freya wich hastig zurück. „Jetzt hör mir gut zu“, hob sie entschieden an. „Du musst dafür sorgen, dass dein Graf dich auf jeden Fall mit zu sich nimmt. Diese Bruchbude hier darf er nicht sehen.“

„Er ist nicht mein Graf“, setzte Tara an, „und ich werde auf gar keinen Fall mit ihm nach Hause gehen.“

„Da wäre ich mir nicht so sicher.“ Freya musterte sie von oben bis unten. „Du magst ein paar Kilos zu viel haben, aber richtig ausstaffiert machst du schon was her.“

„Aber nie im Leben so wie du.“

„Nun ja …“ Freya seufzte zufrieden und warf einen letzen Blick in den Spiegel. „Jetzt aber los. Wir...



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