Mcallister / Shepherd / Hewitt | Romana Extra Band 48 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 0048, 448 Seiten

Reihe: Romana Extra

Mcallister / Shepherd / Hewitt Romana Extra Band 48


1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7337-4346-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0048, 448 Seiten

Reihe: Romana Extra

ISBN: 978-3-7337-4346-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



SINNLICHE VERSUCHUNG IM WÜSTENPARADIES von LOGAN, NIKKI
Weihnachten unter Palmen: In einem luxuriösen Ferienresort fern der Heimat sucht die reiche Erbin Sera nach einem Medienskandal endlich Ruhe. Aber wie soll sie entspannen, wenn ihr attraktiver Bodyguard Brad ihre Sinne in Aufruhr versetzt? Und Küsse für ihn streng verboten sind ...
UNTER DER SONNE SIZILIENS von HEWITT, KATE
'Nur diese eine Nacht, mehr kann ich dir nicht geben.' Der italienische Geschäftsmann Larenzo Cavelli will der schönen Emma keine falschen Hoffnungen machen, als er sie auf seinem Anwesen in den Bergen Siziliens verführt. Allerdings ahnt er da noch nichts von den süßen Folgen ...
IST LIEBE IM SPIEL? von MCALLISTER, ANNE
Für Spencers Geschäftspartner soll Sadie die Vorzeigefrau spielen. Was heißt spielen? Nach dem Gesetz ist sie seine Ehefrau - leider nur auf dem Papier. Bis jetzt! Denn der Honeymoon-Bungalow mit Kingsize-Bett ist einfach perfekt für eine romantische Verführung ...
WENN UNSER GLÜCK ERBLÜHT von SHEPHERD, KANDY
Erst fasziniert Shelley nur der verwilderte Garten des alten Herrenhauses, dann immer mehr dessen attraktiver Besitzer Declan Grant. Doch kaum gesteht sie sich ein, dass sie ihr Herz an den Software-Milliardär verloren hat, muss sie plötzlich fürchten, dass er sie nur benutzt ...



Anne Mcallister, Preisträgerin des begehrten RITA Award, wurde in Kalifornien geboren und verbrachte ihre Ferien entweder an kalifornischen Stränden, auf der Ranch ihrer Großeltern in Colorado oder bei Verwandten in Montana. Genug Gelegenheiten also, um die muskulösen Surfer, die braungebrannten Beach-Volleyballer und die raubeinigen Cowboys zu beobachten! Am Besten gefielen ihr dabei durchtrainierte dunkelhaarige Männer, die etwas Geheimnisvolles ausstrahlten. Und genau so sieht ihr Ehemann aus, dem sie während ihrer Arbeit in der Unibibliothek begegnete. Mittlerweile sind sie seit 32 Jahren verheiratet und haben vier Kinder. Bevor Anne Romance-Autorin wurde, lehrte sie Spanisch, studierte Theologie und schrieb Nachrufe. Das alles dient ihr jetzt als Anregungen für die Handlungen in ihren Liebesromanen! In letzter Zeit hat sie auch viel über ihre eigene Familie erfahren und spielt mit dem Gedanken, eine historische Romance zu schreiben. Doch bekannt geworden ist Anne McAllister mit ihren zeitgenössischen Liebesromanen, die häufig in Montana spielen und denen eins gemeinsam ist: Die Helden sind stets aufregend männliche Cowboys - Annes sorgfältige Beobachtungen als junges Mädchen haben sich ausgezahlt!
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1. KAPITEL

Brad Kruger entdeckte seine Klientin sofort, als sie mit den übrigen Passagieren des Flugs aus London die Ankunftshalle des Flughafens von Umm Khoreem betrat. Sie trug als einzige Frau das Haar offen und ein schulterfreies Top. Offenbar hatte sie sich unterwegs umgezogen – in England herrschte um die Weihnachtszeit schließlich eisige Kälte. Ihre Kleidung trug zwar dem hiesigen Wüstenklima Rechnung, nicht aber der Kultur des Landes.

Du wirst mir in den kommenden Wochen noch einige Kopfschmerzen bereiten, dachte er, als in dem Moment Grenzbeamte in makelloser Uniform auf sie zukamen und sie unauffällig an einen freien Schalter weitab der übrigen Neuankömmlinge geleiteten.

Das fängt ja gut an! Brad drückte sich von der reich verzierten Säule ab, an der er gelehnt hatte, und näherte sich dem Schalter.

Visa für Umm Khoreem gab es erst bei der Einreise. Wer keines erhielt, wurde gnadenlos abgeschoben. Die Beamten mochten wegen der freizügigen Kleidung auf die junge Frau aufmerksam geworden sein. Wenn sie von ihrer Verhaftung vor wenigen Wochen erfuhren, würden sie ihr das Visum garantiert verweigern.

Brad sah, wie einer der Beamten mit ausdrucksloser Miene ihren Pass entgegennahm, ihr einige Fragen stellte und dann auf seinen Bildschirm starrte. Die langbeinige Brünette blickte sich ungeduldig um. Erst jetzt schien sie zu bemerken, dass man sie von den übrigen Passagieren getrennt hatte. Erschrocken drehte sie sich zu dem Beamten um, die lässige Leichtigkeit, mit der sie förmlich durch die Halle geschwebt war, fiel schlagartig von ihr ab, und sie ließ die Schultern hängen.

Endlich gelang es Brad, Blickkontakt mit einem der Beamten herzustellen. Der Mann kam zu ihm herüber, hörte mit gesenktem Kopf an, was er zu sagen hatte, nickte und zückte sein Handy. Sein Kollege am Schalter nahm das Gespräch entgegen. Er warf Brad einen neugierigen Blick zu, ehe er sich erneut der Frau zuwandte.

Damit war Brad jetzt offiziell in die Angelegenheit verwickelt, aber nur so konnte er etwas erreichen.

Der Beamte am Schalter begann, ihr Gepäck zu durchsuchen, wohl um Zeit zu schinden, bis ihre Daten überprüft waren. Als der Computer ihm die nötigen Informationen anzeigte, bat er sie, ihm zu folgen. Als sie zögerte, verlieh er seiner Bitte mit einer eindeutigen Geste Nachdruck.

Einen Beamten vor sich, einen dahinter, wurde Seraphina Blaise aus dem Ankunftsbereich geführt. Auf das Zeichen eines der Grenzer hin folgte Brad ihnen.

Jetzt sind es schon drei, dachte Seraphina, als sie den Mann bemerkte, der im Gegensatz zu den beiden anderen nicht die traditionelle Kleidung und Kopfbedeckung des Landes trug. Im dunklen Anzug wirkte er eher wie ein Chauffeur oder gar ein CIA-Agent.

Die Männer standen im Nebenraum, durch ein schalldichtes Fenster von ihr getrennt. Der Chauffeur sprach, die anderen hörten ihm aufmerksam zu.

„Gibt es ein Problem?“, fragte sie. Sicher funktionierte der Schallschutz nur in eine Richtung. Die Männer ignorierten sie, lediglich der Chauffeur warf ihr einen flüchtigen Blick zu.

Zeig keine Angst, bleib immer höflich, rief sie sich die Regeln ins Gedächtnis, die beim Umgang mit Behörden überall auf der Welt galten.

„Können wir bitte anfangen? Ich werde nämlich abgeholt“, rief sie, als wäre die Verzögerung ihre größte Sorge. Dabei lächelte sie gewinnend und hoffte, dass man ihrer Stimme die Anspannung nicht anhörte. Die Männer beachteten sie nicht einmal.

Endlich trat einer der Offiziellen an den Tisch, auf dem ihr Reisepass lag, schlug ihn auf, drückte einen Stempel hinein und reichte ihn dem Chauffeur. Die Beamten verschwanden, gleich darauf öffnete der Chauffeur die Tür. Er hielt ihren Pass in einer Hand, ihren Koffer in der anderen.

„Willkommen in Umm Khoreem. Sie dürfen jetzt gehen“, sagte er ohne weitere Erklärung oder Entschuldigung. Sein Englisch war perfekt, die sonnengebräunte Haut und das dunkle Haar ließen ihn wie einen Araber aussehen.

„Wieso hat man mich festgehalten?“ Seraphina konnte sich die Antwort denken. Die Ereignisse in einem Forschungslabor nördlich von London würden ihr ein Leben lang nachhängen.

Der Mann setzte lediglich seine Sonnenbrille auf, machte auf dem Absatz kehrt und ging mit ihren Sachen davon.

„Geben Sie mir meinen …“

„Kommen Sie, Ms. Blaise.“ Mit einer Kopfbewegung wies er auf eine Glastür weit vor ihnen. „Erst hinter diese Tür liegt Umm Khoreem.“

Verblüfft sah sie ihn an. Er zog die Vokale lang wie ein Australier, und er gehörte offenbar nicht zum Flughafenpersonal. Wer war er? Sollte sie wirklich einem Wildfremden durch einen langen, dunklen Korridor folgen? Da er ihre Sachen trug, blieb ihr jedoch keine Wahl.

„Was war das denn gerade?“, fragte sie erneut, als sie ihn eingeholt hatte. „Und wieso lässt man mich plötzlich gehen?“

„Der regierende Scheich hat sich für Sie eingesetzt.“

Verblüfft blieb sie stehen. „Sie sind ein Scheich?“

„Nein, nein.“ Er konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. „Sehe ich so aus? Scheich Baksh Shakoor ist mein Chef. Ich spreche in seinem Namen.“

„Und weshalb kümmert es ihn, was aus mir wird?“ Woher wusste er überhaupt von ihr?

„Sie sind Langzeitgast in seinem exklusivsten Hotel. Es wäre ihm nicht recht, wenn man Sie wegen einer Lappalie festhielte.“

Als Lappalie erschien ihr eine Verurteilung nicht, deswegen hatte sie sie auf ihrem Visumsantrag angegeben. Andererseits würde ihr vierwöchiger Aufenthalt in dem Wüstenhotel dem Scheich ein kleines Vermögen einbringen.

„Er weiß sicher nicht, was Sie gerade getan haben.“

„Details überlässt er grundsätzlich seinen Mitarbeitern.“

„Sie haben sich also etwas einfallen lassen …“

In diesem Moment traten sie durch die Glastür, und Sera befand sich in Umm Khoreem. In der Freiheit. Zumindest halbwegs.

„Ich musste den Beamten einige Zusagen machen“, erklärte er. „Nichts, was Sie beim Sonnenbaden stören würde.“

Offenbar ging er davon aus, dass sie sich in der Wüstensonne aalen wollte. Dabei flüchtete Sera in erster Linie vor ihrem Leben und den bevorstehenden Feiertagen, die sie fürchtete wie sonst nichts.

„Was für Zusagen?“

„Während Ihres Aufenthalts in Al Saqr stehen Sie als Gast des Scheichs unter seinem Schutz. Daher ist man bereit, über ihre … Verurteilung hinwegzusehen.“

„Das klingt ja, als hätte ich eine Bank ausgeraubt.“

„Sie wären überrascht, was ich alles von Ihnen weiß, Ms. Blaise.“

Viel kann das nicht sein, dachte sie. Sie war ein unbeschriebenes Blatt – von der Verurteilung wegen Hausfriedensbruchs einmal abgesehen.

„Hegen Sie mir gegenüber etwa Vorurteile?“

„Das Resort ist weitläufig und gut befestigt. Solange sie sich innerhalb seiner Grenzen aufhalten, bekommen sie keine Probleme.“

Sein frostiger Ton und sein strenger Blick weckten ihren Widerspruchsgeist. „Wer sollte mich daran hindern, Kafr Falaj zu besuchen?“ Vom Flugzeug aus hatte sie einen Blick auf die moderne Landeshauptstadt werfen können.

Ihr Begleiter blieb so abrupt stehen, dass sie beinahe mit ihm zusammengestoßen wäre. „Das ist meine Aufgabe. Auch darauf habe ich mein Wort gegeben.“

„Dann bin ich also nicht nur dem Scheich verpflichtet, sondern auch seinem Chauffeur.“

Sichtlich gereizt presste er die Lippen aufeinander. „Ich gehöre der königlichen Garde an und bin in den kommenden vier Wochen für Ihre Sicherheit verantwortlich.“

Sera bekam ein schlechtes Gewissen. Es war schließlich nicht seine Schuld, dass sie auf einen Mann hereingefallen war, der ihres Vertrauens nicht würdig war, und zwar kurz vor Weihnachten, einer Jahreszeit, die ihr regelmäßig zu schaffen machte.

Sie hatte keine Lust, die nächsten vier Wochen mit ihm im Dauerstreit zu liegen über Dinge, die er nicht zu verantworten hatte. Obendrein hatte sie ihrem Vater versprochen, sich unauffällig zu verhalten.

Streit anzuzetteln fiel ihr allerdings leichter, als ihm auszuweichen. „Sie haben offenbar die Niete gezogen, wenn Sie einen Monat lang Babysitter spielen müssen“, spöttelte sie.

Bei dem Wort Babysitter zuckte er zusammen, fing sich aber gleich wieder. „Ganz im Gegenteil. Das werden Sie begreifen, sobald Sie das Resort sehen.“

Seine Körpersprache mahnte sie zur Vorsicht, daher verkniff sie sich jede weitere Bemerkung. Endlich hatten sie den Ausgang erreicht. Als sich die Türen öffneten, schlug ihnen die sengend heiße Wüstenluft entgegen.

Die Autobahn führte an den Glas- und Stahlpalästen von Kafr Falaj vorbei. Die Stadt war erst vor wenigen Jahrzehnten aus dem Wüstenboden gestampft worden und legte ein spektakuläres Zeugnis von der scheinbaren Überlegenheit des Menschen über die Natur ab. Sie war auf einem unterirdischen Kanalnetzwerk errichtet, vergleichbar den römischen Aquädukten, und innerhalb kurzer Zeit zu einer blühenden, bei Ausländern überaus beliebten Metropole angewachsen.

Bald darauf fuhren sie durch eine sich schier endlos ausdehnende monotone Wüstenlandschaft. Sera richtete ihre Aufmerksamkeit auf ihren Begleiter, der sich ganz aufs Fahren konzentrierte. Er trug das dunkle Haar militärisch kurz geschnitten, sein Vollbart war elegant gestutzt, eine Narbe teilte eine seiner Augenbrauen. Seit er sie in den Fond des riesigen, luxuriösen Geländewagens hatte einsteigen lassen, hatte er kein Wort von sich...



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