McEwen / Williams / Ravensburger Verlag GmbH | Camp Honor, Band 2 - Der Auftrag | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 448 Seiten

Reihe: Camp Honor

McEwen / Williams / Ravensburger Verlag GmbH Camp Honor, Band 2 - Der Auftrag


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-473-47995-5
Verlag: Ravensburger Verlag GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)

E-Book, Deutsch, Band 2, 448 Seiten

Reihe: Camp Honor

ISBN: 978-3-473-47995-5
Verlag: Ravensburger Verlag GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)



In diesem Camp wirst du zum Helden!

Als ein selbstfahrender Lkw in eine Menschenmenge rast, herrscht im Camp Honor Alarmstufe Rot. Der Täter: ein Gamer, der den Lkw ferngesteuert hat – ohne es zu wissen! Was er für ein harmloses Computerspiel hielt, wurde zur tödlichen Realität. Ein Cyberterrorist namens Encyte bekennt sich zu dem mörderischen Hack und droht mit weiteren Anschlägen. Nun liegt es an Wyatt und seinen Freunden, Encyte zu stoppen!

Explosive Action ab 14 vom Co-Autor des SPIEGEL-Bestsellers "American Sniper"

Eine abgelegene Insel.

Ein geheimes Trainingslager der US-Regierung.

Und eine Gruppe von Jugendlichen, die zu den besten Geheimagenten der Welt ausgebildet werden soll.

Willkommen im CAMP HONOR!

*** Explosive Action, heldenhafte Missionen und ein Team, das füreinander durchs Feuer gehen würde – Band 1 der Action-Reihe für Leser*innen ab 14! ***

Weitere Action-Thriller von Ravensburger:

Deep Sleep

Band 1: Codename: White Knight

Band 2: Auftrag: The Whisperer

Band 3: Mission: Good Mother

Last Line of Defense

Band 1: Der Angriff

Band 2: Die Bedrohung

Band 3: Der Crash

Alex Rider

Band 1: Stormbreaker

Band 2: Gemini-Project

Band 3: Skeleton Key

Camp Honor

Band 1: Die Mission

Band 2: Der Auftrag

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Weitere Infos & Material


Jalen schmiss die Spielkonsole an, schnappte sich den Controller von der Kommode und setzte das VR-Headset auf. Er starrte auf den riesigen Flat-Screen. Das Spiegelbild eines dürren, ein wenig in sich gekehrten afroamerikanischen Teenagers starrte zurück. Jalen kam sich wie losgelöst von dem Bild vor, das sich auf der glatten Fläche reflektierte. So als wäre in seinen eigenen Augen etwas zu lesen wie: »Was? Mehr haste nicht drauf?«

Er wandte den Blick ab.

Von der Konsole aus startete Jalen Twitch – eine Freeware, über die er sein Gamer-Leben per Livestream übertrug. Er checkte den Sound, um sicherzugehen, dass die winzige Webcam auf dem TV ihn richtig aufnahm. Jetzt sah er einen anderen Jalen auf dem Bett sitzen: einen großen, selbstbewussten und – obwohl er sich nicht so für Sport interessierte – athletischen Jalen.

»Eine verdammte Vergeudung meiner guten Gene!« Das hatte sein Dad mehr als einmal gesagt. Dabei war es Ronnie Rose, Jalens Vater, gewesen, der ihm seine erste Spielkonsole gekauft hatte. Und manchmal, wenn er mit seinem Vater abhing und die peinliche Stille nicht mehr zu ertragen war, hockte sich Jalen auf den Wohnzimmerboden und spielte Videospiele – während sein Dad sich hinter ihm auf der Couch fläzte und redete, als wäre Jalen gar nicht da. So auch heute.

»Hab ’nen Jungen großgezogen, der in der NFL oder NBA spielen könnte«, lamentierte er. »Aber der tut nichts anderes, als auf den Bildschirm zu glotzen.« Zu gerne hätte Jalen seinem Vater unter die Nase gerieben, dass er ein Heuchler war. Ronnie hatte zwar sein Leben ganz und gar dem Football verschrieben, war aber gleichzeitig auch ein besessener Videogamer. Und bis zu seinem Auszug hatte er ständig bei endlosen Runden Halo, Madden und NBA Live vor dem TV abgehangen. Wurde sogar süchtig nach Candy Crush. Jalen wollte ihm sagen, dass er sich lieber um sich selbst kümmern und aufhören sollte, ihn zu blamieren. Aber dann wäre er nur aus der Haut gefahren. »Verdammte Verschwendung von Zeit, Geld und DNA

»Denkst du, du bist für diese guten Gene verantwortlich?«, lachte Jalens Mom. Tyra Rose stammte aus Brasilien und war einst als Mädchen nach Florida gekommen. Mit ein wenig Hilfe ihres engagierten Vaters wurde aus ihr eine der besten Tennisspielerinnen der Welt – sie war sogar einmal auf Platz eins der Weltrangliste gewesen. Sieben Grand Slams hatte sie gewonnen – darunter zweimal Wimbledon –, bevor sie Jalen und seine Schwestern bekam. »Wie war das doch gleich noch mal, Ronnie? Wie viele Meisterschaften hast du mit den Lions gewonnen?«

»Komm mir doch nicht damit«, stöhnte Ronnie. Er war fünfmal als bester Wide Receiver ins All-Pro-Team der NFL gewählt worden, als er für Detroit spielte. »Du weißt, dass das Team für’n Arsch war. Niemand kann schließlich von mir erwarten, dass ich die ganze Welt auf diesen Schultern trage.« Grinsend blickte Ronnie rechts und links an sich herab. »So breit die auch sind.«

»Okaaay! Schieb’s ruhig dem Team in die Schuhe.« Sie wandte sich an ihren Sohn. »Baby, ich möchte, dass du dir etwas hinter die Ohren schreibst: Der einzige Grund, warum dein Vater seit seinem Ausscheiden aus der Liga vor dreizehn Jahren keinen einzigen Tag gearbeitet hat, ist seine Einstellung.«

»Verdammt!« Ronnie stand auf. »Genau das ist der Grund, warum ich aus diesem Haus abgehauen bin. Schreib dir lieber Folgendes hinter die Ohren, Jalen: Nimm dir eine Frau, die dich aufbaut und nicht runterzieht.«

Tyra folgte Ronnie zur Tür. »Jemanden runterzuziehen oder ihn anzuspornen, sein Bestes zu geben, ist ein Unterschied. Ich habe dich angespornt. Du hast aufgegeben!«

»Wie wär’s, wenn du deinen Sohn anspornst, seinen verdammten Hintern hochzukriegen.« Damit knallte Ronnie die Tür zu.

Sanjeet Rao schlenderte selbstbewusst auf den umgebauten Peterbilt-Aufliegertruck zu. Im Schlepptau des Bosses von GoTech – dem führenden Entwickler autonomer Automobile in den USA – folgten CBS-Abendnachrichten-Moderator Chris Moriarty und sein Kamerateam.

»Die Strategie hinter GoTechs Geschäftsmodell«, erklärte Sanjeet dem berühmten Reporter, »liegt darin, das autonome Betriebssystem – also das Hirn des Automobils – für normale Fahrzeuge nutzbar zu machen.« Sanjeet wies auf die GoTech-Apparatur, die auf dem Dach des Fahrerhauses montiert war. »Wir wollen keine Pkws oder Lkws entwickeln, sondern die Technologie, die die Zukunft antreibt

Sanjeet lächelte, während er den Slogan einsinken ließ – das bisschen Markenbranding hatte ihn Hunderttausende von Dollar gekostet. »Stellen Sie sich das Ganze wie ein offenes Betriebssystem in einem Smartphone vor. Ob Samsung, Google Pixel oder LG: Alle kommen mit unterschiedlichen Gehäusen, unterschiedlichen Charakteristika daher. Aber das, was sie funktionieren lässt – das Hirn, wenn Sie so wollen – ist das Android-Betriebssystem, das auf dem Gerät läuft … das offene System, das jedes Smartphone nutzen kann. Wir sind so etwas wie das Android-Betriebssystem für Fahrzeuge. Wir sind die Hirne und Sie können uns in jede Marke, jeden Karosserietyp, in so ziemlich alles packen, das vier Räder hat. Alles, was wir wollen, ist das Fahrerlebnis effizienter zu machen, produktiver, angenehmer und viel, viel sicherer. Es spielt keine Rolle, ob es sich dabei um einen Pkw, einen Lkw oder gar ein Golfcart handelt.«

Chris nickte, während sein Kameramann auf das Fahrerhaus draufhielt. »Im Golfclub meines Vaters würden sich alle sehr viel sicherer fühlen, wenn er so ein selbstfahrendes Ding hätte. Das kann ich Ihnen sagen.«

»Sehr schön.« Sanjeet lachte, ein wenig zu gezwungen. »Wir könnten ihm eins bauen. Aber mal Spaß beiseite …«, fuhr er fort und räusperte sich. »Eigentlich sind wir dafür da, damit Sie in Ihrem Fahrzeug machen können, was Sie wollen, während wir das Fahren übernehmen. Unser GoTech Model One ist mit einer LiDAR VR-Spracherkennungssoftware ausgerüstet. Wir haben dreizehn Kameras installiert, 750 Sensoren im Innen- und Außenbereich des Fahrzeugs einschließlich des fortschrittlichsten Telematiksystems auf dem Markt. Aber die geheime Zutat, wenn Sie so wollen, stellt unsere im Fahrzeug installierte Computerleistung dar, die von cloudbasierter Rechenpower sowie dem im GoTech-Modul integrierten Qualcomm Snapdragon-Chip-Set unterstützt wird. Der kann das volle Potenzial von 4G-, 5G- und LTE-Verbindungen zur Cloud ausschöpfen.«

»Ziemlich bombastisch.« Chris Moriarty ließ ein Lächeln aufblitzen und präsentierte die perfekte Maske eines Abendnachrichten-Moderators.

»Ja«, kicherte Sanjeet. »Einfach gesagt: Es gibt es keine schnellere, sicherere oder häufiger getestete Lösung auf dem Markt – ob man damit nun einen Sedan fährt oder einen achtzehnrädrigen Lkw wie diesen.«

»Ja, ich weiß«, sagte Moriarty. »Ich hab Ihre Technik oben auf Pkws und Lkw-Führerhäusern herumfahren sehen, in meiner Nachbarschaft in New York und auch, als ich mal ins Silicon Valley gereist bin. Absolut unverkennbar.«

»Wir haben eine Menge Autos dort draußen, um zu lernen, besser zu werden. Und wir haben Milliarden von Kilometern mithilfe von KI-Technologie in virtuellen Fahrten simuliert.« Sanjeet umrundete die Front des Trucks und schlenderte zur Fahrerseite. »Für die heutige Demonstration sitzen wir hier.« Grinsend öffnete er die Hintertür. »Ihr Kameramann kann den Notsitz hinter dem Fahrer nehmen.« Damit bestieg er das Führerhaus, das zuvor von Moriartys Filmcrew mit Mikros und Kameras bestückt worden war. Der Vorstandvorsitzende nahm hinter dem Lenkrad des Lkw Platz und bedeutete den beiden, ihm zu folgen. »Dann mal rauf auf den Bock, Leute«, forderte er sie in anbiederndem breitem Texanisch auf.

Kaum hatte der Kameramann hinter ihnen Platz genommen, löste der GoTech-Lkw sich schon vom Bordstein. Eifrig schwenkte er die Kamera zwischen den beiden Männern hin und her, als sie sich in die Straßen von Austin, Texas, aufmachten.

»Und was ist mit der Sicherheit?«, fragte Moriarty, während das unbemannte Lenkrad sanft nach links und rechts drehte.

»Bestimmt muss ich Ihnen nicht sagen, dass es da draußen auf den Straßen einige üble Fahrer gibt. Unser Fahrsystem jedoch gehört nicht dazu. Schätzungen nach benötigen KI-Technologien fünf Milliarden Kilometer, um genauso geschickt zu werden wie ein sehr guter menschlicher Fahrer.« Es gab ein öliges Grinsen zum Besten. »Und wir können knapp 250 Milliarden Kilometer auf Straßen und Simulatoren verbuchen.«

»Wow«, staunte Moriarty.

»Jep, das ist eine Menge Zeit hinterm Steuer. Unser KI-Fahrer – die Technologie also, die den Truck jetzt gerade lenkt – fährt sehr viel sicherer als jeder Mensch. Hinzu kommen noch die computergestützten Sensoren und Signalverarbeitungstechnologien. Sprich: Dieses Fahrzeug kann Dinge aus unendlich größerer Entfernung sehen und registrieren als jedes menschliche Auge. Sie, die Leute um uns herum, die Wagen, an denen wir vorbeifahren … all das wird in exponentiellem Maß dadurch sicherer, dass GoTech dieses Fahrzeug autonom steuert.«

»Okay«, meinte Chris. »Das ergibt Sinn. Und was ist mit Cybersicherheit?«

Sanjeet lachte. »Alle Welt macht sich deswegen verrückt, kaum dass vom autonomen Fahren die...



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