McPhee / Kaye / Ashford | Historical Saison Band 25 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 0025, 384 Seiten

Reihe: Historical Saison

McPhee / Kaye / Ashford Historical Saison Band 25


1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-7337-6310-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0025, 384 Seiten

Reihe: Historical Saison

ISBN: 978-3-7337-6310-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



WINTERMÄRCHEN FÜR MISS POLLY von ROLLS, ELIZABETH
Polly fühlt sich wie Aschenbrödel mit ihrem Prinzen, als Reverend Alex Martindale sie unter dem Mistelzweig zärtlich in die Arme nimmt und küsst. Wird für die mittellose junge Lehrerin etwa doch ein Märchen wahr?
ENTSCHEIDUNG BEIM WEIHNACHTSBALL von SCOTT, BRONWYN
Beim Weihnachtsball erhält Catherine einen Heiratsantrag von Channing Deverill - und ist hin- und hergerissen. Denn immer heißer brennt das Begehren, das sein Bruder Finn insgeheim in ihr weckt!
CAPTAIN ALEXANDERS ENGEL von MCPHEE, MARGARET
Stürmisch wie die winterliche Überfahrt von New York nach Plymouth sind Sarahs Gefühle für den geheimnisvollen Daniel Alexander. Kaum hat sie ihm ihr Herz geschenkt, muss sie fürchten, dass er sie betrügt.
LORD THEOS SCHÖNSTES GESCHENK von ASHFORD, LUCY
Auch wenn Jenna an Weihnachten unter Lord Theos heimlichen Küssen dahinschmilzt, sollte sie sich keine falschen Hoffnungen machen. Ein Mann wie er wird ein Dorfmädchen wie sie wohl niemals heiraten ...
EIN HIGHLANDER ZUM WEIHNACHTSFEST von KAYE, MARGUERITE
Wie kann Laird Kilmun es wagen! Susanna ist schockiert, als sie den Grund für die überraschende Einladung auf seine Burg in den Highlands erfährt: Sie muss über die Feiertage seine Verlobte spielen!



Margaret McPhee lebt mit ihrem Ehemann an der Westküste Schottlands. Ganz besonders stolz ist sie auf ihre Kaninchendame Gwinnie, die mit ihren acht Jahren eine alte Lady unter ihren Artgenossen ist. Als Wissenschaftlerin ausgebildet, hatte sie trotzdem immer eine romantische Ader. Ihrem Mann begegnete sie zum ersten Mal auf der Treppe im Laborgebäude - sie ein paar Stufen über ihm, was sehr vorteilhaft war, denn Margaret ist klein und ihr Mann sehr groß. Es war Liebe auf den ersten Blick, und seitdem sind sie seit 15 Jahren unzertrennlich. Als Kind lebte Margaret die meiste Zeit in einer Traumwelt. Ihre Familie sagte zwar immer, da würde sie herauswachsen, doch darauf wartet sie immer noch. Seit sie bei ihrer Großmutter historische Liebsromane entdeckte - und diese förmlich verschlang - kommt sie nicht mehr davon los. Noch immer liest sie gerne Historicals, kauft sich jetzt aber ihre eigenen. Besonders die Romane von Georgette Heyer faszinierten sie und weckten in ihr den Wunsch, selbst Geschichten über aufregende Regency-Helden zu schreiben. Ihre ersten beiden Manuskripte wurden abgelehnt. Doch dank der Unterstützung anderer Autorinnen schaffte sie es, dass ihr Regency-Roman "The Captain's Lady" veröffentlicht wurde. Margaret genießt es Fahrrad zu fahren, verschönert sich den Nachmittag mit Tee und Keksen und erkundet gern mit ihrem Mann die herrliche Landschaft und die Natur der schottischen Inseln. Sie hofft stets darauf, eines Tages einen Riesenhai im Meer zu Gesicht zu bekommen und einen Seeadler am Himmel zu entdecken.

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1. KAPITEL

Reverend Alex Martindale blickte auf das unschuldige Baby in seinen Armen herab und wappnete sich für den unvermeidbaren Sturm. Das Gesicht rot, die Augen zugekniffen, weil sie einige Tropfen des heiligen Wassers abbekommen hatten, brachte der Ehrenwerte Philip Martindale – Erbe beträchtlicher Güter und, was sehr viel wichtiger war, der Augapfel seiner ihn vergötternden Eltern – sein Missfallen lauthals zum Ausdruck.

Da er in den vergangenen zwei Jahren jedes Kind in seiner Gemeinde getauft hatte, war Alex den Lärm gewohnt. Dennoch warf er einen Blick über den vornehmen kleinen Schreihals hinweg zu dessen Vater, Viscount Alderley. „Schlägt ganz nach dir, Dominic, was das Temperament angeht.“

Der Viscount lachte. „Aber nein, lieber Cousin.“ Er blinzelte seiner Frau zu. „Wohl eher nach Pippa.“

Alex fuhr fort, seinen kleinen Neffen zu segnen, das Kind, das – Dank sei dem Herrn – ihn aus seiner Position als Dominics Erbe gedrängt hatte. Ein leichtes Zupfen an seinem Chorhemd ließ ihn nach unten schauen.

Seine Patentochter, die ältere Schwester des kleinen Philip, sah ihn ernst an. „Du hast ihm Wasser in die Augen gespritzt, Onkel Alex“, erklärte sie ernst. „Das nächste Mal ist es besser, wenn Mama oder das Kindermädchen ihn baden.“

„Ach so, das war es, meinst du?“, erwiderte er mit priesterlich unbewegter Miene. „Ich danke dir für den Hinweis, Emma.“

Die Tauffeier in der großen Halle auf Alderley war eine laute, fröhliche Angelegenheit. Auffällig nur durch die Abwesenheit des Ehrengastes und dessen Schwester, die sich beide schon früh in Begleitung ihres Kindermädchens in die Kinderstube zurückgezogen hatten.

Mit ebenso großer, wenn nicht größerer, Begeisterung wie seine Tischnachbarn stieß Alex auf die Gesundheit des Erben von Alderley an. Ein Blick in die Runde zeigte ihm, dass die Feier, an der auch viele von Dominics Pächtern teilgenommen hatten, sich allmählich ihrem Ende zuneigte. Die weit weniger ausgelassene Versammlung des ortsansässigen Adels hatte im Salon stattgefunden, allerdings nahm Alex an, dass Dominic und Pippa, nachdem sie die illustren Gäste vorhin verabschiedet hatten, sich ebenso gern mit den Pächtern zusammentaten.

Gemächlich schlenderte er zu ihnen. Dominic legte Farmer Willet seine Hand auf die breite Schulter und schüttelte ihm zum Abschied die Hand. „Ich werde mich erkundigen, was mit dem Bullen los ist“, versicherte er dem Mann und wandte sich lächelnd an Alex.

„Bleibst du zum Abendessen?“

Alex war in Versuchung, aber … „Nein, danke. Mrs Judd würde mich umbringen.“ Seine Haushälterin gehörte zu jener Sorte gutmütiger Tyrannen, die zu verärgern sehr unklug war. Woanders zu Abend zu essen, ohne sie vorher davon in Kenntnis zu setzen, würde zur Folge haben, dass er eine ganze Woche lang statt seiner geliebten pochierten Eier hart gekochte verzehren müsste.

Dominic schnaubte. „Warum zum Henker hast du ihr nicht einfach gesagt, dass du zum Dinner hier bleibst? Du musst doch gewusst haben, dass wir dich einladen würden.“

Das stimmte natürlich. Dominic war sein Cousin und engster Freund, aber Alex zog es vor, seine Gastfreundschaft nicht für selbstverständlich zu halten.

Pippa lächelte ihm zu, und ihr seltsam durchdringender Blick zeigte ihm, dass sie genau wusste, wie er sich fühlte, und ihn gut verstehen konnte. „Dann also morgen?“, schlug sie vor. „Wir müssen endlich über die Dorfschule sprechen, die du eröffnen möchtest.“

Erleichtert erwiderte er ihr Lächeln. „Morgen. Und vielleicht erweist ihr mir ja nächste Woche die Ehre.“

„Das wäre schön.“

„Willst du die Kutsche haben, Alex?“, fragte Dominic freundlich.

„Nein, danke. Ein Spaziergang wird mir guttun.“

Und der Spaziergang war wirklich angenehm. Inzwischen war die Dämmerung hereingebrochen, und der aufgehende Mond ließ den knirschenden Raureif unter seinen Stiefeln aufschimmern. Ein weiteres Jahr ging zur Neige, es blieben nur noch vier Wochen bis Weihnachten. Morgen war der erste Adventssonntag, und eigentlich hätte Alex an seine Predigt denken sollen, doch stattdessen genoss er die klare, kühle, vom silbrigen Mondlicht erhellte Nacht. Der vertraute Weg, ein Pfad aus uralten Zeiten, war deutlich zu sehen. Manchmal dachte Alex an all die Menschen, die ihn vor ihm benutzt haben mussten – die Ahnen all jener Männer und Frauen, denen er jetzt als Seelsorger diente. Römer, Sachsen, Wikinger, Normannen: Alle waren als Eroberer gekommen und von diesem Land gezähmt worden, bis sie sich ihm alle unter einem Gott zugehörig gefühlt hatten, so wie auch das Land ihnen gehörte.

Nicht zum ersten Mal dankte Alex dem Herrgott für die Gelegenheit, ihm an einem solchen Ort dienen zu dürfen – einem Ort, den er sein ganzes Leben lang gekannt und geliebt hatte. Sein Onkel, Dominics Vater, hatte ihn und seine Mutter bei sich aufgenommen und ihn erziehen lassen wie einen eigenen Sohn, als gäbe es zwischen seinen Söhnen und dem verwaisten Neffen keinen Unterschied. Allerdings hatte der Onkel klug erkannt, dass es für den belesenen Alex besser war, wenn er von Mr Rutherford, dem Priester, unterrichtet wurde, und so hatte er ihn nicht mit seinen Söhnen nach Eton geschickt.

Alex wusste, wie glücklich er sich schätzen durfte. Gesegnet sogar. Und seine verwitwete Mutter hatte den Rest ihres Lebens in Sicherheit und Frieden zubringen dürfen. Ein solches Glück war nicht vielen Frauen in ihrer Lage – ohne Familie oder Vermögen – vergönnt.

Er weidet mich auf einer grünen Aue …

Dankbar für alles zu sein, was ihm der Herr geschenkt hatte, war eine Sache. Wollte er sich allerdings jetzt auf diese Auen legen, würde er sich den Tod holen, und Mrs Judd wäre mehr als erbost über die Vergeudung seines schönen Abendessens. Also beeilte er sich, nach Hause zu kommen.

Alex genoss sein einsames Dinner nicht halb so sehr wie den Spaziergang. Und das lag nicht an Mrs Judds Kochkünsten – die unbestreitbar ausgezeichnet waren –, sondern daran, dass er es mit niemandem teilte. Einige Jahre lang hatte er die Pfarrei zusammen mit seinem Vorgänger und Mentor Matthias Rutherford geführt, doch der alte Herr war zu Beginn dieses Jahres gestorben.

Rutherford hatte ihm das Amt schon im Jahr davor übergeben, war jedoch in der Pfarrei geblieben. Seine Gesundheit hatte immer mehr nachgelassen, doch sein Geist war wach gewesen wie eh und je. Für Alex hatte es sich angefühlt, als verlöre er seinen Vater ein zweites Mal. In gewisser Weise sogar schlimmer, da er dieses Mal genau gewusst hatte, was er verlor. Er hatte Rutherford sehr viel besser gekannt als seinen Vater. Und jetzt stand Weihnachten vor der Tür, das erste ohne den lieben alten Herrn. Trauer war kein neues Gefühl für Alex, er hatte seine Mutter begraben und seinen älteren Cousin, Dominics Bruder Richard. Und es gehörte zu seinen Aufgaben, die Hinterbliebenen zu trösten. Doch gelegentlich dachte er, wie schön es doch wäre, wenn der Tröster auch einmal getröstet werden könnte …

Sofort riss er sich zusammen, entschlossen, die Melancholie, die ganz allmählich Besitz von ihm ergriffen hatte, abzuschütteln. Kummer war eine Sache, Selbstmitleid eine ganz andere – eine der heimtückischeren Sünden. Außerdem gab es viele, die ihm ein Trost waren – Dominic, Pippa, selbst die Kinder, Emma und Philip. Er lachte leise bei der Erinnerung an Emmas Tadel wegen seiner vermeintlichen Ungeschicklichkeit bei der Taufe.

Dennoch wäre es gewiss ein großer Trost, Gesellschaft zu haben, einen Menschen, der das Pfarrhaus mit ihm teilte, mit dem er sich an ruhigen Abenden unterhalten und nach dem Dinner einen Brandy trinken konnte und der ihm bei der Gemeindearbeit half.

Je mehr er darüber nachdachte, desto klarer wurde ihm, was für ein Dummkopf er doch war, nicht früher auf die Idee gekommen zu sein. Sein Blick fiel auf den Schachtisch und die Figuren, die dort seit zehn Monaten unverändert auf ihrer Position standen. Es lag doch auf der Hand! Er brauchte einen Hilfspfarrer, der eine anständige Partie Schach spielen und gleichzeitig den Posten des Schullehrers übernehmen konnte.

Wenn man Miss Hippolyta Woodrowes Meinung dazu hören wollte, so war Aschenputtel ein ausgemachter Hohlkopf. Natürlich hatte sie unglaubliches Glück gehabt. Allerdings hielt Miss Woodrowe es nicht für weise, sich auf das Glück zu verlassen. Oder auf den Märchenprinzen, der herbeigeritten kam, in der Hand den gläsernen Schuh, um die Jungfrau in Nöten zu retten.

Schon gar nicht, nachdem sie vor zwei Jahren so töricht gewesen war, ihrem Cousin Tom diese Rolle zu geben. Doch Polly Woodrowe hatte ihre Lektion gelernt. Denn seit sie mittellos war, zog es der Alles-andere-als-Märchenprinz vor, so zu tun, als gäbe es sie überhaupt nicht und als habe sie nicht das geringste Recht auf sein Herz.

Sie schnaubte undamenhaft. Es war leichter zu glauben, dass die Fee den Kürbis samt Ratte, Mäusen und Eidechsen in eine Kutsche mit Gespann verwandeln konnte, als sich einzubilden, der Märchenprinz hätte Aschenputtel auch dann noch geliebt, wenn sie in Lumpen vor ihn hingetreten wäre.

„Er hätte sie wahrscheinlich eher die Treppe des Palastes hinuntergeworfen“, murmelte Polly vor sich hin und stapfte weiter die Dorfstraße entlang. Andererseits schien es, als wäre Aschenputtel mit einem fast schon sträflich gutmütigen Wesen gesegnet, weil sie nicht nur nicht mit ihrem Schicksal haderte, sondern am Ende sogar...



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