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E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 527 Seiten

Reihe: Cosmic Dust

Meckel MEGA

Aufbruch zu neuen Ufern
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7565-8248-8
Verlag: neobooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Aufbruch zu neuen Ufern

E-Book, Deutsch, Band 2, 527 Seiten

Reihe: Cosmic Dust

ISBN: 978-3-7565-8248-8
Verlag: neobooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Eine galaktische Verschwörung bedroht die Menschheit. Die MEGA sieht sich gezwungen, ungewöhnliche Maßnahmen zu ergreifen, ohne sich sicher zu sein, wie die ganze Sache ausgehen wird. Doch die Menschheit hat sich verändert, und ist bereit, Risiken einzugehen, solange sie dabei nur die Wahrheit erfährt.

Nicht mehr so ganz junger Autor, dafür aber ein Enthusiast, wenn es darum geht, gute Geschichten zu erzählen. Schreiben kann jeder, ich habe es zum Beruf gemacht. Kein Studium, sonst als Selfmade. Ich liebe gute Literatur und schreibe deshalb Fantasy, Horror und Science-Fiction. Drei Gebiete, die so direkt nichts miteinander gemein haben. Außer das sie immer wieder guten Stoff liefern. Ich habe in vielen Berufen gearbeitet und kann mich gut in Menschen einfühlen.
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2. MEGA


März 2135

Die MEGA war immer noch eine von der Politik unabhängige Organisation. Zwar hatte sie inzwischen Konzernreife angenommen, doch dies lag wohl eher daran, daß sie sich im Verlauf der letzten Jahre die meisten Zulieferer einverleibt hatte. Ihre Primäraufgaben bestanden immer noch darin, die neu aufkommenden Verkehrsmittel zu testen und ihnen die Verkehrsreife zu attestieren. Deshalb bestand allein die Prototypflotte aus mehreren Dutzend Raumschiffen, die ständig unterwegs waren. Die Sekundäraufgabe der MEGA war die Verteidigung des Solsystems. Dazu war es gekommen, nachdem sich SRF und MEGA in den Jahren nach der „arhenischen Eroberung“ zusammenschlossen. Zwar war die strategische Raumflotte nach wie vor unabhängig, und war nach wie vor der militärische Arm der Weltregierung, doch auch dort hatte sich seit den frühen Jahren des zweiundzwanzigsten Jahrhunderts einiges geändert.

Die WR9 stellte den Weltpräsidenten und sein Kabinett. Es gab genug Minister, aber keiner hatte die Befugnis, der MEGA ins Handwerk zu pfuschen. Die MEGA war nach wie vor unabhängig, auch von der Politik. Die Weltregierung hatte jedoch den Vorteil, den der WSR10 nicht mehr hatte. Die Weltregierung konnte Entscheidungen erlassen, die danach auch sofort umgesetzt werden mußten. Der WSR fungierte aktuell nur noch als Sicherungsinstanz, um Rat- und Vorschläge zu bestimmten Entscheidungen abzugeben. Rein technisch gesehen besaß er keinerlei Macht mehr. So hatte man das drohende Machtvakuum vor dem Putsch durch MEGA und SRF neutralisieren können.

Die MEGA selbst war inzwischen selbst eines der Machtzentren der neuen Erde. Das Raumfahrtprogramm schritt ungebremst voran, während man sich kaum Sorgen darüber machte, wie denn die Heimatwelt denn genau verteidigt werden sollte. Die SRF entwickelte nebenher inzwischen ihre Raumschiffe selbst, doch nur durch die Innovation der Arhenier waren letztendlich auch einige passable Raumschifftypen dabei herausgekommen.

Mittlerweile patrouillierten im Solsystem kleinere Fregatten der SRF. es waren chronisch unterbewaffnete Raumschiffe, deren einziger Vorteil darin lag, daß sie wenig Personal benötigten, und sich nur auf ihr funktionierendes Triebwerk verlassen konnten. Die MEGA bildete die meisten Raumpiloten selbst aus. Ein gutes Drittel der arhenischen Flotte war inzwischen stillgelegt, und ruhte auf einem Raumflughafen auf dem Mars, der unter direkter Kontrolle der MEGA stand.

Die MEGA selbst fertigte pro Tag mindestens ein weiteres Fahrzeug ab, welches dann für den globalen Verkehr zugelassen wurde. Die eigene R&F-Abteilung der MEGA forschte nicht nur in Sachen Antrieb und Lebenserhaltung weiter, sondern auch in solchen Themenbereichen wie Bewaffnung und Umsteuerungstriebwerke. Die Raumfahrt befand sich am Beginn eines neuen goldenen Zeitalters. Die alten Windjammerzeiten hingen zwar immer noch nach, doch nach dem Fund der WJ-15 auf Europa hatte man einiges, was man über die Vorkriegszeit zu wissen glaubte, revidieren müssen.

So wie Europa wirklich fast alles verändert hatte.

Die Welt war eine andere geworden.

Aus der Welt, die kurz vor dem Kippen in eine politische Diktatur stand, war eine prosperierende, freie Weltgemeinschaft geworden. Zwar gab es immer noch Nationen, die sich damit schwer taten, nur als Provinzen eines viel größeren Staatsgebildes angesehen zu werden, doch dieser nationale Popanz verlor immer mehr an Bedeutung. Jeder Mensch konnte überall leben, und wenn es notwendig war, erhielt er auch die notwendige Unterstützung, um sich wirklich ein eigenes Leben aufbauen zu können.

Nachdem die Verbreitung der hydroponischen Farmen erst einmal den Hunger auf der Erde langsam abgestellt hatte, war die WR dazu übergegangen, weitreichende Infrastrukturpläne umzusetzen. Das stillgelegte New Atlantis-Projekt im Atlantis war wieder aufgenommen worden. Die weltgrößte Stadt würde wohl auch bis zum Jahr 2150 fertiggestellt sein. Danach würde es im Zentrum des Atlantik eine Stadt geben, die für mehr als achtzig Millionen Einwohner Lebensraum anbot. Es war schon bezeichnend, daß die MEGA bei diesem Projekt federführend wurde, denn ihre Wissenschaftler entwickelten mithilfe der Arhenier schneller neue Technologien als sie zugelassen werden konnten.

Gleichzeitig entstanden auch im Orbit um die wichtigsten Planeten unabhängige Werften. Über Europa hatte sich Carlisle Industries angesiedelt. Ein kleiner Raumschiffbauer, der vornehmlich für die strategische Raumflotte tätig war. Bisher waren von dort aber nur erweiterte Aufklärer, und schnelle Kurierschiffe gekommen. Jedoch alles Designs, die ins Auge fielen.

Im Rest des Sonnensystems hatte sich gleichfalls viel verändert. Das Interplanar-Programm war abgeschlossen und alle vierzehn im System befindlichen Stationen waren endlich fertig aufgebaut. Da sich die Geschwindigkeit der Raumschiffe in den letzten achtundzwanzig Jahren jedoch deutlich verbessert hatte, waren die Interplanar-Stationen inzwischen nur noch vorgeschobene Raumüberwachungsstationen. Zwar von teilweise militärischer Besatzung bewohnt, waren es jedoch vornehmlich zivile Stationen. Die gewaltigen, im Raum schwebenden, Teller machten auf jeden Beobachter schon ziemlichen Eindruck. Interplanar neun besaß einen lichten Durchmesser von drei Kilometern und beherbergte das einzige im Weltraum befindliche Casino. Glückspiel war erlaubt, da es so weit keine finanziellen Mittel mehr gab.

Es war nicht so, daß es keine finanziellen Anreize mehr geben würde. Doch Geld hatte einen völlig neuen Stellenwert erhalten. Die Arhenier hatten fast ein volles Jahrzehnt benötigt, ihre Ansichten über Finanzen generell in der menschlichen Gesellschaft durchzusetzen. Doch inzwischen war es so, daß die meisten Dinge sowieso vom Staat und dessen Infrastruktur übernommen wurden, und allein schon deshalb keine Kosten anfielen, denn man setzte die alte Menschenrechts-Charta aus dem späten zwanzigsten Jahrhundert endlich wort- und buchstabengetreu um.

Die Erde war eine andere geworden.

Die Menschheit hatte endlich den Bürgerkrieg überwunden, obwohl er den meisten Menschen immer noch in den Knochen steckte. Das Jahr 2135 unterschied sich deshalb von der Zeit vor achtundszwanzig Jahren allein dadurch, weil die Technologie fortschrittlicher war.

Die Menschen hatten ihre Ängste verloren und sahen positiv in die Zukunft. Dienst bei der SRF und ihren Bodentruppen zu leisten gehörte zur Alltäglichkeit. Es gab keinen Zwang mehr unbedingt Arbeiten gehen zu müssen. Jeder konnte sich so in die Gesellschaft einbringen, wie er es für richtig hielt.

Es gab zwar immer noch Verbrechen, und wer in den Polizeidienst wollte, mußte mehrere Gewissensprüfungen ablegen, um überhaupt zugelassen zu werden, doch die Anzahl verübter Verbrechen hielt sich in Grenzen. Kriminalität ließ sich selbst in einem aufblühenden Paradies nicht unbedingt vollständig unterdrücken oder maßregeln. In einem System, egal wie gut es maßgeschneidert war, gab es immer wieder Lücken, die von den entsprechenden Charakteren ausgenutzt werden konnten. Obwohl der Polizeidienst seine Aufgaben gut versah, ließ sich eben gewisse Kriminalität nicht vollständig unterbinden. Doch Einbrüche und Diebstähle gehörten der Vergangenheit an. Solche Straftaten kamen gar nicht mehr vor. Dafür aber hin und wieder noch Morde, Vergewaltigungen und häusliche Gewalt. Diese ließen sich nicht so einfach wegerziehen.

Die Menschheit mußte erst einmal lernen, das eine erlangte Freiheit auch richtig gelebt gehörte. Und mit Freiheit tat sich die Menschheit seit den Tagen des Bürgerkrieges immer noch ein wenig schwer, hatte doch das davor existierende Zeitalter mehr daraus bestanden, die Menschheit als Ganzes zu versklaven.

Nun mußten die ehemaligen Sklaven langsam lernen in Freiheit und Selbstbestimmung zu leben. Auch wenn der Staat für den Unterhalt insgesamt aufkam, und deshalb keine zwingenden Kosten entstanden, taten sich die Menschen immer noch damit schwer, in einem freiheitlichen System auch entsprechend frei und unbeschwert zu leben.

In dieser Situation lag es natürlich auf der Hand, das die Erforschung des Sonnensystems mit immer höherer Geschwindigkeit voranschritt. Im Jahr 2107 war die Europa-Expedition glorreich auf die Erde zurückgekehrt. Im Jahr 2110 unternahm ein MEGA-Captain bereits einen Vorstoß zum Saturnmond Titan. Und im Jahr 2115 brach die erste große Pluto-Expedition, bestehend aus drei Raumschiffen, auf. Der Außenposten Pluto war für die MEGA auch immens wichtig, weil er die letzte Grenze dessen darstellte, was man noch an Weltraum frei überwachen konnte.

Einfach war dies nicht. Deshalb flogen zwischen den Planeten ständig Drei-Schiff-Patrouillen, um den Raum zwischen den Planeten zu überwachen. Außer diesen, in etwa drei Dutzend, Patrouillen flogen auch noch zwischen den erschlossenen Monden, Asteroiden und Planeten diverse Transportraumschiffe hin und her. Der allgemein aktuell gebräuchliche Typ war der kleine T-32-Frachter.

Die Mehrheit davon standen im Dienst der MEGA und wurde meist von Kadetten der MEGA-Akademie geflogen, die im Jahr 2115 gleichfalls gegründet worden war. Quasi als Reaktion auf die erfolgreiche Pluto-Expedition.

Die Menschheit sah zu ihren damaligen Helden immer noch auf, die sich inzwischen die Kontrolle über die MEGA teilten. An der Spitze der MEGA, nach dem Rücktritt von N’Benga, stand nun Direktor Friedrich Lindner. Der ehemalige SRF-Admiral leitete nun die MEGA als Ganzes. Ihm unterstanden alle Unterbereiche, von denen es inzwischen eine ganze Menge gab. Da war nicht nur die Forschung, sondern auch Testing und weitere Bereiche, die ins Gewicht fielen. Hinzu kamen noch die militärischen Aufgaben, die die MEGA...



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