E-Book, Deutsch, Band 3, 849 Seiten
Reihe: Cosmic Dust
Meckel MEGA
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7565-9242-5
Verlag: neobooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Zukunftsnebel
E-Book, Deutsch, Band 3, 849 Seiten
Reihe: Cosmic Dust
ISBN: 978-3-7565-9242-5
Verlag: neobooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Andreas Meckel wurde 1968 in Seeheim-Jugenheim geboren, aufgewachsen ist er im Saarland und hat dort seinen größten Teil der Jugend verbracht. Angefangen mit seiner Schreiberei hat er mit 16 Jahren- Der Autor wird nicht ohne Grund als Wanderer zwischen den Genres bezeichnet. Es gelingt ihm mühelos mit seinem eigenen Erzähl- und Schreibstil die Leserschaft zu begeistern. Zu seinen literarischen Leidenschaften zählen Horror, Fantasy, Mystery Horror und ganz besonders Science Fiction.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
MEGA III
Zukunftsnebel
Ein Roman von Andreas Meckel
shaman_arithu@Yahoo.de
Sandstraße 63
64342 Seeheim-Jugenheim
Prolog
Möchte man die Geschichte der Menschheit wirklich verstehen lernen, muß man sich in der Folge auch mit ihren Sagen und Legenden auseinandersetzen. Selbst in modernen, hochtechnisierten Zeiten gibt es noch Sagen um Trolle und Hexen. Aber auch Geschichten über Riesen, die ganze Landstriche verwüsteten.
Gleichermaßen gibt es aber auch Geschichten um uralte Könige, die mit einem Wagen in den Himmel fuhren und nicht wiederkehrten. Oder erst nach Ablauf einer ziemlich langen Zeitspanne wieder aus dem Himmel zurückkehrten, danach noch einen letzten Krieg auf der Erde führten, und sich danach doch lieber wieder in die himmlischen Gefilden zurückzogen.
Die menschliche Geschichte ist über die Zeit mit solchen Legenden regelrecht aufgefüllt worden. Die bösartigeren Historiker gehen heute sogar so weit, das sie den generellen Besuch von Aliens, Außerirdischen oder schlicht Fremden tatsächlich in den Bereich der Fabeln verweisen.
Ihr wichtigstes Argument dafür ist ein gleichzeitig absolut Stichhaltiges: Wenn es jemals wirklich auf der Erde einen Alienbesuch vor der Neuzeit gegeben hätte, wäre es nicht nur zu Interaktionen besonderer Art gekommen, sondern gleichzeitig auch zu irgendwelchen Hinterlassenschaften.
Zieht man einmal die ägyptischen Pyramiden ab, die ja eindeutig auf die Zeit des „Alten Reiches“ datiert wurden, verbleibt da global wirklich nicht mehr viel. Vielleicht noch das eine oder andere Bauwerk, welches nicht wirklich als Solches erkannt wird. Da wären einmal die berühmten Höhlen in China, die eindeutig so aussehen, als wären bei ihrem Bau moderne Maschinen zum Einsatz gekommen. Die Höhlen ziehen sich an ihrem tiefsten Punkt etwa zweihundert Meter tief in die Erde. Und es gibt keinerlei Hinweis darauf, das es da unten noch irgendwie weitergeht.
Oder die gewaltigen Monolithwände, die man auf den Bergen in Südamerika vorfindet. Bis heute ist nicht geklärt, wie eine Hundertschaft nur mit Steinmessern und Stöcken ausgerüstete Schar Primitiver in der Lage gewesen sein soll, gründlich behauene Steine über eine Strecke von fast vierhundert Kilometern zu transportieren und dann am Zielort wie mit einem Steckkastensystem so ineinander zu stecken, das nicht einmal eine Atombombe mehr die so verbundenen Steine trennen kann.
Die Historiker der Gegenwart bestreiten immer noch, daß die Erde schon in der Vergangenheit Besuch von anderen Spezies hatte. Der Weltraum um das Solsystem ist alles andere als leer. Die der Menschheit nächste Spezies sind die Tauren, die mit ihren bis zu fünfzig Meter aufragenden CyberBots eine wirkliche Macht in der Galaxis darstellen. Schaut man von der Sonne in Richtung galaktischen Kern, sind die umliegenden Spezies fast radförmig angeordnet. Der gewaltige Schlauch, der das Sternenreich der Tauren bildet, mißt einen mittleren Durchmesser von drei Sektoren, also sprich dreihundert Lichtjahren. Dieser gewaltige Schlauch zieht sich vollständig durch die Galaxis. Ungefähr zehntausend Lichtjahre vom galaktischen Kern entfernt. Im Perseus-Arm, der links vom Solsystem liegt, befindet sich das ungefähr sechshundert Sonnensysteme umfassende Sternenreich der Arhenier. In ihrer Vergangenheit waren sie eine ziemlich kriegerische Spezies, doch dies hat sich über die Jahrzehntausende seit dem großen galaktischen Krieg gelegt. Heute bereiten ihnen bereits kleinere Gruppen von Raumpiraten Schwierigkeiten, weil ihr Militär nicht mehr gewohnt ist, gegen gut vorbereitete Gegner zu kämpfen.
Direkt oberhalb des arhenischen Sternenreiches liegt das Zentrum des legendären T’Kar-Sternenimperiums. Die T’Kar leben ziemlich zurückgezogen, auch wenn sie im vergangenen Jahr bei den Mecha eine Anfrage machten, damit jene ihnen Menschen zu Verhandlungen vorbeisenden sollten. Die Mecha ignorierten diese Anfrage bisher, auch wenn durch diverse Kanäle die Anfrage bereits an die Menschheit durchgesickert ist. Dies sind die beiden direkten Nachbarn im Alpha-Quadranten der Galaxis.
Im Beta-Quadranten, der rechts des Sonnensystems liegt, ist es ein wenig komplizierter, weil dieser Raumbereich noch nicht wirklich vermessen worden ist. Zwar ist die Menschheit gerade hierbei, doch bisher wissen wir nur Bruchstücke über die dortigen Verhältnisse.
Am dortigen Taurischen Ring scheint ein kleines Sternenreich angedockt zu sein. Dies wirkt aber nur so. Diese paar Sonnensysteme gehören dem Volk der Alkali. Hochintelligente Echsen, die unseren Dinosauriern in alter Zeit nicht eben unähnlich sind, nur auf einem bedeutend höherem Entwicklungsgrad.
Folgen wir dann dem Perseus-Arm in den Beta-Quadranten hinein, gibt es nur unzureichende Daten. Zum einen soll dort ein kleines, aber deutlich wehrhaftes Sternenreich existieren. Dessen Bewohner nennen sich Vorki und über sie ist nicht sehr viel bekannt. In ihrer unmittelbaren Nachbarschaft gibt es die Vestali, die einen sehr guten Ruf als Auftragskiller in der Galaxis genießen. Aber auch über sie ist nicht genug bekannt, das man darauf aufbauen könnte.
Hinter dem Sternenreich der Vorki, welches noch nicht einmal halb so groß wie das der Arhenier, und auf der ekliptischen Ebene der Galaxis zu finden ist, schließt sich noch unbekannter Raum an. Raum, der offiziell noch nicht einmal von den Mecha kartographiert wurde, obwohl er sich in unmittelbarer Nachbarschaft ihres eigenen Sternenreiches befindet, welches sich direkt dahinter anschließt. Wie viele Sonnensysteme deren eigenes Reich umfaßt, wissen wir, trotz inzwischen dreißigjährigen intensiven Kontaktes, immer noch nicht. Die Mecha machen auch um ihre eigentliche Form ein richtiges Geheimnis. Maximal kennt die Menschheit jene, die sich in Konsolen indivualisieren, oder jene, die als intelligent konstruierte Roboter durch unsere Straßen laufen.
Der Rest der Galaxis ist der Menschheit immer noch unbekannt, obwohl wir inzwischen das Jahr 2136 schreiben. Unsere Vermessungsraumschiffe haben bereits leichtere Probleme, da anscheinend nur noch zwei davon aktiv sind. Die beiden anderen sind im Richtung auf den galaktischen Kern verschollen. Ob deren Besatzungen noch am Leben sind, ist aktuell noch unbekannt.
Das Solsystem hatte schon in der Vergangenheit Besuch von Aliens.
Die jetzigen Besuche können kein Zufall sein, denn dazu laufen diese Angriffe auf die menschliche Infrastruktur und auf unsere Lebensweise viel zu gezielt und zu geplant ab. Die Menschheit wird zwar von den Mecha irgendwie bewacht, doch griffen jene nicht ein, als die taurische Invasion begann.
Auszug aus einem Internetforum März 2136
Unbekanntes Sonnensystem
02. März 2136
Man hätte meinen können Captain John Harris fühlte sich auf einer sonnigen Welt, mit einem Schirmchendrink in der Hand, wirklich wohl. Dem war jedoch nicht so. Operation New Shores hatte der Menschheit mehr Chaos und Unfrieden gebracht, als die Jahrhunderte zuvor, als die Menschheit noch von einem Haufen gewaltbereiter, reicher Irrer regiert wurde.
Doch in genau einer solchen Situation befand sich Captain Harris derzeit. Auf einer wunderbaren Welt, deren genaue Position er noch nicht einmal kannte, saß er auf einer sonnigen Terrasse und schlürfte gelangweilt an einem Schirmchendrink.
Das Getränk war einem irdischen Campari nicht ganz unähnlich. Nur mit dem Unterschied, das es nicht ganz so bitter geraten war. Welche der einheimischen Früchte hierfür dran glauben mußte, wußte Captain Harris noch nicht. Falls sich der Alkohol wirklich auf pflanzlicher Basis befand, und nicht, wie bereits erlebt, auf tierischer Basis. Die Vorki-iri hatten auch dahingehend einen stark eiweißhaltigen, alkoholischen Drink auf Lager. Doch dieser war selbst für menschliche Lebern ein wenig zu heftig.
Nara Lingam hatte sich in ihren Bikini geworfen und plantschte unten am Pool herum. Sie war für John Harris deutlich zu hören. Eigentlich befand sich die gesamte Besatzung der SES Destiny zu Gast im wohl persönlichen Palast der Maestra der Vorki-iri. Nur Watson, der ihn begleitende Mecha, war außen vor, und hatte an Bord zurückbleiben müssen.
Dabei war sich John Harris bewußt, das der Mecha das...




