Meerfeldt | Der goldene Schleier | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 15, 128 Seiten

Reihe: Der große Roman

Meerfeldt Der goldene Schleier

Der große Roman 15 - Liebesroman
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7409-1772-2
Verlag: Blattwerk Handel GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Der große Roman 15 - Liebesroman

E-Book, Deutsch, Band 15, 128 Seiten

Reihe: Der große Roman

ISBN: 978-3-7409-1772-2
Verlag: Blattwerk Handel GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Das große Zeitalter des Romans lebt. Es kehrt zu uns zurück in Gestalt von Der große Roman. Was man in dieser romantischen, klassischen Ausgabe findet, ist ebenso natürlich wie außergewöhnlich spannend. Schicksale voller Emotionen und Gefühle erwarten die Leserschaft. Meisterhaft erzählt werden die Romane von bestsellerverdächtigen Schriftstellerinnen. Das Mädchen, das langsam über die einsame Straße ging, merkte nichts von dem Sturm, obwohl er an ihrem Mantel zerrte und obwohl die feuchte Kälte in ihre Schuhe drang. Wie eine Blinde ging sie daher, einen seltsam leeren Ausdruck in den großen Augen. Es waren schöne Augen von einem warmen Braun. Das Haar aber, das unter der Kapuze des Mantels hervorsah, war leuchtend blond. Dazu ein schmales, feines Gesicht, ein schöner Hals, der den kleinen Kopf voll Anmut trug, und eine sportliche und doch grazile Figur. Wie oft war Gotelind Bernhausen dieser Eigenschaften wegen beneidet worden. Und bewundert! Beneidet von Frauen, bewundert von Männern. Aber daran dachte sie jetzt nicht. Sie dachte daran, daß sie gar nicht mehr schön sein wollte. Unauffällig wollte sie aussehen. Oder häßlich! Damit es nicht mehr geschehen konnte, daß man Freiwild wurde! Oder das Opfer väterlichen Ehrgeizes! Sie hörte wieder die Stimme ihres Vaters: 'Es ist eine große Ehre für uns, daß Regierungsrat Krause sich so um dich bemüht. Aber dein Entgegenkommen läßt zu wünschen übrig, Gotelind. Herr Dr. Krause will dich heiraten!' Natürlich - die junge Tochter eines kleinen staatlichen Angestellten mußte dankbar sein, wenn der Regierungsrat sich um sie bemühte. Ernsthaft und ehrlich! Auch wenn sie jung und sehr schön war. Und obwohl der Regierungsrat mehr als doppelt so alt war, ein Witwer mit einer Tochter, die fast so alt war wie Gotelind. Das alles spielte keine Rolle. Für Herrn Dr. Krause nicht und auch nicht für Gotelinds Vater, der die Bewerbung wirklich als eine ungeheure Ehre betrachtete.

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