E-Book, Deutsch, 180 Seiten
Meier / Deimel / Maikranz Management von Unternehmen
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7543-9976-7
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 180 Seiten
ISBN: 978-3-7543-9976-7
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Prof. Dr. Harald Meier, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, hat Jahrzehnte Erfahrungen als Manager und Berater, Hochschullehrer und im Managementtraining weltweit. Er ist Autor erfolgreicher Managementhandbücher und zertifiziert Studienprogramme und Entrepreneurship- und Managementtrainings in vielen Ländern, u.a. auch im Social Business von Unternehmen und NGOs.
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2. Innovationen und Trends
2.1 Innovationsmanagement und Trends
Managementtrends kommen und gehen: In den 1970er Jahren waren es z.B. Portfolio- und Lebenszyklus-Modelle zur strategischen Planung, in den 1980/90ern Geschäftsprozesse neu denken mit z.B. Outsourcing vs. Kernkompetenzen, Lean Management und Reengineering. Aktuell beherrschen Digitalisierung (Social-Media, KI, Industrie 4.0) und Ethik (Nachhaltigkeit, CSR) die Diskussion. Trends beeinflussen und ergänzen sich auch gegenseitig, manche sind kurz Mode (Lean Management, Reengineering) oder alte Konzepte im neuen Design (z.B. als Neuauflage der Moderationstechnik der 1980er Jahre) oder langfristig erfolgreich (Wertschöpfungskette, CSR).
2.1.1 Innovationsmanagement
Innovationen sollen einen wirtschaftlichen Nutzen haben, z.B. als
- (neues Produkt, Produktvariation …),
- (Herstellungsverfahren, Organisation …),
- (Kommunikation, CSR …),
- (neues Marktsegment).
Innovative Unternehmen zeichnen sich meist durch einen engen Zusammenhang zwischen Bereitschaft, Fähigkeit und Innovationsprozess aus und machen dies zu einer wichtigen strategischen Ressource (z.B. Apple). In Zeiten des Umdenkens von Geschäftsprozessen als nicht nur rein Shareholder-Value profitorientiert kann eine Innovation auch gesellschaftlichen Bezug haben (Image, CSR, Social Business, Geschäftseinheit, s. Kap. 2.1.5) oder für verbundene Stakeholder-Beziehungen.
Die Wirkungsebenen im Unternehmen beziehen sich auf:
- (Produkte, Märkte, Verfahren, Kosten, HR)
- (Gewohnheit, Angst vor Veränderungen oder Risiken),
- (Wettbewerb, Mitarbeiterfluktuation, Trends)
- (Qualifikationen, Motivation, bereichsübergreifend, lösungs- und zukunftsorientiertes Denken).
Innovationstheorie
Die von (1883-1950), ursprünglich als volkswirtschaftliche Theorie entwickelt, gilt als zentrale Grundlage:
- Die Entwicklung und Umsetzung von Innovationen ist für temporäre, monopolartige Wettbewerbsvorteile (bis Nachahmer sie kopieren); auch dann haben erfolgreiche Unternehmen marktfähig Neues entwickelt.
Aktuellere Innovationstheorien berücksichtigen Auslöser von Innovationen und den Zusammenhang zu Unternehmensentwicklung:
- Märkte erfordern Innovationen (: Kundenbedürfnisse, Gesetze), Unternehmen lösen Innovationen aus, z.B. mit F&E (: Unternehmen generiert Nachfrage).
- Innovationspotenziale ändern sich mit der Unternehmensentwicklung; anfangs hoch (z.B. Gründerphase) um den Markt aufzubauen, dann abnehmend um sich auf Organisationswachstum, Effizienz, Qualität, Kundenbindung zu konzentrieren (so entstand u.a. das Produktlebenszyklus-Konzept der Strategischen Planung).
(Deutschland)
Laut gilt weltweit als das innovativste Land (vor Korea, Singapur), hauptsächlich durch technologische Entwicklungen.16 Doch wenn es um Umsetzung in marktfähige Produkte und Dienstleistungen geht, liegt Deutschland unter dem weltweiten Durchschnitt.
| Probleme der Umsetzung von Innovationen in Marktfähigkeit |
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Henry Ford zufolge macht man auf Dauer keinen Gewinn mit Erfindungen, sondern mit Verbesserungen. Auf den ersten Blick ist das Innovationsmanagement zentrale Aufgabe der F&E-Abteilung. Es ist aber auch eine grundsätzliche Führungsaufgabe, Prozesse etc. in allen Bereichen kontinuierlich zu verbessern, ebenso wie die Mitarbeiter aufgefordert sind Ideen einzubringen. Ein integriertes Ideen- und Innovationsmanagement umfasst z.B.:
- Vorschlagswesen,
- Kreativitäts-/Problemlösungstechniken systematisch nutzen (wie z.B. Ideenwerkstatt, Crowdsourcing),
- QM mit resultierenden Projektteams, und
- ggfs. ein Patentsystem (insb. MINT-Branche).
2.1.2 Qualitätsmanagement (QM)
Qualität umfasst die Summe der Eigenschaften/Merkmale eines Produktes (oder Prozess, Service), die sich auf seine Eignung zur Erfüllung bestimmter Anforderungen beziehen.
Das ursprünglich japanische Kaizen ( Veränderung, das Gute) wurde Anfang der 1980er in Europa als KVP (Kontinuierliche Verbesserungsprozess) bekannt, basierend auf vielen kleinen individuellen Ideen am Arbeitsplatz auf allen Ebenen. Infolge wurde es zu TQM (Total Quality Management) weiterentwickelt: Produkte und Dienstleistungen sind nicht nur für die Kunden kontinuierlich zu verbessern, auch vor-/nachgelagerten Prozessschritte im Unternehmen stellen quasi interne Kundenbeziehungen dar. Die Steuerung erfolgt z.B. über QM-Mitarbeiter bzw. -systeme unter Beteiligung aller Manager und Mitarbeiter in ihren jeweiligen Funktionsbereichen.
Business Excellence
Business Excellence ist die Weiterentwicklung von TQM: Systematische Selbstbewertungen von Stärken/Schwächen für Verbesserungspotentiale in allen Bereichen sollen das Managementsystem kontinuierlich weiterentwickeln. Typische Komponenten sind bewertungen wie . Integriert ist das Modell Business Excellence im für das gesamte Unternehmen.
Das (entwickelt von der ) bezieht sich auf die Dimensionen = durch die Einbeziehung aller Mitarbeiter kontinuierlich bessere Ergebnisse erzielen. 9 relativ gewichtete Hauptkriterien (5 Voraussetzung, 4 Ergebniskriterien) mit jeweils Unterkriterien werden kontinuierlich auf permanente Verbesserungen und zu erkennende Trends überwacht (Abb. 2.3).
- bestimmt langfristig den Wettbewerbserfolg (für Produkte, Dienstleistungen) durch zufriedene, loyale Kunden, Wettbewerbsstärke und motivierte Mitarbeiter.
- Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit hilft zur Produktqualität.
- Fähigkeiten, Entscheidungskompetenz und Motivation erhöhen die Innovationsfähigkeit.
- Prozesse werden durch Verantwortliche laufend verbessert (auf Basis von Zahlen, Daten, Fakten).
- Innovationen durch Kreativität, Benchmarking aller Mitarbeiter (PDCA-Zyklus: ).
- für exzellente Leistung durch Manager, die die Unternehmenskultur prägen, Mitarbeiterzufriedenheit schaffen und Geschäftsergebnisse verantworten.
- Einhaltung von Gesetzen, Erfüllung sozialer Anforderungen und ethisches Verhalten.
- Langfristige hervorragende Ergebnisse durch fair ausgewogene Interessen der Beteiligten.
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