Meißner | Die Feuerfontäne | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 167 Seiten

Meißner Die Feuerfontäne


1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-86394-210-6
Verlag: EDITION digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 167 Seiten

ISBN: 978-3-86394-210-6
Verlag: EDITION digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Das sagenumwobene Dorf Holligau im Mecklenburgischen gerät in Unruhe. El Campo, sein sowjetischer Kollege Jegor Iwanowitsch und andere Spezialisten bohren nach Erdgas. Die Einwohner Holligaus beobachten das lärmende Treiben der einziehenden Technik anfangs nicht gerade wohlwollend. So hat es der Junge Lüder Belling nicht leicht. Einerseits möchte er die lieb gewordenen Flecken um Holligau - vor allem die Reiherkolonie - vor den rauen Bohrleuten schützen. Andererseits: diese Fremden wollen ebenso wie Lüder und Vater Hotopp den einäugigen Riesen vom Buerkamp bezwingen. Und da ist auch noch die Großmutter, die dem ganzen Treiben auf dem Buerkamp mehr als skeptisch zuschaut ... Das spannende Buch für Kinder ab 10 Jahre erschien erstmals 1977 bei Der Kinderbuchverlag Berlin. INHALT: Ankunft in Holligau Begegnung mit einer Sirene Kein Zirkuswagen Brasilien Der einäugige Riese vom Buerkamp Der Flug der großen Vögel Ein geheimnisvoller Hund Am Hafen Der Jaguar Das Gastmahl im Wohnwagen Der Fußmarsch Der Frack auf dem Acker Die Falle Die Geige an der Wand Die Hexenküche Ein Blick in den Erdenschlund Der Herr des Regens Die Verwandlung Die Rettung Der unbezahlbare Blumenstrauß Die kleine Karawane Der Saurierzahn Der Klettersalamander Die Havarie Der übermütige Riese Der Sieg über den Riesen Das Erdbeben im Böddenthiner Moor Die Feuerfontäne

Martin Meißner: Geboren 1943 in Lockstedt bei Klötze - Altmark. Nach dem Abitur und dem Studium in Leipzig Fachlehrer in Diesdorf/Altmark, Burg bei Magdeburg und Klötze. Für Meißners literarische Arbeiten ist besonders seine langjährige Erfahrung als Lehrer an einer Sonderschule von Bedeutung. Bis zu seinem Ruhestand unterrichtete Meißner an der Förderschule für Lernbehinderte Klötze. Außerdem arbeitete er als Bohrarbeiter, Binnenschiffer, Landarbeiter, war freischaffender Schriftsteller, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Klötze und Sozialamtsleiter. Er ist verheiratet und hat vier Kinder. Bibliografie Die Pferdediebe von Seberitz, Kinderbuch, 1972, Berlin, Kinderbuchverlag Die Schlacht auf dem Kapaunsee, Kinderbuch, 1974, Berlin, Kinderbuchverlag Allein über den Fluss, Kinderbuch, 1982, Berlin, Kinderbuchverlag Manuel und der Waschbär, Kinderbuch, 1983, Berlin, Kinderbuchverlag (und 1995, Magdeburg, Verlag Blaue Äpfel) Flammenvogel, Kinderbuch, 1984, Berlin, Kinderbuchverlag Die Flöte mit dem Wunderton, Kinderbuch, 1987, Berlin, Kinderbuchverlag Quasselzwerg Luise, Kinderbuch, 1995, Magdeburg, Verlag Blaue Äpfel Was Nonnemann in der Hose hat, Satiren, 2001, Oschersleben, dr.ziethen verlag Lena oder Einen Bullen beißt man nicht, Jugendbuch, 2002, Halle projekte verlag Eine Cola für ein Kaiserreich, Kinderbuch, 2003, Halle projekte verlag Die Entdeckung des Nichts, Erzählungen, 2008, Halle, projekte verlag Blutholz, Kriminalroman, 2011, Kremkau, Block-Verlag Angebote für Lesungen: Kindergarten, 1. und 2. Klasse: Quasselzwerg Luise, Entstehung eines Buches 3. - 4. Klasse ( auch 4.- 6.Klasse Sonderschule): Manuel und der Waschbär 7. - 9. Klasse: Lena oder Einen Bullen beißt man nicht Erwachsene (auch 11. - 12. Klasse): Was Nonnemann in der Hose hat, Die Entdeckung des Nichts, Blutholz (Kriminalroman)
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Wie Lüder nun gerade das Meer der Muschelkalksteinzeit vor sich schimmern sieht und die Krone in seinen Gedanken den Grund des Bohrloches bald erreicht hat, wird er aus seinen Träumen geweckt. Jegor Iwanowitsch ist ans Bohrloch herangetreten und hat die Eisenplatte zur Seite gezogen. Da wird auch Salamanders versteinertes Gesicht lebendig. Er geht auf die Öffnung zu. Nicht überhastet, aber mit seinem zielstrebigen Schritt, mit dem er sonst durch die Feldmark streift. Wie gebannt starrt er nach unten. Bis wohin sein Blick wohl reicht, denkt Lüder. Er selbst erkennt nur ein Stück der Verrohrungswand, die sich bald in der Finsternis der Tiefe verliert. 'Wie tief geht es da hinein?', fragt Salamander nach einer Weile, an Jegor Iwanowitsch gewandt. 'Die Sohle liegt in dreitausendzweihundert Meter Tiefe', antwortet der Mann. Über Salamanders Gesicht huscht ein kurzes triumphierendes Lächeln, als hätte er selbst der Erde einen Streich gespielt. Aber damit scheint er genug gesehen zu haben. Er wendet sich ab und geht die eiserne Treppe hinunter. Da gerade Schichtschluss ist, können die beiden Jungen mit dem Kübelwagen ins Dorf zurückfahren. Alle Mitfahrer müssen hinten aufsteigen, denn der Platz neben dem Chauffeur ist bereits belegt. Struppi hat sich dort breitgemacht. Die Hinterpfoten auf dem Polster, die vorderen auf der Verkleidung neben dem Armaturenbrett. Als Jegor Iwanowitsch den Motor anlässt, wedelt sie verzückt mit dem Stummel ihres Schwanzes. Die ganze Fahrt über wendet sie den Blick nicht von der Straße, als lenke Sie das Auto selbst. Lüder und Salamander interessieren sie jetzt nicht. Als im Wohnlager alle abgestiegen sind, bleibt Salamander noch einen Augenblick neben Jegor Iwanowitsch stehen. 'Ich denke, Sie haben mich herbestellt, damit Sie mich wegen der Schule bearbeiten', sagt er. 'Nein, das nicht', antwortet der Mann. 'Du solltest nur mal einen Blick in den Erdenschlund tun.' Darauf zieht Salamander wie gewöhnlich seine Schultern hoch. Ohne sich zu verabschieden, geht er davon. Jegor Iwanowitsch freut sich, dass es nicht zu der Aussprache gekommen ist, um die ihn die Lehrerin gebeten und die er ihr auch versprochen hat. Nur weiß er nicht, welchen Bescheid er ihr geben soll. 'Er hat in das Bohrloch geschaut und dabei gelacht', wird er sagen können. Aber ob sie das versteht?



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