Melton | Saved by a Navy SEAL - Drake | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 96 Seiten

Reihe: beHEARTBEAT

Melton Saved by a Navy SEAL - Drake

Military Romance
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7517-4155-2
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Military Romance

E-Book, Deutsch, 96 Seiten

Reihe: beHEARTBEAT

ISBN: 978-3-7517-4155-2
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Nach vier Jahren Angst und Isolation hat Skyler genug davon, sich zu verstecken. Alle paar Monate muss sie irgendwo ein neues Leben beginnen, um den gefährlichen Komplizen ihres Vaters nicht in die Hände zu fallen. Als sie eine undichte Stelle innerhalb des Zeugenschutzprogrammes vermutet, wendet sie sich an den Mann, der sie schon einmal gerettet hat: Special Agent Drake Donovan. Seit er mit Skylers Hilfe ihren Vater, den einflussreichsten Mafia-Boss der USA, hinter Gitter gebracht hat, kann er sie nicht vergessen. Doch ein verzweifelter Anruf von ihr lassen alle unterdrückten Gefühle wieder aufflammen. Als er Skyler zu Hilfe eilt, gerät er in größere Gefahr, als ein einzelner Mann bewältigen kann. Dennoch geht Drake jedes Risiko ein, um Skyler nicht noch einmal zu verlieren. Wird er es schaffen, sie aus den Fesseln der Mafia zu befreien, und endlich mit ihr glücklich werden?

Die neue und lang erwartete Navy-SEAL-Reihe von Erfolgsautorin Marliss Melton.

eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.



Marliss Melton arbeitete einige Jahre als Sprachlehrerin an einem College, bevor 2002 ihr erster Liebesroman erschien. Mit der SEAL-Team-12-Serie feiert sie international große Erfolge.

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Weitere Infos & Material


Kapitel 1


Daran musste sie sich erst noch gewöhnen – an einer öffentlichen Bushaltestelle in einer Touristenstadt zu sitzen, ohne befürchten zu müssen, erkannt zu werden. Als sie Jamila zuhörte, wie sie pausenlos über die Schwierigkeiten der Erziehung von Teenagern plapperte, lehnte sich Skyler gegen die Holzbank und zwang sich, sich zu entspannen.

Keiner hier weiß, wer ich bin, versicherte sie sich.

Es war mitten am Nachmittag unter der Woche. Touristen strömten aus den Hotels, um das milde Septemberwetter zu genießen, und Teenager, die bereits aus der Schule kamen, fuhren in ihren aufgemotzten Autos mit heruntergelassenen Fenstern und lauter Musik über den Strip. Die Sonne war warm, die Luft glücklicherweise kühler als im August. Skyler neigte ihren Kopf zurück, atmete tief ein und schloss die Augen. Als sie sie wieder öffnete, blickte sie direkt in die Linse eines leistungsstarken Teleobjektivs, das von einem Hotelbalkon auf der gegenüberliegenden Straßenseite auf sie gerichtet war.

Sie setzte sich aufrecht hin und sah sich um. Schoss der Fotograf Bilder von dem hässlichen Parkplatz und der Bushaltestelle, an der sie saß? Misstrauisch starrte sie wieder zu ihm hinauf. Als sie ihn so aufmerksam betrachtete, drehte er sich in Richtung seines Zimmers und verschwand.

Skylers Kopfhaut begann zu prickeln.

Warum sollte er Fotos von der Bushaltestelle machen? Um den Lebensstil der Arbeiterklasse in Myrtle Beach einzufangen? Oder um sie eindeutig zu identifizieren?

»Caroline? Hey!« Jamilas Gesicht tauchte auf. »Du siehst ganz schön müde aus, Mädchen. Du solltest dir lieber nicht die Grippe einfangen. Du weißt doch, dass deine Freundin Nadia sich nicht für dich abrackern wird. Nicht mal, wenn du im Sterben liegst!«

»Ich weiß. Mir geht’s gut, ich bin nur …« Ängstlich. Und wahrscheinlich paranoid. Aber so hat es immer begonnen. Männer, die sie noch nie zuvor gesehen hatte, fingen an, sich für sie zu interessieren und ihr zu folgen. Es war schon zweimal vorgekommen. Als sie einen Mann dabei erwischt hatte, wie er sie mit seinem Handy gefilmt hatte, hatte sie das WITSEC informiert, und die hatten sie gleich am nächsten Tag fortgebracht. Ein anderes Mal war sie auf dem Heimweg von der Arbeit in einer dunklen Gasse verfolgt worden. Noch in derselben Nacht hatte WITSEC sie gezwungen, eine Tasche zu packen, und man hatte sie quer durchs Land verlegt. »Du hast recht. Ich fühle mich wirklich nicht gut.«

»Atme mich bloß nicht an, Liebes, ich habe keine Zeit, krank zu sein.« Jamila rutschte auf der Bank einen guten halben Meter von ihr weg.

Tränen brannten in Skylers Augen. Jamila war ihre erste und einzige Freundin in Myrtle Beach. Sie hatte sie unter ihre Fittiche genommen, ihr das Gefühl gegeben, willkommen zu sein. Das Letzte, was Skyler wollte, war, aus ihrem neuen Zuhause gerissen zu werden, gerade als sie sich eingelebt hatte. Das muss aufhören.

Zischend hielt der Bus in einer Abgaswolke. »Jamila, es kann sein, dass ich morgen nicht da bin«, verkündete sie, stand auf und ging auf das Fahrzeug zu.

»Hey, das ist nicht dein Bus! Wo willst du denn hin?«, protestierte Jamila.

Wenn Skyler flink genug war, würde sie vielleicht nicht verfolgt werden. Sie winkte ihrer Freundin noch einmal und stieg dann in den überfüllten Bus ein. Sie fand einen leeren Sitz in der Nähe des hinteren Bereichs und spähte aus dem Fenster. Ihr Puls beschleunigte sich, als der Mann mit der Kamera wieder auf seinem Balkon auftauchte, das Handy am Ohr und den Blick auf den Bus gerichtet, in den sie eingestiegen war.

Skyler kramte in ihrer Handtasche nach ihrem Telefon und rief ihren Ansprechpartner an.

Er antwortete nach dem ersten Klingeln. »Higgins.«

»Irgendein Mann hat mich gerade fotografiert, als ich an der Bushaltestelle saß«, flüsterte sie.

Higgins blieb einen Moment lang still. »Glauben Sie, er hat Sie erkannt?«, fragte er in einem merkwürdigen Ton.

»Ich weiß es nicht.«

»Werden Sie verfolgt?«, hakte er nach. Jetzt klang er gelangweilt.

Sein Mangel an Dringlichkeit brachte ihr Blut zum Kochen. Nachdem sie zweimal umziehen musste, hatte sie ein Recht, sich Sorgen zu machen, oder nicht? Sie reckte den Hals und spähte wieder aus dem Bus. Irgendeines der Autos dahinter könnte ihr auf den Fersen sein. »Ich weiß es nicht.«

Higgins grunzte. »Hören Sie, gehen Sie einfach nach Hause und stellen Sie den Alarm an. Wenn jemand einbricht, begeben Sie sich sofort in Ihren Schutzraum und rufen mich von dort aus an.«

WITSEC hatte einen winzigen Raum an der Rückseite ihres Schranks eingerichtet. Mit Stahl verstärkt und mit Kevlar gepolstert, war er uneinnehmbar. Der Raum bot zwar Schutz vor unmittelbarer Gefahr, konnte jedoch den Verdacht nicht ausräumen, dass die Centurions sie wieder einmal aufgestöbert hatten.

Das sollte nicht passieren. Der Preis dafür, dass sie ihr altes Leben aufgegeben hatte, sollte die Garantie sein, dass sie ihr Dasein nicht in ständiger Angst fristen musste.

»Gut.« Skyler beendete das Gespräch und blickte nach draußen, um sich zu orientieren. Ihr Magen kribbelte vor Ungewissheit.

Am Hauptterminal musste sie umsteigen, um in den Bus zu kommen, der eigentlich in ihr Viertel fuhr. Offenbar lag es an ihr, denjenigen abzuhängen, der sie womöglich beschattete.

***

Unruhig wälzte Skyler sich in ihrem Bett hin und her und sah auf die Uhr. Es war zwei Uhr morgens, und noch hatte niemand versucht, sie umzubringen.

Sie würde so gerne glauben, dass das ein gutes Zeichen war und dass der Mann mit der Kamera sie nicht ins Visier genommen hatte, im Gegensatz zu dem Typ mit dem Handy in Omaha oder dem Mann in der Gasse in Portland. Aber sie konnte sich nicht davon überzeugen, dass das der Wahrheit entsprach.

Sie fühlte sich rastlos, also rollte sie sich aus dem Bett und tappte in die Küche.

Sie hatte den Platz in dem winzigen Bungalow, den sie ihr Zuhause nannte, so gut wie möglich ausgenutzt. Die Wände waren in einem fröhlichen Gelb gehalten, die Hartholzböden auf Hochglanz poliert. Wenn sie gezwungen war, wieder umzuziehen, würde sie mit einem weiteren schmalen Budget umdekorieren müssen. Wenigstens konnte sie so ihre Innenarchitekten-Fertigkeiten auffrischen. Eines Tages würde sie ihren Abschluss nutzen können, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Nie wieder würde sie Hotelzimmer putzen, Dosen am Fließband kontrollieren oder in Panik geratene Tiere besänftigen.

Sie erhitzte eine Tasse mit Wasser in der Mikrowelle, tunkte einen Beutel Kamillentee hinein und nahm die Tasse mit in das Wohnzimmer, um dort weiterzugrübeln.

In dem dunklen Raum hatte kein einziges Erinnerungsstück irgendeine persönliche Bedeutung. Selbst die Wolldecke, in die sie sich gewickelt hatte, erinnerte sie nur an die, die ihre Mutter so gemocht hatte. Sie hatte kein einziges Erinnerungsstück oder Foto behalten dürfen, nicht von ihrer Mutter, nicht von ihren Freunden und auch nicht …

Sie versuchte, die Erinnerungen zu verdrängen, aber sie fluteten ihren Kopf wie Schnee, der am ersten sonnigen Frühlingstag schmilzt. Ein Bild von Drake Donovan, wie er sie nach ihrem Liebesakt ansah, brachte ihr Herz zum Klopfen.

Sie würde nie den Tag vergessen, an dem sie über die Tagebücher ihrer Mutter gestolpert war und erkannte, dass die darin enthaltenen Informationen so belastend waren, dass sie sich damit von der Skrupellosigkeit ihres Vaters befreien könnte. Vor lauter Erleichterung hatte sie Drake in ihr Schlafzimmer eingeladen, um ihren ersten Vorgeschmack auf die Freiheit zu kosten. Damals hatte sie gedacht, er sei nur ein Gärtner, gut aussehend, süß, sexy. Sie war schon halb in ihn verliebt, hatte aber keine Ahnung, dass er ein Undercover-Agent beim FBI war.

Die Liebe zu Drake hatte ihr Leben verändert, doch nicht so, wie sie es sich erhofft hatte. Da ihre Mutter an Alzheimer erkrankt war, war Skyler gezwungen gewesen, an Matildas Stelle gegen die Komplizen ihres Vaters auszusagen und sich damit selbst ins Zeugenschutzprogramm zu begeben. Wie naiv war sie gewesen, auch nur einen Moment lang zu glauben, dass Drake sie beschützen könnte! Die Entschlossenheit, mit der die Centurions Skylers Aussage verhindern wollten, hätte sowohl für ihn als auch für jedes Mitglied seiner Familie, das sie in die Finger bekämen, das Todesurteil bedeutet. Aber Drake hatte gewusst, dass dies der Fall sein würde. Er hatte seinen Job erledigt, hatte geholfen, viele böse Männer hinter Gitter zu bringen, und sie dann widerwillig dem WITSEC übergeben, zu ihrer und zu seiner eigenen Sicherheit.

Es stand außer Frage, dass sie ihn immer noch liebte. Aber zu erwarten, dass er auf sie warten würde, war ein Hirngespinst. Nach all der Zeit – jetzt war es vier Jahre her – hatte er sicher sein Leben weitergelebt und eine andere gefunden, die er liebte.

Der Gedanke schlug eine tiefe Kerbe in ihr Herz.

Entschlossen, wieder zu schlafen, stapfte Skyler mit ihrer leeren Tasse zurück in die Küche.

Sie hatte sie gerade in die Spüle gestellt, als eine Bewegung in ihrem Augenwinkel sie zum mondbeschienenen Fenster blicken ließ. Die Silhouette eines Mannes sprang auf die heruntergelassene Jalousie zu.

Sie schrak keuchend zurück, und der Mann verschwand.

Hatte sie ihn sich nur eingebildet? Ein Kratzen an ihrer Hintertür machte diese optimistische Hoffnung zunichte. Jemand versuchte, einzubrechen! Im nächsten Moment heulte die Alarmanlage...


Melton, Marliss
Marliss Melton arbeitete einige Jahre als Sprachlehrerin an einem College, bevor 2002 ihr erster Liebesroman erschien. Mit der SEAL-Team-12-Serie feiert sie international große Erfolge.

Marliss Melton arbeitete einige Jahre als Sprachlehrerin an einem College, bevor 2002 ihr erster Liebesroman erschien. Mit der SEAL-Team-12-Serie feiert sie international große Erfolge.



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