Wenn negative Gedanken und Gefühle überhandnehmen, kann das zu einer Depression führen. Doch jeder besitzt die Fähigkeit, sein seelisches Unwohlsein zu überwinden. Einfühlsam beschreibt der renommierte Psychotherapeut und Bestsellerautor Rolf Merkle, wie man aktiv gegen die depressive Verstimmung vorgehen kann. Mithilfe kleiner Tests und Übungen aus der kognitiven Verhaltenstherapie kann jeder lernen, das eigene Denken zu beobachten, sein seelisches Tief bewusst zu erkennen und besser auf die eigenen Gefühle zu achten. Das ermöglicht, gegen die innere Ruhelosigkeit vorzugehen und die Lebensfreude zurückzugewinnen. Ein hocheffektives Selbsthilfeprogramm, um wieder ausgeglichen loszustarten. Weil das Leben schön ist.
Rolf Merkle ist Psychologe und Psychotherapeut. Er hat zahlreiche Selbsthilfe-Bücher und Ratgeber veröffentlicht, die auf den Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie beruhen und sich in seiner Praxis bewährt haben. Seine Werke wurden bereits in mehrere Sprachen übersetzt.
Merkle
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Kapitel 2:
Wie stark deprimiert sind Sie?
Ein Test zum Selbermachen
Wie stark deprimiert sind Sie? Können Sie alleine mit Ihren depressiven Verstimmungen fertig werden oder benötigen Sie die Hilfe eines erfahrenen Therapeuten? Das sind wichtige Fragen!
Ich habe deshalb für Sie einen einfachen, aber sehr zuverlässigen Test zusammengestellt. Mit seiner Hilfe können Sie in wenigen Minuten selbst herausfinden, wie depressiv Sie sind.
Lesen Sie sorgfältig jede Feststellung, die unter den Buchstaben A bis R steht. Streichen Sie jeweils nur eine der angegebenen Feststellungen an. Wenn keine 100%ig auf Sie zutrifft, dann entscheiden Sie sich für diejenige, die noch am ehesten zutrifft. Kreuzen Sie bei jedem Buchstaben nur eine Feststellung an und lassen Sie keinen Buchstaben aus.
| A. | 0 | Ich habe kaum oder keine Probleme mit dem Einschlafen. |
| 1 | Wenn ich ins Bett gehe, liege ich manchmal noch einige Zeit wach und kann nicht einschlafen. |
| 2 | Es fällt mir abends meist sehr schwer, einzuschlafen. |
| 3 | Ich schlafe ganz schlecht ein und wache sehr früh auf. |
| B. | 0 | Mein Appetit ist gut. |
| 1 | Mein Appetit hat nachgelassen. |
| 2 | Mein Appetit hat stark nachgelassen. |
| 3 | Ich mache mir kaum mehr etwas aus dem Essen. |
| C. | 0 | Quälende Gedanken habe ich nicht. |
| 2 | Es quälen mich häufig dieselben Gedanken und Fragen. |
| 3 | Ich kann einfach nicht abschalten. Immer wieder muss ich fast zwanghaft an dieselben Dinge denken. |
| D. | 0 | Ich bin meist konzentriert bei meiner Arbeit. |
| 1 | Ich schweife oft von meiner Arbeit ab. |
| 2 | Selbst bei kleinen Dingen kann ich mich kaum konzentrieren. |
| 3 | Ich bin unfähig, überhaupt etwas zu tun. |
| E. | 0 | Meine Arbeit geht mir leicht von der Hand. |
| 1 | Ich werde schnell müde bei der Arbeit. |
| 2 | Es kostet mich eine Menge Überwindung, etwas zu tun. |
| 3 | Ich kann mich überhaupt nicht aufraffen, etwas zu tun. |
| F. | 0 | Ich bin meist ausgeglichen und fühle mich wohl. |
| 1 | Ich habe manchmal eine leicht traurige Stimmung. |
| 2 | Ich bin die meiste Zeit deprimiert. |
| 3 | Ich bin so deprimiert und unglücklich, dass ich es kaum mehr ertragen kann. |
| G. | 0 | Ich halte mich nicht für weniger wert als andere. |
| 1 | Ich fühle mich manchmal minderwertig. |
| 2 | Ich habe häufig das Gefühl, weniger wert zu sein als andere. |
| 3 | Ich fühle mich total minderwertig und als Versager. |
| H. | 0 | Ich mache mir keine Sorgen um meine Gesundheit. |
| 1 | Ich mache mir manchmal Sorgen um meine Gesundheit. |
| 2 | Ich mache mir ständig Sorgen um meine Gesundheit. |
| 3 | Ich kann an fast nichts anderes mehr denken als an meine Gesundheit. |
| I. | 0 | Ich denke nicht darüber nach, mir etwas anzutun. |
| 1 | Manchmal denke ich daran, aber ich würde es nicht tun. |
| 2 | Ich denke oft daran, mir das Leben zu nehmen. |
| 3 | Wenn ich nicht so feige wäre, hätte ich mir schon längst das Leben genommen. |
| J. | 0 | Ich habe keine Schwierigkeiten, mich zu entscheiden. |
| 1 | Ich versuche, Entscheidungen aus dem Weg zu gehen. |
| 2 | Ich kann mich nur schwer für etwas entscheiden. |
| 3 | Ich kann mich überhaupt nicht mehr zu etwas entscheiden. |
| K. | 0 | Ich interessiere mich für meine Mitmenschen. |
| 1 | Ich habe das Interesse an meinen Mitmenschen etwas verloren. |
| 2 | Ich mache mir im Vergleich zu früher wenig aus meinen Mitmenschen. |
| 3 | Die anderen sind mir gleichgültig. |
| L. | 0 | Ich habe keine Veränderung in meinem sexuellen Interesse festgestellt. |
| 1 | Ich habe das Interesse daran etwas verloren. |
| 2 | Ich mache mir nicht mehr viel daraus. |
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Rolf Merkle ist Psychologe und Psychotherapeut. Er hat zahlreiche Selbsthilfe-Bücher und Ratgeber veröffentlicht, die auf den Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie beruhen und sich in seiner Praxis bewährt haben. Seine Werke wurden bereits in mehrere Sprachen übersetzt.