Merkle | So gewinnen Sie mehr Selbstvertrauen | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Merkle So gewinnen Sie mehr Selbstvertrauen

Sich annehmen, Freundschaft mit sich schließen, den inneren Kritiker besiegen
33. Auflage 2020
ISBN: 978-3-923614-87-5
Verlag: PAL - Verlagsgesellschaft mbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Sich annehmen, Freundschaft mit sich schließen, den inneren Kritiker besiegen

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

ISBN: 978-3-923614-87-5
Verlag: PAL - Verlagsgesellschaft mbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Was du nicht willst, das man dir tut, das füge dir auch nicht selber zu.' Rolf Merkle Selbstvertrauen - wer von uns könnte davon nicht gelegentlich mehr gebrauchen? Vieles im Leben würde uns dann leichter fallen und so manche Enttäuschung bliebe uns erspart. Eine Stimme in uns schafft es jedoch immer wieder, uns unser Selbstvertrauen zu rauben. Sie entscheidet darüber, ob wir glücklich oder unglücklich sind, ob wir persönlich oder beruflich erfolgreich sind oder versagen, ob unser Leben reich und erfüllt oder leer und unerfüllt ist, ob wir mit Schwierigkeiten fertig werden oder an ihnen zerbrechen, ob wir feige oder mutig sind, ob wir harmonische Beziehungen haben oder mit allen im Krieg liegen, ob wir ein dickes Fell haben oder empfindlich wie eine Mimose sind. Die Rede ist von dem Kritiker in uns, jener inneren Stimme, die uns auf Schritt und Tritt begleitet und die keine Gelegenheit auslässt, uns aufs Schärfste zu verurteilen und uns mit dem quälenden Gefühl zurücklässt, dass mit uns etwas nicht stimmt und wir minderwertig sind. In seinem Ratgeberbestseller geht der Psychotherapeut Dr. Rolf Merkle darauf ein, woher dieser Kritiker kommt und mit welchen Tricks er unser Selbstvertrauen und unser Selbstwertgefühl zerstört. Anhand vieler Beispiele aus seiner Praxis zeigt er, durch welche Erfahrungen mit unseren Eltern und Erziehern wir in der Kindheit lernen, uns zu verurteilen und abzulehnen, und welch schlimme Folgen das für unser späteres Leben hat. 'In meiner Praxis', so Rolf Merkle 'mache ich die Erfahrung, dass fast alle seelischen Probleme, so verschieden sie auch sein mögen, nur auf eine Ursache zurückzuführen sind: mangelnde Selbstannahme.' Wenn wir unser Selbstvertrauen und unser Selbstwertgefühl steigern möchten, dann müssen wir lernen, den Kritiker aus unserem Leben zu verbannen. Wir müssen lernen, an seine Stelle eine aufbauende, aufmunternde und Mut machende Stimme zu setzen. Wir müssen lernen, uns selbst den Rücken zu stärken, und uns so behandeln, wie wir gerne von anderen behandelt werden möchten. Rolf Merkle fordert auf, nach dem Motto zu handeln: 'Was du nicht willst, dass man dir tut, das füge dir auch nicht selber zu.' Wie man das schaffen kann, ist das Anliegen dieses Ratgebers, dem über 320.000 Menschen vertrauen. Eine praktische Anleitung mit zahlreichen Übungen zur Überwindung von Minderwertigkeitsgefühlen und Selbstzweifeln.

Dr. Rolf Merkle arbeitet seit mehr als 35 Jahren als Diplom-Psychologe und Psychotherapeut in eigener Praxis. Mithilfe seiner Arbeit und seiner Bücher möchte er Menschen helfen, sich von selbstschädigenden und negativen Gedanken zu befreien, mehr aus ihrem Leben zu machen, ihre Probleme zu meistern und der Kapitän ihres Lebens zu werden. (Näheres unter www.rolfmerkle.de)
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Weitere Infos & Material



In tausenden von Gesprächen mit meinen Patienten habe ich die Erfahrung gemacht, dass Selbstablehnung oder gar Selbsthass vielfältige negative Auswirkungen auf unsere Gefühle, unser Verhalten, unser körperliches Befinden und unsere zwischenmenschlichen Beziehungen haben.

Nicht alle der folgenden Auswirkungen finden sich bei allen Menschen mit Selbstwertproblemen. Je nach Stärke der Selbstablehnung sind die Auswirkungen vielfältiger und/oder stärker oder weniger ausgeprägt.


Angst- und Panikgefühle

Menschen, die sich ablehnen, können vielfältige Ängste verspüren. Die häufigsten sind: Angst vor Ablehnung, Angst vor Kritik, Angst vor Nähe, Angst zu versagen, Angst, Fehler zu machen, Angst vor Misserfolg, Angst vor Erfolg, soziale Ängste, Angst, (falsche) Entscheidungen zu treffen, Angst, sich lächerlich zu machen, Angst, die Beherrschung zu verlieren, Angst, seine wahren Gefühle zu zeigen, Angst, andere könnten das wahre – vermeintlich – Schlechte in einem entdecken, Angst, nicht gut genug zu sein, Angst vor Neuem, Verlustangst. Hast du solche Ängste?

Depressionen, Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Scham- und Schuldgefühle, Selbstmitleid, Ärger über sich und andere

Selbstzweifel und erst Recht Selbsthass führen zwangsläufig zu Depressionen. Wenn man sich für Fehler verurteilt und denkt, man sei wertlos, und sieht keine Chance, sich zu ändern, dann fühlt man sich hilflos, dann bemitleidet man sich vielleicht, dann macht man sich Schuldgefühle und Vorwürfe, dass man so wenig aus sich macht, dann ärgert man sich über sich selbst, dass man so schwach ist. Die Folge: Depressionen.

Und je deprimierter man ist, umso weniger man auf die Reihe kriegt, umso wertloser fühlt man sich, umso mehr geht die Selbstachtung in den Keller und umso tiefer fällt man in ein schwarzes Loch, aus dem es scheinbar kein Entrinnen gibt.

Torsten hat immer wieder depressive Phasen. Er sagt: „Mein Problem ist meine ständige Unzufriedenheit mit mir selbst. Ich genüge meinen eigenen Ansprüchen nicht. Wenn ich im Urlaub nur rumhänge und nichts unternehme, dann ärgere ich mich hinterher, dass ich so wenig auf die Reihe gekriegt und so wenig erledigt habe. Ich denke immer, ich müsste noch mehr schaffen, was mich gleichzeitig aber auch wieder lähmt, weil ich es blöd finde, immer nur zu arbeiten. Man sollte doch auch mal nichts tun dürfen, ohne gleich ein schlechtes Gewissen zu haben und sich nutzlos zu fühlen. Ich kann es mir einfach nicht recht machen.“

Überempfindlichkeit, sich verletzt, beleidigt, angegriffen und gekränkt fühlen

Menschen, die schlecht von sich denken, fassen vieles, was andere tun oder sagen, als Ablehnung und Kritik auf, weil sie ihren Mitmenschen unterstellen, dass diese auch negativ über sie denken. Wieso – so denkt man – sollen andere das Nicht-Liebenswerte und das Nicht-Perfekte lieben? Das hat zur Folge, dass Menschen, die sich ablehnen, sich ständig bedroht, in Gefahr, angegriffen und verletzt fühlen. Dadurch, dass sie sich schnell persönlich angegriffen und verletzt fühlen, sind sie schnell beleidigt und gekränkt. Ihr Nervenkostüm ist sehr labil.

Die Arbeitskollegen und Freunde von Vanessa sagen, sie verstehe überhaupt keinen Spaß und sie sei empfindlich wie eine Mimose. Was andere auch immer in ihrer Gegenwart sagen, bezieht sie sofort auf sich und fühlt sich verletzt oder auf den Arm genommen. Dann reagiert sie entweder sehr aggressiv oder ist deprimiert.

Tina könnte sich manchmal selbst eine runterhauen. Wenn sie vergisst, die Kaffeemaschine auszumachen, dann ärgert sie sich maßlos über sich und denkt: „Nie kannst du etwas richtig machen, du blöde Kuh.“ Wenn andere sie auf einen Fehler aufmerksam machen, dann reagiert sie sehr aufgebracht und denkt sich: „Er sagt das nur, um mich zu demütigen. Er will mich als dumme Gans hinstellen.“

Markus ist sehr abhängig von der Meinung seiner Mitmenschen. Wenn ihn ein Arbeitskollege kritisiert, nimmt er sich dessen Urteil sehr zu Herzen. Er fühlt sich dann persönlich angegriffen und ärgert sich über sich selbst, dass er so ein „Trottel“ ist, den die Worte der anderen nicht kalt lassen, und der es nicht schafft, über der Kritik zu stehen. Und eine einzige Kritik raubt ihm oft viele Nächte den Schlaf, da er lange darüber nachgrübelt. Warum nimmt er sich die Worte anderer so zu Herzen und ist so abhängig vom Urteil der anderen? Weil er selbst von sich und seiner Arbeit geringschätzig denkt. Er glaubt selbst, keine gute Arbeit zu leisten, und ist von sich und seinen Fähigkeiten nicht überzeugt. Deshalb hat er ständig Angst, andere könnten über ihn genauso denken und ihn ebenso ablehnen, wie er sich selbst ablehnt.

Simone legt die Worte anderer immer auf eine Goldwaage. Ständig hat sie das Gefühl, andere würden sie aufziehen und lächerlich machen. Auf die vermeintlichen Angriffe der anderen reagiert sie mit spitzen Bemerkungen oder sie wendet sich schroff ab. Dieses Verhalten führt dazu, dass die anderen sie für zickig halten und ihr vorwerfen, sie verstehe keinen Spaß.

Mangel an Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen, Schüchternheit

Menschen mit geringer Selbstachtung haben Angst, andere könnten sie ablehnen, wenn sie selbstbewusst auftreten, Nein sagen oder ausdrücken, was sie möchten. Deshalb sind sie eher schüchtern und halten sich im Hintergrund. Sie schlucken ihren Ärger über sich und andere hinunter, bis sich so viel Ärger in ihnen angestaut hat, dass sie vor Wut platzen und sie aggressiv, sarkastisch oder gewalttätig reagieren, was sie dann natürlich wieder an sich verurteilen und was in ihnen noch mehr das Gefühl erzeugt, nicht in Ordnung zu sein.

Manche Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl reagieren passiv-aggressiv, das heißt drücken ihren Ärger nicht direkt aus, sondern eher indirekt. Sie reden schlecht über andere, sie manipulieren andere, machen anderen Schuldgefühle. Es gibt aber auch Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl, die betont selbstsicher, ja geradezu aggressiv auftreten und so den Eindruck erwecken, eine starke Persönlichkeit zu sein. Ihr Motto lautet: Angriff ist die beste Verteidigung.

Jan ist in Gegenwart anderer sehr gehemmt. Er weiß nicht so recht, wie er sich verhalten und was er sagen soll. Er kommt sich in Gesellschaft immer isoliert und überflüssig vor. Bei Gesprächen ist er sehr angespannt und verkrampft, da er Angst hat, es könnte eine Gesprächspause eintreten. Das wäre ihm ziemlich peinlich. Also hört er kaum hin, was der andere erzählt, sondern überlegt ständig krampfhaft, was er als Nächstes sagen könnte, um das Gespräch am Laufen zu halten.

Daniel fühlt sich sehr oft einsam. Er hat große Probleme, andere Menschen kennenzulernen. Er sagt: „Ich habe ein sehr positives Bild von mir in Bezug auf das, was ich bisher erreicht habe. Abi und Ausbildung mit 1er Abschluss, früh selbstständig gemacht, großes Allgemeinwissen, großes Fachwissen. All das zählt für mich jedoch überhaupt nicht. Andere sind offen, selbstbewusst, lernen Leute kennen, gehen feiern, leben ihr Leben. Ich würde gerne die Hälfte von meinem Wissen und meinem Erfolg gegen mehr Selbstbewusstsein und Selbstachtung tauschen! Ich hasse mich, dass ich so wenig aus mir herausgehen und auf andere zugehen kann.“

Eifersucht, Verlustangst, Klammern

Eifersucht ist immer die Folge einer geringen Selbstachtung. Wenn man denkt, nicht gut genug und nicht attraktiv genug zu sein, dann ist es verständlich, wenn man Angst hat, der Partner könne jemand anderen attraktiver finden und einen verlassen.

Es sind die Zweifel an der eigenen Attraktivität, die einen ständig zweifeln lassen, für den Partner anziehend zu sein. Die Angst, nicht mehr attraktiv zu sein, führt zu Verlustangst und all den Begleiterscheinungen der Eifersucht: klammern und kontrollieren.

Tobias ist sehr eifersüchtig. Wenn er mit seiner Frau ausgeht, dann leidet er Todesqualen. Er lässt sie keine Sekunde aus den Augen. Wenn sie einem Mann ein Kompliment macht oder diesem lange Aufmerksamkeit schenkt, dann sieht Tobias in seiner Phantasie seine Frau, wie sie ihn verlässt oder ihn betrügt.


Perfektionsstreben, krankhaftes Streben nach Erfolg

Manche Menschen mit einer geringen Selbstachtung wollen sich und...


Dr. Rolf Merkle arbeitet seit mehr als 35 Jahren als Diplom-Psychologe und Psychotherapeut in eigener Praxis. Mithilfe seiner Arbeit und seiner Bücher möchte er Menschen helfen, sich von selbstschädigenden und negativen Gedanken zu befreien, mehr aus ihrem Leben zu machen, ihre Probleme zu meistern und der Kapitän ihres Lebens zu werden. (Näheres unter www.rolfmerkle.de)



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