Merritt / Boswell / Major | Baccara Gold Band 11 | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 0011, 448 Seiten

Reihe: Baccara Gold

Merritt / Boswell / Major Baccara Gold Band 11


1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7337-2586-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0011, 448 Seiten

Reihe: Baccara Gold

ISBN: 978-3-7337-2586-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



INSEL DER BEGIERDE von MERRITT, JACKIE
Paradiesische Tage der Liebe und Lust! Seit Eve und der Millionär Miles auf einer Insel im Pazifik gestrandet sind, genießen sie ihre Leidenschaft. Doch Eves Glück ist getrübt: Miles hat sein Gedächtnis verloren! Wird er noch zu ihr stehen, wenn er weiß, dass Welten sie voneinander trennen?
MEIN GELIEBTER MÄRCHENPRINZ von MAJOR, ANN
Regina lässt sich von der Sommerhitze mitreißen: Sie küsst den attraktiven Nico - der sich als italienischer Prinz entpuppt! Doch er ist bereits standesgemäß verlobt. Regina will ihn schon aufgeben, da stellt sie fest: Die heißen Nächte mit ihrem Prinzen sind nicht ohne Folgen geblieben ...
EINE WIRD GEWINNEN von BOSWELL, BARBARA
Ausgerechnet bei einer Reality-Show auf einer einsamen Insel trifft Shannen ihre große Jugendliebe wieder. Als Kameramann hat Ty sie ständig im Visier. Doch private Kontakte sind strikt verboten. Zu dumm - denn viel lieber als den ersten Preis will sie Tys Herz gewinnen ...



Seit 1988 ihre erste Romance veröffentlicht wurde, schreibt Jackie Merritt hauptberuflich. Sie ist fest davon überzeugt, dass jeder, der ein bisschen Kenntnis von Sprache und Grammatik hat, ein Buch verfassen kann. Die Voraussetzung ist allerdings, dass man sehr viel Disziplin aufbringen kann. Die ersten Seiten sind leicht - bis zum Ende durchzuhalten ist die Kunst! Jackie glaubt, dass ihr früherer Beruf sie gut darauf vorbereitet hat: Als Buchhalterin musste sie viel allein arbeiten und war daran gewöhnt, lange Projekte selbstständig zum Abschluss zu bringen. Das Wichtigste ist allerdings, dass man Spaß am Schreiben hat! Jackie liebt ihre Arbeit - und die Leserinnen lieben ihre Romances.
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1. KAPITEL

Ein Privatsteg. Mitten in San Diegos ohnehin schon überfülltem Jachthafen! Aber hatte sie etwas anderes erwartet? Der Boulevardpresse zufolge konnte sich der Wunderknabe Miles Leighton so gut wie jeden Wunsch erfüllen.

Über alle Eventualitäten hatte sie sich in den vergangenen vier Tagen seit dem Unfall ihres Vaters den Kopf zerbrochen, nur nicht darüber, wie sie überhaupt zum Schiff gelangen sollte. Auf die Möglichkeit, Leighton atemlos und verschwitzt gegenübertreten zu müssen, wäre sie nicht einmal im Traum verfallen.

Wenigstens trug sie flache Schuhe. Ihr elegantes weißes Kostüm dagegen war wenig geeignet für einen Fußmarsch, aber sie wollte so geschäftsmäßig wie möglich auf ihren Verhandlungspartner wirken.

Fehler Nummer eins, meine Kleiderwahl, dachte Eve grimmig, während sie sich in der glühenden Hitze mit ihrem Gepäck abschleppte. Viele Fehler konnte sie sich an diesem Wochenende nicht leisten.

Die Temperatur lag weit über dreißig Grad. Nicht einmal eine schwache Brise wehte. Hätte ich mir doch wenigstens die Haare aufgesteckt, schimpfte sie im Stillen vor sich hin. Mit ihren dreißig Jahren wusste sie schließlich, wie wichtig der erste Eindruck war. Dank ihres hochroten Gesichts und weil sie sich ständig ihre honigblonden Strähnen zurückstreichen musste, hatte sie nun auch noch den letzten Anschein von Eleganz und Gelassenheit verloren.

Eve entdeckte die schnittige Jacht, sobald sie den Kai erreichte. Wie groß mochte sie sein? Dreißig Meter? Sogar mehr? Sie war eine strahlend weiße Schönheit, die Messingbeschläge glänzten, das Teakholz schimmerte matt. Obwohl ein großes Schild verkündete: „Privatbesitz. Durchgang verboten!“, war das Tor zum Steg unverschlossen. Eve war erst wenige Meter gegangen, als ein Mann den Kai entlang auf sie zueilte.

„Kann ich Ihnen helfen, Ma’am?“

Er war groß, muskulös und ganz in Weiß gekleidet. Eine Schirmmütze und eine dunkle Sonnenbrille verdeckten die obere Gesichtshälfte, aber Kinn und Mund machten einen unnachgiebigen Eindruck. Eve war ihrem Gastgeber zwar noch nie begegnet, doch nach allem, was sie über Miles Leighton gehört hatte, würde er seine Gäste wohl kaum auf der Anlegestelle in Empfang nehmen. Sie lächelte. „Hallo. Mr. Leighton erwartet mich.“

„Darf ich um Ihren Namen bitten?“

Sie stellte Koffer und Aktentasche ab. „Eve Wallis.“

Ihr Gegenüber zog ein kleines Notizbuch aus der Hemdtasche. „Auf meiner Liste steht ein Conrad Wallis.“

Eves Herz setzte einen Schlag aus. Offenbar war ihre Nachricht noch nicht bis zu diesem Wachhund vorgedrungen. „Ich habe mich telefonisch angemeldet. Mein Vater hatte einen Unfall und bat mich, für ihn einzuspringen.“

Der Mann kniff die Augen zusammen und musterte sie argwöhnisch.

Eve lächelte, obgleich sie sich zunehmend unbehaglicher fühlte. „Mein Vater hat sich ein Bein gebrochen. Er liegt bis zur Hüfte in Gips. Es war schreckliches Pech … und zu einem sehr unglücklichen Zeitpunkt. Dieses Wochenende ist für ihn und Mr. Leighton sehr wichtig. Selbstverständlich habe ich Mr. Leightons Büro sofort Bescheid gegeben. Die Nachricht muss irgendwie untergegangen sein.“

„Wissen Sie noch, mit wem Sie gesprochen haben?“

„Äh … nein. Eine Frau war am Apparat. Vermutlich eine Sekretärin.“

Eve wusste, wie schwer es war, an Miles Leighton heranzukommen. Ihr Vater hatte Monate gebraucht, das Treffen zu arrangieren. Und dieser raubeinige Typ in Schneeweiß stand einfach da und überlegte, ob er ihre Geschichte glauben durfte! Die Situation wurde langsam grotesk – und sie zusehends ungeduldig.

„Könnten Sie sich nicht mit der Frau in Verbindung setzen?“, schlug sie vor, und ihr Lächeln wurde eine Spur verbindlicher. Der Mann zögerte.

„Sehen Sie“, begann sie erneut, entschlossen, die Fronten zu klären. „Mein Vater wollte Mr. Leighton zu dessen Insel Tierra del Ensueño begleiten. Er ist Immobilienmakler und soll sich im Auftrag seiner Klienten die Insel ansehen. Nun bin ich an seiner Stelle hier. Es handelt sich um eine geschäftliche Verabredung, Mr. … tut mir leid, Sie haben sich noch nicht vorgestellt.“

„Tom Beal.“ Er zögerte kurz. „Sind Sie auch Maklerin?“

„Mein Vater und ich sind Geschäftspartner. Wir haben schon bei mehreren Projekten zusammengearbeitet.“ Bei einem von Leightons Angestellten wollte Eve nicht weiter ins Detail gehen. Außerdem befanden sich die Verhandlungen noch in der Schwebe. Vorerst wollte Leighton ihrem Vater nur die Besichtigung der Insel ermöglichen. Als Repräsentant mehrerer seriöser Investoren, die dort eine Ferienanlage errichten wollten, war Conrad Wallis mit dem Kauf beauftragt worden. Über diesen Punkt hinaus war noch nichts besprochen, und bisher war von keiner Seite auch nur eine Andeutung über die Preisvorstellung gefallen. Dieses Wochenende sollte ein erster Schritt sein. Ihr Vater hatte sich monatelang darauf vorbereitet, und sie sprang nur ein, damit das Geschäft nicht wegen eines dummen Unfalls platzte.

Endlich schloss Tom Beal sein kleines Notizbuch und steckte es zurück in die Hemdtasche. „Warten Sie bitte hier.“

Kopfschüttelnd beobachtete Eve, wie er davonging. Anscheinend war diese Entscheidung so wichtig, dass Mr. Beal sie nicht allein fällen konnte.

Nach allem, was sie von Miles Leighton wusste, führte er ein außergewöhnlich zurückgezogenes Leben. Jede Kleinigkeit, von der die Zeitungen erfuhren, wurde daher aufgebauscht und hochgespielt. Seine Ehe war nach wenigen Monaten gescheitert, Kinder hatte er keine – zumindest keine, von denen die Öffentlichkeit je erfahren hatte.

In den letzten Wochen hatten sie und ihr Vater häufig über Leighton gesprochen und die wenigen Informationen ausgetauscht, die sie über ihn in Erfahrung bringen konnten. Ihr Vater war furchtbar aufgeregt gewesen, weil er Leighton endlich kennen lernen würde, und ebenso enttäuscht, als ein Unfall diese Aussicht zunichtemachte. „Du musst mich vertreten“, befahl er von seinem Krankenhausbett aus. „Und mach ein paar Fotos von ihm.“

„Das könnte allerdings ein Problem werden“, hatte sie zu bedenken gegeben.

„Ich weiß. Der Mann soll ja reichlich kamerascheu sein.“

„Unter anderem …“

„Du wirst schon damit fertig, Honey.“

„Hoffentlich …“

Jetzt, wo sie auf Leightons Kai stand und die Sonne heiß auf ihren Kopf schien, sank ihre Hoffnung rapide. Noch nie hatte sie jemanden kennen gelernt, der in einer Festung lebte, umgeben von Leibwächtern und Sicherheitskräften. Und genau das war Tom Beal: jemand, der seinen Chef vor unliebsamen Störungen bewahrte.

Seufzend blicke Eve sich um. Der Name der Jacht, „Lady Dreamer“, stand in Messingbuchstaben am Bug des Schiffes. Mehrere Leute befanden sich an Bord, und soweit sie erkennen konnte, gehörten nicht alle zur Besatzung. Offenbar wäre ihr Vater nicht der einzige Gast auf dieser dreitägigen Reise gewesen.

Miles Leighton lebt wirklich in einer ganz anderen Welt, dachte Eve mit einem Hauch Sarkasmus. Ihre Familie nagte auch nicht gerade am Hungertuch, doch der Lebensstil der Wallis’ kam dem, was sie hier vorfand, nicht einmal nahe.

Eine Bewegung am Fenster des Oberdecks erregte ihre Aufmerksamkeit. Sicher war einer der beiden weiß gekleideten Männer Tom Beal. Der andere musste Miles Leighton sein. Zweifellos wurde sie beobachtet und sorgfältig überprüft. Womöglich war sie ja eine gerissene Sensationsreporterin, die sich in Mata-Hari-Manier an Bord schleichen wollte.

Wenn nicht bald etwas geschah, konnte ihr Vater den größten Vertrag seiner Maklerkarriere abschreiben – nur weil er nach zehn Jahren strikter Abstinenz das Wasserskilaufen wieder angefangen hatte!

Unruhig trat Eve von einem Fuß auf den anderen. Einfach unfassbar! Welcher Mann ließ eine Frau in der grellen Sonne stehen, während er in aller Seelenruhe entschied, ob sie seiner Gesellschaft würdig war? Leighton war ein Snob. Wahrscheinlich war er genauso arrogant wie die Klatschkolumnen behaupteten. Falls es ihr gelang, an Bord dieses Schiffes zu kommen, stand ihr mit Sicherheit ein äußerst unbehagliches Wochenende bevor.

Endlich kam Tom Beal die Gangway herunter und eilte wieder auf sie zu. Sofort straffte sie die Schultern und hob das Kinn.

„Können Sie sich ausweisen?“

„Natürlich.“ Eve zog ihre Brieftasche hervor und reichte ihm ihren Ausweis.

Er ließ sich Zeit und verglich immer wieder das entsetzliche Passfoto mit ihrem Gesicht. Oh nein, sie würde sich nicht wie schon so oft für diese furchtbare Aufnahme entschuldigen! Sollte er ruhig mit seiner übertrieben gewissenhaften Überprüfung fortfahren. Schließlich schien er zufrieden zu sein und gab ihr den Ausweis zurück. „Ich nehme Ihr Gepäck. Folgen Sie mir bitte.“

„Vielen Dank“, entgegnete sie betont kühl. Dieser Mann war hart wie Granit. Sicher würde sein Gesicht bei einem Lächeln in tausend Teile zerspringen.

Als sie das Schiff betraten, erhaschte sie einen Blick auf zwei Männer und eine Frau, die in Freizeitkleidung auf eleganten Liegestühlen saßen und offenbar unbeschwert den Aufenthalt an Bord genossen.

Tom Beal führte Eve einige Stufen hinunter und einen langen Korridor entlang. „Hier ist Ihre Kabine.“ Damit öffnete er die Tür und trug ihr Gepäck hinein.

„Wo finde ich Mr. Leighton?“ Sofort bemerkte sie, dass sie den Mann erneut verwirrt hatte. „Macht nichts“, sagte sie trocken, „er kann ja nicht weit sein.“...



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