Meyer / Ellington | 250 Jahre USA | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 318 Seiten

Meyer / Ellington 250 Jahre USA

Träume, Triumphe, Tragödien
2. Auflage 2025
ISBN: 978-3-6951-3786-2
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Träume, Triumphe, Tragödien

E-Book, Deutsch, 318 Seiten

ISBN: 978-3-6951-3786-2
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Eine faszinierende Zeitreise durch 250 Jahre USA. Von der Enthüllung der Freiheitsstatue über die Mondlandung bis zu den Konzerten von Taylor Swift. Erleben Sie Augenblicke, die Menschen zum Staunen brachten, ihre Herzen höherschlagen ließen und ihnen Tränen in die Augen trieben. - Wie wurde Hollywood von der Westernkulisse zur Traumfabrik? - Woher kommt der Slogan "Uncle Sam wants you"? - Warum veränderte das iPhone die Art wie wir leben? Vierzig bewegende Kapitel zeichnen ein lebendiges Bild der Vereinigten Staaten - aus der Sicht jener, die dabei waren. Ein Buch, das fesselt. Ein Buch, das bleibt.

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TAYLOR SWIFT BRINGT DIE ERDE ZUM BEBEN


11. Februar 2021, Los Angeles/ Nashville

Es ist weit mehr als ein Konzert. Wenn Taylor Swift auftritt, bebt die Erde. Die entfesselte Energie ihrer Fans löst seismische Wellen aus, gemessen mit einer Stärke von bis zu 2,3 auf der Richterskala.

Als derzeit erfolgreichste US-Künstlerin des 21. Jahrhunderts prägt sie die Popkultur, setzt gesellschaftliche Impulse und verkörpert weltweit künstlerische Stärke und Authentizität.

Das geschah


„Taylor Swift wird ihre alten Alben neu aufnehmen!“ Ein einziger Tweet entfacht ein Lauffeuer der Euphorie. Innerhalb von Minuten explodieren die Streamingzahlen, Fans posten Tränen-Emojis, Radiosender ändern ihre Playlists. Es ist 2021 – und Taylor Swift hat gerade wieder einmal die Kontrolle über ihre eigene Geschichte zurückerobert. Doch dieser Moment ist nur die Spitze eines Pop-Phänomens, das in den 2000ern begann und in den 2010ern zur globalen Bewegung wurde.

Bevor sie zur internationalen Pop-Ikone wurde und Stadien mit Zehntausenden Fans füllte, war Taylor Swift ein Mädchen mit großen Träumen und einem einfachen Leben. Ihre Kindheit auf der Weihnachtsbaumfarm ihrer Eltern in Pennsylvania, war geprägt von Natur, Beschaulichkeit und den Geschichten der Menschen ihrer kleinen Heimatstadt.

Gitarre spielen lernte Taylor mit zwölf Jahren – auf ungewöhnliche Weise. Ein Computertechniker, der im Haus der Familie einen PC reparierte, entdeckte eine Gitarre in Taylors Zimmer.

Als sie erwähnte, dass sie gerne spielen lernen würde, zeigte er ihr ein paar Akkorde. Diesen magischen Schlüsselmoment, mit dem alles begann, hat Taylor in zahlreichen Interviews beschrieben: „Er brachte mir drei Akkorde bei – und ich konnte plötzlich Songs schreiben. Es war, als hätte jemand eine Tür geöffnet.“

Kurz darauf schrieb Taylor ihren ersten eigenen Song: „The Outside“ – ein Lied über das Gefühl, nicht dazuzugehören. Der Song, der später auf ihrem Debütalbum erschien, trug bereits all das in sich, was später zu ihrem Markenzeichen werden sollte: emotionales Storytelling, das alltägliche Erfahrungen in eindringliche Texte und Melodien verwandelt. Hinter „The Outside“ steckte Taylors eigene Geschichte: In der Schule fühlte sie sich oft wie eine Außenseiterin. Während andere Kinder sich für Sport oder Mode interessierten, war sie fasziniert von Musik, Gedichten und Geschichten. Sie selbst beschrieb diese Zeit später als eine Phase, in der sie „nie wirklich dazugehörte“ und sich fragte, warum sie so anders war.

Als Taylor 14 war, überredete sie ihre Familie, mit bemerkenswerter Entschlossenheit und Beharrlichkeit für ein Mädchen ihres Alters, mit ihr nach Nashville zu ziehen – die Hauptstadt der Countrymusik – um dort ihre Musikkarriere voranzutreiben.

Und genau so kam es. In Nashville arbeitete Taylor mit ungeheurer Energie und Zielstrebigkeit an ihrem musikalischen Vorankommen: Jeden Dienstag nach der Schule schrieb sie Songs mit der erfahrenen Songwriterin Liz Rose. Rose beschrieb sie später als „die fokussierteste 14-Jährige, die ich je getroffen habe“. Viele dieser frühen Songs landeten auf Taylors Debütalbum. Parallel dazu trat Taylor bei Talentwettbewerben, in kleinen Clubs und im legendären Bluebird Café auf. Dort wurde sie 2005 vom Scott Borchetta entdeckt, der gerade sein Label Big Machine Records gründete und Taylor unter Vertrag nehmen wollte.

Die inzwischen 15-jährige Taylor traf daraufhin eine sehr mutige Entscheidung: Zum Zeitpunkt von Borchettas Vertragsangebots stand Taylor bereits bei einem der größten Labels in Nashville, RCA, unter Vertrag. Allerdings mit einem Haken: Man wollte sie dort „auf Eis legen“ – sie beobachten, Songs für sie auswählen und frühestens mit 18 Jahren veröffentlichen. Für viele wäre dies ein Traum gewesen. Für Taylor war es eine Bremse.

Sie hatte, mit ihren gerade einmal 15 Jahren, das Gefühl ihr würde die Zeit davonlaufen und wollte nicht warten, bis andere über ihre Musik entschieden. Sie kündigte den Vertrag mit RCA und wechselte zu Borchettas Neugründung, obwohl dieser zu diesem Zeitpunkt noch kein Büro, kein Team und keinen Namen für sein Label hatte – nur eine Vision, und zwar mit ihr.

Es folgten Jahre, in denen sich Taylor in der Countrymusik etablierte und sich als junge Songwriterin und Sängerin mit außergewöhnlichem Erzähltalent einen Namen machte. Ihre ersten Alben – Taylor Swift (2006), Fearless (2008) und Speak Now (2010) – verbanden eingängige Melodien mit persönlichen Geschichten über Jugend, Liebe und Selbstzweifel – oft von ihren eigenen Erfahrungen inspiriert. Mit ihrer authentischen Art und ihrer Nähe zu den Fans wurde sie Taylor schnell zum Star der Country-Szene.

Auch wenn es so wirkte, als sei Taylor Swift fest im Country-Genre verwurzelt, begann sich in ihr ein Wandel abzuzeichnen. Sie spürte, dass ihre musikalische Identität nicht an ein Genre gebunden war – und wagte den Schritt auf neues Terrain.

Mit dem Album „Red“ (2012) begann sie, sich spürbar vom klassischen Country-Sound zu lösen. Ihren endgültigen Schritt in die Popwelt vollzog Taylor Swift mit dem Album „1989“, das am 27. Oktober 2014 erschien. Dieser konsequente Genrewechsel markierte nicht nur eine neue musikalische Ära für sie, sondern legte auch den Grundstein für ihren kometenhaften Aufstieg zur internationalen Pop-Star.

Songs wie „Shake It Off“, „Blank Space“ und „Style“ dominierten weltweit die Charts und machten deutlich: Taylor war im Pop angekommen – selbstbewusst, stilprägend und erfolgreich. „1989“ wurde mit dem Grammy für „Album des Jahres“ ausgezeichnet – ein symbolischer Ritterschlag für ihren musikalischen Neuanfang.

Mit dem Sprung in die Pop-Welt veränderte Taylor Swift nicht nur ihren Sound, sondern auch ihr Styling und ihr öffentliches Image: Aus der verträumten Country-Romantikerin in Cowboystiefeln und Jeans wurde eine selbstbewusste Pop-Ikone – in eleganten, glitzernden Outfits, mit rotem Lippenstift, markanten Frisuren und einem klaren ästhetischen Konzept.

Nach dem weltweiten Erfolg des Albums „1989“ setzte Taylor Swift ihre musikalische Reise mit stilistisch vielfältigen Alben fort, die allesamt weltweit die Charts stürmten und sich millionenfach verkauften.

2017 veröffentlichte Taylor Swift mit „Reputation“ ein düsteres, elektronisch aufgeladenes Album voller harter Beats und provokantem Ton. Es markierte einen Bruch – nicht nur musikalisch, sondern auch persönlich: Das Werk war die Reaktion auf eine Karrierekrise, die Taylor Swift herausforderte wie nie zuvor. Statt des netten Mädchens von nebenan zeigte Taylor nun eine andere Facette von sich: eine selbstbestimmte Frau, die sich nichts mehr gefallen lässt, sondern zurückschlägt – musikalisch wie öffentlich.

Konkreter Auslöser war ein eskalierter Konflikt mit Kanye West und Kim Kardashian rund um das Lied „Famous“, in dem West Taylor beleidigte und behauptete, sie habe zugestimmt. Kim Kardashian veröffentlichte einen manipulierten Mitschnitt eines Telefonats, in dem Taylor scheinbar zustimmend wirkte.

Mit fatalen Folgen. Taylor wurde in der Presse als manipulativ, überempfindlich oder berechnend dargestellt und zur „Drama Queen“ oder „Schlangenfrau“ stilisiert. Hinzukam ein orkanartiger Shitstorm in den sozialen Medien. #TaylorSwiftIsOver-Party trendete im Sommer 2016 weltweit auf Twitter – ein digitaler Pranger, der Millionen von Kommentaren auslöste. Taylors Image wurde so stark beschädigt, dass sie sich für ein ganzes Jahr aus der Öffentlichkeit zurückzog. Erst 2020 kam die ungeschnittene Version des besagten Telefonats ans Licht – und belegte eindeutig: Taylor hatte die Wahrheit gesagt.

Mit dem Album „Reputation“ feierte Taylor Swift bereits 2017 ein kraftvolles Comeback – mit einer klaren Botschaft: Ihr Image bestimmte von nun an nur noch sie selbst. Der Song „Look What You Made Me Do“ war ihre direkte Antwort auf Kanye West und Kim Kardashian – bissig, sarkastisch und unmissverständlich.

Nach dieser persönlichen und öffentlichen Zerreißprobe fand Taylor Swift zu einem sanfteren, nachdenklicheren Stil zurück. Es folgten das farbenfrohe Album „Lover“ (2019), die ruhigen, nachdenklichen Alben „Folklore“ und „Evermore“ (2020) sowie das elegant fließende „Midnights“ (2022). Und schließlich ihr jüngstes Werk „The Tortured Poets Department“ (2025) mit lyrischen, anspruchsvollen Geschichten. Parallel dazu nahm sie ihre frühen Alben als Taylor’s Version neu auf – ein Akt der Selbstbestimmung, der ihr die Kontrolle über ihre Musik zurückgab und Millionen Fans begeisterte.

Mit jeder Veröffentlichung...



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