Michaels | Erfüll mir meine Fantasien | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Digital Edition

Michaels Erfüll mir meine Fantasien


1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7337-2859-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Digital Edition

ISBN: 978-3-7337-2859-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Netzstrümpfe, Highheels, eine ultraheiße Korsage: Daniel bekommt einen trockenen Mund. Das ist doch Mia! Schon im College ging sie ihm unter die Haut. Damals war er viel zu schüchtern - jetzt muss er schnell handeln, wenn er die Kellnerin beim Junggesellenabschied verführen will ...



Tanya Michaels, die eigentlich Tany Michna heißt, hat schon über 25 Auszeichnung für ihre Bücher gewonnen und wurde mehrfach für den RITA-Award, die wichtigste Auszeichnung für Liebesromane, nominiert. Daher wundert es nicht, dass ihre gefühlvollen und mitreißenden Geschichten in viele Sprachen wie Deutsch, Spanisch, Holländisch, Französisch, Griechisch, Koreanisch und Italienisch übersetzt wurden. Tanya Michaels ist Mutter von zwei Kindern und lebt mit Ihrem Mann und den Kindern in Georgia, wo Sie, wie sie sagt, zu viel Fernsehen guckt, sich aber aktiv in die Regionalgruppe der Schriftstellervereinigung Romance Writers of America einbringt. Natürlich nur, wenn sie nicht gerade eine Folge von Lost, Grey's Anatomy oder Battlestar Galactica guckt oder das neueste Buch von Jennifer Crusie, Sherry Thomas oder Elizabeth Hoyt liest.

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2. KAPITEL

Unmöglich. Diese tiefe, volltönende Stimme strich Mias Rücken hinauf, und sie wirbelte herum. Sie blickte auf ein V-förmiges Stück Brust unter einem aufgeknöpften schwarzen Hemd, dann hob sie den Blick zu dem markanten Gesicht, das im Laufe des letzten Jahrzehnts noch faszinierender geworden war. Ihr stockte der Atem. „Daniel?“

„Freut mich, dass du dich erinnerst.“ Er lächelte sie an, dann wurde seine Miene ernst, als er an ihr vorbei zu Terrence sah, der ihren Arm losgelassen hatte. „Sie nehmen ein Taxi nach Hause. Sofort.“

„Was zum Teufel geht Sie das an?“ Streitlustig reckte der Kerl das Kinn. „Ich kenne Sie ja gar nicht. Und …“

Daniel trat einen Schritt vor. Seine silbergrauen Augen funkelten bedrohlich. „Wollen wir hinausgehen und uns besser kennenlernen?“

Entgegen ihrem Willen war sie beeindruckt. Mann, er hatte sich gemacht, seit sie zusammen studiert hatten. Sie war zwanzig gewesen, und er hatte ein paar sehr erotische Fantasien in ihr ausgelöst. Sie schluckte schwer und trat einen Schritt zurück, um ihre Fassung wiederzuerlangen.

Daniel sah sie auf eine Weise an, die sie erschauern ließ. Dann drehte er sich um und brachte den Idioten weg, entweder um ihm ein Taxi zu rufen oder ihn auf dem Parkplatz zu verprügeln. Mia war beides recht. Sie konnte auf sich selbst aufpassen, aber je länger sie über das Geschehene nachdachte, desto wütender wurde sie. Wenn eine der Bedienungen nicht in letzter Minute krank geworden wäre, wäre diese junge Frau jetzt hier belästigt worden. Hätte die Kellnerin sich verteidigt oder hätte sie das Grapschen ertragen, weil sie den Job brauchte? Mia wurde noch wütender.

Als Daniel zurückkehrte, ging sie zu ihm. „Hast du ihn verdroschen?“ Wunschdenken. Der brave Streber Daniel Keegan in einer Schlägerei? Niemals. Aber er hatte so wundervoll bedrohlich ausgesehen, als er den Kerl herausgefordert hatte.

„Natürlich nicht. Ich habe ihm ein Taxi gerufen. Obwohl …“ Er schürzte die Lippen, und seine Augen funkelten unerwartet schelmisch. „Während ich ihm ins Taxi geholfen habe, könnte er sich den Kopf gestoßen haben. Zwei Mal.“

Grinsend sah sie zu ihm auf, und als er das Lächeln erwiderte, flatterte ihr Puls. Seine Anziehungskraft war jetzt noch stärker als damals, als er einen Vortrag über soziale Motivation gehalten hatte und sie sich gefragt hatte, wie man ihn dazu bringen könnte, aus der Rolle zu fallen und etwas Unanständiges zu tun.

Als sie bemerkte, dass ihr Schweigen peinlich wurde, platzte sie heraus: „Ich kann kaum glauben, dass ich dich hier treffe.“

„Mir geht es auch so. Ich bin überrascht, dass du kellnerst. Obwohl ich vermute, du …“

Und schon wurde sie wieder wütend. Immer hatte er vorschnell geurteilt und war so arrogant zu glauben, er kenne sie. „Was vermutest du?“

„Na ja.“ Er wand sich nervös. „Du hattest gute Noten, aber dich mir im Geschäftsleben vorzustellen …“

War was? Lächerlich? Er glaubte nicht, dass sie es geschafft hatte. Wenn sie an all die Stunden dachte, die sie in den letzten Jahren dafür geopfert hatte, ihr Event-Business erfolgreich zu machen, war es mehr als ärgerlich, dass er es so beiläufig abtat.

„Immer noch der alte Keegan“, fauchte sie. „Du ziehst immer noch voreilige Schlüsse. Wie schade. Für eine Sekunde habe ich darüber nachgedacht, wie viel Spaß wir haben könnten, wenn du dich geändert hättest.“

Welche Art von Spaß? Daniel blieb wie angewurzelt stehen, als Mia sich auf dem Absatz umdrehte und davonstapfte.

Mia Hayes war schon immer sexy gewesen, aber heute Abend – in diesem Outfit, mit den haselnussbraunen Augen, die abwechselnd drohend und verheißungsvoll funkelten – war sie unglaublich verführerisch. Als sie ihn angelächelt hatte, nachdem er erwähnt hatte, dass Terrence sich den Kopf gestoßen hatte, war Daniel von purer Lust ergriffen worden. Er würde gerne ein paar Schädel einschlagen, nur um dieses Lächeln noch mal zu sehen.

Doch ihrem letzten Blick nach zu urteilen, wollte sie wohl am liebsten seinen eingeschlagenen Schädel sehen. Er hatte nicht andeuten wollen, sie könne nichts Besseres sein als eine Bedienung … oder dass etwas daran falsch war, zu bedienen. Aber offensichtlich war er in ein Fettnäpfchen getreten.

Wieder einmal.

Als sie auf dem College gewesen waren, hatte sie an seine Tür geklopft und nach seinem Mitbewohner gesucht. Während sie gewartet hatte, hatte Mia erzählt, dass sie BWL als Hauptfach hatte. Aber wegen ihrer blauen Haarsträhnen und unkonventionellen Kleidung hatte er vermutet, dass sie einen Witz gemacht hatte. Sein Lachen hatte ihm keine Sympathiepunkte eingebracht.

Er versuchte zwei Mal auf Mia zuzugehen, um sich zu entschuldigen, aber sie wich ihm aus. Er wollte keine Szene machen, indem er sie in die Enge trieb, aber als er und die anderen in den Partybus stiegen, um zur nächsten Party zu fahren, bedauerte er, dass er keine Zeit gehabt hatte, um sich zu entschuldigen.

„Ich habe gesehen, wie du Terrence weggebracht hast“, sagte Eli leise. „Danke.“

Daniel nickte. „Dein Cousin hatte ein Problem, ein Nein zu akzeptieren, und die Kellnerin war dabei, ihn in Stücke zu reißen. Wir haben zusammen studiert. Mia Hayes.“

„Ist sie nicht fantastisch? Sie hat nicht nur dafür gesorgt, dass die ganze Hochzeit glatt abläuft, sie ist heute sogar eingesprungen, als eine der Bedienungen in letzter Minute abgesagt hat.“

„Was meinst du mit ‚glatt ablaufen‘?“

„Sie ist unsere Hochzeits-Planerin. Sie hat den ganzen heutigen Abend geplant und für Bex eine Schnitzeljagd für den Junggesellinnenabschied arrangiert.“ Er zog eine Visitenkarte aus seinem Geldbeutel und reichte sie Daniel.

Daniel starrte auf die Visitenkarte. Sie hatte ihre eigene Firma. Also keine Kellnerin. Obwohl es unter den gegebenen Umständen eine naheliegende Vermutung gewesen war, war ihm seine Reaktion jetzt peinlich. Wann würde er endlich lernen, dass Mia einfach nicht den Erwartungen entsprach? Andererseits hatte er jetzt die Telefonnummer ihres Büros.

Wenn man an ihre Vorgeschichte dachte, könnte jeder weitere Kontakt eine Katastrophe werden. Dennoch sah Daniel im Fenster, wie er grinste. Er wusste nicht, ob ein Gespräch mit ihr in einer Katastrophe enden würde. Aber er war ziemlich sicher, dass es nicht langweilig sein würde.

„Wieso habe ich mich von Penelope Wainright beschwatzen lassen, eine Teegesellschaft zu geben?“, fragte Mia, die dankbar war, zurück im Büro zu sein. Sie hatte eine Stunde damit verbracht, fluchend im Nachmittagsverkehr zu stehen. „Von High Society verstehe ich nichts.“

Shannon Diaz, Empfangsdame und Ein-Frau-IT-Abteilung, schloss eine Schublade im Aktenschrank. „Du machst das, weil Penelope eine unserer besten Kundinnen ist. Und es ist eine Wohltätigkeitsaktion. Ganz zu schweigen davon, dass du sie insgeheim bewunderst.“

„Ha! Na gut, ich bewundere einige ihrer Eigenschaften“, gab Mia zu. Die Sechzigjährige konnte zum Beispiel keine dummen Menschen ertragen. „Aber sie ist eine Nervensäge – anstrengend, eigensinnig …“

Shannon warf ihr einen vielsagenden Blick zu.

Mia blickte finster drein. „Ist es klug, anzudeuten, dass ich eine eigensinnige Nervensäge bin, wenn dein Job in meinen Händen liegt?“

„Ohne mich wärst du verloren. Mein Job ist sicher. Übrigens hattest du Anrufe.“ Shannon wedelte mit einem Papier hin und her. „Wren hat über mögliche Orte für die Verlobungsparty ihrer Schwester nachgedacht, und ein Mann hat nach dem Mittagessen angerufen.“

Mia sah Shannon überrascht an. „Hat er gesagt, wer er ist?“

„Nein.“

Auch wenn es unlogisch war, Mia dachte sofort an Daniel Keegan. Es war ein Schock gewesen, ihn wiederzusehen. Es gab Millionen von Menschen in Atlanta, und sie und Daniel verkehrten nicht in den gleichen Kreisen. Er hatte so verdammt gut ausgesehen. Das war nicht überraschend – sein Aussehen hatte sie schon immer angetörnt –, aber sie war verblüfft gewesen, dass er noch attraktiver gewesen war als in ihrer Erinnerung. Einen kurzen, erregenden Moment lang hatte sie geglaubt, die Anziehung beruhe auf Gegenseitigkeit.

Aber auch wenn sie seiner Meinung nach umwerfend sexy in einer Korsage aussah, konnte sie sich nicht vorstellen, dass er Kontakt mit ihr aufnehmen wollte. Früher hatte er nicht viel mit ihr zu tun haben wollen.

Sein Problem. Sie verbannte alle Gedanken an Daniel und seine faszinierenden Augen und die definierten Unterarme, die sie von einem Blick auf die Muskeln unter seinen maßgeschneiderten Sachen träumen ließen.

„Also, was hat dieser mysteriöse Anrufer gesagt?“

„Er wollte dich sprechen und schien enttäuscht zu sein, dass du nicht im Büro warst. Anstatt eine Nachricht zu hinterlassen, hat er gefragt, wann du wiederkommst. Vielleicht ruft er noch mal an. Vielleicht hast du einen heimlichen Verehrer!“

„Ich fand heimliche Verehrer noch nie romantisch. Das hat etwas von Stalking. Ich mag Menschen, die ihre Karten auf den Tisch legen, auch wenn es schiefgeht. Manchmal muss man Risiken eingehen.“

„Ganz meine Meinung“, ertönte eine männliche Stimme hinter ihnen.

Daniel. Verblüfft, dass er hier war, wirbelte Mia herum. Sie schluckte. „Was machst du denn hier?“

„Ich gehe ein Risiko ein.“ Er grinste...



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