Michaels Gelato con Panna
4. Auflage 2014
ISBN: 978-3-932207-50-1
Verlag: Verlag des Instituts Drachenhaus
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Sieben plus Eins macht Sieben. Ein schwuler, erotischer Krimi.
E-Book, Deutsch, 675 Seiten
Reihe: GayLe Geschichten
ISBN: 978-3-932207-50-1
Verlag: Verlag des Instituts Drachenhaus
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
ERSCHIENEN ALS BUCH, EBOOK & HÖRBUCH. Damals im Sommer 1980, über zwei Monate Ferien, acht Freunde und kein Geld. Pietro ist wieder da! Endlich. Nach einem Jahr besucht er uns wieder im beschaulichen San Donà di Piave, in Venezien, Italien. Mit einem Mofa und Bargeld! Er bringt ganz neue Ideen für die "Freizeitgestaltung” mit. Doch dann. Pietro ist tot. Ermordet. Pietro e morto! Das konnte nicht sein. Warum? Weshalb? Durch wen? Wir mußten uns um die Aufklärung kümmern. Mein Name ist Marcello Minori, heute 48 Jahre alt. Autor Adi Mira Michaels hat meine Geschichte für mich aufgeschrieben. Mit allen erotischen und emotionalen Details. Von der ersten Berührung bis hin zur Arbeit in dem Gewerbe, das Pietro ausgeübt hat. Von Kunden und Freunden, Bars und Nachtarbeit. Und während ich die Geschichte erzähle, brechen nicht nur alte Wunden auf, die Vergangenheit holt mich ein.
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Das heiße Wasser der Dusche und gegenseitige Rückenmassagen lockerten die erzeugten Verspannungen, Pietro hatte mich so wild gestoßen, dass er nun hinter mir kniete und nachsah, ob er mich nicht etwa verletzt hätte. Er hatte nicht, ich bin hart im Nehmen.
Es war geil gewesen, aber auf eine ganz andere, befremdliche Weise. So, als habe ich neben mir gestanden, uns beiden zugesehen, wie wir es trieben wie die – nein nicht wie die Tiere, eher wie Ausgeburten der Hölle. So, wie er sich wohl auch gefühlt haben muss.
Ich zog ihn hoch, nahm ihn unter dem fließenden Wasser in die Arme. „Besser?“, fragte ich.
Er nickte. Aber auch Pietro schien noch nicht ganz bei sich zu sein. Er wirkte, wie ich, ebenfalls abwesend, seine Hülle in meinen Händen war heiß, aber irgendwie leer.
Wir ließen uns von der Tageshitze trocken und setzten uns wieder auf das Sofa.
„Entschuldige bitte, ich wollte Dir nicht weh tun“, flüsterte er matt.
„Du misst Dich nicht entschuldigen. Zum einen hast Du mir nicht weh getan, weniger als beim allerersten Mal“, nun musste er leise lachen, „zum anderen war es vielleicht gut so, dass Du Deine ganze Verzweiflung, Deine Wut einmal los geworden bist.“ Jetzt kicherte auch ich. „Es war sogar ein besonderes Erlebnis, ich fand es geil. Trotzdem oder gerade deswegen?“
Jetzt lachte Pietro richtig auf. Ein herber Schlag landete auf meinem Arsch. „Ich wusste es schon beim ersten Mal, Du liebst es auf die brutale Tour.“
Ist gar nicht wahr. Ich bin kein Masochist! Ich liebe es nicht, gequält zu werden.
Aber diese langweiligen Bubis vom Typus Simone, die können mich nicht mal mehr zum Lächeln reizen.
Wir kuschelten noch eine Weile, die Welt schien wieder in Ordnung zu sein. Doch seine Stimmung verdüsterte sich wieder.
„Was ist los?“, frage ich ihn, an seinem Ohr knabbernd.
„Ach“, seufzte er, „es geht um heute Abend. Ich muss mich für mindestens zwei Stunden blicken lassen, gegebenenfalls auch mit einem Kunden abziehen. Was mache ich mir Dir in der Zeit?“
Ich war noch nie jemand, den Neues nicht gereizt hätte. Ich weiß zwar auch nicht, was mich geritten hat, doch der Teufel stach aus meinen Augen, als sie ihn anblitzten: „Ganz einfach. Ich komme mit.“
Pietro klappte die Kinnlade runter. „Du willst WAS?“
„Ich komme mit. Was Du kannst, kann ich auch. Ein bisschen Taschengeld kann ich auch gut brauchen. Ich hoffe nur, Du bist nicht eifersüchtig.“
Pietro nahm erst mal einen tiefen Schluck aus seinem Glas. „Das geht nicht. Wie soll ich das meinem Chef erklären?“
„Musst Du ihm was erklären? Sag ihm einfach, dass ich Dein Freund, notfalls auch ´ein´ Freund aus der Provinz bin, der Dich besucht hat. Ist ja von der Wahrheit gar nicht so weit entfernt.“
„Und was machst Du, wenn Dich einer haben will?“
Nun war es ganz aus mit meiner Zurückhaltung. Ich sprang auf, stellte mich an seine Küchenzeile wie an eine Bar, legte meinen schönsten Schmollmund auf und wackelte verführerisch mit dem Po. OK, ok, ich machte das, was ich FÜR den schönsten Schmollmund und FÜR das verführerische Wackeln HIELT. Pietro kringelte sich auf dem Boden vor Lachen. Keuchend bat er mich, sofort aufzuhören, sonst sei seine Haltung für den ganzen Abend futsch, wenn er auch nur daran denke.
Ich setzte mich wieder hin und er krabbelte zurück aufs Sofa.
„So, und jetzt sag mir bitte noch die Preise, die ich verlangen muss.“
Pietro schaute mich an, als hätte ich ihm einen Schlag in die Magengrube verpaßt. Dann grinste er breit.
„Du bist mir aber ein ganz Ausgebuffter. OK, in Lido di Jesolo gibt es keine Konkurrenz. Unsere Preise sind daher hoch, im Vergleich zu Mailand, Rom o.a. Unter 100000 läuft gar nichts und das ist nur dafür, dass er Dich ansehen darf (nackt), während er sich einen runterholt. Da machst Du GAR NICHTS.
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