Michel | Alles Fußball | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 160 Seiten

Michel Alles Fußball

Ferry und Lilah machen ihr Spiel
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7578-4461-5
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Ferry und Lilah machen ihr Spiel

E-Book, Deutsch, 160 Seiten

ISBN: 978-3-7578-4461-5
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Der achtjährige Ferry kickt in jeder Schulpause gegen die Großen aus der vierten Klasse. Und er hat einen großen Traum: endlich auch im Verein Fußball zu spielen und irgendwann Profi zu werden. Doch dem stehen viele Hindernisse im Weg. Mit seiner neuen Nachbarin Lilah, die sich als wahre Ballkünstlerin herausstellt, schmiedet er schließlich einen gewagten Plan - und beide schlittern in ein spannendes Abenteuer... Eine Geschichte über Mut, sich den eigenen Selbstzweifeln zu stellen, und den Wert, einen Menschen kennenzulernen, ohne ihn vorzuverurteilen. Diesen Sommer ist es endlich soweit: Der Ball rollt wieder. Pünktlich zur Frauen-WM erscheint das neue Fußballbuch für die Weltmeister:innen von morgen. Alles Fußball - Ferry und Lilah machen ihr Spiel ist für alle, die von ihrem Lieblingssport nie genug bekommen können. Dabei spielt es keine Rolle, ob man schüchtern oder taff ist. Junge oder Mädchen. Alle Kinder können kicken und glaubt man an den eigenen Traum, kann man alles zusammen schaffen. Vor der Deutschen Meisterin Linda Dallmann gibt es Techniktutorials zum selber ausprobieren. Kindgerechte Illustrationen fördern den Ehrgeiz und helfen die eigene Technik zu verbessern. Dabei können die erlernten Fähigkeiten selbst ausprobiert werden. So kommt der Spaß nicht zu kurz und Erfolge stellen sich wie von selbst ein. In dieser realitätsnahen Geschichte von Ferry und Lilah geht es um Selbstvertrauen, Mut, Offenheit und das beharrliche Verfolgen des eigenen Traums. Dabei spielt die Freundschaft eine tragende Rolle und Teamgeist bringt die beiden ein Stück näher an ihr Ziel.

KATRIN MICHEL, 1983 geboren, studierte von 2005 bis 2011 Biologie an der Universität Leipzig. Bis 2019 arbeitete sie als Pädagogin in Hamburger Kindergärten. Durch die Schwangerschaften und die Geburten ihrer drei Söhne hat sie ihr Herzensthema, das Mama werden und Mama sein, für sich entdeckt. Sie ist Mitgründerin der Gebärmütter, dem Netzwerk für Schwangerschaft, Geburt, Familie und dem Frau sein in Hamburg, und betreibt ein eigenes Studio in Hamburgs Sternschanze. Hier gibt sie HypnoBirthing- und Meditationskurse, unterrichtet Yoga für Schwangere, leitet Frauenkreise und begleitet Frauen in jeglichen Übergangsphasen in Einzelsessions. Ihre große Leidenschaft ist auch das Schreiben. So sind ganz besondere Meditationen für Mamas entstanden, die wissenschaftlich fundiertes Wissen mit Entspannung und Empowerment verknüpfen. Das CD-Set "Momente für dich und dein Baby - 24 Entspannungsmeditationen begleiten deine Schwangerschaft" begleiten Frauen durch ihre Schwangerschaft und für frischgebackene Mamas gibt es das Meditations-Set "Geburt, Stillen, Wochenbett, Mama sein - 12 Phantasiereisen begleiten dich und dein Baby". Das im Eigenverlag erschienene Buch "Mama werden, Mama sein" vereint die Texte aus beiden CD-Sets. Begleitet wird jedes Kapitel von einer Kinderillustration und einem Tagebuchteil. Ihr neues Buch "Meditationen für Mamas - Wie Entspannung im Alltag gelingt - Auch ohne Zeit und Ruhe" erscheint am 22. Juni 2020 im Köselverlag. Mamas können hier Meditationen finden, die leicht in den Alltag mit Kindern zu integrieren sind. Und manchmal machen die Kinder sogar einfach mit. Jede Meditation wird durch eine extra Achtsamkeitsübung begleitet. Zudem ist das Buch "Bald bin ich da" im Köselverlag erschienen. Ein Begleiter für die ganze Familie während der Schwangerschaft. Die Idee: Das Baby schreibt aus dem Bauch der Mama jede Woche einen Brief an sein Geschwisterkind. So wird das Warten bis zur Geburt ein Kinderspiel. Katrin Michel steht schon seit Jahren auf und neben dem Fußballplatz, um ihre Jungs tatkräftig zu unterstützen. So ist auch die Idee zu "Alles Fußball" entstanden. Denn Katrin glaubt fest daran, dass alle Kinder kicken können. Egal ob Mädchen oder Junge, schüchtern oder taff, jeder hat eine Chance verdient und kann an die eigenen Stärken und an seinen Traum glauben. Mehr erfahren Sie auf der Homepage www.kamija.de oder www.gebaermuetter.de. oder auf Instagram unter @katrin_michel_ @gebaermuetter.de @ferryundlilah
Michel Alles Fußball jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


DIE GESCHICHTE MIT DEM ROTEN MESSER


Wenn du dich jetzt immer noch fragst, wer hier schreibt, dann noch mal Klartext: Also, ich bin Ferry, acht Jahre alt und ich lebe in Hamburg in der Schuhbertstraße 18. Ich habe einen kleinen Bruder, den Hannes, der kann eine richtige Nervensäge sein. Aber wenn es darauf ankommt, dann halten wir zusammen. Das ist echt wichtig, vor allem wenn man eine Mutter hat, die ein echter Angsthase ist und an Kalendersprüche glaubt.

Wie du vielleicht schon mitgekriegt hast, Hamburg ist eine ziemlich große Stadt. Mit ziemlich groß meine ich auch ziemlich groß.

Aber ich lebe in einem Stadtteil, der eigentlich eher ein kleines Dorf ist. Zumindest sagen das alle so: „Ich gehe schnell in den Hofladen im Dorf!“

Das Dorf ist wie ein Heimspiel für mich, denn hier kenne ich mich aus wie kein Zweiter. Das gibt mir ein echt gutes Gefühl. Ich wohne in dem gelben Haus direkt in der Straße, wo es alles gibt, wenn ich nur fünf Minuten zu Fuß laufe: den Hofladen, die Post, die Sparkasse, den Bäcker, den Bücherladen und natürlich die Eisdiele und den Kiosk.

Richtig praktisch ist auch, dass ich von meinem Fenster aus direkt die S-Bahnstation sehen kann. So hab ich echt einen perfekten Überblick, was gerade los ist. Außerdem muss ich bis zu meiner Schule nur ganze 150 Meter weit laufen.

Richtig cool ist, dass es auf dem Schulgelände auch einen Fußballplatz gibt. Das ist mal nice, denn du weißt ja schon, dass es mein allergrößter Traum ist, einmal Fußballprofi zu werden. Und dafür braucht es eben auch einen Bolzer, auf dem man trainieren kann. Ist doch klar.

Auf den Beginn meiner Karriere muss ich gar nicht mehr lange warten, denn ich gehe ja schon in die dritte Klasse. Genauer in die 3c.

Das c steht für cool, versteht sich. Na ja, mit der dritten Klasse, das stimmt noch nicht ganz, in die komme ich nämlich erst nach den Sommerferien. Aber die sind schon in genau zwei Tagen rum! Endlich! Denn ich freue mich schon mächtig, meinen besten Freund Ali wiederzusehen. Der war nämlich die ganzen sechs Wochen auf einem Campingplatz an der Ostsee, während ich hier allein rumhocken musste.

Eigentlich gefällt es mir total, ein echter Hamburger Jung zu sein, wie meine Oma immer zu mir sagt. Nur habe ich zwei Probleme, die du jetzt auch beide schon kennst. Na, kommst du drauf? Genau. Das eine ist dieser laute Quassel, der in meinem Gehirn sitzt, mir immer echt fiese Sachen sagt und den ich viel zu oft höre. Und neben dem Quassel habe ich noch ein weiteres Problem! Und dieses Problem hast du quasi auch schon getroffen. Das ist meine Mutter.

Kennst du das, dass Eltern manchmal richtig nerven können? Jetzt fragst du dich vielleicht, was mit meinem Vater so ist. Tja, der ist da echt gar keine Hilfe, denn er ist fast nie da. Und wer fast nie da ist, der kann einem eben auch nicht helfen. Wenn er dann mal zu Hause ist, dann verbündet er sich mit meiner Mutter und ist somit raus aus der ganzen Sache. Ich hab dann nie eine Chance! So ungerecht. Immerhin hat er mir zum Geburtstag eine echt schicke Uhr geschenkt.

Ich sage dir, meine Mutter traut mir gar nichts zu. Dazu musst du wissen, dass ich vor einem knappen Jahr einen echt doofen Unfall hatte.

Wenn ich zum Beispiel mein eigenes Brötchen schmieren möchte, dann sagt sie: „Oh nein, mein Ferrychen, nimm nicht das scharfe rote Messer zum Aufschneiden. Weißt du noch, als du dir in den Daumen geschnitten und total geblutet hast und wir ins Krankenhaus gefahren sind und die RIESIGE Wunde genäht werden musste und du dann diesen Verband hattest, der nicht nass werden durfte?“

Oh Mann, dass sie mich immer Ferrychen nennen muss, das ist so peinlich. In solchen Situationen gerät meine Mutter schnell in Redefluss. Ich sage dir, sie redet dann ohne Punkt und Komma, und sie erzählt diese Story jedes Mal, wenn ich mir ein Brötchen aufschneiden will. Echt. Jedes Mal. Und dabei übertreibt sie auch gerne mal, so wie mit dem RIESIG. Dabei war die Wunde gar nicht so groß. Na ja.

Als die Geschichte mit dem roten Messer passiert ist, war ich gerade mal vier. Das ist so richtig dumm gelaufen damals. Eigentlich wollte ich nur mal ausprobieren, wie das so ist, mit einem echten Erwachsenenmesser zu schneiden. Nicht mit so einem blöden stumpfen Babymesser, wo am Griff ein kleiner Elefant eingeritzt ist, damit es niedlich aussieht. Wahrscheinlich hätte ich es auch niemals wirklich gemacht.

Aber ich hatte schon dreimal gefragt, ob ich ein Brötchen mit Butter bekomme, und es einfach nicht gekriegt. Immer war irgendwas mit meinem kleinen, nervigen Bruder. Erst hat er seine Nuckelflasche auf den Boden fallengelassen. Und sofort ging es los: Wöhwöh. Was für ein Geheule. Dabei ist das ganze Wasser auf den Teppich gespritzt.

„Ach Hanneslein“, hat meine Mutter geflötet. Aber eigentlich wollte sie selbst losheulen, denn das mit der Flasche hatte Hannes schon viermal vorher gemacht, und irgendwann war das echt nicht mehr lustig.

Auf dem Teppich war schon eine ganz große, dunkle, nasse Pfütze.

Echt mal, wäre mir das passiert, wäre ich bestimmt kein Ferrychen mehr gewesen.

Dann hat Hannes seinen Teller mit den ganzen Marmeladenbrötchenfiederlen einfach umgedreht. Fiederlen, so nennt meine Mutter klein geschnittene Brötchenteile, die mundgerecht in jede Babyhand passen. Der Hannes fand seine Idee mit dem Teller umdrehen so witzig, dass er halb von seinem Kinderhochstuhl gekippt ist vor lauter Kichern. Dann hat er mit der Hand über den Tisch gewischt und alle Fiederlen sind auf dem Boden gelandet. Die meisten sogar in der dunklen, nassen Teppichpfütze. Echt eklig. Und so schnell. Echt mal, wie fix der Hannes das kann. Und dann hat er noch mehr gelacht.

„Ach Hanneslein“, hat meine Mutter wieder geflötet und ihm neue Fiederlen geschmiert.

Dabei war doch ICH dran. Ich wollte JETZT mein Brötchen. So ungerecht, sag ich dir. Und dann hat Hannes irgendwie die Butter in die Finger bekommen. Die ganze Butter. Eigentlich passt meine Mutter immer ganz genau auf, dass das nicht passiert. Aber sie war ja gerade damit beschäftigt, die Fiederlen für den Hannes zu schmieren und zu schneiden. Der Hannes hat genau den Moment, als meine Mutter nicht hingeschaut hat, abgepasst. Ganz schön gerissen, mein Brüderchen.

Er hat also die Butter genommen und sie überall hingeschmiert. Erst auf den Tisch, dann auf seinen Babystuhl und dann auf seinen Babybody und dann in sein süßes Babygesicht und von dort in die Haare.

Wirklich, überall.

Meine Mutter hat das erst gar nicht gemerkt. Erst als sie endlich mein Butterbrötchen machen und zur Butter greifen wollte, hat sie aufgeschaut und jetzt gar nicht mehr geflötet. Denn die Butter war ja nicht mehr da, weil der Hannes sie sich geschnappt hatte.

„Hannes!“, hat sie gesagt und dem Hannes die Butter weggenommen.

Wöhwöhwöh, plärrte der natürlich gleich los. So ein Geheule, sag ich dir. Und weil meine Mutter dann das ganze Buttergeschmiere erst mal wegwischen musste, dachte ich mir, dass ich mir jetzt eben selbst mein Butterbrötchen schmiere. Ich bin ja auch ein Superheld und kann das schon mit dem Messer und so!

Außerdem wollen Superhelden nicht diese ewigen Fiederlen. Die sind doch sowieso nur Babykram. Ich wollte ganze Superhelden-Brötchenhälften. Der Quassel sagte dann prompt: „Ferry, das kannst du nicht!

Das Messer ist viel zu scharf!“, aber im gleichen Augenblick meldete sich der Glauber und meinte: „Doch, Ferry, du bist schon vier Jahre alt! Probier es aus, du wirst es schaffen, dir ein Butterbrötchen zu schmieren. Und zwar eine ganze Hälfte!“ Und weißt du was, ich habe dem Glauber vertraut. Doch blöderweise ist dann das mit dem roten Messer passiert. Aber eigentlich auch nur, weil sich der Hannes in diesem Moment das offene Glas mit der Marmelade, hundert Prozent Frucht und zuckerfrei, versteht sich, umgedreht auf den Kopf setzen wollte. Als ich das gesehen habe und meine Mutter rufen wollte, die immer noch das Buttergeschmiere beseitigt hat (jetzt mit einem Schwamm, weil der Küchenlappen für diese Sauerei einfach nicht ausgereicht hat), da bin ich für einen kleinen Moment wohl nicht ganz aufmerksam gewesen. Es war echt nur ein einziger kleiner Moment.

Und dann bin ich abgerutscht. Ich hab mir volle Lotte mit dem Messer in den Daumen geschnitten. Mann oh Mann. Das Messer war echt scharf. Überall war auf einmal Blut, das nur so getropft ist. Sogar auf die dunkle, nasse Wasserpfütze im Teppich.

Bah, war das eine Sauerei, das mit dem Blut.
„Ferry“, rief meine Mutter erschrocken, und vor lauter Aufregung hat sie das -chen vergessen. „Ferry, was machst du denn da?“

Panik, sag ich euch. Denn meine Mutter kann absolut kein Blut sehen.

Sie hat mir dann den Küchenlappen, der von Butter nur so triefte, um den Daumen gewickelt. Dann hat sie meinen plärrenden kleinen Bruder gepackt und mich an der Hand genommen. An der mit dem heilen Daumen, versteht sich. Zusammen hat sie uns dann zum Auto geschleift. Ruckzuck waren wir im Krankenhaus, und der Daumen wurde genäht. Nicht schön, sag ich euch. Aber ich hab’s ausgehalten.

Mein Bruder hat die ganze Zeit weiter geheult.

Aber hey, ich...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.