Michels | Fürsten-Roman 2693 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2693, 64 Seiten

Reihe: Fürsten-Roman

Michels Fürsten-Roman 2693

Ein Rockstar auf Schloss Rieping
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7517-5732-4
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Ein Rockstar auf Schloss Rieping

E-Book, Deutsch, Band 2693, 64 Seiten

Reihe: Fürsten-Roman

ISBN: 978-3-7517-5732-4
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Während Ayla Prinzessin von Rieping nach ihrem Studium in Oxford einen Job als Kreditprüferin bei einer Frankfurter Privatbank annimmt, startet ihr bester Freund Jaden Cook mit seiner samtig-weichen Stimme als Frontsänger der Cooking Flames durch. Seine Rockballade What I'd do for you macht ihn über Nacht berühmt. Der Song bricht alle Rekorde und unzählige Frauenherzen, und selbst Ayla muss zugeben, dass er etwas in ihr berührt. Sie fragt sich, für welche Frau Jaden diesen Song geschrieben hat. Insgeheim hofft sie, es wäre sie, hat sie sich doch vom ersten Tag an zu ihm hingezogen gefühlt. Inzwischen ständig auf Tour, schickt Jaden ihr Fotos aus aller Welt, und Ayla erzählt von daheim. Und als sie eines nachts anruft und aufgelöst berichtet, dass ihre Familie vor dem Bankrott steht und dem Familienschloss der Verkauf droht, bricht Jaden kurzerhand die USA-Tournee ab, um seiner besten Freundin beizustehen. Wenige Tage später steht er mit einer verrückten Idee vor der Schlosstür: Was, wenn sie seine Berühmtheit nutzen und auf Schloss Rieping ein Musikfestival veranstalten?

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Ein Rockstar auf Schloss Rieping

Adelsroman um ein turbulentes Musikfestival

Von Anna-Marie Michels

Während Ayla Prinzessin von Rieping nach ihrem Studium in Oxford einen Job als Kreditprüferin bei einer Frankfurter Privatbank annimmt, startet ihr bester Freund Jaden Cook mit seiner samtig-weichen Stimme als Frontsänger der Cooking Flames durch. Seine Rockballade What I'd do for you macht ihn über Nacht berühmt. Der Song bricht alle Rekorde und unzählige Frauenherzen, und selbst Ayla muss zugeben, dass er etwas in ihr berührt. Sie fragt sich, für welche Frau Jaden diesen Song geschrieben hat. Insgeheim hofft sie, es wäre sie, hat sie sich doch vom ersten Tag an zu ihm hingezogen gefühlt. Inzwischen ständig auf Tour, schickt Jaden ihr Fotos aus aller Welt, und Ayla erzählt von daheim. Und als sie eines nachts anruft und aufgelöst berichtet, dass ihre Familie vor dem Bankrott steht und dem Familienschloss der Verkauf droht, bricht Jaden kurzerhand die USA-Tournee ab, um seiner besten Freundin beizustehen. Wenige Tage später steht er mit einer verrückten Idee vor der Schlosstür: Was, wenn sie seine Berühmtheit nutzen und auf Schloss Rieping ein Musikfestival veranstalten?

»Nein, Chris, du kannst nicht ›vorübergehend bei mir wohnen‹, und du sollst mir auch keine anzüglichen Nachrichten mehr schicken. Wir haben vor Monaten Schluss gemacht! Da du das nicht kapieren willst, blockiere ich jetzt deine Nummer. Mach's gut!«

»Prinzessin ...«, setzte Chris gedehnt an.

Sie legte auf.

Tief durchatmend, tätigte Ayla von Rieping die Klicks in ihren Kontakten und ließ das Handy in ihre Tasche zurückgleiten.

Sie hasste es, wenn ihr Ex sie Prinzessin nannte. Zwar war das tatsächlich ihr Titel, doch sie selbst benutzte ihn nie. Und Chris Verstatten, ein durch und durch bürgerlicher, oft sogar ziemlich ungehobelter Typ, hatte sowieso nur »mit seiner aristokratischen Prinzessinnen-Freundin angeben« wollen. Seine Worte, nicht ihre.

Mit Schaudern dachte Ayla an das letzte Schuljahr in ihrer norddeutschen Heimat zurück, als sie nach der Scheidung der Eltern so einsam gewesen war, dass sie sich auf den übelsten Frauenhelden der Jahrgangstufe eingelassen hatte. So etwas Dummes würde ihr nie wieder passieren. Bei Chris hatte sich Ayla nur wie eine Trophäe gefühlt, die er herumgezeigt hatte, ohne je die Person hinter der »Prinzessin« zu sehen.

Ayla schüttelte sich.

»Are you okay?«, fragte ihre Zimmergenossin Isobel, und Ayla kehrte zurück in die Gegenwart.

Nach Oxford, England, wo sie von nun an studierte. Genauer gesagt nach Port Meadow, einem hübschen Fleckchen Natur nicht weit von ihrem Studierendenwohnheim, wo Ponys und Kühe grasten und an diesem heißen Spätsommertag das Themseufer mit Badefreudigen gesäumt war.

Klar, dass sich dort auch die Studierenden trafen, um bei einem Picknick die anspruchsvollen Vorlesungen Revue passieren zu lassen.

Ayla war glücklich, mit ihrer Zimmergenossin hier zu sein. Isobel war zwei Semester über ihr und kannte sich bestens aus. Heute, direkt an Aylas erstem Abend in Oxford, wollte sie sie ihren Freunden vorstellen, einem anscheinend recht lustigen Trupp, der die trüben Erinnerungen an die Trennung der Eltern und die schwierige Beziehung zu Chris sicher verscheuchen würde.

»Ach, das war bloß mein nerviger Exfreund«, antwortete Ayla auf Englisch und schaute in das aufrichtige, hübsche Gesicht ihrer Mitbewohnerin.

Isobels schwarzes Oberteil mit dem gewagten Dekolleté und dem asymmetrischen Schnitt saß so eng wie eine zweite Haut. Ein ultrakurzer, rotkarierter Faltenrock mit Kettenbesatz sowie Schnürstiefel rundeten den Look perfekt ab. Dazu noch die tiefschwarz umrandeten Augen und ein toupierter »messy bun« in einem grellen Rotton. Ayla wünschte, sie wäre so mutig.

Gegen Isobels Erscheinung war ihr cremefarbenes Sommerkleid aus sich eng anschmiegendem Stretch-Jersey ausgesprochen dezent. Die dunklen, schulterlangen Locken hatte Ayla mit einer großen goldglänzenden Haarklemme zusammengefasst. Winzige goldene Stecker blitzten an ihren Ohren. Die flachen Flip-Flops klappten bei jedem Schritt, und auf Make-up hatte sie in ihrem olivfarbenen Gesicht gleich ganz verzichtet. Ihren schwarzen Lieblingsbikini hatte sie gleich unter das Kleid gezogen. Er erinnerte sie an den Pool auf Schloss Rieping, der ihr liebster Ort gewesen war. Wenn sie mit kräftigen Armschlägen durchs Wasser glitt, flossen auch ihre Gedanken ganz frei.

In ihrer großen Basttasche steckten eine Decke, Wechselwäsche und ein Handtuch. Außerdem hatte Isobel ihr geraten, einen kleinen Snack mitzubringen, da die Freunde beim Picknick zusammenlegten, was sie noch im Schrank hatten. Ayla war extra schnell in den kleinen Supermarkt an der Ecke gelaufen und hatte Shortbread gekauft, ein schottisches Gebäck, das sie bei einer Reise mit ihrem Vater kennengelernt hatte.

»Wenn der Typ dich nervt, ist es gut, dass du ihn blockierst«, kommentierte Isobel resolut. »Hier in Oxford haben die Mütter auch hübsche Söhne.«

»Ist das so?«, entgegnete Ayla lachend. »Da hab ich ja Glück. Schließlich fängt heute mein neuer Lebensabschnitt an.«

»Exactly, Babe!«

Isobel legte beide Hände an die Trageriemen ihres Stoffrucksacks und bog auf eine Brücke zu einer kleinen Landzunge im Wasser, wo der Castle Mill Stream und die Themse zusammenflossen. Unzählige Badegäste standen hier herum, blickten übers glitzernde Wasser oder hüpften kreischend hinein. Der Fluss war an manchen Stellen so breit, dass er eher aussah wie ein See. Ayla hatte irgendwo gelesen, dass die Wiesen von Port Meadow an zehn Monaten im Jahr überschwemmt waren.

Die Aussicht war wunderschön. In ihrem Rücken erhoben sich in etwas Entfernung die großen, modernen Gebäude ihres Studierendenwohnheims, doch alles andere war ein geradezu idyllischer Mix aus blauem Himmel, grüner Graslandschaft und vor Anker liegenden Booten. Weiden ließen ihre Zweige ins glitzernde Wasser hängen, und die farbenfrohen Picknickdecken machten den Eindruck, als seien alle nur zum Entspannen hier und nicht, um an Englands berühmtester Universität ihr Bestes zu geben.

Sie hatte so ein Glück, dass sie hier sein durfte!

»Ayla, darf ich vorstellen? Das sind meine Freunde ...«, begann Isobel neben einem Grüppchen aus sicher fünfzehn jungen Männern und Frauen und zählte die einzelnen Namen auf.

»So schnell kann ich mir das gar nicht merken«, gestand Ayla verlegen.

Doch alle lächelten ihr freundlich zu, sodass sie sich gleich willkommen fühlte.

Eilig wurde für sie und Isobel Platz gemacht, damit sie ihre Decken dazulegen und das Picknick erweitern konnten. Ayla platzierte ihr Shortbread in der Mitte.

Noch kein ganzer Tag in Oxford, und sie hatte vielleicht sogar Freunde gefunden. Dank Isobel natürlich, denn allein tat Ayla sich nicht so leicht damit, Menschen kennenzulernen. Sie war keine Draufgängerin und hatte sich in ihrer Schulzeit deshalb oft anhören müssen, sie sei ein wenig langweilig.

Vielleicht wurde es Zeit, aus sich herauszugehen. Schließlich war sie in einem fremden Land, wo niemand sie kannte. Das war ihre Chance, sich neu zu erfinden ...

Doch während sie noch überlegte, wie sie sich in ihrem engen Kleid am besten hinsetzen sollte, um locker rüberzukommen, fiel ihr ein Ruderboot ins Auge, das mit beinahe unmöglich schiefer Wasserlage in ihre Richtung trieb.

Ein junger Mann in ihrem Alter mit verwegen langem schwarzem Haar und nacktem Oberkörper hockte darin, lehnte sich über die ihnen zugewandte Seite des Bootes und winkte wie eine königliche Hoheit beim Bad in der Menge.

Ihm schien gar nicht bewusst zu sein, wie gefährlich nahe er daran war zu kentern. Die Leute um Ayla herum lachten und ermunterten ihn aufzustehen. Ayla schnappte nach Luft. Sie hätten ihn lieber zum Hinsetzen bewegen sollen. Es war erst früher Abend, doch die Gruppe war bereits angetrunken, und der – zweifellos attraktive – Kerl im Boot schien bester Laune zu sein.

»Setz dich lieber hin!«, hörte Ayla sich selbst auf Deutsch rufen, als er auch noch zu einem Hüftschwung ansetzte, sodass Wasser über die Bootsplanken schwappte.

Alle lachten.

»Er kentert doch«, wandte sie sich hilfesuchend auf Englisch an Isobel, die nur mit den Schultern zuckte.

»Das ist Jaden«, sagte sie, als erklärte es irgendetwas. »Der macht immer solchen Blödsinn. Ihm passiert nie etwas.«

»Tanz für uns, Jaden!«, forderte ein Mädchen aus ihrer Gruppe. »Sei unser Rockstar!«

Und Jaden bog und wand sich, dass selbst Ayla, der dabei nicht ganz geheuer war, lächeln musste. Er hielt sich eine Faust vor den Mund wie ein Mikrofon und sang mit samtig-rauchiger Stimme einen Song, der im letzten Sommer die Frauenherzen hatte höherschlagen lassen.

Das Themsewasser klatschte ans Boot, die Ruder wippten unkontrolliert. Doch Jaden sang und schien nicht mitzubekommen, wie wackelig sein Stand langsam wurde.

Und als er auch noch wie ein Gitarrist auf der Bühne...



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