Miller | Star Trek - Discovery: Der Enterprise-Krieg | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 448 Seiten

Reihe: Star Trek - Discovery

Miller Star Trek - Discovery: Der Enterprise-Krieg


1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-96658-032-8
Verlag: Cross Cult Entertainment
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 448 Seiten

Reihe: Star Trek - Discovery

ISBN: 978-3-96658-032-8
Verlag: Cross Cult Entertainment
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ein zerstörtes Schiff und eine zerstrittene Mannschaft – gefangen im höllischen Albtraum eines dramatischen Konflikts!

Als Captain Christopher Pike vom Ausbruch der Feindseligkeiten zwischen der Vereinigten Föderation der Planeten und dem Klingonischen Reich hört, versucht er, die U.S.S. Enterprise nach Hause zu bringen und sich dem Kampf anzuschließen. Doch in dem höllischen Pergamon-Nebel

findet der unerschütterliche Kommandant einen ganz eigenen epischen Kampf vor, bei dem sich uralte Feinde miteinander messen – und nicht nur die Enterprise wird zur Kriegsbeute, sondern auch ihre Besatzung.

Verschollen und für ein ganzes Jahr ohne jeden Kontakt zur Erde bemühen sich Pike und sein Erster Offizier die Schiffsbesatzung zu retten; gleichzeitig sieht sich Wissenschaftsoffizier Spock mit einem Rätsel konfrontiert, das sogar seine außergewöhnlichen Fähigkeiten an ihre Grenzen bringt. Und von der Lösung hängt nicht nur sein eigenes Überleben ab …

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PROLOG


2236


.

Christopher Pike erwachte mit diesem Gedanken – und mit Schmerzen. Er hatte das Gefühl, als wäre die Welt über ihm zusammengebrochen, und tatsächlich war das in gewissem Maße auch der Fall. In der Dunkelheit lag er allein auf dem Bauch, Blut tropfte von seinem Kinn und sein Rücken war unter einem Berg begraben. Jeder Atemzug war mühsam. Die Asthmaanfälle seiner Kindheit waren kein Vergleich zu den Qualen, die er gerade durchmachte.

Aber dass er sie spürte, sagte ihm etwas.

.

Der Siebzehnjährige blinzelte sich den Staub aus den Augen und kämpfte darum, seinen Blick zu klären. Es gab nichts zu sehen. Erinnerungen flackerten in unzusammenhängenden Bildern auf. Er war losgerannt, als das Rumpeln begonnen hatte. In Wahrheit bedeutete »rennen«, dass er wie ein Präriehund herumgeflitzt war und sich unter Tunneldecken hindurchgeduckt hatte, die an einigen Stellen kaum einen Meter hoch waren. Auch »Rumpeln« beschrieb nur ansatzweise, was sich angefühlt hatte, als wäre er in einer Trommel eingeschlossen gewesen. Dann war er gestolpert und lang hingeschlagen. Dabei hatte er seine Taschenlampe verloren.

Er rief. Nichts. Pike gab auf. Er konnte kaum seine eigene Stimme hören, so laut grollte der Berg immer noch.

Er machte sich daran, seinen linken Arm zu befreien, der taub war und teilweise unter Geröll begraben lag. Die Beschäftigung klärte seinen Verstand. Er rief sich den heißen kalifornischen Morgen ins Gedächtnis und wie er auf einen Nachmittag zu Pferde verzichtet hatte, um ein paar Gesetze zu brechen und einen lokalen Schrein der Beharrlichkeit aufzusuchen.

Der Tunnel war die Arbeit eines einsamen Minenarbeiters des zwanzigsten Jahrhunderts: William »Burro« Schmidt, dessen Spitzname auf die Tiere zurückging, die sein Gold über die El Paso Mountains zu Pikes Heimatstadt Mojave getragen hatten. Burro hatte eine Abkürzung gesucht und mit Handwerkzeugen und Sprengladungen einen engen Durchgang durch einen Bergkamm getrieben. Noch lange nachdem eine Straße durch den Last Chance Canyon den Tunnel überflüssig gemacht hatte, arbeitete der Bergmann weiter daran und nach mehr als dreißig Jahren und fast einem Kilometer durch Granit schaffte er endlich den Durchbruch. Der Mann, den einige den »menschlichen Maulwurf« nannten, transportierte nie Erz durch diesen Tunnel – aber er hatte es geschafft.

Solch eine Kombination aus Entschlossenheit und Trotz war für Pike und seine Freunde unwiderstehlich – insbesondere für Evan Hondo. Hondo war ein Aussteiger aus der Sternenflotte und Rädelsführer der ortsansässigen Jugendlichen, die zu viel Zeit hatten. Er war schon früher in den Tunnel eingedrungen und hatte das Abenteuer nicht als Mutprobe, sondern als Expedition geplant – eine Bezeichnung, die Pikes Interesse geweckt hatte. Damit man sie während ihres unbefugten Eindringens nicht verfolgen konnte, hatten sie ihre Kommunikationsgeräte zu Hause gelassen.

Bald begriff Pike, weshalb der Eingang verbarrikadiert worden war. In früheren Zeiten hatten die Vereinigten Staaten die Mojave-Wüste mit Militärbasen zugepflastert: verlockende Ziele während des Dritten Weltkriegs. Das Hermosa-Erdbeben von 2047 hatte zusätzlich viele unterirdische Strukturen geschwächt. Und indem viele moderne Höhlenforscher sich mit Phasern Wege gebahnt hatten, hatten sie zusätzliche Seitentunnel von fragwürdiger Stabilität hinzugefügt – wie Pike schmerzlich am eigenen Leib erfahren hatte. Er hatte nie unter Klaustrophobie gelitten, doch jetzt konnte er an nichts anderes denken, als dass die Evolution bei ihm kläglich versagt hatte, weil sie ihm keine ausgeprägte Angst vor engen Räumen mitgegeben hatte.

, dachte er erneut und bewegte seinen befreiten Arm, um den Blutfluss wieder anzuregen. Es fühlte sich an, als würde er ein Stachelschwein streicheln. Er stützte die Hände auf und versuchte, sich hochzudrücken. Ein neuer Schmerz flammte auf, als sich etwas in seiner Brust bewegte. Das Gewicht auf seiner Körpermitte verlagerte sich, aber nicht genug, dass er freikam. Er musste sich herausziehen.

Er kratzte über die Oberfläche vor ihm. Etwas Metallisches befand sich unter dem Geröll. Eine Schiene, Überbleibsel der Gleise, die Schmidt für seine Erzkarren verlegt hatte. Pike grub mit seinen Fingernägeln, bis er seine Finger hineinkrallen konnte – und zerrte dann mit aller Kraft.

Pike schrie vor Schmerzen, während er seinen Körper vorwärts in den Haupttunnel schleppte. Weiter hinten gab ein weiterer Abschnitt des Durchgangs nach – ein Beweis dafür, dass er gerade rechtzeitig gehandelt hatte. Er kroch zur gegenüberliegenden Wand des Tunnels, rollte herum, stützte sich ab und versuchte, sich aufzusetzen. Ein weiterer, stechender Schmerz durchfuhr ihn, als sich wieder etwas in seinem Inneren bewegte. Endlich saß er aufrecht und vor Angst versteinert in der Dunkelheit und hielt seine Brust umklammert. . Seine Beine schienen in Ordnung zu sein, obwohl er beinahe ohnmächtig wurde, als er sich nach vorn beugte, um sie zu untersuchen.

Er brauchte ärztliche Hilfe – aber darüber durfte er jetzt nicht nachdenken.

Immer noch nichts. Freena und ihr Freund Hondo waren unzertrennlich und allein vorgegangen. Pike hatte die Nase voll davon gehabt, dem besserwisserischen Teenager Dosh zuzuhören, und den geschwätzigen Tellariten hinter ihnen hergeschickt. Pike zuckte zusammen, als er aufstand und hoffte, Doshs näselnde Stimme noch einmal zu hören. Er nutzte die schroffe Felswand, um sich daran abzustützen, und arbeitete sich Meter für elenden Meter weiter in die Finsternis vor.

Er ging an einem von Phasern geschnittenen Gang nach dem anderen vorbei und hörte immer nur seine eigene Stimme, wenn er hineinrief. Irgendwo im vierten Durchgang hörte er ein leises Weinen. Pike folgte dem Gang und biss die Zähne zusammen, um die Schmerzen zu ertragen. Vor ihm war ein Haufen Geröll – und dahinter ein Licht. Pike stürzte sich auf den Geröllhaufen und bahnte sich systematisch eine Öffnung, die groß genug für eine Person war.

Er sah hindurch. Dosh saß tränenüberströmt und desorientiert gegen die Wand gelehnt, hielt seine Knie umschlungen und starrte auf eine Laterne, die vor ihm auf dem Boden stand. »Dosh, alles in Ordnung mit dir?«

»N… nein. Ich meine, ja.«

Er sah nicht gerade so aus, als wäre er in Ordnung. Pike erkannte, dass Dosh versucht hatte, sich hinauszugraben, aber aufgegeben hatte. »Schon gut, Kumpel. Halt durch.« Pike spannte sich an und zwängte sich durch die Öffnung. Weiterer Schmerz. Er kroch auf Doshs Seite den Geröllhaufen hinunter. »Wo sind Evan und Freena?«

Dosh gestikulierte vage. »Da vorne. Sie haben mich allein gelassen.«

Pike blickte den von Phasern geschnittenen Tunnel entlang. »Wir müssen sie finden.«

Dosh reagierte nicht. Der Junge war mitgenommen und erschöpft. Der würde nirgendwohin gehen, nicht allein. »Warte hier«, sagte Pike schließlich.

»N… nimm mir nicht mein Licht.«

»Mache ich nicht.«

Das machte es schwieriger. Der Berg rumpelte wieder, als er sich in der Dunkelheit vorantastete. Aber er hörte etwas: Jemand hustete. Das musste Freena sein. Ein paar Dutzend Meter weiter sah er hinter einer Biegung wieder Licht. Pike eilte darauf zu. Seine Augen gewöhnten sich an das Licht und er rief nach ihr. Sie lag am Ende der Kammer mit dem Gesicht zur Wand auf dem Boden und sah nach unten.

»Chris!« Sie versuchte aufzustehen, knickte aber ein. Er fing sie auf. Sie war staubverkrustet und sah mitgenommen aus. »Hondo ist da!«, sagte sie und zeigte auf die Sackgasse.

Der Durchgang endete an einer senkrechten Wand, die sich glatt anfühlte. Pike starrte sie verwirrt an, bis Freena erneut den Finger ausstreckte. »Sieh nach unten!«

Am Fuß der Wand gähnte ein einen halben Meter breiter pechschwarzer Spalt. Pike spähte ins Nichts. »Das ist der Rest des Tunnels.« Er ließ sich auf alle viere hinab und spähte hinein.

»Chrissy!«, rief eine Stimme von unten. Nur eine Person benutzte diesen verhassten Spitznamen. »Kumpel! Bist du das?«

»Ja.« Pike hielt Freenas Laterne vor die Öffnung. Einige Meter unter sich fiel sein Blick auf Hondos lächelndes Gesicht. »Sieht so aus, als hätte der Berg sich einfach...



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