Buch, Deutsch, Band 4, 221 Seiten, PB, Format (B × H): 132 mm x 205 mm, Gewicht: 248 g
Reihe: Klarschiff
Weshalb die politische Korrektheit scheitern muss
Buch, Deutsch, Band 4, 221 Seiten, PB, Format (B × H): 132 mm x 205 mm, Gewicht: 248 g
Reihe: Klarschiff
ISBN: 978-3-932927-46-1
Verlag: Solibro Verlag
Zeitenwende in Deutschland? Immer mehr Ketzer wagen sich trotz politisch korrektem Sperrfeuer aus der Deckung und bezahlen dafür oft mit ihrer beruflichen Existenz und ihrem guten Ruf. Sie sehen Deutschland wegen jahrzehntelangem Geburtenmangel, tatsächlicher oder vermeintlicher Islamisierung oder tatsächlicher oder vermeintlicher Verdummung im Niedergang begriffen und möchten „das Ruder herumreißen, bevor es zu spät ist“. Dieses Buch ist für alle, die spüren, dass hierzulande etwas gewaltig schiefläuft. Für alle, die etwas anderes wahrnehmen, als die von herrschenden Eliten konstruierte „Realität“. Es zeigt, dass bisher alle Versuche, das Paradies auf Erden zu installieren – aus der Überzeugung heraus, das „absolut Gute“ zu tun –, immer zu Terror und Zerstörung geführt haben, wie die Geschichte von Staatsreligionen, Faschismus und Kommunismus belegt. Autor Maternus Millett ruft deshalb dazu auf, Freiheit auszuhalten und sich nicht Ideologien wie der politischen Korrektheit zu unterwerfen. In seiner polemischen Analyse entlarvt Millett die bigotte Moral der „Guten“, die zur Vertuschung ihrer wahren Ziele Andersdenkende reflexhaft als „faschistisch“, „rassistisch“ oder „sexistisch“ diffamieren. Er zeigt überraschende historische Parallelen auf zwischen der Aufhebung der Sklaverei und der Emanzipation im Dienste der Wirtschaft. Er identifiziert die pseudowissenschaftliche „Gender“-Theorie als gesellschaftszerstörerische und sogar frauenfeindliche Ideologie. Wäre „politische Korrektheit“ mehrheitsfähig, wenn sie sich einem demokratischen Votum stellen müsste? Ist sie womöglich nur das Programm einer privilegierten Elite, die es sich leisten kann, im Namen der „Emanzipation“ und der „Befreiung des Individuums“ „Opferdiskurse“ zu führen, ihrerseits aber kaum Skrupel hat, im Namen des „Guten“ zu repressiven Mitteln zu greifen? Das Buch bietet keine Lektüre für Staatsgläubige, Weltretter oder Menschenverbesserer, sondern ist vor allem für jene interessant, die den Mut haben, quer zum Mainstream der „Guten“ zu denken und den Menschen zu sehen, wie er ist – mit allen Abgründen und allem „Bösen“, das eben auch das Gute in sich trägt.
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Zuviel des „Guten“? (Vorwort)
Zeitenwende in Deutschland? Immer mehr Ketzer wagen sich trotz politisch korrektem Sperrfeuer aus der Deckung und zahlen oft mit ihrer beruflichen Existenz und ihrem „guten Ruf“. Sie sehen Deutschland wegen jahrzehntelangem Geburtenmangel, sozialem Zerfall, tatsächlicher oder vermeintlicher Islamisierung und tatsächlicher oder vermeintlicher Verdummung im Niedergang begriffen und möchten „das Ruder herumreißen, bevor es zu spät ist“.
Dieses Buch ist für alle, die spüren, dass etwas ganz gewaltig schief läuft hierzulande. Es ist für Menschen, die sich schon lange unwohl fühlen, weil sie etwas ganz anderes wahrnehmen als die von den herrschenden politisch korrekten Eliten konstruierte „Realität“. Es ist ein Buch von einem „unqualifizierten Laien“ für „unqualifizierte Laien“, die ihrer Wahrnehmung mehr trauen als dem Mainstream und ihre eigenen Schlüsse ziehen.
Es ist keine „jugendfreie“ Lektüre für Staatsgläubige, Dauerempörte, moralisch Überlegene, Ideologen, Weltretter oder Menschenverbesserer, sondern für jene interessant, die den Mut haben, quer zum Mainstream der „Guten“ zu denken. Es geht in diesem Buch um eine ganzheitliche Weltsicht und um die Einsicht, dass die menschliche „Artenvielfalt“ eben auch die „Bösen“ mit einschließt. Auch die menschliche Vielfalt hat ihren Sinn und ist genauso schützenswert ist wie die unserer Mitgeschöpfe, zumal geistige und kulturelle Monokulturen wie die politische Korrektheit langfristig nicht überlebensfähig sind.
Ich habe lange mit dem Thema und um die Formulierungen gerungen: Was darf man sagen, und worüber sollte man im Sinne der Selbsterhaltung besser schweigen? Kann man die Dinge trotz der politisch korrekten Schreib- und Redeverbote beim Namen nennen, ohne dass man juristisch belangt oder medial hingerichtet wird? So weit ist es in unserer „tabulosen, offenen, freiheitlichen Demokratie“ schon gekommen.
Das Gesinnungsregime sowie bewusstseinsindustrielle und sozialtechnologische Manipulationsversuche der „Guten“ werden den Widerspruch zwischen der politisch korrekt konstruierten „Realität“ und der Wahrnehmung der „politisch Unkorrekten“ nicht überdecken können. Letztere haben schlicht keine Zeit, stellvertretend für die Täter Wiedergutmachung an vermeintlichen oder tatsächlichen ihnen unbekannten Opfern und deren Nachfahren zu leisten, während im Nahbereich Alte, Kranke und Kinder verwahrlosen und die mittelständische Realwirtschaft untergeht.
Am Rande bemerkt befreien die noch in der Realität verwurzelten Eltern und produktiv Tätigen dank sozialstaatlicher Zwangssolidarität und Umverteilung die politisch korrekten Eliten von „niederen Arbeiten“, so dass diese uns gut bezahlt mit ihrer virtuellen Realität zwangsbeglücken können. Wie nachhaltig gehen die politisch korrekten „Guten“ mit den sozialen und wirtschaftlichen Ressourcen um? Wie ganzheitlich ist ihre Weltsicht, indem sie für sich das „absolut Gute“ in Anspruch nehmen, aber Andersdenkende reflexhaft als „rückständig, reaktionär, biologistisch, faschistisch, rassistisch und sexistisch“ diffamieren, wirtschaftlich ruinieren, juristisch und medial vernichten?
Mit dem daraus resultierenden Legitimationsdefizit werden sich die politisch korrekten Eliten auseinander setzen müssen – sofern man ihnen ihre Selbstdarstellung als fortschrittliche Emanzipatoren und Demokraten weiter glauben soll und sie mittelfristig noch einen Rolle spielen wollen. Wäre „politische Korrektheit“ mehrheitsfähig, wenn sie sich einem demokratischen Votum stellen müsste? Ist sie womöglich nur das Programm einer intellektuellen, privilegierten Elite, die zur Erlangung von Sozialprestige, moralischer Überlegenheit und gesichertem Einkommen im Namen der „Emanzipation“ und der „Befreiung des Individuums“ Opferdiskurse führt, ihrerseits aber kaum Skrupel hat, im Namen des „Guten“ zu totalitären, repressiven Mitteln zu greifen? Muss die „politische Korrektheit“ deshalb als gesamtgesellschaftlicher Groß-Menschenversuch von oben nach unten durchgedrückt werden, vorbei an den demokratischen Institutionen und vorbei an der wissenschaftlichen Folgenabschätzung von Sozial-Großtechnologien wie dem „Gender Mainstreaming“?
Eine wichtige geistige Grundlage der politischen Korrektheit ist die Frankfurter Schule. Und „Gute“ sollten wissen, welche Tücken die dort eingehend diskutierte Dialektik mit sich bringt, indem das „Gute“, wenn man es nur absolut genug für sich in Anspruch nimmt und autoritär und exzessiv genug betreibt, stets eine neue Variante des Terrors gebiert. Das war schon bei den Staatsreligionen, den Nazis und den Kommunisten so, die allesamt gescheitert sind. Heute ist die politische Korrektheit als weitere Variante des von ÜberzeugungstäterInnen in Staatsform gegossenen „Gutseins“ zu besichtigen.
Letztlich stellt sich die Frage, ob wir nicht schon längst unter zuviel des „Guten“ leiden. Unter zuviel Staat, zu viel Abhängigkeit von dessen umklammernder Fürsorge, zuviel gelenkter Information, zuviel materiellem Überfluss, in dem man nur in disziplinierter Selbstbeschränkung nicht krank wird. Und zuviel virtueller, konstruierter „Realität“ gemäß den Utopien von absoluter Gleichheit und Gerechtigkeit der politisch korrekten Eliten – wobei diese natürlich Dank ihres besonderen Gutseins die Gleichesten sind.
Hält die politische Korrektheit, was sie verspricht? Emanzipiert sie uns oder führt sie uns in neue Abhängigkeiten von ihren „sozialen Wohltaten“? Beraubt sie jene, die sie zu schützen vorgibt, durch „positive Diskriminierung“ nicht letztlich ihrer Autonomie und ihrer Fähigkeit zur Selbstbehauptung? Werden wir durch die politische Korrektheit befreit oder nicht vielmehr durch drohenden „Leistungsentzug“ kontrollier- und erpressbar? Werden wir überhaupt noch „artgerecht gehalten“ oder von sich selbst erhaltenden Menschen auf Alimentierte der großen sozialindustriellen Maschine reduziert?
Wäre nicht wie so oft auch hier weniger mehr? Weniger Staat, weniger Bevormundung und scheinbare „soziale Sicherheit“, weniger Abhängigkeit von krank machendem Überfluss, weniger Zwangssolidarität mit uns Unbekannten, weniger Unterhaltung, dafür weniger Passivität und Langeweile, mehr Selbständigkeit und freiwillige Solidarität mit dem Nächsten, weniger verschleiertes Risiko und mehr Vielfalt.
Die Welt entsteht aus Konflikten und Gegensätzen und die politisch korrekte Zwangssolidarität, -nivellierung und -befriedung versucht, mit Sozial-Großtechnologie und bewusstseinsindustrieller Manipulation die Natur und die Biologie zu bezwingen. Im Sinne der menschlichen Autonomie und Vielfalt sollte man jedoch das Verschiedene besser verschieden sein lassen und öfter mal sortieren statt integrieren, so dass alle unter den Ihren einen „artgerechten“ Lebensraum finden, wie man es auch Pflanzen und Tieren zugesteht.
Per Reformen und Parlamentsbeschluss wird solch ein „Rückschritt“ wohl nicht möglich sein, wahrscheinlich kommt er aber zwangsläufig, wenn die wuchernden und zunehmend dysfunktionalen Apparate und Systeme der politischen Korrektheit in nicht allzu ferner Zukunft unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrechen. Was wäre schlimmer: Ein crashartiger gesamtgesellschaftlicher „Reset“ oder eine fortgesetzte, schleichende soziale, kulturelle und wirtschaftliche Agonie durch immer größere Überdosen des „Guten“?
Wir werden sehen, wie weit es die „Guten“ noch treiben können. Angesichts der fast unlösbaren Probleme, die uns das politische „Gutsein“ beschert hat, ist ein dialektischer und wahrscheinlich katastrophaler Umschlag der politischen Korrektheit in ihr nicht minder totalitäres Gegenteil zu befürchten.
Was tun mit Millionen integrationsunwilligen und teils gewaltbereiten Immigranten? Wie verfährt man mit einer Generation, die in Wohlstandsverwahrlosung und mit politisch korrekter Kuschelpädagogik aufgewachsen ist und – zahlenmäßig hoffnungslos unterlegen – die bald in Rente gehenden Babyboomer ersetzen und ernähren soll? Wie den Sozialstaat, das Bankensystem und den Kapitalismus zugleich erhalten, die in ihrem Wachstumsdrang um die Früchte der Arbeitsleistung von immer weniger Fleißigen konkurrieren?
Die politische Korrektheit kam über den Ozean zu uns, doch die Amerikaner haben es schon lange erkannt: „The road to hell is paved with good intentions“, – der Weg in die Hölle ist mit guten Absichten gepflastert.




