E-Book, Deutsch, Band 32, 103 Seiten
Reihe: Erotika-Reihe
Minor Die Nackten von Paris I
1. Auflage 2019
ISBN: 978-87-11-71725-7
Verlag: LUST
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 32, 103 Seiten
Reihe: Erotika-Reihe
ISBN: 978-87-11-71725-7
Verlag: LUST
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Ein Zeitgemälde aus dem späten 16. Jahrhundert, dass die flagellantichen Sitten und Exzesse in Paris beschreibt.-
Autoren/Hrsg.
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2
In der gleichen Nacht trug sich in dem Haus des Tuchwalkers Henry Muscat, desselben Handwerkers, dessen Ehefrau Lisette vor zwei oder drei Jahren mit ihrer Cousine nach Auxerre gepilgert und mit Zwillingen im Bauch heimgekehrt war, etwas Merkwürdiges, beinahe Entscheidendes zu.
Henry Muscat hatte damals natürlich nicht erfahren, daß jener dienende Bruder in Auxerre so eifrig am Werk gewesen war, er war fest davon überzeugt, daß er der Vater des Kinderpärchens war. Deshalb war er auch so betrübt, als die Schwarzen Blattern beide Säuglinge in einer Nacht dahingerafft hatten. Seine Frau Lisette trauerte verständlicherweise ebenso, war jedoch sehr bald darauf mehr über ihren Ehemann betrübt, als dieser nicht mehr gewillt war, ihre Wünsche zu erfüllen.
Kinder hätte sie gern um sich gewußt, noch lieber wäre ihr gewesen, wenn ihr Henry eifriger dafür gesorgt hätte. Statt dessen lehnte er alle ihre Schmeicheleien, ihre nur zu deutlichen Anspielungen zu einer Begegnung in ihrer Muschel ab.
Sie sei in Auxerre gewesen, habe Kinder gehabt, aber die seien ihr nicht vorn Himmel gegönnt gewesen und damit sei nun endgültig Schluß.
Frau Lisette setzte alles daran, den Mann von seiner Einstellung abzubringen. Sie ließ nichts unversucht. Sie setzte sich mit fast ganz entblößten Brüsten zu ihm an den Tisch. Er jagte sie davon.
Sie kroch während der Nacht – nackt wie sie beide unter der Wolldecke lagen – zu ihm, hielt seinen schlaffen Schwanz in der Hand, bis er sich das mit bösen Worten verbat; sie hantierte ganz ohne Brusttuch, Mieder und Rock in der Kuchel und der Stube – er achtete nicht darauf. Im Gegenteil, er beschimpfte sie, eine Hure wolle er nicht in seinem Hause haben, solch gierigen Weibern sollte man die Fotze vernähen . . ., und was er sonst noch Beleidigendes zu sagen wußte.
In ihrer Not hatte sie einmal einen Chirurgen befragt, ob es denn gar keine Möglichkeit gebe, den faulen Henry für die Liebe zu interessieren.
Der Arzt hatte ihr erst still zugehört und meinte dann, es könne möglicherweise an ihr selbst liegen. Männer lieben oftmals ein allzu aufdringliches Wesen nicht. Mitunter seien zärtliche Liebkosungen die bessere Arznei. Ob sie denn überhaupt einmal freundlich, liebevoll ihrem Manne entgegengekommen sei? Ja, was hatte sie dazu sagen sollen? Gewiß ja, freundlich war sie immer zu ihm, liebevolle Worte, hm, die kannte sie selbst nicht. Wäre es nicht seine Sache, ihr etwas Verliebtes ins Ohr zu flüstern, sie zu streicheln und dergleichen mehr?
Der Chirurgus wußte sich nicht anders zu helfen, als daß er sie in sein Kabinett bat, in dem er für gewöhnlich seine chirurgischen Eingriffe und Operationen wie Starstechen, Aderlässe und dergleichen mehr vornahm.
Wenn er die Tür des kleinen Stübchens verriegelte, war das ein Zeichen für sein Eheweib, daß er ungestört bleiben mußte. Dort sah sich die Frau Lisette scheu und fragend um. Er aber nahm ihr jede Furcht, indem er den Arm um sie schlang, sie an sich zog und ihren Mund suchte. Frau Lisette, die, ach so lange, auf eine derartige Behandlung gewartet hatte, begann in Kürze aufzuglühen.
In ihrer Muschel kribbelte und krabbelte es, als seien tausend Ameisen erwacht. In ihren Lenden setzte ein Brennen ein, das über den Rücken bis zum Kopf drang. Die Schamlippen ihrer Vulva wurden feucht und schwollen an. Frau Lisette warf sehnsüchtige Blicke zu dem Chirurgen, der sie langsam zu dem Ruhebett führte, auf das sich für gewöhnlich seine Patienten legten.
Seine freie Rechte strich ihr über das Gesicht, sein voller Bart kitzelte ihre Wangen, sie öffnete ganz unbewußt die Lippen und erwartete seinen Kuß. Indessen griffen seine Hände unter ihr Brusttuch, und indem er die aufquellenden Warzen suchte und fand, näherte sich sein Mund dem ihren. Ein langer, heißer Kuß, Zunge gegen Zunge, ließ den Speichel aus ihren Mundwinkeln fließen. Frau Lisette hielt die Augen geschlossen; ihre liebesempfindlichen Gebiete waren voll und ganz auf seine Berührungen eingerichtet. Das Brusttuch war hinderlich, vorsichtig öffnete er, nicht ohne sie von neuem zu küssen, das Mieder, zog das Hemd von dem Busen, besah sich für einen Augenblick die Warzen in ihren Höfen, die trotz seiner Neckereien immer noch flach und blaß waren.
Der Chirurgus kniff beinahe wie zum Zeichen seiner Enttäuschung die Augen zu einem schmalen Spalt zusammen.
Ein Glück, daß die Frau dies nicht sehen konnte, sie lag hingegeben immer noch in seinem Arm, völlig bewegungslos, um das Hemd und das Mieder samt Brusttuch herabgleiten zu lassen.
Er rieb die Warzen mit der Handfläche, rundum, immer rundum, bis sie durchblutet und etwas fester wurden.
„Kein Wunder“, flüsterte er ihr ins Ohr, „du mußt dich mehr um dich selbst kümmern!“
Sie war derart in ihrer Liebesgier gefangen, daß sie weder hinhörte, noch ihn verstand. Sie empfand nur das Reiben, fühlte jetzt auch seine Lippen, die sich festsaugten, die an den Warzen zogen, bis ihre Wollust zum äußersten anstieg.
Ha, so einen Mann müßte sie im Hause haben! Ihre Hände bebten, sie wollte nach der Hose des Chirurgus fassen, aber eine unbekannte Scheu hielt sie zurück. Dabei spürte sie deutlich, wie sich darin das ruckweise bewegte, was sie auf dem häuslichen Strohsack entbehren mußte. Der Chirurgus hob ihren Rock, griff ohne weiteres in ihren Flaum und fand die bereits leicht geöffneten Lippen. Mit sicherer Hand fuhr er mit dem Daumen der rechten Hand in die Vulva ein, rieb erst ganz langsam und bedächtig, dann rascher werdend und merkte, wie die Frau immer hitziger, immer liebestoller wurde.
Sie verlor den letzten Rest jeglicher Überlegung, jeglicher Scheu und suchte mit zitternden Fingern in die Hose einzudringen. Ha, den versteiften Glücksbringer spürte sie durch das noch verschlossene Tuch hindurch. Groß und lang und breit mußte der sein.
Sie wühlte und riß in ihrer Gier einen Knopf ab, stieß den längsten Finger, den Mittelfinger, durch den schmalen Spalt und tastete sich vor bis zu jenem glühendheißen Stück Fleisch, das eher einem Knochen denn einem anderen Körperteil glich.
Sie nestelte so lange an der Hose, bis es ihr endlich gelang, den Freudenspender zu befreien, ihn in seiner Vorhaut zu bewegen. Sie gab sich alle Mühe, ihr Tun dem Rhythmus des Daumens in ihrer Muschel anzupassen.
Ha, nun war sie in bester Verfassung. Ihr ganzer Körper war ein fieberndes Etwas. Ihre Brüste hoben und senkten sich, die Warzen darauf hatten sich verändert, die Lenden wurden stets unruhiger, ihre Schenkel gierten nach Bewegung und mit einem Aufschrei riß sie an dem Schwanz des Mannes, daß der einen unverständlichen Schmerzenslaut hervorpreßte.
Zwar hatte er sich vorgenommen, diese Frau zu prüfen, ob und inwieweit sie zur Liebe zu bewegen sei. Daß sie aber in einem solchen Ausmaß bereit war, ließ ihn erschrecken. Kein Wunder, daß eine derartige Glut einmal bis zur Raserei aufflammen mußte!
Er versuchte vergeblich, seine Hand aus ihren Schenkeln, den Daumen aus ihrer Höhle zu befreien. Wie mit übermenschlichen Kräften preßte die Frau die mächtigen Schenkel zusammen, spannten sich die Vaginalmuskeln um den Daumen, rissen ihre Finger an dem Glied, das sie mit beiden Händen umklammerte. Der glutrote Kopf mit seiner kleinen Öffnung schaute hervor, die Vorhaut war zum Abreißen an dem zierlichen Bändchen zurückgestreift, und der Hodensack war zum Bersten prall und voll.
Der Chirurgus verlor nun selbst die Beherrschung. Mit einem vielleicht etwas zu derben Griff warf er sie auf seinen Operationstisch, spreizte ihre Beine, so weit es nur eben möglich war, betrachtete genüßlich die offene, feuchte Muschel, nahm seinen Penis aus ihren Händen und stieß damit gegen sie vor. Sie hob ein wenig den Kopf, um zu sehen, wie er sich Zugang verschaffen würde. Doch dazu blieb ihr nicht viel Zeit.
Er, der erfahrene Chirurgus Hieronymus Massarus, wie er sich nach der Mode der Zeit latinisiert nannte, hatte nicht allzu große Mühe. War auch sein Glied groß und gewaltig, so war die Vulva der Frau auch nicht gerade eng. Ein einziger kräftiger Stoß genügte, um das Glied bis zum Flaum hineinzubringen. All ihr Sehnen nach einer solchen Begegnung mit ihrem Henry verblaßte vor der unheimlichen Lust, den Mann auf und in ihr zu genießen. Sie spürte, wie er, nachdem er sich eine kleine Weile still verhalten hatte, anfing, sich zu bewegen. Der prallrunde Kopf des Eindringlings tastete – so erschien es ihr – die Innenwände der Höhle ab. Als wolle er erkunden, wo er sich befinde, geriet er dabei an die Öffnung der Gebärmutter und drängte diese zurück.
In Frau Lisette steigerte sich von Stoß zu Stoß die wilde Begeisterung. Sie empfand genau, wie es in ihren Lenden brannte, wie die Brüste hin und her und auf und ab schaukelten, spürte, wie die Feuchtigkeit in ihrer Muschel zunahm, spürte, wie sie dem Höhepunkt immer näher kam. Die Finger des Mannes spielten mit den noch schwachen, doch bereits gestreckten Hügeln auf ihren Brüsten. Sein Gesicht vergrub sich in deren Mulde und seine Zunge zog lange, begehrliche Streifen bis zu ihrem Hals hinauf. Frau Lisette empfand plötzlich das gleiche Gefühl, das sie überfallen hatte, als die Zwillinge an den damals allerdings zweckbestimmten Brüsten saugten.
Sein Stoßen wurde heftiger, gewaltsamer und riß sie mit. Eine regelrechte Wut hatte beide befallen, eine Wut, die jegliches Denken verbannte....




