Mitchell | Star Trek - The Next Generation: Die Jarada | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 0 Seiten

Mitchell Star Trek - The Next Generation: Die Jarada

Roman
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-641-11548-7
Verlag: Heyne
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman

E-Book, Deutsch, 0 Seiten

ISBN: 978-3-641-11548-7
Verlag: Heyne
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



In der Falle!

Die Jarada sind Insektenwesen, die sich bislang von allen anderen Völkern der Galaxis abgeschottet haben. Nun wollen sie ihre Isolation offenbar durchbrechen, denn sie bemühen sich um Aufnahme von Beziehungen zur Föderation. Auf Wunsch der Jarada soll Captain Picard die Verhandlungen leiten. Doch über Kultur und Sprache der Insektoiden ist nahezu nichts bekannt. Umso erstaunlicher, dass die Jarada offensichtlich über die Enterprise und ihren Captain bestens Bescheid wissen. Ein Landeteam hat die Aufgabe, auf dem Planeten Informationen zu sammeln. Doch dann bricht der Kontakt zu den Offizieren ab, und die Enterprise wird von jaradischen Raumjägern angegriffen...

Mitchell Star Trek - The Next Generation: Die Jarada jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


Kapitel 1


CAPTAINS LOGBUCH: Sternzeit 44839.2:

Die Enterprise befindet sich auf dem Flug nach Beltaxiya Minor, einem jaradischen Außenposten im Archimedes-Sektor. Die Jarada, ein wählerisches, zurückgezogen lebendes Sternenvolk, haben sich mit dem Ersuchen an die Föderation gewandt, Verhandlungen über den Austausch von Botschaftern aufzunehmen. Sie haben ausdrücklich erbeten, den Captain der Enterprise mit der Verhandlungsleitung zu beauftragen.

PERSÖNLICHES LOGBUCH, Ergänzung:

Naturgemäß bin ich nur zu erfreut darüber, zu neuen friedlichen Beziehungen zwischen der Föderation und ihren Nachbarn beitragen zu dürfen. Allerdings gibt die Art dieses Auftrags einigen Grund zum Nachdenken. Die Einstellung der Jarada zum diplomatischen Protokoll ist so anspruchsvoll, wie ihr Isolationismus streng. Man fragt sich unwillkürlich, ob es bei ihrem Gesuch um mehr als nur den Austausch von Botschaftern geht.

»Möchte jemand noch etwas sagen?« Am Konferenztisch seines Bereitschaftszimmers schaute Captain Jean-Luc Picard in die Runde. Hatten seine Offiziere der Einsatzbesprechung irgendeine Äußerung hinzuzufügen? Riker, Geordi, Troi, Crusher und Worf hatten unterschiedlich mürrische Mienen aufgesetzt. Man sah ihnen ihre Meinung so deutlich an, als hätten sie sie ausgesprochen.

Nur Lieutenant Commander Data trug zu der Spannung im Bereitschaftszimmer nichts bei. Seine goldenen Augen schienen aus Vorfreude zu leuchten, weil es ihm nun oblag, die Entdeckungen bekanntzugeben, die er hinsichtlich des neuen Auftrags gemacht hatte. Also gut, von mir aus, dachte Picard. Er ahnte, dass ein längeres Referat bevorstand. »Mr. Data, würden Sie uns bitte Bericht erstatten?«

»Sehr wohl, Captain.« Der Androide neigte den Kopf leicht zur Seite, als könnte er so die Informationen besser analysieren. »Ich habe alle zugänglichen Datenbanken abgefragt. Auch sämtliche der Geheimhaltung unterworfenen Datenspeicher, auf die ich in der verfügbaren Zeit Zugriff bekommen konnte. Aus den letzten fünf Jahren habe ich fünfzehn Verweise auf die Jarada gefunden. Leider beruhen die meisten Eintragungen auf Angaben aus zweiter Hand oder auf Hörensagen. Die einzige verlässliche Informationsquelle ist die Dokumentation des Föderationskontakts mit den Jarada bei Torona vier, Sternzeit 41997.7.«

Commander William Riker beugte sich vor und stützte die Ellbogen auf den Tisch. Die Zeigefinger seiner gefalteten Hände wiesen auf Data. Während Datas Darlegungen war sein Gesichtsausdruck noch düsterer geworden. »Mit anderen Worten, wir sind nicht schlauer als alle anderen.«

»Ich glaube, das könnte eine zutreffende Zusammenfassung der Informationslage sein, Commander. Es gibt zuwenig Hinweise, um Schlussfolgerungen hinsichtlich der Jarada oder ihrer aktuellen Beweggründe zu ziehen.«

Dr. Beverly Crusher hob den Blick von der dunklen, polierten Tischplatte. Mit einer ungeduldigen Handbewegung strich sie sich das rote Haar aus der Stirn.

»Das gleiche gilt für ihre Biologie und ihre gesellschaftliche Struktur. Ich habe ausgiebig gesucht, bin aber auf nichts Aufschlussreiches gestoßen. Dass sie insektenähnlich sind, wissen wir. Aber wir kennen das vergleichbare Modell nicht. Funktioniert ihre Gesellschaft nach den Prinzipien der irdischen Ameisen? Der Termiten? Oder der Bienen?« Sie zuckte mit den Schultern, unterstrich diese Geste, indem sie die Handflächen nach außen kehrte. »Vielleicht ist es angebrachter, sich an den Grundmustern eines anderen Planeten zu orientieren. Ich weiß es ganz einfach nicht.«

»Ich habe verstanden, Doktor.« Picards Finger krampften sich um den Schreibstift, ein Zeichen seiner Enttäuschung. Er hatte jedoch mit negativen Berichten gerechnet. Wäre eine leichte Mission auszuführen gewesen, hätte Starfleet nicht die Enterprise mit der Erledigung betraut. »Mr. LaForge, haben Sie irgendwas zu sagen?«

»Bezüglich des Orbits?« Lieutenant Commander Geordi LaForge schaute von seinem Computerterminal hoch, unterbrach seine tiefe Konzentration. Während er den Kopf hob, blitzte das Licht der Zimmerbeleuchtung auf dem goldgelben und silbernen Material seines VISORS. »Wir müssen ein heikles Manöver bewältigen. Das Schiff wird aber nicht überfordert. Wegen der hohen Zahl stellarer Objekte im Beltaxiya-System ist dort die orbitale Dynamik ziemlich kompliziert. In den ersten paar Stunden dürften wir die größten Probleme haben. Wir müssen erst genug Informationen über das System sammeln, um die Bahnen der vorhandenen Objekte und unseren Kurs bestimmen zu können.«

»Mr. LaForge hat recht.« Data blickte den Chefingenieur an, ehe er seine Aufmerksamkeit wieder dem Captain widmete. »Das Beltaxiya-System ist bisher nicht ausreichend durch Föderationsforscher erkundet worden. Unseren Informationen zufolge gibt es innerhalb der bewohnbaren Zone des Systems zwei Planeten. Beltaxiya Major ist ein Gasriese mit annähernd der doppelten Masse Jupiters. Beltaxiya Minor beschreibt eine stark geneigte Kreisbahn um den Gasriesen. Die Umlaufperiode beträgt fünf Erdtage. Beltaxiya Minors Rotationsdauer steht zur Umlaufzeit im Verhältnis von drei zu zwei. Außerdem umfasst das System eine größere Anzahl kleinerer Trabanten und Minimonde sowie mehrere andere Planeten in entfernteren Umlaufbahnen. Darüber liegen jedoch nur unzulängliche Informationen vor, so dass …«

»Vielen Dank, Mr. Data. Das genügt fürs erste.« Bei allem guten Willen konnte Picard seine Ungeduld angesichts der Weitschweifigkeit des Androiden nicht ganz verbergen. Die komplizierten Verhältnisse im Beltaxiya-System und die Lückenhaftigkeit ihrer Kenntnisse erhöhten den Schwierigkeitsgrad der Mission. Aber ausschließlich Data war dazu imstande gewesen, innerhalb einer Stunde überhaupt Informationen ausfindig zu machen.

Eine Anwandlung von mit Zuneigung vermischter Belustigung milderte die Missstimmung des Captains. Die Aussicht, sich mit den Jarada abgeben zu müssen, hatte bei allen Teilnehmern der Besprechung Nervosität verursacht.

Kurz schloss Picard die Augen, erinnerte sich an ihre letzte Begegnung mit den Jarada. Es hatte ihn Tage gekostet, die unumgängliche, fünfzehn Sekunden lange Begrüßungsformel zu lernen, bis er Aussprache und Tonlage perfekt beherrschte. Noch heute brach ihm der Schweiß aus, wenn er sich dessen entsann, wie alle gespannt darauf warteten, ob sie diese erste Probe zur Zufriedenheit der Jarada bestanden hatten.

Nein, einen leichten Auftrag hatte man ihnen nicht erteilt. Dass die Jarada die Föderation kontaktiert hatten, besagte eindeutig, sie wollten irgend etwas, und zwar dringend. Und es war Picards Aufgabe – und der Auftrag der Enterprise –, so schnell wie möglich herauszufinden, was sie wünschten. Eile war geboten. Je mehr Zeit man im Umgang mit Jarada verbrachte, um so mehr häuften sich die Gelegenheiten, unbeabsichtigt einen schwerwiegenden diplomatischen Fehltritt zu begehen.

»Hat irgendwer noch einen Diskussionsbeitrag?«

»Nur die Empfehlung, dass die Landegruppe dort auf dem Planeten gar nicht vorsichtig genug sein kann.« Riker schabte sich am Kinn, kratzte sich den kurzen, schwarzen Bart. »Die Vorgaben der Mission enthalten sehr wenig Informationen. Es ist nichts dabei, das mich davon überzeugen könnte, dass die Jarada kein Doppelspiel treiben. Bevor wir wissen, auf was sie es abgesehen haben, dürfen wir in unserer Wachsamkeit nicht im geringsten nachlassen.«

»Ich bin völlig Ihrer Meinung.« Nacheinander schaute Picard jedes Mitglied seines Offiziersstabs an, vergewisserte sich, dass jeder sich der Schwierigkeiten bewusst war, die sie erwarteten. »Wenn niemand mehr Fragen hat, ist die Sitzung hiermit beendet.«

»Keiko, mein Schatz, ich begreife einfach nicht, weshalb der Captain unbedingt auf deiner Teilnahme besteht.«

Sorgenfalten furchten Transporterchef O'Briens Gesicht. Er sah zu, wie seine Frau am Computer Seite für Seite die Liste der Fachliteratur durchschaute. Sie war so klein und zierlich. Die Vorstellung, dass sie den unbekannten Risiken auf Beltaxiya Minor ausgesetzt werden sollte, widerstrebte ihm gehörig.

Keiko hockte vor dem Bildschirm, als wollte sie sich mit der Intensität ihrer Konzentration gegen seine Sorge schützen. Weil ihre mangelnde Reaktion ihn verdross, versuchte O'Brien es mit einem neuen Ansatz.

»Diese Mission könnte gefährlich sein, Schatz. Meinst du nicht auch, es sollte lieber jemand anderes die Landegruppe auf den Planeten begleiten? Irgend jemand, der sich besser dafür eignet, mit Schwärmen übergroßer Heuschrecken zurechtzukommen?«

»Gefährlich?« Endlich blickte Keiko auf. Sie verzog die Miene, als hätte das Wort auf ihrer Zunge einen unangenehmen Geschmack hinterlassen. »Eine diplomatische Mission und gefährlich?«

Erschrocken über ihren Tonfall, konnte O'Brien sie einen Moment lang nur betrachten. »Na sicher. Wir wissen verdammt wenig über dieses Insektenvolk. Nur dass es äußerst pingelig ist.« Er schwieg kurz, um seine Gedanken zu sammeln. »Sollte der Captain vielleicht nicht lieber Deyllar schicken?«

»Deyllar? Diesen fetten Ochsen?« Von Verärgerung wechselte Keikos Ton über zur Verachtung. »Er kann Pflanzen doch nur katalogisieren, wenn jemand ihm sagt, was er da hat.« Sie atmete tief ein, um ihren Missmut zu überwinden. »Ich habe mich für diese Exkursion freiwillig gemeldet. Ich bin an Bord der Enterprise gegangen, um konkrete Forschungsarbeit leisten zu können. Weil...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.