E-Book, Deutsch, 365 Seiten
Reihe: SAP Press
Mock / Wagner Einkauf mit SAP Ariba
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-8362-8174-4
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
E-Book, Deutsch, 365 Seiten
Reihe: SAP Press
ISBN: 978-3-8362-8174-4
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Dieses Buch zeigt Ihnen, wie Sie SAP Ariba implementieren und für die strategische und operative Beschaffung einsetzen . Ob Ausschreibungen, Lieferantenmanagement, Kontraktmanagement oder Katalogmanagement – die Autoren stellen Ihnen alle SAP-Ariba-Lösungen für Ihre Geschäftsprozesse im Detail vor. Auch die Integration mit SAP ERP, SAP SRM und SAP S/4HANA wird ausführlich erläutert .
Aus dem Inhalt:
- Aktuelle Trends im Einkauf
- Bestandteile von SAP Ariba
- Strategischer Einkauf
- Ausgaben-Reporting mit SAP Ariba Spend Visibility
- Ausschreibungen und Auktionen mit SAP Ariba Sourcing
- Lieferantenmanagement mit SAP Ariba Supplier Management
- Kontraktmanagement mit SAP Ariba Contract Management
- Operativer Einkauf
- Katalogmanagement SAP Ariba Procurement Content
- Beschaffung mit SAP Ariba Procure to Order und Procure to Pay
- Vorgehensweise bei der Einführung
- Technologie und Integration
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Vorwort ... 15
Einleitung ... 17
1. Aktuelle Trends im Einkauf ... 21
1.1 ... Trends ... 21
1.2 ... Cloud oder on premise? ... 23
1.3 ... SAP Ariba als Cloud-Lösung ... 28
1.4 ... SAP-Portfolio im Einkauf ... 29
1.5 ... Marktübersicht der Einkaufslösungen ... 36
1.6 ... Entscheidungskriterien für die Auswahl einer Einkaufslösung ... 41
1.7 ... Wo ist der Einsatz von SAP Ariba sinnvoll? ... 53
2. Bestandteile von SAP Ariba ... 57
2.1 ... Komponenten im Überblick ... 57
2.2 ... Die Benutzeroberfläche von SAP Ariba ... 65
2.3 ... Ariba Network ... 71
3. Strategischer Einkauf ... 89
3.1 ... Ausgabenanalyse mit SAP Ariba Spend Analysis ... 90
3.2 ... Risikomanagement mit SAP Ariba Supplier Risk ... 93
3.3 ... Lieferantenmanagement mit SAP Ariba Supplier Lifecycle and Performance ... 99
3.4 ... Ausschreibungen mit SAP Ariba Sourcing ... 120
3.5 ... Vertragsmanagement mit SAP Ariba Contracts ... 153
4. Operativer Einkauf ... 165
4.1 ... Der operative Einkaufsprozess ... 165
4.2 ... SAP Ariba Catalog ... 167
4.3 ... SAP Ariba Buying ... 190
4.4 ... SAP Ariba Buying and Invoicing ... 214
4.5 ... Kontrakte im operativen Einkauf ... 218
5. Einführung und Betrieb ... 227
5.1 ... Zielbild für den Einkauf erstellen ... 227
5.2 ... Projektvorgehen und Methoden bei der Implementierung ... 229
5.3 ... Onboarding eines Lieferanten ... 236
5.4 ... Community und Support ... 243
6. Technologie ... 249
6.1 ... Workflows ... 249
6.2 ... Formulare ... 255
6.3 ... Mobile Nutzung ... 267
6.4 ... Berichte ... 276
6.5 ... Entwicklung ... 284
7. Integration von SAP Ariba ... 291
7.1 ... Integration mit SAP ERP und SAP S/4HANA ... 291
7.2 ... Überblick über die Integration mit dem Ariba Network ... 295
7.3 ... Überblick über SAP Ariba Supply Chain Collaboration ... 298
7.4 ... Integration von SAP Ariba Sourcing und SAP Ariba Contracts ... 306
7.5 ... Integration von SAP-Ariba-Lieferantenmanagementlösungen ... 315
7.6 ... Integration von SAP-Ariba-Lösungen für den operativen Einkauf ... 320
7.7 ... Zusammenfassung der Integrationsmöglichkeiten ... 326
7.8 ... Das Cloud Integration Gateway ... 328
8. Ausblick ... 331
8.1 ... Weiterentwicklung von Ariba Network ... 332
8.2 ... Weiterentwicklung von SAP Ariba Supply Chain Collaboration ... 332
8.3 ... Ausbau der Lieferantenfunktionen in Ariba Network ... 333
8.4 ... Ausbau von SAP Ariba Payables ... 333
8.5 ... Weiterentwicklungen für Guided Buying ... 333
8.6 ... Ausbau von SAP Ariba Catalog ... 334
8.7 ... Weiterentwicklung von SAP Ariba SLP und SAP Ariba Risk ... 334
8.8 ... Innovationen für SAP Ariba Sourcing und SAP Ariba Contracts ... 335
8.9 ... Eine Vision der Zukunft ... 335
Anhang ... 339
A ... Ariba-Network-Transaktionsregeln ... 341
B ... Glossar ... 347
C ... Abkürzungsverzeichnis ... 353
D ... Literaturverzeichnis ... 355
E ... Die Autoren ... 357
Index ... 359
1.2 Cloud oder on premise?
Immer wieder hört man Aussagen wie: »In unserem Unternehmen gibt es eine No-Cloud-Philosophie.« Es gibt gewaltige Vorbehalte gegenüber dem Thema Cloud. Forrester spricht in der Analyse »Breakout Vendors: SaaS Business Applications« (Forrester 2016) über den Marktabsatz von Software as a Service (SaaS) von einem voraussichtlichen Wachstum von 24 % im Jahr 2017. Die am stärksten wachsenden Bereiche sieht Forrester bei ERP-Lösungen, Anwendungen für den Finanzbereich, beim E-Commerce, bei Human Resources sowie beim Einkauf und Supply Chain Management (SCM). Die Anbieter verdrängen dabei alteingesessene Lösungen immer stärker vom Markt, und in manchen Segmenten ist längst der Cloud-Anbieter der Primus der Klasse. Noch ein wichtiges Thema wird in der Analyse als Aufgabe der Zukunft identifiziert: die Schaffung von Netzwerken, in denen Mitarbeiter, Partner, Geräte, Kunden und Lieferanten in Echtzeit miteinander verbunden sind.
Auch wenn dieser Trend noch ganz am Anfang steht, so kann man sich doch für die Zukunft diverse Cloud-Szenarien vorstellen. So könnten Unternehmen z.B. freie Kapazitäten am Markt bereitstellen und auktionieren. Oder beschaffende Unternehmen können in virtuellen Teams gemeinsam mit Lieferanten an Entwicklungen arbeiten und dies über Crowdfunding finanzieren.
»Der elektronische Datenaustausch entlang der Supply Chain wird von 82,7 % der Befragten als relevant beurteilt [...]«, schreibt der Bund der Materialwirtschaft in einer Studie zum Thema Industrie 4.0 (BME 2016). Jedoch zeigt die Auswertung dieser Studie einen noch relativ niedrigen Grad der Digitalisierung in den Unternehmen. Die Befragten haben als Gründe unter anderem das Fehlen von internen Voraussetzungen (33,3 %) und die Datensicherheit (20,8 %) angegeben. Aber auch die fehlende Unterstützung durch die Lieferanten wurde als hinderlich identifiziert (BME 2016).
Es ist absehbar, dass es in Zukunft immer mehr Cloud-Lösungen geben wird, die klassische Anbieter teilweise vom Markt verdrängen. Unternehmen sind daher gefordert, sich dem Thema mit Sorgfalt zu widmen, und sollten auch bereit sein, die eigenen Strategien zu überdenken.
1.2.1 Begriffserklärung zur Cloud
On-Premise-Software bedeutet »in den eigenen Räumlichkeiten oder vor Ort«. Dabei wird die Software in eigener Verantwortung betrieben. Neben der Lizenz ist in der Regel eine Wartungsgebühr für die Software zu zahlen.
Cloud Computing ist ein Sammelbegriff für die Ausführung von Programmen auf externen Rechnern. Er umfasst drei unterschiedliche Modelle, die vom National Institute of Standards and Technology (NIST) definiert wurden:
- Infrastructure as a Sevice (IaaS)
Dabei werden Ressourcen wie Rechner, Netze oder Speicher von einem Anbieter zur Verfügung gestellt. Ein klassisches Anwendungsbeispiel ist der Betrieb des Rechenzentrums bei einem externen Dienstleister. Das anwendende Unternehmen ist für die Auswahl, die Installation, den Betrieb und das Funktionieren ihrer Software selbst verantwortlich. - Platform as a Service (PaaS)
In diesem Modell mietet der Anwender eine Plattform, die Rechenleistung dynamisch bereitstellt und gleichzeitig einen flexible Gestaltung der Software durch den Nutzer ermöglicht. - Software as a Service (SaaS)
Der Serviceanbieter ermöglicht die Anwendung von bereitgestellter Software auf seiner Infrastruktur. Man verwendet hier auch den Begriff Software on demand.
1.2.2 Darstellung verschiedener Cloud-Modelle
Wenn man von Cloud spricht, gibt es nicht ein generelles Betriebsmodell, das von allen Anbietern verwendet wird. Das NIST unterscheidet vier Kategorien, die in Abbildung 1.1 im Überblick dargestellt sind:
- Public Cloud
öffentliche Plattform, bei der die Infrastruktur auf einer flexiblen Basis gemietet wird - Private Cloud
Hier wird die Plattform einer definierten Anwendergruppe im eigenen Unternehmen zur Verfügung gestellt. - Hybrid Cloud
Viele Anbieter offerieren Lösungen, die eine Kombination aus öffentlichen und privaten Bereichen zur Verfügung stellen. - Community Cloud
Der Service wird in diesem Modell einer eingeschränkten Nutzergruppe (z.B. einer Behörde) zur Verfügung gestellt.
Abbildung 1.1 Verschiedene Cloud-Modelle im Überblick
1.2.3 Vor- und Nachteile von On-Premise-Software
Egal, ob Sie nun einen eigenen Laden oder eine eigene Softwareumgebung betreiben, die Vorteile von On-Premise-Lösungen liegen auf der Hand: Sie können sie in hohem Maße auf Ihre eigenen Bedürfnisse ausrichten. Außerdem können Sie Eigenentwicklungen bzw. spezifische Erweiterungen leichter umsetzen. Viele Unternehmen schätzen es sehr, dass ein System individuell zugeschnitten werden kann.
Ein typisches Beispiel aus der On-Premise-Welt ist SAP SRM, das in vielen Unternehmen als Einkaufssystem genutzt wird. Für den Betrieb des Systems ist besonders der Einkaufswagen-Workflow wichtig. Dieser ist meist sehr individuell gestaltet und spiegelt einerseits die verschiedenen Beschaffungswege (z.B. Katalog, Freitext, materialnummernbasiert), die Anforderungen der verschiedenen Warengruppen und gleichzeitig die oft komplexen Genehmigungsstrukturen in Unternehmen wider. Über die abgebildeten Prozesse kann die Einbindung des Einkaufs, die Freigabe durch die Kostenverantwortlichen oder auch die Einbeziehung von Fachfunktionen gesteuert werden. Kann man die Bedarfsprozesse hier individualisieren, ist meist eine höhere Automatisierung der Bestellprozesse möglich.
Mit dem eigenständigen Betrieb von Systemen sind aber auch Risiken und vor allem Kosten verbunden. In den vergangenen Jahren sind die Sicherheits- und Performanceanforderungen an Rechenzentren stetig gestiegen. Diese zu erfüllen ist eine Herausforderung für Unternehmen. Die Vermeidung von Ausfällen, eine hohe Verfügbarkeit sowie der Schutz vor unberechtigten Zugriffen haben die Kosten für den Betrieb eines Rechenzentrums steigen lassen. Längst ist nicht mehr die Speicherkapazität das Maß aller Dinge. Typische Kosten im Betrieb sind darüber hinaus der Anwendersupport, die Weiterentwicklung des Systems oder auch die stetige Aktualisierung der Software.
Letztlich stehen auch IT-Abteilungen unter ständigem Optimierungsdruck. Teilweise wird hochspezialisierte Software für Prozesse benötigt. Es ist daher heute kaum noch möglich, für jede Lösung einen Experten im Unternehmen zu haben. Externe Dienstleister setzen darüber hinaus oft Benchmarks zu Kosten, die interne Organisationen nur schwer erreichen können. Eine der größten Herausforderungen ist auch, mit der steigenden Veränderungsgeschwindigkeit Schritt zu halten. Egal, ob nun neue Technologien eingesetzt werden sollen oder einfach innovative Konzepte für altbekannte Probleme gesucht werden, bei On-Premise-Lösungen ist man als Unternehmen selbst gefordert, die notwendigen Maßnahmen umzusetzen.
1.2.4 Vor- und Nachteile von Cloud-Lösungen
Die Cloud hat in vielen Unternehmen schon länger Einzug gehalten, und zwar durch die Verlagerungen von Rechenzentren an externe Dienstleister. Trotzdem sprechen viele Unternehmen von einer »No-Cloud-Policy« und meinen damit in der Regel die Ablehnung von Software bzw. Platform as a Service. Woher kommt diese Ablehnung?
Nachteile
Da gibt es zum einen das klassische Vorurteil der fehlenden Sicherheit. Fakt ist, dass moderne Rechenzentren oft einem Hochsicherheitstrakt ähneln und strengste Kriterien bei der Schulung der Mitarbeiter oder auch bei der Behandlung von Daten angewendet werden. Trotzdem ist das Misstrauen groß, besonders wenn die Daten nicht in Europa gespeichert werden. Einige Staaten – darunter die USA – erlauben den Zugriff auf IT-Daten ohne richterlichen Beschluss im Namen der nationalen Sicherheit. Bei der Auswahl eines externen Softwaredienstleisters sollten daher die Sicherheitsstandards sorgfältig geprüft werden.
Ein weiteres Argument der Gegner ist die fehlende Anpassungsfähigkeit der Lösungen an die spezifischen Anforderungen des Unternehmens. Generell gibt es hier große Unterschiede in den Konzepten der Anbieter: Während einige Plattformanbieter eine individualisierbare Lösung anbieten, gibt es auf der anderen Seite Software, die ein recht straffes Korsett vorgibt. Als Beispiel seien hier Dienste zur Erstellung und zum Betrieb einer Homepage genannt. Serviceanbieter in diesem Umfeld stellen meist eine große Anzahl an Vorlagen und Elementen zur Verfügung. Als ungeübter Nutzer kann man eine ansprechende Seite weitgehend nach den eigenen Wünschen gestalten. Einschränkungen gibt es natürlich auch; es gibt nicht jede beliebige Schriftart,...




