Monroe / Graham / Lucas | Julia Extra Band 357 | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 0357, 448 Seiten

Reihe: Julia Extra

Monroe / Graham / Lucas Julia Extra Band 357


1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-95446-181-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0357, 448 Seiten

Reihe: Julia Extra

ISBN: 978-3-95446-181-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ein ungeahnt leidenschaftlicher Kuss von Prinz Raja al-Somari - und für Ruby ist nichts mehr wie vorher: Obwohl Raja und sie nur eine Scheinehe geplant haben, um seinem Land den Frieden zu sichern, verspürt sie plötzlich diese gänzlich unvernünftige Sehnsucht nach Liebe ...



Die preisgekrönte Bestsellerautorin Lucy Monroe lebt mit unzähligen Haustieren und Kindern (ihren eigenen, denen der Nachbarn und denen ihrer Schwester) an der wundervollen Pazifikküste Nordamerikas. Inspiration für ihre Geschichten bekommt sie von überall, da sie gerne Menschen beobachtet. Das führte sogar so weit, dass sie ihren späteren Ehemann bei ihrem ersten Treffen auf einer Tanzveranstaltung so aus der Fassung brachte, dass er glaubte, sie sei an ihm nicht interessiert, da sie ständig die anderen Paare beobachtete, anstatt ihm ihre volle Aufmerksamkeit zu schenken. Was für ein Irrtum! Natürlich war sie interessiert. Sie glaubt, dass es keine stärkere Kraft als die Liebe gibt, mit deren Hilfe man auch tiefen Schmerz überwinden und trotz der harten Herausforderung des Lebens sein Glück finden kann. Liebesromane können ihrer Meinung nach die intensiven Gefühle der Liebe freisetzen. Für sie sind leidenschaftliche und sinnliche Liebesromane ein wunderschöner Ausdruck für die Wahrhaftigkeit der Liebe, verpackt in einer fantasievollen Geschichte, die man als Leser auf dem Sofa genießen kann. Wenn sie nicht schreibt, liest Lucy gerne - welche Überraschung. Sie kennt sich nicht mit aktuellen TV-Shows aus, mag aber romantische und abenteuerliche Filme und geht gern ins Theater. Die Familie ist für sie das Größte. Seit ihrer ersten Veröffentlichung bei Harlequin im Jahr 2002 wurden mehr als 30 ihrer Bücher herausgebracht, und sie hat nicht vor, ihr Arbeitspensum in der Zukunft zu drosseln.

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1. KAPITEL

Die schöne Brünette lag in dem zerwühlten Bett und beobachtete, wie ihr Geliebter sich anzog. Mit dem schwarzen Haar, den dunklen Augen und dem durchtrainierten Körper war Prinz Raja al-Somari außergewöhnlich attraktiv. Und außerdem war er ein leidenschaftlicher Liebhaber.

Chloe konnte sich also nicht beschweren. Als Topmodel begegnete sie allerdings tagtäglich reichen Männern. Auch ihr Prinz aus dem Ölstaat Najar am Persischen Golf hatte viel Geld und verwöhnte sie über alle Maßen. Deshalb war sie erleichtert gewesen, als die junge Frau, die ihn heiraten sollte, bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen war. Und selbst wenn man bald wieder eine Ehe für ihn arrangierte, war sie fest entschlossen, die Beziehung weiterzuführen.

Raja beobachtete, wie Chloe mit ihrem neuen Diamantarmband spielte, und musste lächeln. Sie hatte ihm nie eine Szene gemacht, obwohl er in den vergangenen Monaten nur wenig Zeit für sie gehabt hatte. Wie die meisten europäischen oder amerikanischen Frauen, denen er seit seinem Studium in England begegnet war, konnte er sie mit einem Geschenk besänftigen. Er verlangte von seinen Geliebten absolute Diskretion und gab sich dafür äußerst großzügig, verschwendete jedoch keinen Gedanken an sie, wenn er nicht mit ihnen zusammen war. Er brauchte Sex, aber für ihn war es nur ein Zeitvertreib und eine Art Flucht vor der Verantwortung, die seine Position mit sich brachte. Als Herrscher über das konservative Najar musste er sein Liebesleben vor der Öffentlichkeit geheim halten.

Außerdem war das tragische Flugzeugunglück ein großer Schock für sein Volk und das des ehemals verfeindeten Nachbarlands Ashur gewesen. Sieben Jahre lang hatte Krieg zwischen dem reichen Najar und dem armen Ashur geherrscht, bis es durch die Vermittlung eines skandinavischen Staatsoberhaupts endlich zu Friedensverhandlungen gekommen war. Man hatte das Ende der Auseinandersetzungen durch die arrangierte Ehe zwischen den beiden königlichen Familien besiegeln wollen, mit der beide Staaten verbunden worden wären. Raja war bereit gewesen, seine Pflicht gegenüber seinem Land zu erfüllen und Prinzessin Bariah zu heiraten, eine Witwe, die bereits über dreißig und somit um einiges älter als er gewesen war.

Vor zwei Wochen waren Bariah und ihre Eltern jedoch bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen, und Ashur befand sich in einer tiefen Krise. Verzweifelt suchte man in der Familie nach einer geeigneten Nachfolgerin für Bariah.

Das Klingeln seines Mobiltelefons riss Raja aus seinen Gedanken, und er nahm das Gespräch entgegen.

„Du musst sofort nach Hause kommen“, informierte ihn sein jüngerer Bruder Haroun. „Wajid Suleiman, der Berater der Königsfamilie, ist auf dem Weg hierher. Anscheinend hat er eine neue Braut für dich gefunden.“

Obwohl er mit dieser Neuigkeit gerechnet hatte, fiel Raja das Atmen plötzlich schwer. „Wir müssen auf das Beste hoffen …“

„Warum willst du dich schon wieder zu einer Ehe zwingen lassen?“, fiel ihm sein Bruder ins Wort, direkt wie eh und je. „Leben wir denn immer noch im Mittelalter?“

Raja legte sich seine nächsten Worte sorgfältig zurecht. Sein Vater, der an den Rollstuhl gefesselt war, hatte ihm alles vermittelt, was ein Staatsmann brauchte. „Ich muss es tun.“

„Gibt es Ärger?“, fragte Chloe, einen neugierigen Ausdruck in den blauen Augen, als Raja das Telefon weglegte und sein Hemd aufhob.

„Ich muss sofort los.“

Daraufhin sprang sie aus dem Bett und schmiegte sich an ihn. „Wir wollten doch heute Abend ausgehen“, protestierte sie, allerdings ohne verletzt oder enttäuscht zu klingen, denn sie wusste, wie man einen Mann auf Dauer glücklich machte.

„Ich mache es bei meinem nächsten Besuch wieder gut“, versprach er, während er sie sanft wegschob.

Beim Anziehen versuchte er nicht daran zu denken, wen die Vertreter von Ashuri für ihn ausgesucht hatten. Er hoffte nur, die Frau wäre halbwegs attraktiv. Dass er durch seine Herkunft so vielen Zwängen unterworfen war, verdrängte er geflissentlich, denn solche Überlegungen führten zu nichts.

Sein Privatjet brachte ihn in wenigen Stunden nach Najar, wo sein Bruder ihn am Flughafen abholte.

„Ich würde niemals eine Fremde heiraten!“, verkündete dieser.

„Das brauchst du ja auch nicht.“ Zum Glück hatte sein kleiner Bruder nichts Derartiges zu befürchten. „Nach diesen Krisenzeiten sehnen sich die Menschen in beiden Ländern nach Stabilität und …“

„Die Ashuris sind bankrott. Das Land liegt in Trümmern. Warum bietest du ihnen stattdessen nicht einen Teil unserer Erdöleinnahmen?“

„Pass auf, was du sagst, Haroun!“, tadelte Raja ihn. „Wir müssen alle sehr diplomatisch vorgehen, bis wir realistische Rahmenbedingungen für unser Friedensabkommen geschaffen haben.“

„Wir haben den Krieg gewonnen, und trotzdem lässt du dich auf einen Tauschhandel mit einem Haufen Grenzdieben ein, die noch Schafe gehütet haben, als unser Ururgroßvater schon König war“, wandte Haroun ein.

Obwohl er sich der tiefen Feindseligkeit bewusst war, die immer noch zwischen beiden Völkern herrschte, erwiderte Raja: „Von einem gebildeten jungen Mann wie dir erwarte ich eigentlich eine objektivere Sichtweise.“

Im königlichen Palast wurde er bereits von dem grauhaarigen Hofberater und dessen Referenten erwartet, die ihn beide strahlend anlächelten.

„Vielen Dank, dass Sie uns so kurzfristig empfangen, Königliche Hoheit“, begann Wajid nach einer tiefen Verbeugung. Dann öffnete er die Akte, die zwischen ihnen auf dem Tisch lag. „Wir haben herausgefunden, dass die einzige rechtmäßige und unverheiratete Thronerbin die Tochter des verstorbenen Königs Anwar ist. Sie ist britische Staatsbürgerin …“

„Britische Staatsbürgerin?“, wiederholte Haroun fasziniert. „Anwar hat vor Prinzessin Bariahs Vater, König Tamim, geherrscht, richtig?“

„Er war Tamims älterer Bruder. König Anwar war mehr als einmal verheiratet“, bemerkte Raja. „Und wer ist die Mutter dieser Frau?“

Der ältere Mann presste die Lippen zusammen. „Seine erste Frau war Engländerin. Die Ehe wurde nach kurzer Zeit geschieden, und sie ist dann mit der gemeinsamen Tochter nach England zurückgekehrt. Die Tochter ist jetzt einundzwanzig.“

„Halbengländerin“, meinte Prinz Raja versonnen. „Hat sie einen guten Charakter?“

Wajid verspannte sich merklich. „Natürlich.“

„Und warum hat König Anwar sich von ihrer Mutter scheiden lassen?“, hakte Raja nach.

„Weil sie keine Kinder mehr bekommen konnte. Es war eine Liebesheirat, aber die Ehe war nicht von Dauer.“ Spöttisch verzog der ältere Mann den Mund. „Mit seiner zweiten Frau hatte der König zwei Söhne, die beide im Krieg gefallen sind.“

Obwohl Raja das wusste, neigte er den Kopf, um den beiden Verstorbenen Respekt zu zollen. Er musste an die vielen Beisetzungen denken, denen er beigewohnt hatte. Wenn er mit dieser Verbindung Frieden zwischen den beiden verfeindeten Staaten schaffen konnte, war es ein vergleichsweise geringes Opfer.

„Und wie heißt Anwars Tochter?“

„Ihr Name ist Ruby. Und da die königliche Familie nie Kontakt zu ihrer Mutter und ihr gepflegt hat, ist Prinzessin Ruby natürlich nicht auf ihre Rolle vorbereitet.“

Nun runzelte Raja die Stirn. „Das Leben am Hof wäre also eine große Herausforderung für sie.“

„Sie ist jung genug, um sich alles schnell anzueignen.“ Sichtlich begeistert rieb der Berater sich die Hände.

„Haben Sie ein Foto von ihr für meinen Bruder?“, erkundigte Haroun sich interessiert.

Wajid blätterte in der Akte und förderte dann eine Aufnahme zutage. „Es ist leider schon einige Jahre alt, aber das Neueste, das wir haben.“

Raja betrachtete die schlanke Blondine in T-Shirt und Minirock, die vor der Moschee in der Hauptstadt von Ashuri stand. Sie war ein typischer Teenager, und ihr heller Teint und ihr langes blondes Haar muteten in seinem Land besonders exotisch an. Bei dieser Überlegung verspürte er sofort Gewissensbisse, weil er gerade erst seine Verlobte beerdigt hatte. Allerdings war er dieser vorher nur einmal begegnet und hatte sie im Grunde gar nicht gekannt.

Nachdem sein jüngerer Bruder den Schnappschuss betrachtet hatte, pfiff er anerkennend.

„Das reicht jetzt“, tadelte Raja ihn entnervt. „Wann darf ich sie kennenlernen?“

„Sobald wir es arrangieren können, Königliche Hoheit.“ Wajid strahlte, sichtlich erleichtert, dass er, Raja, sich auf eine weitere arrangierte Ehe einlassen wollte.

„Ruby, bitte.“ Besitzergreifend umfasste Steve ihre Taille, doch Ruby schob seine Hände weg.

„Nein!“ Ihr war nicht wohl dabei, mit ihm bei Tageslicht auf dem Parkplatz des Pubs auf Tuchfühlung zu gehen.

Gekränkt löste er sich von ihr und lehnte sich wieder auf dem Fahrersitz zurück. Mit dem langen blonden Haar, den großen braunen Augen und der tollen Figur stellte Ruby eine Trophäe dar, um die ihn all seine Freunde beneideten, aber sie konnte unglaublich stur sein. „Kann ich heute Abend vorbeikommen?“

„Ich bin müde“, schwindelte Ruby. „So, ich muss jetzt zurück zur Arbeit. Ich möchte mich nicht verspäten.“

Steve fuhr los und setzte sie vor der Anwaltskanzlei ab, in der sie als Empfangsdame tätig war. Sie wohnten beide in der Kleinstadt in Yorkshire. Steve arbeitete als Makler in der Immobilienfirma gegenüber, und zuerst hatte Ruby ihn sehr attraktiv gefunden. Mit dem blonden Haar und den blauen Augen war er genau ihr...



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