Monroe / Logan / Stephens | Julia Extra Band 383 | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 0383, 448 Seiten

Reihe: Julia Extra

Monroe / Logan / Stephens Julia Extra Band 383


1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-7337-0408-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0383, 448 Seiten

Reihe: Julia Extra

ISBN: 978-3-7337-0408-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



DIE SINNLICHE RACHE DES STOLZEN ITALIENERS von MILBURNE, MELANIE
'Leo!' Eliza stockt der Atem. Vier Jahre nach ihrer bittersüßen Affäre mit dem italienischen Millionär Leo Valente spürt sie sofort wieder seine magische Anziehungskraft. Doch seine Augen glitzern kalt, als er fordert: 'Ich will deinen Körper, mehr nicht!' Was hat er mit Eliza vor?
EIN DATE, EIN KUSS, EIN HEIRATSANTRAG von MONROE, LUCY
Chanel seufzt lustvoll. Demyan ist so sündhaft sexy, dass sie machtlos ist gegen den himmlischen Zauber seiner Zärtlichkeiten. Warum bloß plagt sie trotzdem das Gefühl, er wäre nicht ganz aufrichtig? Er hat ihr doch sogar einen Heiratsantrag gemacht - nach nur drei Dates!
FEURIG FUNKELT DER DIAMANT von STEPHENS, SUSAN
Graf Roman möchte Diamanten auf ihrem Land abbauen - Eva will das um jeden Preis verhindern! Zwischen den beiden sprühen vom ersten Moment an die Funken. Funken der Wut - und der Leidenschaft. Allerdings sollte Eva dem gefährlichen Herzensbrecher besser widerstehen ...
DER TYCOON UND DIE KÜNSTLERIN von LOGAN, NIKKI
Dieses verräterische Prickeln, sobald Aiden Moore sie ansieht! Aber leider weiß die schöne Künstlerin Natasha, dass sie Welten von dem charismatischen Tycoon trennen. Ein Mann wie er würde einer Frau wie ihr vielleicht aufregende Dessous schenken, aber niemals einen Ring ... oder?



Die preisgekrönte Bestsellerautorin Lucy Monroe lebt mit unzähligen Haustieren und Kindern (ihren eigenen, denen der Nachbarn und denen ihrer Schwester) an der wundervollen Pazifikküste Nordamerikas. Inspiration für ihre Geschichten bekommt sie von überall, da sie gerne Menschen beobachtet. Das führte sogar so weit, dass sie ihren späteren Ehemann bei ihrem ersten Treffen auf einer Tanzveranstaltung so aus der Fassung brachte, dass er glaubte, sie sei an ihm nicht interessiert, da sie ständig die anderen Paare beobachtete, anstatt ihm ihre volle Aufmerksamkeit zu schenken. Was für ein Irrtum! Natürlich war sie interessiert. Sie glaubt, dass es keine stärkere Kraft als die Liebe gibt, mit deren Hilfe man auch tiefen Schmerz überwinden und trotz der harten Herausforderung des Lebens sein Glück finden kann. Liebesromane können ihrer Meinung nach die intensiven Gefühle der Liebe freisetzen. Für sie sind leidenschaftliche und sinnliche Liebesromane ein wunderschöner Ausdruck für die Wahrhaftigkeit der Liebe, verpackt in einer fantasievollen Geschichte, die man als Leser auf dem Sofa genießen kann. Wenn sie nicht schreibt, liest Lucy gerne - welche Überraschung. Sie kennt sich nicht mit aktuellen TV-Shows aus, mag aber romantische und abenteuerliche Filme und geht gern ins Theater. Die Familie ist für sie das Größte. Seit ihrer ersten Veröffentlichung bei Harlequin im Jahr 2002 wurden mehr als 30 ihrer Bücher herausgebracht, und sie hat nicht vor, ihr Arbeitspensum in der Zukunft zu drosseln.

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1. KAPITEL

Dieser Besprechung sah Eliza schon seit Wochen mit Bangen entgegen. Nachdem sie mit ihren vier Kolleginnen im Lehrerzimmer Platz genommen hatte, versuchte sie sich gegen die erwartete Hiobsbotschaft zu wappnen.

„Wir schließen.“

Die Worte der Schulleiterin sausten wie das Fallbeil einer Guillotine auf die Anwesenden herab. Eliza dachte an ihre Erstklässler, die alle aus ähnlich traurigen und vernachlässigten Verhältnissen stammten wie sie selbst. Sie hatte sich so viel Mühe gegeben, ihren Schülern den Weg in ein besseres Leben zu ebnen. Was sollte aus ihnen werden, wenn ihre kleine selbstverwaltete Schule geschlossen wurde? In dem völlig unterfinanzierten staatlichen Schulsystem würden sie sang- und klanglos untergehen. Unsichtbar werden, genau wie ihre Eltern und Großeltern.

Und fast wie sie selbst.

Dieser deprimierende Kreislauf aus Armut und Vernachlässigung würde nie enden. Das Leben der Kinder würde ruiniert sein, bevor es richtig begonnen hatte, dabei steckte so viel Potenzial in ihnen.

„Gibt es denn wirklich gar nichts, was wir tun könnten, um das scheinbar Unabänderliche wenigstens noch eine Weile hinauszuschieben?“, meldete sich Georgie Brant, die die Drittklässler unterrichtete, zu Wort. „Wie wär’s, wenn wir es wieder mal mit einem Kuchenverkauf oder einer Tombola versuchen?“

Marcia Gordon, die Schulleiterin, schüttelte betrübt den Kopf. „Ich fürchte, dafür ist es zu spät. Das Einzige, was uns jetzt noch retten könnte, wäre eine Großspende … und zwar noch vor Ende des Schuljahres.“

„Aber die Sommerferien beginnen doch schon nächste Woche!“, warf Eliza ein.

Marcia seufzte. „Tja. Tut mir wirklich leid, aber so ist nun mal die Lage. Alle unsere Bemühungen, die Kosten niedrig zu halten, haben am Ende leider nichts genutzt.“

„Was ist, wenn einige von uns vorübergehend für weniger Geld arbeiten oder vielleicht sogar ganz auf Gehalt verzichten?“, schlug Eliza vor. „Ich könnte mich für einen, notfalls auch zwei Monate über Wasser halten.“ Länger allerdings nicht, sonst würde sie ernsthafte Probleme bekommen. Aber irgendetwas musste man doch tun können! Bestimmt gab es da draußen irgendwen, der bereit war zu helfen. Sie mussten sich an die Öffentlichkeit wenden!

Bevor Eliza dazu kam, ihre Gedanken zu artikulieren, meldete sich Georgie zu Wort: „Wie wär’s, wenn wir uns mit einem Spendenaufruf an die Zeitungen wenden? Könnten wir nicht die Presse mal wieder daran erinnern, was für gute Arbeit wir hier für unterprivilegierte Kinder leisten? Vielleicht hört ja jemand unseren Hilferuf und alles wird gut.“ Sie verdrehte die Augen und ließ sich frustriert in ihren Stuhl zurücksinken. „Noch besser wäre natürlich, wenn jemand von uns einen von den Superreichen persönlich kennen würde!“

Eliza saß plötzlich ganz still da, ihr Nacken fing an zu kribbeln. Dann rieselte ihr ein Schauer über den Rücken, ihr Herz schlug schneller.

Leo Valente.

Leo war in der Tat sehr reich gewesen … war es immer noch.

„Was ist mit dir, kennst du nicht jemanden, Lizzie?“ Georgie hatte sich nach ihr umgedreht.

„Äh … nein“, gab Eliza zurück. „Wer verkehrt schon in solchen Kreisen?“ Es ist schon so lange her …

Marcia klickte ein paarmal mit ihrem Kugelschreiber und machte dabei ein nachdenkliches Gesicht. „Also gut, versuchen kann man’s ja. Ich werde die Medien über unsere Situation unterrichten, und bestimmt bringen sie dann auch einen Spendenaufruf. Wenn wir so viel sammeln könnten, dass wir wenigstens bis Weihnachten durchhalten, wäre das besser als nichts.“ Sie erhob sich und suchte ihre Unterlagen zusammen. „Ein entsprechender Brief an die Eltern geht morgen raus.“

In dem Moment, in dem Eliza in ihre Straße einbog, erblickte sie den glänzenden Sportwagen. Er sah aus wie ein schwarzer Panther auf der Jagd – die Halogen-Scheinwerfer kamen ihr vor wie scharfe Augen, denen nichts entging. Der Innenraum war so dunkel, dass man den Fahrer nicht erkennen konnte, aber Eliza spürte instinktiv, dass es jemand war, der zu ihr wollte. Und als er direkt vor ihrem Haus einparkte, lief ihr ein Schauer über den Rücken.

Beim Anblick der hochgewachsenen dunkelhaarigen Gestalt, die sich wenig später aus dem Innern schälte, stockte ihr der Atem. Ihr Herz streikte für einen Moment, bevor es anfing, wie verrückt zu hämmern. Leo! Das war Leo Valente, den sie seit über vier Jahren nicht gesehen hatte. Sie war wie betäubt, ihre Knie zitterten.

Was wollte er hier? Wie hatte er sie gefunden?

Er kam auf sie zu. Sie rang immer noch um Fassung, als er vor ihr stehen blieb. „Leo … “ Ihre Stimme klang erstickt.

Er neigte grüßend den dunklen Kopf. „Eliza“, sagte er steif.

Sie schluckte krampfhaft. So eine sexy Stimme gehörte verboten … und so eine megaattraktive Erscheinung auch! Leo war hochgewachsen, dunkel und schlank, mit fast schwarzen Augen. Das kantige Kinn und die kompromisslose Mundpartie kündeten von Eigenwilligkeit. Allerdings hatten die vergangenen vier Jahre ihre Spuren in Leos Gesicht hinterlassen. Seine tiefschwarzen Haare waren an den Schläfen leicht ergraut, und die Linien, die sich von den Nasenflügeln zu seinen Mundwinkeln zogen, kamen bestimmt nicht vom vielen Lachen.

„Hi …“ Sofort wünschte sie sich, eine förmlichere Anrede gewählt zu haben. Immerhin waren sie nicht gerade freundschaftlich auseinandergegangen.

„Ich will mit dir reden.“ Er deutete mit dem Kopf auf die Fenster ihrer Parterrewohnung. „Können wir reingehen?“

Sie holte verunsichert Atem. „Ähm … ich bin etwas in Eile …“

In seine Augen trat ein harter Glanz. „Fünf oder zehn Minuten reichen mir.“

Eliza versuchte seinem Blick standzuhalten, aber sie schaffte es nicht. „Also gut.“ Sie atmete hörbar aus. „Fünf Minuten.“

Mit zitternden Fingern schloss sie ihre Wohnungstür auf und winkte ihn herein. Im Flur hatte sie das Gefühl, dass seine breiten Schultern den Raum fast ausfüllten. Er schaute sich argwöhnisch um. Befürchtete er, dass ihm gleich die Decke auf den Kopf fallen könnte?

„Wie lange wohnst du schon hier?“

Sie reckte das Kinn. „Seit vier Jahren.“

„Zur Miete?“

Eliza biss die Zähne zusammen. Wollte er sie demütigen? „Ich muss noch eine Weile sparen, bevor ich mir was Eigenes leisten kann“, sagte sie, während sie ihre Tasche auf dem Tischchen im Flur abstellte.

„Vielleicht könnte ich dir ja dabei helfen.“

Sie fuhr sich mit der Zungenspitze über die plötzlich trockenen Lippen. „Ich verstehe nicht …“, sagte sie zögernd. „Aber trotzdem – nein danke.“

„Können wir uns nicht irgendwo setzen?“

Eliza zögerte. Sie war immer noch total verwirrt, ihn nach so langer Zeit plötzlich wiederzusehen. „Ähm … ja … na klar“, stammelte sie. „Komm rein.“

Ihr Wohnzimmer war so winzig, dass es mit Leo in der Mitte fast wie eine Puppenstube wirkte. Eliza verzog das Gesicht, als sein Kopf haarscharf an ihrer Hängelampe vorbeischrammte. „Setz dich.“ Sie deutete auf die Couch.

„Und du?“, fragte er mit hochgezogener Augenbraue.

„Äh … ich hole mir einen Stuhl aus der Küche …“

„Ich gehe. Setz dich.“

Eigentlich wollte Eliza darauf bestehen, den Stuhl selbst zu holen, aber ihr zitterten die Knie. Deshalb ließ sie sich erleichtert auf die Couch sinken und legte ihre Hände auf die Oberschenkel, um ihre Beine ruhig zu halten.

Leo kehrte mit einem Stuhl zurück, den er auf den einzig dafür infrage kommenden freien Platz vor dem Sofa stellte, und setzte sich lässig mit weit gespreizten Beinen hin. Eliza beschloss zu warten, bis er das Wort ergriff. Das Schweigen dehnte sich, während er reglos dasaß und sie aus unergründlichen dunklen Augen musterte.

„Du trägst keinen Ehering“, stellte er schließlich fest.

„Nein …“ Sie verflocht ihre Hände in ihrem Schoß und spürte, dass ihre Wangen glühten.

„Aber du bist noch verlobt?“

Eliza fuhr mit dem Zeigefinger leicht über den Brillantring an ihrer Hand. „Ja … ja, ich bin …“

Der Blick, der sie traf, war vernichtend. „Das ist aber eine verdammt lange Verlobungszeit. Dein Zukünftiger muss ja eine Engelsgeduld haben.“

Sie dachte an den armen Ewan, der da, festgezurrt in seinem Spezialstuhl, tagein, tagaus in totaler Abhängigkeit mit leerem Blick vor sich hinstarrte. Ja, geduldig war genau das, was Ewan jetzt war. „Er scheint zufrieden, so wie es ist“, sagte sie.

In seinem Unterkiefer zuckte ein winziger Muskel. „Und du?“ Er musterte sie eindringlich. „Bist du zufrieden?“

Eliza zwang sich, seinem Blick standzuhalten. Konnte er ihr ansehen, wie einsam und unglücklich sie war? Dass sie in der Falle saß? „Ja, sicher“, gab sie, ohne mit der Wimper zu zucken, zurück.

„Wohnt er auch hier?“

„Nein, er hat ein Haus.“

„Und warum lebt ihr nicht zusammen?“

Eliza schaute auf ihre Hände. Dabei entdeckte sie unter einem Fingernagel blaue Plakatfarbe und einen gelben Fleck auf einem Fingerknöchel. Gedankenverloren versuchte sie, mit dem Daumen den Fleck abzureiben. „Ich hätte es zu weit bis in die Schule“, erklärte sie. „Aber an den Wochenenden sind wir so oft wie möglich zusammen.“

Ein brodelndes Schweigen machte sich breit.

...



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