Morey | Der süße Preis der Versuchung | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2194, 144 Seiten

Reihe: Julia

Morey Der süße Preis der Versuchung


1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-7337-0201-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2194, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-7337-0201-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Franco Chatsfield ist ein echter Weinkenner. Deshalb schickt ihn der neue Geschäftsführer der Hotelkette nach Australien: Er soll die exzellenten Weine der Familie Purman für die Hotels einkaufen. Völlig überraschend für den erfolgsverwöhnten Tycoon knüpft die junge Winzerin Holly Purman eine Bedingung an den Deal: Sechs Wochen lang soll er auf dem alteingesessenen Weingut ihrer Familie mitarbeiten. Was für eine infame Idee! Doch schon nach kurzer Zeit erwacht in Franco eine nie gekannte Sehnsucht: nach süßer Nähe und prickelnder Liebe mit Holly ...



Im Alter von elf Jahren schrieb Trish ihre erste Story für einen Kinderbuch- Wettbewerb, in der sie die Geschichte eines Waisenmädchens erzählt, das auf einer Insel lebt. Dass ihr Roman nicht angenommen wurde, war ein schwerer Schlag für die junge Trish. Doch ihr Traum von einer Karriere als Schriftstellerin blieb. Nach der Geburt ihrer zweiten Tochter erfuhr sie, dass der englische Liebesroman-Verlag Mills & Boon auf der Suche nach neuen Autoren war. Hier war ihre Chance! Umgehend nahm sie an einem Kurs für kreatives Schreiben teil. Sie sandte einige ihrer Manuskripte ein, bekam aber etliche Ablehnungen. Da sie mit ihrer Familie in verschiedenen Ländern lebte und Zeitungsartikel schrieb, wurde es ihr jedoch nicht langweilig Ihre dritte Tochter wurde in Hemel Hempstead, England geboren. Zufällig dieselbe Stadt, in der Trishs Tante vor 70 Jahren geboren wurde, bevor ihre Familie nach Australien auswanderte. Zurück in Australien und nach der Geburt ihrer vierten Tochter, wusste Trish: Jetzt ist es an der Zeit, ernsthaft mit dem Schreiben zu beginnen. Sie nahm an Wettbewerben der Romance Writers of Australia teil und landete gleich beim ersten Anlauf auf Platz drei. Weitere Erfolge folgten, und Trish half bei der Organisation der Wettbewerbe mit. Zurzeit ist sie Vizepräsidentin der RWA in Australien. 2003 schaffte sie endlich den Durchbruch als Autorin. Ihr erster Roman wurde bei Mills & Boon herausgebracht. Nach Trishs Meinung ist die Veröffentlichung eines Buches eine bedeutende Lebenserfahrung, die man mit der Geburt eines Kindes oder dem Fallschirmsprung aus einem Flugzeug vergleichen kann. Alle drei Dinge verlangen Einsatz, Entschlossenheit und großen Mut, aber der Aufwand lohnt sich auf jeden Fall.

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2. KAPITEL

Franco Chatsfield hasste es, wenn ihm jemand die Pistole auf die Brust setzte. Und erst recht, wenn es sich dabei um Christos Giantrakos handelte, den sein Vater auserkoren hatte, um seine Geschwister auf Kurs zu bringen.

Um mich auf Kurs zu bringen!

Entnervt warf er das Business-Magazin zur Seite, während die Maschine über dem Adelaide Airport in den Sinkflug überging. Er war viel zu nervös, um sich auf nüchterne Daten und Fakten zu konzentrieren. Und je näher er seinem Zielort kam, desto mieser wurde Francos Laune.

Unter normalen Umständen hätte er jemandem wie Giantrakos nicht mehr als fünf Minuten seiner Aufmerksamkeit gewährt und ihm unmissverständlich nahegelegt, ihn nicht wieder zu belästigen. Doch mit seiner letzten E-Mail hatte es der lästige Grieche tatsächlich geschafft, ihn auszubremsen.

Von: Christos.Giantrakos@TheChatsfield.com

An: Franco.Chatsfield@TheChatsfield.com

Betreff: Bedingung weiterer Nutznießung des Chatsfield Family Trust Funds

Angesichts etlicher vergeblicher Bemühungen, Sie zur Einsicht zu bringen, weise ich Sie darauf hin, dass ein Versagen Ihrerseits in der Vertragssache Purman Wines mich dazu zwingen würde, Ihnen jeglichen Zugriff auf den Familien-Trust zu sperren. Betrachten Sie dies als letzte Warnung …

C.G.

Den stetigen Geldfluss aus dem Chatsfield Family Trust zu gefährden, konnte sich Franco einfach nicht leisten, deshalb war er gezwungen, nach Giantrakos Pfeife zu tanzen. Aber nur dieses eine Mal! Sollte der Grieche doch denken, er hätte ihn kleingekriegt, wenn es ihm so viel bedeutete.

Ihn hatte die ganze Angelegenheit bisher nicht mehr als einen Anruf gekostet. Und angesichts der enthusiastischen Reaktion von Angus Purman war die Unterzeichnung des vorbereiteten Vertrags eigentlich nur noch eine Formsache. Kein Wunder angesichts des Budgets, das mir zur Verfügung steht! dachte Franco zynisch.

Sobald er die Unterschrift eingesackt hatte, ging es für ihn zurück nach Mailand. Und der verdammte Vertrag würde auf Giantrakos’ Schreibtisch landen, bevor die Tinte überhaupt trocken war.

Und mein Vater … mein famoser Erzeuger, der mir Zeit seines Lebens kaum mehr als fünf Minuten Aufmerksamkeit gewidmet hat und mir offenbar nicht einmal zutraut, einen lukrativen Millionen-Deal für die Chatsfield-Hotelkette abzuschließen, wird endlich eines Besseren belehrt.

Auch wenn Franco der Schule bereits mit sechzehn den Rücken gekehrt hatte und dem Medienrummel um seine Familie bewusst entflohen war, gab es doch einiges, was er ganz allein erobert und erlernt hatte. Möglicherweise würde das ja sogar seinen Vater dazu bringen, seine schlechte Meinung über ihn zu revidieren.

Nicht, dass es ihn interessierte!

Der Flieger durchbrach die Wolkendecke, und Franco warf einen ersten Blick auf Adelaide, hielt aber vergeblich Ausschau nach so etwas wie einer Großstadt. Überall verstreut auf dem weiten grünen Teppich sah er kleine Ortschaften und Gebäudeansammlungen, getrennt, oder besser verbunden durch karge graue Asphaltpisten, die sich durch die öde Landschaft schlängelten. Freie Flächen wechselten sich mit Pinien- und Eukalyptuswäldern ab. Dazwischen erkannte er die Weinanbaugebiete, wo sich schnurgerade Pflanzreihen über die hügelige Landschaft zogen.

Irgendwo dort unten mussten auch die Trauben wachsen, aus denen der vollmundige Cabernet Sauvignon und der fruchtig, würzige Chardonnay gewonnen wurden, die das Purman-Weingut über die Grenzen Australiens hinaus berühmt gemacht hatten.

Ein Regenschauer prasselte gegen das Fenster, und Franco sank seufzend in seinen Sitz zurück, während die Maschine in den Landeanflug überging. Sobald er hier raus war, würde er schnellstmöglich in einen kleineren Flieger umsteigen, der ihn weiter nach Coonawarra bringen sollte. Was dazwischen lag, interessierte Franco herzlich wenig. Er war schließlich nicht zum Sightseeing hier. Außerdem schien sich der Aufwand auf den ersten Blick auch nicht zu lohnen.

Und je eher er Giantrakos abschütteln und gleichzeitig sicherstellen konnte, dass seine Einkünfte aus dem Familien-Trust dahin flossen, wo er sie haben wollte, umso besser.

Holly hatte nichts gegen den australischen Winter, aber heute war es nur scheußlich nass und unangenehm draußen. Deshalb flüchtete sie sich schon vor der Lunchzeit aus dem Weinberg in die anheimelnde Küche, um für sich und Pop Sandwiches zu machen.

Durch das laute Prasseln des Regens registrierte sie erst verspätet das ungewohnte Geräusch und neigte lauschend den Kopf. Doch selbst nachdem sie es als den Rotorenlärm eines Helikopters identifiziert hatte, hielt sie es nicht für nötig, ihre Arbeit zu unterbrechen. Schließlich kannte sie den Lärm nur zu gut von den regelmäßigen Sightseeing-Flügen, wenn auch hauptsächlich aus den Sommermonaten.

Erst als das Geräusch immer lauter und aufdringlicher wurde, legte Holly das Buttermesser zur Seite und runzelte die Stirn. Ist das etwa er?

Ein seltsamer Schauer huschte über ihren Rücken. Unwillig wischte sie die Hände an einem Küchentuch ab und ging hinüber zu der verglasten Doppeltür. Von hier aus schaute man über ein Meer von Weinstöcken, die zu dieser Jahreszeit allerdings keine Trauben mehr trugen und auch nahezu alles Laub verloren hatten.

Auf dem freien Feld zwischen Haus und Weinberg, das im Bedarfsfall als Landeplatz herhalten musste, setzte in dieser Sekunde ein Helikopter auf.

„Und, glaubst du, er ist es?“, fragte Gus aufgeregt.

„Wer sonst?“, knurrte seine Enkelin ungnädig. „Unzweifelhaft jemand, der große Auftritte liebt. Also muss es wohl ein Chatsfield sein.“

„Holly…“ Die Stimme des alten Mannes klang zugleich mahnend und besänftigend. „Das kannst du doch gar nicht wissen.“

Und ob ich das kann! Ich fühle es mit jeder Faser meines Körpers.

„Er ist es“, stellte sie zähneknirschend fest, knüllte das Geschirrtuch zusammen und beförderte es mit einem gezielten Wurf quer durch die Küche in Richtung Spüle. Dann stieß sie die Tür auf und trat vors Haus. Es regnete ununterbrochen, und die Temperatur war noch weiter gefallen. Obwohl sie sich langsam der Null-Grad-Grenze näherte, hatte Holly das Gefühl, das Blut in ihren Adern stünde kurz vor dem Siedepunkt.

Grimmig stützte sie sich mit den Handflächen auf der hölzernen Balustrade der überdachten Veranda ab und wartete darauf, dass die Rotorblätter endlich zum Stillstand kamen. Glaubte dieser Franco Chatsfield tatsächlich, sie mit einem derartigen Auftritt beeindrucken zu können?

Die Helikoptertür öffnete sich, jemand stieg aus, und Holly spürte, wie ihre Haut zu prickeln begann … am ganzen Körper!

Groß, registrierte sie. Sehr groß! Zirka einsneunzig, wenn sie sich nicht irrte, obwohl es schwer einzuschätzen war, weil der Mann mit gebeugtem Kopf unter den Rotorblättern entlangtauchen musste. In dem Moment, als er sich aufrichtete, wusste sie, dass es nur ein Chatsfield sein konnte! Attraktiv, arrogant und mit dem undefinierbaren Hauch des Bad-Boy-Images ausgestattet, das angeblich sämtliche männlichen Mitglieder der skandalträchtigen Familie auszeichnete.

Das Prickeln auf ihrer Haut nahm zu, und jetzt verhärteten sich auch noch ihre sensiblen Brustspitzen! Das liegt nur an der Witterung, versuchte Holly sich zu beruhigen und verschränkte die Arme vor dem Oberkörper. Verfluchte Kälte und verfluchter Kerl. Letzterer steuerte mit einem siegessicheren Lächeln auf sie zu, als halte er ein herzliches Willkommen von vornherein für verbrieft!

Nicht von meiner Seite! schäumte Holly innerlich.

„Angus Purman?“, fragte er und streckte ihrem Großvater die Hand entgegen, der seiner Enkelin im Rollstuhl auf die Veranda gefolgt war, ohne dass Holly es bemerkt hatte. „Franco Chatsfield. Es freut mich, endlich persönlich Ihre Bekanntschaft zu machen.“

„Nennen Sie mich einfach Gus“, bat der alte Mann jovial, und Franco fühlte überrascht, wie knorrige Finger seine mit stahlhartem Druck umschlossen. „Und das hier ist meine Enkelin Holly. Sie ist der wahre Boss.“

Tatsächlich? Franco verstärkte sein Lächeln und bot auch Holly die Hand zur Begrüßung, die diesmal allerdings völlig anders ausfiel. Kühl und so flüchtig, dass er kurz überlegte, ob er sich die leichte Berührung nur eingebildet hatte. Zudem machte das unscheinbare junge Ding nicht mal den Versuch, sein Lächeln zu erwidern. Insgesamt wirkte sie eher abweisend und …

Franco suchte nach den richtigen Worten, während er seinen Blick von den schmutzigen Stiefeln über die abgetragene Jeans und das verwaschene Sweatshirt mit dem verblassten Purman- Wines-Logo bis zu dem schmalen Gesicht wandern ließ.

Farblos! Wären da nicht die durchdringenden blauen Augen gewesen, hätte man ihre ungeschminkten zarten Züge tatsächlich als farblos bezeichnen können.

„Falls meine Ankunft Sie unvorbereitet getroffen hat, möchte ich mich dafür entschuldigen“, sagte er höflich, in der Annahme, Angus’ Enkelin ärgere sich darüber, dass ihr wegen des überraschenden Helikopter-Überfalls keine Zeit geblieben war, sich zurechtzumachen. Schließlich war er nicht ganz unerfahren, was das weibliche Geschlecht betraf!

„Aber nein!“, warf Gus sofort ein. „Wir haben Sie...



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