Morgan / Taylor / Anderson | Bianca Arztroman Band 74 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 74, 384 Seiten

Reihe: Bianca Arztroman

Morgan / Taylor / Anderson Bianca Arztroman Band 74

Dr. Santinis Geheimnis / Verlobung unterm Christbaum? / Schwester Felicitys Traum vom Glück /
1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-86494-440-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Dr. Santinis Geheimnis / Verlobung unterm Christbaum? / Schwester Felicitys Traum vom Glück /

E-Book, Deutsch, Band 74, 384 Seiten

Reihe: Bianca Arztroman

ISBN: 978-3-86494-440-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Dr. Santinis Geheimnis von Morgan, Sarah
Vom ersten Moment an ist Dr. Carlo Santini von der jungen Suzannah bezaubert! So hingerissen ist er von ihr, dass er ihre Einladung zu einem romantischen Weihnachtsabend annimmt. Dabei weiß Carlo genau, dass ihnen nur ein Glück auf Zeit vergönnt ist. Denn er hat ein Geheimnis, das Suzannah niemals erfahren darf...
Verlobung unterm Christbaum? von Taylor, Jennifer
Mit einem flüchtigen Kuss will Lisa sich von ihrem guten Freund Dr. Will Saunders verabschieden. Doch daraus wird eine leidenschaftliche Umarmung! Zwar tun sie beide danach so, als sei nichts gewesen. Aber Lisa kann nur noch an Will denken-obwohl sie sich zum Weihnachtsfest mit einem anderen verloben wollte...
Schwester Felicitys Traum vom Glück von Anderson, Caroline
Zu Weihnachten eine Familie! Davon träumt die hübsche Schwester Felicity, seit sie sich in Tom Whittaker, neuer Chefarzt und allein erziehender Vater, verliebt hat. Doch trotz der zärtlichen Nächte, die sie in Toms Armen verbringt, spricht er nicht von einer gemeinsamen Zukunft...



Sarah Morgan ist eine gefeierte Bestsellerautorin mit mehr als 21 Millionen verkauften Büchern weltweit. Ihre humorvollen, warmherzigen Liebes- und Frauenromane haben Fans auf der ganzen Welt. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von London, wo der Regen sie regelmäßig davon abhält, ihren Schreibplatz zu verlassen.

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2. KAPITEL

Fliss warf einen Blick auf ihre Uhr und seufzte. Gern hätte sie auf die Überstunden heute verzichtet, auch wenn sie zum Schluss mit dem faszinierendsten Mann seit Jahren zusammengearbeitet hatte.

Und wenn schon? Er war verheiratet und hatte Kinder. Sie brauchte wirklich keine weiteren Komplikationen. Ihr reichten die, die sie hatte – angefangen mit diesem Haus.

Es war bereits halb zehn. Morgen früh um halb acht standen die Handwerker vor der Tür, bereit, sich von ihr für den Tag instruieren zu lassen. Sie war erschöpft und hatte eigentlich überhaupt keine Lust mehr, jetzt noch am Haus zu arbeiten.

Da morgen früh jedoch die Verputzer kamen, blieb ihr keine andere Möglichkeit. Zeitlich war sie sowieso schon im Verzug, und wenn sie ihr Budget nicht hoffnungslos überziehen wollte, musste sie die alte Küche ausräumen, die Reste der alten Tapete abreißen und klar Schiff machen, damit Bill gleich morgen früh loslegen konnte.

Und das bedeutete natürlich, sie hatte für die nächsten ein, zwei Wochen keine Küche. . Seufzend löste sie die Spüle von den Abflussrohren, schleppte sie hinaus in den Garten und ging zurück, um sich den Herd vorzunehmen.

Der Chinese um die Ecke würde sich freuen. Sie würde sich dort mit Essen versorgen müssen. Der Himmel mochte ihrer Taille gnädig sein.

Fliss schnappte sich einen schweren Hammer und schlug die alten Fliesen ab, ehe es zu spät wurde. Schließlich wollte sie nicht die Nachbarn ärgern.

Die Elektrik war bereits neu verlegt worden, und während sie die alten Steckdosen aus den Wänden riss, fragte sie sich, warum sie all dies tat, obwohl sie doch einen respektablen Job hatte.

Sie musste verrückt sein. Absolut verrückt. Nur ein Irrer würde sich zusätzlich zu einem anstrengenden Beruf und der Betreuung einer verwitweten Mutter noch die Renovierung heruntergekommener Häuser aufladen. Die meisten Frauen Ende zwanzig saßen gemütlich in ihren hübschen Heimen mit Ehemann und Kindern und schlugen nicht alten Putz von den Wänden oder kämpften mit störrischen alten Leitungen.

Endlich, kurz vor elf, kratzte sie das letzte Tapetenstück von der Wand und trat zurück.

Geschafft. Nun brauchte sie etwas zu trinken, um den Staub in der Kehle herunterzuspülen. Aber sie konnte kein Glas finden. Also holte sie eine Dose Bier aus dem Kühlschrank, ließ ein heißes Bad ein und kroch hinein, spürte, wie der Stress langsam von ihr abglitt, während sie das eiskalte Getränk Schluck für Schluck genoss … und doch wieder an ihren neuen Kollegen dachte. Offenbar war sie noch nicht müde genug.

Tom.

Allein nur an seinen Namen zu denken, verschaffte ihr eine Gänsehaut. Vielleicht aber lag es auch am kalten Bier. Was auch immer, mit ihm zu arbeiten dürfte interessant werden.

Vergiss nicht, er ist verheiratet und hat Kinder, erinnerte sie sich streng. Damit war er für sie tabu. Außerdem hatte sie genügend Verpflichtungen. Da fehlte es ihr noch, sich mit einem verheirateten Mann einzulassen. Das hatte sie hinter sich. Und sie würde es nie wieder tun!

„Schönes Wochenende gehabt?“

Angie, Fliss’ direkte Vorgesetzte, die gerade etwas an die Dienstplantafel schrieb, lächelte ihr über die Schulter gewandt zu. „Wundervoll. Die meiste Zeit habe ich im Garten verbracht. Ich hatte ganz vergessen, wie schnell das Unkraut im Frühling wächst. Und bei dir? Alles im Lot?“

Fliss nickte. „Ja, danke. Gestern war hier die Hölle los.“

„Das habe ich gehört. Und du hast unseren Neuen kennen gelernt, nicht wahr?“

„Stimmt. Er kam am späten Nachmittag her, dumm von ihm, und musste gleich bei dem Unfall mit anpacken.“

„Nick war ausgesprochen beeindruckt von ihm. Er hält ihn für exzellent.“

Fliss dachte an seine Hände, die geschickten, schlanken Finger, wie er schnell und methodisch ohne jeden Fehler Patient um Patient damit behandelt hatte. Rasch verscheuchte sie die Erinnerung an ihren Traum, heute Morgen kurz vorm Aufwachen. Da hatte sie die Hände auf ihrer Haut gespürt …

„Ja, das ist er, Gott sei Dank. Zumindest müssen wir nicht den Babysitter spielen, solange er sich einarbeitet. Fünf Stunden im Wiederbelebungsraum waren wohl ein echter Crashkurs, aber ich denke, er rafft es!“

„Sie sind zu freundlich.“

Fliss schlug plötzlich das Herz im Hals. Sie drehte sich um, lächelte und bemühte sich um einen lockeren Ton. „Hallo … da sind wir ja wieder. Hat Ihre Familie Ihnen verziehen?“

Er lachte kurz und trocken auf. „Das kennen sie von mir. Es war nicht das erste Mal. Die Kleinen schliefen – nur Catherine war noch wach, als ich kam.“

Seine Frau hieß also Catherine. Auf einmal hasste sie den Namen. „Wir müssen dafür sorgen, dass Sie heute zeitig nach Haus kommen“, sagte sie leichthin und mit einem netten, hoffentlich neutralen Lächeln.

Sein leises Lachen jagte ihr einen Schauer über den Rücken. „Sie können es ja versuchen“, sagte er sanft, „aber die Chancen stehen schlecht, wenn es eine problematische Situation gibt. Was Verpflichtungen angeht, bin ich ziemlich konservativ.“

Obwohl es gestern Abend so aussah, als könntest du durchaus auch ein paar Schritte vom Weg abkommen, dachte sie. Doch dann rief sie sich zur Ordnung. Der Mann war verheiratet. Und sie hatte keine Affären mit verheirateten Männern. Niemals.

Ihre letzte Beziehung lag so lange zurück, dass sie sich kaum noch erinnerte, wann das gewesen war.

„Also, was liegt heute an?“ wandte sie sich an ihre beiden Kollegen. „Bislang sieht es ja wunderbar ruhig aus.“

„Ein junger Mann mit heftigen Kopfschmerzen auf Grund einer Kopfverletzung, dann eine Reihe von Patienten mit Schnittwunden und Prellungen, Folgen dummer Unfälle, Verbrennungen …“, zählte Angie auf.

„Das Übliche also.“

„Genau. Im Röntgenraum wartet ein Mädchen mit Radiusfraktur, das eine Unterarmgipsschiene braucht. Und es müssen einige Schnittverletzungen genäht werden.“

„Und ich werde erst einmal etwas essen, bevor ich vor Hunger umfalle“, meinte Tom grinsend. „Bis gleich. Rufen Sie mich, wenn etwas Aufregendes passiert.“

„Ganz bestimmt“, versicherte Fliss, erwiderte sein Lächeln und machte sich dann auf zu dem Mädchen mit der gebrochenen Speiche. Die Mutter war fürchterlich besorgt – allerdings mehr um die Tenniskarriere ihrer Tochter. Fliss hatte alle Mühe, sie zu überzeugen, dass es nur ein einfacher Bruch war, der perfekt heilen würde, wenn man ihm genügend Zeit ließ.

„Wie viel Zeit?“

Fliss zuckte mit den Schultern. „Das weiß ich nicht. Einige Monate vielleicht. Am wird sie dies Jahr nicht teilnehmen können, das ist sicher. Aber danach sollte es keine Schwierigkeiten mehr geben.“

„Aber die Tennissaison beginnt jetzt! Der Zeitpunkt hätte nicht schlechter sein können!“

„So etwas kommt immer wieder vor. Immerhin ist es kein komplizierter Bruch.“

„Mir reicht der Schmerz aber“, sagte das Mädchen erstickt.

„Das Schmerzmittel sollte bald wirken“, tröstete Fliss sie. „Sicher, es wird ungefähr eine Woche lang noch ein wenig wehtun, und du musst den Arm in der Schlinge tragen. Sobald die Schwellung abgeklungen ist, wird der Arm vollständig eingegipst, bis der Knochen wieder richtig zusammengewachsen ist. Das dürfte nach sechs Wochen der Fall sein.“

„Falls überhaupt!“ Stephanie klang unglücklich.

„Ganz bestimmt“, versicherte Fliss ihr.

„Ich wusste gleich, dass so etwas passieren würde“, klagte die Mutter. „Du hättest die Wand nicht hochklettern sollen.“

„Aber Mum, das war im Sportunterricht! Ich musste es tun, wir bekommen Zensuren dafür. Außerdem mag ich Sportunterricht“, erwiderte ihre Tochter.

„Du magst Tennis, und nun kannst du wochenlang nicht spielen. Du wirst deinen Platz in der Kreismannschaft verlieren und …“

„Ich finde, all dies kann warten, bis es Stephanie wieder besser geht“, mischte sich Fliss resolut ein. Der Mutter schien der Tenniserfolg wichtiger zu sein als die Gesundheit ihrer Tochter. „Jetzt braucht sie Ihre Liebe und ein wenig Mitgefühl. Wollen Sie nicht mit ihr nach Haus fahren, ihr etwas Leichtes zu essen geben und sie ins Bett bringen, damit sie sich ausruhen kann?“

Mrs. Wright warf ihr einen missbilligenden Blick zu, aber Fliss ließ sich nicht einschüchtern, und nach einem Moment wurde Mrs. Wright rot und schaute als Erste zur Seite.

„Sie haben Recht. Es tut mir Leid, mein Liebling. Ich weiß auch nicht, was in mich gefahren ist. Komm, fahren wir heim.“

Nachdem die beiden gegangen waren, räumte Fliss auf und verließ den Gipsraum, um sich den nächsten Patienten anzusehen.

Einige Nähte später begab sie sich in den Personalraum, wo sie Tom mit Nick Baker und Matt Jordan vorfand. Die Männer lachten schallend über eine Geschichte, die Nick von seinem kleinen Jungen erzählt hatte, wie Fliss aus den letzten Worten schloss.

„Alle drei im Dienst? Wer immer den Plan aufgestellt hat, weiß mehr als ich“, bemerkte sie leichthin, und Nick lachte leise und strebte zur Tür.

„Bin schon weg. Ich wollte nur mein Handy holen. Hatte es gestern hier liegen gelassen. Aber nun mache ich mich vom Acker. Achtundvierzig Stunden Dienst am Stück reichen mir. Also, bis Mittwochmorgen.“

„Und ich muss mir noch ein paar Untersuchungsergebnisse besorgen“, meinte Matt und verschwand ebenfalls.

Fliss schaute zur Tür und rümpfte die Nase....



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