Morgan | Weihnachtszauber wider Willen | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 384 Seiten

Reihe: Snow Crystal

Morgan Weihnachtszauber wider Willen


1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-95649-498-7
Verlag: MIRA Taschenbuch
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 3, 384 Seiten

Reihe: Snow Crystal

ISBN: 978-3-95649-498-7
Verlag: MIRA Taschenbuch
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Als Skifahrer war er unschlagbar - aber als Dad ist Tyler O'Neil weit von einer Goldmedaille entfernt. Um seiner 13-jährigen Tochter zu beweisen, wie sehr er sie liebt, will er ihr das schönste Weihnachtsfest aller Zeiten bereiten. Das Snow Crystal Skiresort seiner Familie bildet dafür schon mal die perfekte Postkartenidylle. Doch bei den restlichen Details braucht er Unterstützung. Wer könnte ihm besser beibringen, was zum Fest der Liebe gehört, als eine Lehrerin? Gut, seine alte Schulfreundin Brenna ist genau genommen Skilehrerin, dennoch scheint sie auch den Slalom weihnachtlicher Bräuche perfekt zu beherrschen. Der guten alten Tradition des Kusses unterm Mistelzweig kann Tyler jedenfalls schnell etwas abgewinnen ...



Sarah Morgan ist eine gefeierte Bestsellerautorin mit mehr als 21 Millionen verkauften Büchern weltweit. Ihre humorvollen, warmherzigen Liebes- und Frauenromane haben Fans auf der ganzen Welt. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von London, wo der Regen sie regelmäßig davon abhält, ihren Schreibplatz zu verlassen.

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2. KAPITEL


Tyler lümmelte auf einem Stuhl in der Ecke des Raums und hörte nur halb zu, als Jackson und Kayla ihre Pläne für die Wintersaison präsentierten. Diese Art, den Abend zu verbringen, schätzte er ganz und gar nicht, und er musste sich zwingen, sich zu konzentrieren, während die beiden sich durch die Schaubilder klickten, die angestrebte Buchungen, Besucherzahlen und das Verhältnis von Stammgästen zu neuen Gästen zeigten. Doch nach einer Weile verschwamm alles vor seinen Augen, und er schaltete tief gelangweilt innerlich einfach ab.

Wenn er das Wort Cashflow nie wieder hören sollte, würde er das kaum bedauern.

Er hätte in Europa sein sollen, um sich mit seinem Team Aufzeichnungen anzusehen oder Pläne zu schmieden mit Chas, seinem Skitechniker, dessen Kompetenz und magisches Händchen für Kanten, Beschichtungen und Wachs Tylers Zeit um Sekunden gedrückt hatte. Sie waren ein Erfolgsteam gewesen, doch es war nicht nur der Erfolg, den Tyler vermisste. Es waren die Erwartung, der Rausch der Schnelligkeit, die Hundertstelsekunden, in denen man fast die Kontrolle verlor, während man in einer Geschwindigkeit die Piste hinunterraste, die die meisten Menschen nicht einmal mit dem Auto erreichten.

Es war sein Leben gewesen, und dieses Leben hatte sich von einer Sekunde zur anderen verändert.

Glücklicherweise hatte ihn die Nachricht, dass sein Knie den Kräften bei Weltcup-Skirennen nicht mehr standhalten würde, zugleich mit der Neuigkeit erreicht, dass Jess bei ihm wohnen würde, sodass er sich wenigstens auf etwas anderes hatte konzentrieren können.

Seine Gedanken wanderten zu seiner Tochter und dem Gespräch, das sie geführt hatten.

Er konnte der Tatsache, dass sie kein Kind mehr war, nicht länger ausweichen.

Sie war ein Teenager.

Alles veränderte sich. Wie viel genau wusste sie über sein Sexleben? Wie viel wusste sie überhaupt über Sex?

Schweiß brach ihm im Nacken aus, und er rutschte auf seinem Stuhl hin und her. Sein Unbehagen war fast körperlich zu spüren.

In welchem Alter sollte man ein solches Gespräch führen? Er hatte keine Ahnung. Er hatte von dem allen keine Ahnung.

Und was passierte da in der Schule? Er wusste es nicht, aber es lag auf der Hand, dass irgendetwas nicht stimmte.

Er musste mehr Zeit mit ihr verbringen, und die leichteste Art, das zu tun, bestand darin, sich auf ihr Skifahren zu konzentrieren.

Ans Skifahren zu denken half ihm, sich zu entspannen. Zumindest damit war er vertraut.

Sie war gut auf Skiern, doch da sie in Chicago aufgewachsen war und dazu mit einer Mutter, die alles hasste, was mit dem Skifahren zusammenhing, mangelte es ihr an Erfahrung und Praxis. Irgendwie musste er ihr dazu verhelfen, während er gleichzeitig seinen Verpflichtungen im Familienunternehmen nachkam. Sie brauchte mehr Stunden am Berg mit jemandem, der fähig war, sie zu coachen.

Er wusste, dass er fähig war, wenn auch nicht geduldig genug.

Trotzdem hob sich angesichts der Aussicht, sie zu trainieren, seine Laune. Er mochte vielleicht keine Rennen mehr fahren können, doch er konnte mit seiner Tochter Ski fahren. Er erkannte sich in ihr wieder, was vermutlich der Grund gewesen sein dürfte, warum ihre Mutter sie im vergangenen Winter beinahe hinausgeworfen hatte. Janet hatte alles versucht, um Jess den O’Neil-Anteil auszutreiben, doch es hatte nicht funktioniert.

Stolz vermischte sich mit schwelendem Ärger.

Die Carpenter-Familie hatte ein Vermögen für clevere Anwälte ausgegeben, um sicherzustellen, dass Janet das Sorgerecht für Jess bekam. Zwölf Jahre lang hatte er sich damit abfinden müssen, sie nur in den Sommerferien und zu Weihnachten zu sehen, doch dann war Janet wieder schwanger geworden. Ein neues Baby und die beginnende Pubertät von Jess waren eine ungute Kombination, die darin gipfelte, dass Janet ihre Tochter zu ihm geschickt hatte, damit sie bei ihm lebte.

Tyler war hin und her gerissen zwischen der Erleichterung und der Freude, dass Jess endlich dort war, wo er sie immer hatte haben wollen, und der Wut und der Empörung, dass Janet das Kind einfach fortgeschickt hatte.

Was ihn anging, war Familie einfach Familie, und das blieb auch so, selbst wenn die Dinge schwierig wurden. Man konnte nicht einfach kündigen oder sich zurückziehen. Flucht war keine Option. Er war achtzehn gewesen, als Janet ihm eröffnete, dass ihre einzige Begegnung zu einer Schwangerschaft geführt hatte, und egal welche Gefühle das in der O’Neil-Familie damals auslöste – er hatte niemals an deren Unterstützung zweifeln müssen.

Die Carpenter-Familie war weniger tolerant gewesen, und Janet hatte ihm nie verziehen, dass er sie geschwängert hatte. Sie gab ihm die ganze Schuld, als wäre nicht sie diejenige gewesen, die an jenem Tag nackt und nur mit einem Lächeln in die Scheune gekommen war. Und diese Schuldzuweisung hatte ihre Beziehung zu ihrer Tochter geprägt. Es wunderte ihn nicht, dass Jess nach Snow Crystal gekommen war und sich unsicher, ungewollt und verletzlich gefühlt hatte.

„Was meinst du, Tyler?“

Als er begriff, dass man ihm eine Frage gestellt hatte, die er nicht gehört hatte, wachte Tyler auf und sah seinen Bruder an. „Ja, macht das. Großartige Idee.“

„Du hast keine Ahnung, wovon ich rede.“ Jackson verschränkte die Arme vor der Brust und sah ihn eindringlich an. „Das hier ist wichtig. Du könntest versuchen, mehr Aufmerksamkeit zu zeigen.“

Tyler unterdrückte ein Gähnen. „Du könntest versuchen, weniger langweilig zu sein.“

„Das Highschool-Skiteam hat einen Trainer zu wenig. Das Team verliert öfter, als dass es gewinnt. Sie baten uns um Hilfe.“

„Ich sagte, weniger langweilig.“

Sein Bruder ignorierte ihn. „Ich versprach, dass wir an der Schule für ein paar Stunden aushelfen würden. Wir können Theorie-Unterricht geben und das Wachsen zeigen.“

„Wachsen?“ Kayla hob die Augenbrauen. „Wir reden noch immer vom Skifahren, oder? Nicht von Kosmetik?“

Tyler warf ihr einen Blick zu. „Seit wann lebst du hier eigentlich?“

„Lange genug, um genau zu wissen, wie ich dich auf die Palme bringe.“ Lächelnd notierte sich Kayla etwas auf ihrem Smartphone. „Dem Highschool-Team zu helfen ist gut für unser Image. Das kann ich hier vor Ort gut einsetzen.“

Tyler starrte mürrisch auf seine Füße und wartete darauf, dass sie ihn baten, es zu tun.

Er war einmal mit den Besten der Welt Ski gefahren.

Jetzt würde er ein ständig verlierendes Highschool-Team trainieren.

Bedauern und tiefe Enttäuschung erfassten ihn, dazu eine Sehnsucht, die keinen Sinn ergab. Was geschehen war, war geschehen.

Er wollte schon einen flapsigen Kommentar abgeben in der Art, dass er jetzt wohl endlich ganz oben angekommen war, als Jackson sagte: „Wir dachten, Brenna könnte das übernehmen.“

Brenna bot sich dafür geradezu an. Sie war geprüfte Skilehrerin mit Level drei, dem höchsten Niveau, und eine begnadete Trainerin. Sie war geduldig mit Kindern und fordernd mit erfahrenen Skifahrern.

Als Tyler sie ansah, bemerkte er, wie sich ihre Miene veränderte, ihre Schultern sich versteiften. Man musste kein Experte für Körpersprache sein, um zu erkennen, dass sie es nicht tun wollte.

Und er wusste, warum.

Er wartete darauf, dass sie widersprach, doch stattdessen lächelte sie angespannt.

„Natürlich. Kayla hat recht. Das ist gute Publicity und gut für unseren Ruf.“ Sie gab die Antwort, die Jackson haben wollte, und hörte zu, während er die Details erklärte. Doch von dem Lächeln, das sie eben noch aufgesetzt hatte, war keine Spur mehr zu sehen. Stattdessen starrte sie aus dem Fenster über den schneebedeckten Wald zu den Gipfeln dahinter.

Tyler fragte sich, warum sein Bruder die mangelnde Begeisterung in ihrer Antwort nicht bemerkt hatte, und entschied, dass Jackson wohl zu sehr damit beschäftigt war, das Familienunternehmen über Wasser zu halten, um solche Kleinigkeiten zu registrieren. Zum Beispiel ihre hochgezogenen Schultern.

Er verspürte einen Anflug von Ärger.

Warum ergriff sie nicht das Wort und sagte, was sie fühlte?

Er wusste genau, dass sie es nicht tun wollte. Im Gegensatz zu den meisten Frauen, denen er begegnete, fand er, dass Brenna einfach zu verstehen war. Ihr Gesichtsausdruck entsprach ihrer Stimmung. Er wusste, wann sie glücklich war, er wusste, wann sie sich auf etwas freute, er wusste, wann sie müde und übellaunig war. Und er wusste, wann sie unglücklich war. Und sie fühlte sich jetzt unglücklich angesichts der Neuigkeit, dass sie das Highschool-Team trainieren sollte.

Und er wusste auch, warum.

Sie hatte die Schule gehasst. Ebenso wie er hielt sie das Ganze für Zeitverschwendung. Sie wollte nur in die Berge und Ski fahren, und das so schnell, wie sie konnte. Der Unterricht stand dem im Weg. Tyler war es genauso ergangen, weshalb er Jess nur zu gut verstehen konnte. Er wusste genau, wie es sich angefühlt hatte, in einem Klassenraum gefangen zu sein, über Büchern zu schwitzen, die keinen Sinn ergaben und so schwer und langweilig waren wie alte Ziegel.

Doch in Brennas Fall hatten sie nicht die Liebe zu den Bergen oder die Abneigung gegen Algebra dazu gebracht, die Schule zu schwänzen, sondern etwas viel Hinterhältigeres und Gemeineres.

Sie war gemobbt worden.

Mehr als einmal hatten er und seine Brüder versucht herauszufinden, welche Kinder Brenna das Leben zur Hölle machten, doch sie wollte nicht darüber sprechen, und keiner von...


Morgan, Sarah
Sarah Morgan wurde in Whiltshire geboren und begann ihre Karriere als Schriftstellerin bereits mit acht Jahren, als sie eine Autobiografie ihres Hamsters verfasste.

Mit 18 ging sie nach London, wo sie Krankenschwester wurde. Diese Zeit beschreibt sie als eine der glücklichsten ihres Lebens, wobei sie uns natürlich einiges verschweigt!

Sie arbeitete auf den verschiedensten Gebieten, ihr Lieblingsgebiet war allerdings die Notfallmedizin, die sie als besondere Herausforderung empfand. In keiner anderen Abteilung hat sie eine so gute Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Schwestern erlebt.

Mit der Zeit hatte sie ihr Interesse von Hamstern auf Männer verlagert, und sie begann mit dem Schreiben von Liebesromanen.

Ihr ersten Manuskript, das sie nach der Geburt ihres ersten Kindes verfasste, wurde noch von Mill & Boon abgelehnt, aber die Kommentare der Lektorin waren so ermutigend, dass sie es wieder versuchte, und ihr drittes Manuskript "Worth the Risk" wurde schließlich ohne jede Änderung akzeptiert. Den Moment, als sie den Brief mit der Zusage erhielt, beschreibt Sarah Morgan als einen der glücklichsten ihres Lebens. Glücklicher war sie nur, als sie ihren Mann kennenlernte und ihre beiden Kinder bekam.

Sarah arbeitet immer noch in Teilzeit im Gesundheitswesen und verbringt die restliche Zeit mit ihrer Familie. Sie versucht, so viel Zeit zum Schreiben zu erübigen wie möglich. Außerdem ist sie eine begeisterte Skiläuferin und Walkerin, sie liebt es, im Freien zu sein!



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