Mortimer | Eine Hochzeit zum Verlieben | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1799, 160 Seiten

Reihe: Julia

Mortimer Eine Hochzeit zum Verlieben


1. Auflage 2007
ISBN: 978-3-86349-496-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1799, 160 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-86349-496-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Gabriella verliebt sich auf den ersten Blick in den erfolgreichen Geschäftsmann Rufus Gresham. Schon träumt sie von einer Hochzeit mit ihm, da wird ihr Glück jäh zerstört: Nach einer verführerischen Massage am Pool seiner Villa stößt Rufus sie plötzlich von sich und wirft ihr vor, nur hinter seinem Geld her zu sein. Zutiefst verletzt reist Gabriella ab ... Erst fünf Jahre später trifft sie ihn wieder: Um ein gemeinsames Erbe anzutreten, müssen Rufus und sie heiraten. Eine reine Vernunftehe, die Rufus unerwartet mit einem atemberaubenden Kuss besiegelt ...



Zu den produktivsten und bekanntesten Autoren von Romanzen zählt die Britin Carole Mortimer. Im Alter von 18 Jahren veröffentlichte sie ihren ersten Liebesroman, inzwischen gibt es über 150 Romane von der Autorin. Der Stil der Autorin ist unverkennbar, er zeichnet sich durch brillante Charaktere sowie romantisch verwobene Geschichten aus. Weltweit hat sie sich in die Herzen vieler Leserinnen geschrieben. Nach der Schule begann Carole Mortimer eine Ausbildung zur Krankenschwester, musste die Ausbildung allerdings aufgrund eines Rückenleidens nach einem Jahr abbrechen. Danach arbeitete bei einer bekannten Papierfirma in der Computerabteilung. Zu diesem Zeitpunkt schrieb sie ihren ersten Liebesroman, das Manuskript wurde abgelehnt, da es zu kurz war und die Handlung nicht den Ansprüchen des Verlags genügte. Bevor sie einen zweiten Versuch wagte, schmollte sie nach eigenen Angaben erst einmal zwei Jahre. Das zweite Manuskript wurde dann allerdings angenommen, und es war der Beginn ihrer erfolgreichen Karriere als Autorin von modernen Liebesromanen. Sie selbst sagt, dass sie jeden Augenblick des Beginns ihrer Karriere genossen hat, sie war die jüngste Autorin des Verlags Mills & Boon. Carole Mortimer macht das Schreiben viel Freude, sie möchte gern mindestens weitere zwanzig Jahre für ihre Leserinnen schreiben. Geboren wurde Carole Mortimer 1960 in Ost-England, und zwar in einem winzigen Dorf. Sie sagt, das Dorf sei so klein, dass, sollte der Fahrer beim Durchfahren einmal zwinkern, er den Ort vollkommen übersehen könnte. Ihre Eltern leben immer noch in ihrem Geburtshaus, ihre Brüder wohnen in der Nähe der Eltern. Verheiratet ist sie mit Peter, ihr Mann brachte zwei Kinder mit in die Ehe, sie leben in einem wunderschönen Teil Englands. Die beiden haben vier Söhne, zusammen sind es sechs Kinder, zwischen dem ältesten und jüngsten bestehen 22 Jahre Altersunterschied. Außerdem haben sie einen Kleintierzoo sowie einen Hund, der zur Hälfte von einem Kojoten abstammt und den die Familie aus Kanada mitbrachte.

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PROLOG

„Was zum Teufel tust du da?“

Gabriella hob die langen dunklen Wimpern und blickte mit ihren tiefblauen Augen, die an Veilchen erinnerten, über die Terrasse zu Rufus. Dem Mann, in den sie sich vor einem Jahr verliebt hatte, als ihre Mutter von seinem Vater vor den Traualtar geführt worden war. Und mit ihren achtzehn Jahren erhoffte sie sich in jugendlichem Eifer, dass er ihre Gefühle erwiderte.

Sie hatte den Kies auf der Auffahrt zu der mallorquinischen Villa der Greshams knirschen gehört, als Rufus in seinem Leihwagen vorgefahren war. Doch sie zwang sich, ihre Nervosität zu unterdrücken und scheinbar entspannt auf der Sonnenliege liegen zu bleiben. Dabei spürte sie den heftigen Drang, aufzuspringen und zu ihrem Schwarm zu laufen, um ihn überschwänglich zu begrüßen. Doch sie wusste, dass es bei einem Mann wie ihm ratsamer war, sich in Geduld zu üben und darauf zu warten, dass er sich näherte – auch wenn er die Liebe ihres Lebens war und sie allein bei seinem Anblick weiche Knie bekam.

Lässig stand er in der Tür, die auf die Terrasse führte. Wegen der starken Hitze hatte er das Jackett seines leichten Straßenanzugs abgelegt. Das relativ lange dunkelblonde Haar glänzte golden in der Sonne. Die hellgrünen Augen verbarg eine sehr dunkle Sonnenbrille.

Aber seine Frage und der missbilligende Zug um die wohlgeformten Lippen verrieten hinreichend, dass es ihn nicht gerade erfreute, Gabriella in einem knappen orangefarbenen Bikini bei einem Sonnenbad auf der Terrasse anzutreffen.

Rufus hatte die Angewohnheit, sie entweder wie ein ungezogenes Kind zu behandeln oder völlig zu ignorieren. Dabei wünschte sie sich sehnlichst, von ihm als begehrenswerte Frau angesehen zu werden.

„Was ich hier tue? Wonach sieht es denn aus?“, erwiderte sie keck. „Ich pflege meine Bräune.“ Mit einem Lächeln rekelte sie sich geschmeidig auf der Liege und bog den Rücken durch, sodass sich ihr voller Busen aufrichtete und die erregten Brustspitzen sich deutlich unter dem dünnen Stoff des Bikinioberteils abzeichneten.

„Das sehe ich selbst, verdammt noch mal“, knurrte er bissig, und während er hinaus auf die Terrasse trat, sagte er brüsk: „Herrje, zieh dir gefälligst was über!“

„Wie soll ich denn dann braun werden, Herr Oberlehrer?“, entgegnete Gabriella schmollend. Dann fügte sie herausfordernd hinzu: „Und warum sollte ich mir was anziehen, wenn mich außer dir keiner sehen kann?“

Bougainvillea, der Familiensitz der Greshams, thronte oberhalb des terrassenförmig errichteten Dorfes auf einem Berghang, der einen atemberaubenden Panoramablick auf das Mittelmeer bot.

Ungehalten fragte Rufus sich, warum es ihn überhaupt kümmerte, was dieses Mädchen trieb. Zum Glück verbargen die dunklen Brillengläser seine Gefühle, während er den Blick langsam über Gabriellas geschmeidigen vollkommenen Körper gleiten ließ, der bereits golden gebräunt war. Ihre samtige Haut glänzte von dem Sonnenöl, das sie auf ihren Oberkörper und diese schier endlos langen Beine gestrichen hatte.

Es war ein wundervoll schlanker Körper, ohne jeden Makel, wie ihn nur ein sehr junger Mensch besaß. Ihm zu widerstehen, wäre sicher jedem Mann schwergefallen.

Doch genau darin hatte Rufus viel Übung, seit Gabriella vor einem Jahr in sein Leben gestürmt war und nicht im Geringsten versuchte, ihr Interesse an ihm zu verhehlen.

Ein Interesse, das er mit seinen dreißig Jahren keineswegs zu befriedigen gedachte.

Zumindest hatte er diese Absicht nicht gehegt, bevor er Gabriella auf der Terrasse erblickt hatte …

„Jeder x-Beliebige hätte hier auftauchen können und …“

„Es ist aber kein x-beliebiger aufgetaucht, sondern nur du“, widersprach sie. „Außerdem tragen die Frauen unten am Strand auch nicht mehr.“

Erfahrungsgemäß wimmelte es am Strand zu dieser Tageszeit von Badegästen, und die meisten Frauen trugen tatsächlich knappe Bikinis. Einige sonnten sich sogar barbusig, aber sie waren auch nicht allein mit dem Mann, den sie seit einem Jahr schamlos anhimmelten!

„Wo sind unsere Eltern?“, fragte Rufus schroff – ja sogar ein wenig verzweifelt, wie er selbstkritisch zugeben musste. Ihre Anwesenheit hätte die Situation bedeutend entschärft und ihn daher erleichtert, obwohl er seine Stiefmutter Heather beinahe so lästig fand wie diese wundervolle Kreatur, seine Stiefschwester.

Überhaupt war er nur da, weil er gerade von einer Geschäftsreise auf das spanische Festland zurückfuhr und seinen Vater ein paar Tage besuchen wollte.

„James wollte unbedingt nach Palma fahren, um für Mum ein total extravagantes Geschenk zu ihrem Jahrestag zu kaufen. In ein paar Stunden müssten sie wieder hier sein.“ Gabriella setzte sich auf und sah ihn an. „Sie haben heute Morgen auf dich gewartet. Als du nicht gekommen bist, haben sie bei der Fluggesellschaft nachgefragt und erfahren, dass dein Flug sich um drei Stunden verspätet. Und Margarita besucht heute Nachmittag ihre Familie.“ Sie zuckte mit den nackten Schultern. „Deshalb habe ich angeboten, hierzubleiben und auf dich zu warten.“

Verdammt, verdammt, verdammt!

Also konnte nicht einmal die mallorquinische Haushälterin und Köchin als Anstandsdame einspringen.

„Ach, Rufus, zieh doch nicht so ein Gesicht.“ Gabriella wirkte ein wenig unsicher, da sie seinen Unmut spürte. „Oder bist du nur müde von der Reise? Warum schwimmst du nicht eine Runde?“, schlug sie mit ihrer verführerischen Stimme vor. Diese allein reichte, um ihm einen Schauer der Erregung über den Rücken zu jagen.

Gabriella Maria Lucia Benito, Tochter von Heather und dem verstorbenen Antonio Benito …

Abgesehen von den tiefblauen Augen hatte Gabriella das Aussehen ihres italienischen Vaters geerbt. Das prachtvolle üppige Haar fiel ihr in pechschwarzen glänzenden Locken fast bis zur Taille. Ihr Teint war von Natur aus dunkel und nun, nach wochenlangem Aufenthalt in der Ferienvilla, wunderschön gebräunt.

Vor ihrer zweiten Heirat hatte Heather in einer schäbigen Mietwohnung gelebt und als Sekretärin bei James gearbeitet, um sich und ihr Kind durchzubringen. Daher glaubte Rufus, dass sie seinen Vater nur seines Geldes wegen geheiratet hatte. James Gresham, mehrfacher Millionär und Eigentümer von Gresham’s – der namhaften Kaufhauskette mit Hauptsitz in London, die weltweit für Exklusivität bekannt war.

Ebenso stand für Rufus fest, dass er von der atemberaubend exotischen und sinnlichen Gabriella gleichermaßen nur aus Berechnung als Ehemann auserkoren worden war. Denn immerhin war er James’ einziger Sohn und Erbe.

Ihre Strategie hatte nur einen Haken: Rufus hatte nicht die Absicht, jemals wieder zu heiraten. Der erste Versuch hatte gezeigt, dass es auch seiner Exfrau Angela lediglich um das Familienvermögen gegangen war. Nach nur einem Jahr Ehe verließ sie ihn und ihre zwei Monate alte Tochter.

Als es sechs Monate später zur Scheidung kam, verlief diese schmutzig und in aller Öffentlichkeit. Rufus überschrieb Angela die Hälfte seines riesigen Privatvermögens, um das Sorgerecht für das Baby zu erhalten, für das sie ohnehin kein Interesse aufbrachte.

Und mitten in diesen Aufruhr platzte Gabriella Maria Lucia Benito. Damals nämlich verkündete der verwitwete James, der anscheinend nichts aus der Erfahrung seines Sohnes gelernt hatte, in einem Atemzug, dass er zugunsten seines Sohnes als Vorstandsvorsitzender von Gresham’s zurücktreten und die fünfzigjährige Witwe heiraten werde, die seit einem Jahr als seine Sekretärin arbeitete und eine siebzehnjährige Tochter aus erster Ehe mitbrachte.

Die eigene Sekretärin heiraten – herrje, was für ein Klischee!

Groß und von Natur aus graziös, in knappen T-Shirts und hautengen Jeans, hatte Gabriella sich anscheinend auf den ersten Blick vorgenommen, Rufus mit allen in ihrer jugendlichen Macht stehenden Mitteln zu verführen. Jedes Mal, wenn er seinen Vater in Gresham House in Surrey besuchte, verfolgte sie ihn auf Schritt und Tritt mit ihren hungrigen Blicken.

Doch selbst wenn er jemals wieder heiraten sollte, würde seine Wahl zuallerletzt auf eine Frau wie Gabriella fallen. Denn eine geldgierige Person in der Familie, nämlich ihre Mutter, reichte für seinen Geschmack.

Und doch war Gabriella ein äußerst reizvolles Mädchen, wie er sich mit einem verstohlenen Blick auf ihren Körper eingestand.

„Ich glaube, ich springe wirklich in den Pool“, murmelte er rau, während er sein Hemd aufknöpfte. „Du hast doch gesagt, dass unsere Eltern erst in ein paar Stunden zurückkommen, oder?“

„Ja.“ Fasziniert beobachtete sie, wie er sich das Hemd von dem tief gebräunten und muskulösen Oberkörper streifte. Dann öffnete er die Hose und ließ sie achtlos auf den Boden fallen.

Die schwarzen engen Boxershorts eigneten sich durchaus als Badehose. Und doch errötete Gabriella, während ihr Blick von der breiten Brust nach unten glitt – dorthin, wo sich die Härchen zu einem V verjüngten und unter dem Hosenbund verschwanden. Und dann riss sie verblüfft die Augen auf, denn sie entdeckte die Anzeichen einer Erregung.

Rufus begehrte sie!

Während sie den Blick zu den harschen Linien seines Gesichts hob, schluckte Gabriella schwer und atemlos. Noch immer lagen die hellgrünen Augen hinter den dunklen Gläsern verborgen.

Rufus setzte sich auf die Kante ihrer Liege. Sein Oberschenkel berührte ihr Bein und setzte ihre Haut in Flammen. „Reibst du mir bitte den Rücken ein?“

Gabriellas...



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